Neue jüdische Presse
- Journal
- Neue jüdische Presse
- Volume
- 10 (1912)
- Issue
- Heft 29 (26.7.1912)
- Date
- 1912-07-26
- Page
- Seite 10 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 29. Seite 10. Rew-Oork. Jüngst besuchte der Bürgermeister der Stadt Newyork, Gaynor, dienatio naljüdische Schute in Madison Street und äußerte sich hochbefriedigt über die Leistungen der Anstalt. Die Leitung der Schule richtete nun an Mr. Gaynor, der ein - gründlicher Kenner der Bibel ist. die Bitte, in den Schnlräumen einen Vortrag über die Propheten Israels zu halten, dessen Reinertrag der Anstalt gewidnrct sein soll. Dir. Gaynor erklärte sich mit Vergnügen dazu bereit. - Frankfurter Berichte. Anläßlich ihrer silbernen Hochzeit spendeten Herr und Frau Adolf Stern der Synagogengemeinde ,Ssr aelit. Religio ns gesell sch aft" ein Kapital von IM 000 JL Dieses Kapital ist zur Errichtung einer Stiftung bestimmt, die —. nach, einer noch zutreffenden Vereinbarung nnt dein Vorstand — der Lösung besonderer Gcineindeaufgaben dienen soll. Knust und Literatur. Aiaimonicke par Louis-Gcrinain Levy, Paris, Librairie Felice Alcan. 288 p. Das Werk des bekannten Pariser liberalen Rabbiners ist, vom allgemein philosophischen Standpunkt aus gewertet, gut, vom jüdischen aus betrachtet, mangelhaft. Die Einreihung des Buches in die bekannte Sammlnng des Alcan'schen Verlages: „Les grands Philosophes" macht es auch wahrscheinlich, daß Lövy nur die rein philosophische Bedeutung des Mainwnidcs darstellen wollte, ohne seine jüdische zu berücksichtigen. Immerhin bietet auch" in allgemeiner Hinsicht diese Nichtberücksichtigung seiner Seite als Jude einen Mangel, insofern als die Persönlichkeit des Maimonides nicht zur vollen Geltung kommt. Sieht man aber davon ab,, so . bietet das Buch eine systematische Darstellung der philosophischen Lehren des Maimonides, die von einem gründlichen FrarWrtzr FsraelitWeS FamilieMM. Studium . der Quellen zeugt und klar und anschaulich ist. . Eine Rezension und Kritik der Einzelheiten, die stellenweise nicht richtig sind, kann hier nicht gegeben werden. Allgemeine Mitteilungen. Unter den vielseitigen Darbietungen des mit dem Bundesschiesten verbundenen Vergnügungsparks, erregt besonders eine völlig neuartige Attraktion großes und berechtigtes Aufsehen. Es ist das eine ganz eigenartige Schaustellung, von ihrem Erfinder, dem bekannten amerikanischen Ingenieur Artvoud Rodel, sehr tresscnd mit dem Namen „L u n a b a l l" bezeichnet. Das Wesen der Erfindung, zu deren internationalen Verwertung sich eine Gesellschaft gebildet hat, läßt sich kurz wie folgt schildern. Auf einer rottierenden Scheibe befindet suh ein großer halbkugelförmiger Ballon aus richtigem Motorballonstosf. Der Hohlraum des Ballons steht durch Rohrleitung init einem hiesigen Rotationsgebläße von ca. 35 PS. in Verbindung, durch das sich der Ballon innerhalb 1h» Minuten, also mit eminenter Geschwindigkeit, aufbläst, bezw. rasch entlüften läßt. Auf dein Ballon, solange dieser nicht mit Luft gefüllt auf der Scheibe sitzt oder steht das Publikum und wird alsbald unter dem Einfluß der in dem Ballon entstandenen Preßluft langsam..aber unwiderstehlich emporgcbracht, wobei sich die drolligsten Situationen ergeben. Jemchr der Ballon seiner Dollsüllung entgegengeht, um so interessanter wird das Bild, bis der kritische Moment konunt, wo die Spitze des Ballons einporträgt. Alsdann muß der Lunaballbesuchcr, der durch besondere Geschicklichkeit seinen Platz bis hier behauchet hatte, herabgleiten. Vollkommen gefahrlos und unter allgemeinem Gaudium der Zuschauer gleitet er auf das große Ringkisscn, welches den Ballon umgiebt. Es ist begreiflich, daß diese seltsainen Attraktionen den Clou des Bundesschießens bilden und bereits das Nr. 29. Tagesgespräch' geworden sind. Der Besuch! der Attraktionen rst ' selbswershändlich kollossal, denn jung und alt will auf dem'Lunaball fahren. Der Lunaball hat seinen Standort ans dem westlichsten Teil des Vergnügungsparkes. Er fällt dem Besucher bereits durch seine eigenartige Fassade ans. Vereins-Kalender. Samstag. „M o n t e f i o r e" - V e r e i n, 11 Uhr, Bleichstr. '70: Schinr; 6 Uhr: Gesellige Zusammenkunft. — Verein „Mekor Chajim", 4 Uhr, Langestr. 18: Mikrö-Bortrag (Lehrer Goldschmidt). Sonntag. „Mo n tef io re"-Verein, 8% Uhr vorm.: Besichtigung des Kunstgewerbevereins, Neue Mainzerstraße 49 unter Führung Professors Dr. Hülsen (Treffpunkt vor dem Kunstgcwerbeverein), Mittwoch. „Montefiore"-Berein, 9 Uhr, Bleichstr. 70: Kaufmann und Knnstgewerbe (Siegfried Eiscmann). _ Offenbacher Druckluft - Anlage Offanbach a. H. Telefon 123. (Anschluss mit Frankfurt1. Bewährteste TapplGhralnlgunB, 100,000 qm jährlich S'-wie unüberfroffrne Bettennod Bettfedernreinigang mittelst Druckluft und Wasserdampf. Inhalt des Hauhtblattes. Artikel: Brief aus Rumänien. — Aus dm Ereignissen des Tages: 1. Zwei Projekte zur Förderung der Sabbathbeobachtung; 2. Zur Frage einer jüd. Universität in Jerusalem. — Berliner Brief. — Aus aller Welt. — Personalien und Kleine Mitteilungen. — Aus der Lehrerwelt. — Feuilleton: Der Bürgermeister als Rabbi. — Bunte. Chronik. — Kunst und Literatur. — Wochen-Kalender. —. Familiennachrichten. Inhalt der Beilage. Erklämng. — AuS der Zionistischen Bewegung. — Fü. die Jugend. — Frankfurter Berichte. — Kunst und Literatun „Ach j Morgen da< „Das i Bürgermeistl «Lasser, wollte scho Ihrem Neu „Ei, e auszurütteln Gericht den unsere Tate „Das rade auf ei „Stuß! pete blasen ans einer 3 „Nein, egal sein, dcutung, n ohne daß i »Hörder Dir dc „Na, ich möchte «Ich i neu lieben Anden un oic Gesun Butler wol Da wir m daß wir n was wir e Vereinigte Detektiv-Institute Frankfurt-Berlin Frank & Hauschild, H||. KlHalWadltlHtei 1. D. Ermittelungen, Beobachtangen, Prlvat-AuskOntte. 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