Neue jüdische Presse
- Journal
- Neue jüdische Presse
- Volume
- 10 (1912)
- Issue
- Heft 24 (21.6.1912)
- Date
- 1912-06-21
- Page
- Seite 13 (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 24. Frankfurter Israelisches FamÄieMatt. Seite 13. mag man ihm im einzelnen Anstimmen oder nicht, die Scharfsinnigkeit der Kritik, die Fülle des Materials, die Eigenartigkeit der Gedankengänge wird für jeden nicht nur im höchsten Maste fesselnd, sondern auch belehrend sein. Gerade Dinge, an denen man für gewöhnlich achtlos vorübergeht, auf-udecken, ist Mauthners vornehmste Stärke und Verdienst. Daß der Stil und die Darstellungsform vorzüglich ist, braucht bei einem Schriftsteller vom Range Fritz Mauthners nicht erst besonders gesagt zu werden. Die einzelnen Artikel sind einzelne in sich abgeschlossene Abhandlungen, Tue man gar nicht alle oder auch nur der Reihe nach zu lesen braucht. Ja, es ist gar nicht rätlich, das Buch auf einmal von Beginn zu Ende zu lesen. Man Habe es bei sich, und jedesmal, wenn man die Kritik irgend eines Begriffes und Gedankens haben will, schaue man hinein. Das Buch ist darin eine unerschöpfliche Fundgrube von Wissen und Ideen. Der König Friedrich der Große von Thomas Carlyle. Berlin, Verlag Neues Leben, Wilh. Borngräber. 217 S. .Des großen Carlyle Bedeutung als Historiker ist heute wohl genügend geschätzt und braucht nicht erst erwiesen zu werden. Grade das Lebeildige, das Künstlerische seiner Schreibweise, das Hinreißende seines Stiles, die Glut seiner Feuerseele verleiht seinen historischen Schriften ihre einzigartige Bedeutung, indem es sie über tote kalte, wissenschaftliche Werke zu lebendigen Aeußerungen eines großen Mcnschheitspredigcrs erhebt, der durch die Geschichte seine Zeit beeinflussen soll. Darum sind seine Werke w-it entfernt von der kalten Objektivität des zünftigen Historikers. Sie lieben oder sie hassen. Carlyle's Werk über Friedrich den Großen ist der Liebe entsprungen. Es ist eine Huldigung, und mit der unbegreiflichen Kraft der Liebe hat Carlyle auch das Wesen des großen Königs bis in seine Tiefen erfaßt. Das Buch ist von all den vielen Werken über den großen König eines, der besten, tiefsten und eindringlichsten. Spende«. Bei der Geschäftsstelle gingen für den. Nationalsonds ein: Jfaac Heimann anläßlich des Jahrzeittages seines sel. Vaters 20,— Jk M. Lewisohn aus Büchse 3,—' „ Gesammelt beim Ausslug des Synagogenchores 4,20 „ Vereins-Kalender. Samstag. Verein „Mekor Chajim", 12 Uhr, Hörsaal: Seser Schemuel (Prof. Weyl); 4 Uhr, Langestraße 18: Mikro-Vortrag (E. Neuberger). — „M oute fio re"-Berein, II1/4 Uhr, Bleichstr. 70: Schiur (Dr. B. May); 5i/a Uhr: Gesellige Zusammenkunft. Mittwoch. „Montesiore"-Berein, 9 Uhr: E. M. Lilien (I. Kormis). Brieflasten. S. W. 75. 2. Septbr. 1892 gleich 10. Ellul 5652; 4. Novbr. 