Neue jüdische Presse
- Journal
- Neue jüdische Presse
- Volume
- 9 (1911)
- Issue
- Heft 39 (29.9.1911)
- Date
- 1911-09-29
- Page
- Seite 11 (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr 39. Prag. Prof. Dr. Enoch Heinrich Kisch, der bekannte Balneologe der hiesigen' Universität and Marienba-er Kurarzt/ erhielt anläßlich seines UeLertritts in den Ruhestand den Titel Regierungsrat. - Amsterdam. Die „Zentral-Organisation für die religiöse und moralische Hebung der Juden in Niederland", deren Vorsitzender Oberrabbiner S. A. Rudelsheiin ist, läßtseit diesem Monat ein M o n a t s b l a t t erscheinen. Paris. M. 8 evy. Generalstaatsanwalt in Indo- China, ist zum Generals)roknrator in Guinea ernannt worden. Rom. Die Regierung kaufte die von dem New Iorker Bildhauer Isidor Konti ausgcführtc Bronzefigur „'Die Unsterblichkeit des Genius" an. Venedig. Der dieser Lage verstorbene Raphael I a c v o, Besitzer eines Versatzgeschäftes, hatte freundschaftliche Beziehungen zum Papste. Als nämlich der jetzige Papst hier noch als Kardinal wohnte, geschah es bei seiner Wohltätigkeit häufig, daß er in Geldverlegenheit war, — und da hals ihm stets Jacvo in selbstloser Weise aus. ' London. Die Militärbehörde im Lager Äldershot errichtet für die jüdischen Soldaten eine Synagoge. Aonftantinopel. Abraham Effendi Faschi, Direktor des Preßbüros für. auswärtige Augelegenheiten, 'früher Präsident des jüdischen Zcntralkonsistoriums, ist zum Generalkonsul in B o st o n ernannt worden. Alexandrien (Egy-ten). Der Khedive ernannte den Philanthropen David Zukar zum Bey. A«s der Lehrerwett. Berlin. DievomDeutsch.Israelitischen Gemeindebnnd einberufene gemischte Kommission zur Beratung des Angestellten.-Versicherungsgesetzes hat in> ihrer ersten Sitzung vom 3. September d. Js. folgenden Antrag Peritz angenommen: „JDte Kommission beschließt, den Ausschuß, des D.-J. G.-B. zu ersuchen, eine Versammlung der Vertreter aller jüdischen Beam?- ten-Bersorgungslassen einzuberu¬ Frankfurker Israelitisches Familienblatt. fen und ihr den Vorschlag eines Zusammenschlusses der Pensionskassen zu unterbreiten und zu empfehlen, mit der Zufügung, daß der D.-J. G.-B. bereit ist, einen angemessenen Zuschuß zu leisten." Tie Mehrheit der Kommission hat sich für die Gründung einer Ersatzkasse entschlossen, um den Beamten die Jnvaliditätsversorgnng zu verschaffen. Sie will gleichzeitig beide Möglichkeiten versuchen, die der' Gesetzgeber für eine solche Ersatzkasse offen läßt. Tie eine wird drirch einen Kassenverband dargesteltt, die andere wäre Schaffung einer neuen Kasse durch Zusammentritt der jüdischen Gemeinden für diesen Zlveck. Der D.-J. G.-B. hat nunmehr an die Gemeindebeamten mit einem Fragebogen dasfolgende Schreiben versandt: „Die vom 12. (außerordentlichen) Deutsch-Israelitischen Gcineindetage eingesetzte gemischte Kommission, die sich über das zweckmäßigste Verhalten gegenüber dem geplanten Reichsgesetz fiir Äugest e l l t e n - V e r s i ch e r un g schlüssig machen soll, ist zu dem ^Ergebnis gelangt, die Gründung einer Ersatzkasse für sämtliche Gemeindebeamtc (Rabbiner, Lehrer Kultus- und Bürobe a nt f e) anzustreben. Dadurch soll einerseits unfern Beamten der den meisten von ihnen bisher fehlende Anspruch auf Jnvaliditäts-, Alliers- - und Reliktenversorgung verschafft, andererseits ihnen befriedigendere Leistungen als die vom Gesetz gebotenen zugewendet werden. Diese Hoffnung stützt sich auf die Voraussetzung, daß das Durchschnittsrisiko für unsere Beamten ein günstigeres ist als das Durchschnittsrisiko der übrigen unter das Reichsgesetz fallenden Privatangestellten. Es fehlt aber sür diese von Sachverständigen geteilte Annahme noch die st a t i - stische Grundlage. Diese muß beschafft werden, gleichviel ob die geplante Ersatzkasse als ein Verband der bestehenden jüdischen Beamt.enversorgungskasien konstituiert/ oder ob sie durch Zusammenschluß der Gemeinden zn einer Kasse neu geschaffen wird. Die Kommission erprobt zwei Wege und wird