1898 gleich 19. Cheschvan 5659. R. G. Salicylsäure, die zum Einmachen der Früchte genommen wird, ist rituell erlaubt. Haarlem. Beis Hasefer von Grosowsky; Hadikduk Hoiwri von Manesewitsch. Beide Verlag Tuschiah, Warschau. Inhalt des Hauptblattes. Artikel: Ein drängendes Problem. — Aus den Ereignissen des Tages: I. Das Kattowitzer Bergarbeiter» Projekt; 2. Der Sieg Haim Rahums. — Das Angola-Projekt angenommen. — Brief aus Galizien. — Brief aus Rußland. — Die Entwicklung des Reform-Gottesdienstes. — Aus Mer Welt. — Aus den Vereinen. — Feuilleton: Gerda. — Kunst und Literatur. — Wocheu-Kalender. — Familirn-Rachrichten. Inhalt Ser Beilage. Artikel: Für die Jugend. — Ein Besuch in der jüd. Blindenanstaü in Steglitz. — Frankfurter Berichte. — Personalien und Kleine Mitteilungen. — Aus der zionist. Bewegung. — Aus der Lehrerwelt. — Eingesandt. — Spenden. — Vereins-Kalender. — Briefkasten. Wir bitte» unsere Leser, ihre» «eSars unter Bezugnahme auf unser Blatt bei unsere» Jusereute» zu decke«. Frankfurter Israel. Familieublatt. Bekanntmachung. Mit? vis MM 1. jUtgttß wird das Original Pfund-Paket des neuen selbsttätigen Wasch- und Bleichmittels -,tp3 „Sei reild anstatt zu 35 Psg. MM WerMgSpreiS von 23 abgegeben, damit sich die w. 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Es war unerläßlich, vor Eintritt der heißen Jahreszeit die Stelle eines spezialistisch gebildeten Augenarztes an unsrer Klinik neu zu besetzen. Diesem Arzt wird es, wie seinem Vorgänger, obliegen, die Armen jeglicher Konsession unentgeltlich zu behandeln Es fehlen Lemaan Zion jedoch die Mittel zur standesgemäßen Besoldung eines europäischen Augenarztes, sowie seiner Assistenten und zur Unterhaltung der Klinik. Wir richten daher die dringende und herzliche Bitte an alle edlen Menschenfreunde, an die Freunde des heiligen Landes insbesondere, durch mildherzige Gaben, durch Jahresbeiträge unddurch Förderung in jedem Sinn den Palästinensischen Hilfsverein «Lemaan Zion" in der Fortführung seines heiligen Werkes der Menschenliebe zu unterstützen. Der geschäftsführeude Ausschuß: Rabbiner Dr. N. A. Nobel, Borfitzender, Franksttrt a. M. Eli Mchael, stellvertretender Borfitzender „ Wilh. S. Posen, Schriftführer „ Jakob Dahlheim, Cassier „ Hermann Cramer „ Kommerzienrat Louis Feist „ Sally Goldschmidt'- „ Dr. Js. Heinemann „ Rabbiner Dr. A. Salvendi, Karlsruhe. Der Berwattaugsrat: Sugo Bondi, Wien. ästriktsrabbmer Dr. A. Cohn, Zchenhausen. Hermann Cramer, Fürth. Kommerzien-Rat Siegmund Frankel, München. Moses Göldberg, Karlsruhe. Hermann Gumpertz, Hamburg. Dr. Emil Hirsch, Halberstadt. Wilhelm Kober, Breslau. DistrStsrabbiner Dr. P. Kohn, Ansbach. Kommerzien-Rat George Mcnx, Königsberg i> P. Distriktsrabbiner Dr. Stein, Schweinfürt. Emil Goldschmidt, Frankfurt a. M. Dr. med. Hugo Salvendi, Frankfurt a. M. ’ Obigem Ausruf schließen sich empfehlend an: Prof. Dr. Apolant, Frankfurt a. M. Dr. Simon Bamverger, Augenarzt, Frankfurt a. M. Dr. med. I. Benario „ Excellenz Prof. Dr. Paul Ehrlich „ Bankdirektor Karl Helberg „ ^8 Mchael Moses Main Frankfurt a. M. Geh. Santtülsrat Dr. Th. Neubürger, Frankfurt a.M Santtätsrat Dr. E. Rosenbaum „ Santtätsr. Dr. L. Rosenmayer, Augenarzt „ Dr. med. Michael Sachs, Augenarzt „ Freundliche Gaben nehmen entgegen: Sämüiche Herren des Geschästsführenden Ausschusses und des Verwaltungsrates, sowie der Casfier Jacob Dahlheim. Frankfurt a. M. Scheffekstraße 13. (Pofischeck-Konte No. 2130) Äü-d