den zweckmäßigeren wählen. Es ist also die moralische Pflicht jedes Beamten, den beifolgenden Fragebogen zn beantworten. Seite 11. Da nur solche Ersatzkassen bestätigt werden, die schon begründet sind, sobald dps neue Gesetz angenommen ist, was nach dem Plane der Reichsregierrmg in diesem Herbste erfolgen soll, und da ferner die übrigen Vorarbeiten schwierig und zeitraubend sind, so ist umgehende Rücksendung des beifolgenden Fragebogens mittels des anliegenden Kuverts erforderlich." Breslau. Zur Ernennung des Unterstaatssekretärs Dr. Schwartzkopff zum Oberpräsidenten von Posen schreibt das „Jüd. Volksbl." wie folgt: „Man erinnert sich noch des Widerstands, den er allen Bestrebungen des Gemeindebnndes entgegensetzte, den ResolU'.onsfv.lds sür die kleinen Gem:inden flüssig zn machen, welche weniger als 12 schulpflichtige Kinder haben, sodaß die Wohltat des Fonds, da die große Masse der preußischen hilfsbedürftigen Gemeinden diese Zahl nicht erreicht, ins Wasser fiel. In seinem neuen Amte würden ja seine Erfahrungen auf dem Gebiete des Schulwesens von Bedeutung sein sür die in der Ostmark bedrohte jüdische L>chule. Wichtiger aber wird seine. Stellung zur Ostmarken- Frage im Allgenreinen sein. Der scheidende Oberprüsident v. Waldow hat der jüdischen Bevöl- «-> kcrung als Politiker volle Gerechtigkeit widerfahren lassen, er wußte ihren Wert und ausschlaggebenden Einfluß im Kampfe der Nationalitäten für das Deutschtum richtig und hoch einzuschähen und suchte alle Elemente, insbesondere im Beamtentum, fern zn halten, welche den Frieden der einzelnen Bevölkerungsklassen auch in Wort und Schrift zn stören suchten. Unter seiner Amtsführung hat. der Antisemitismus in der Ostmark sein Haupt nicht erheben dürfen." BurgkunÄstadt. Hauptlehrer Jonas Löbenstern, der seit 47 Jahren die hiesige siebenklalsische jüdische Elementarschule in mustergültiger Weise als einziger Lehrer leitet, erhielt das Luitpoldkreuz. Berews-Kaleuder. Samstag. Verein „Mekor Chajim/ 3hi> Uhr, Friedberger Anlage: Mikro-Vortrag (Joseph Wohlfarth). Donnerstag. Verein „Tiferes Bachurim", 8 Uhr, Hermesweg 27: Außerordentliche Hauptversammlung (Wahl). Weiters gen. Anmeldungenfür meine kleinen. Privat- und grosse Casell- SChaftS-Tanzkarse nehme ich täglich von vorm. 10 bis 9 Uhr abends entgegen. PriYat-Einzelonterr. jederzeit voilst. ungeniert f. ältere Damen n. Herren. Eigener Privatsaal im Hanse. Unterrichtslokal der Kurse Festsaal Alemannia. Fee If n I« I a.m Instituts-Tanz lehr er, ■ ■ AI ■■ I «5 f Bröanerstrasss 15, n. Grand-Bazar. ivs .Konditorei Loeser im unter Aufsicht der Eitnalkommission der israelitischen Gemeinde. Gr. Eschenheimerstrasse 41a. Telephon 6735 I. Bestellungen werden prompt und gut ausgeführt und bitten solche ffir _die Feiertage frühzeitig aufzugeben.__ Israelitische Gemeinde. Gottesdienst am Yersötinungsfest. fBtr Filzhäte ■ ■■ werden nach neuester Form rasch und schön fai/onniert. -- Q Bertrand, Somilerstr. 28. [Messer & Voigtländer 1 Zentralheizungen I Franken- Allee 34 Telephon 3437. 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Ende der Tagesfeier,-Predigt: 6 Uhr 45 Min. Synagoge an der KSnlgsteiner Strasse: Sonntag, den l. Oktober:' Abends 6 Uhr. Predigt Rabb. Dr. Lazarus. Montag, den 2. Oktober: Morgens 10 Uhr. Predigt 12 Uhr. Rabb. Dr. Salzberger. Seelenfeier 3 Uhr 45 Min. Schlnsspredigt 4 Uhr 45 Min. Rabb. Dr. Seligmann. Festesausgang 6 Uhr 40 Min. Synagoge In Bockenheim: Sonntag, den 1. Oktober: Beginn des Fastens 6 Uhr. Vorabendgottesdienst 6 Uhr 10 Min. Predigt. Montag, den 2. Oktober: Morgens 7 Uhr. Predigt. Ende der Tagesfeier: 6 Uhr 45 Min. Gegr. 1878. , Die 'ytä'^Seiionfahpik von Gegr. 1878. Max Wolf & Co«, Langen in Hessen empfiehlt ihre rühmlichst bekannten Fabrikate. Spezialität: Kernseife, Schmierseife, Seifenpnlver und Soda. Die Fabrik ist der strengsten orthodox. Aufsicht unterstellt und . stehen - “ltJDfi Hechscher auf Wunsch zur Verfügung. 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