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Neue jüdische Presse · 1911-08-25 · Heft 34 (25.8.1911) · p. Seite 5

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Journal
Neue jüdische Presse
Volume
9 (1911)
Issue
Heft 34 (25.8.1911)
Date
1911-08-25
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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Nr. 34. Seite S. Franffurker ZsmMisches FaMienblatk. Nur auf dein jüdischen Friedhof verrät ein Brett mit einer Inschrift den Ort, wo ein unglückliches Geschöpf nach langem Suchen endlich das Wohnrecht erhielt... „Fit-sure" Pincenez double, 14 k Goldauflage. Mk. 7.50, Nickel Ml. 5.50. Operngl., Feldst-, nur beste Fabrikate in großer Auswahl, Lorgnons, Brillen, Pincenez; Spezialwerlstätte für Optik, Mechanik, Elektro« technik. Physikalische Lehrmitttel. „I. SB. Albert. Jtttz. Paul Wanöereh, Haus Neptun, Ecke Neue Mainzerstr. u. Weißfrauenstr. 11. Tel. 7254, Amt I.“ Schlafzimmer-Einrichtungen Bettenfabrikation, Bett-Wäsche. Georg Aniendtj Nachf. ■ ■ Bleidenstrassc 10.' Bunte Chronik. Sammlung alter spanisch-jüdischer Lieder. .Der Adjutant des spanischen Marineministcrs, Major Manuel de Lara, Atitglied der Madrider Akademie der schönen Künste, bereist gegemvürtig die Balkanländer und den Orient, um im Aufträge der spanischen Regierung die alten spanischjüdischen Lieder, die noch unter den Sephardim bis zum heutigen Tage erhalten blieben, zu sanimeln. Manuel de Lara, der zu den bekanntesten Dichtern seiner Heiinat zählt, hat bereits Bosnien, Serbien und Bulgarien bereist und fand überall das freundlichste Entgegenkommen. Die Juden als Seeleute. Anläßlich des 25jährigcn Jubiläums Generaldirektors Ballin beschäftigt sich Pros. Dr. Gotthard Deutsch im „American Jsraelitc" mit dem Anteil der Inden an der Entwicklung des Schifffahrtswesens. Schon im 4. Jahrhundert erwähnt Bischof Synecius in seinen Briefen einen jüdischen Schisssmann, der am Sabbat nicht arbeite» wolle und zollt in diesem Zusammenhänge den jüdischen Soldaten volles Lob. Der Poet Clandianus, der im 5. Jahrhundert lebte, spricht wiederholt von jüdischen Schiffern, die bis nach Indien segeln, und Bischof Gregor von Tours im 4. Jahrhundert berichtet von jüdischen Schiffleuten, die zwischen Nizza und Marseille den Schiffsverkehr aufrecht erhalten. Jakob I. von Arragon verlieh einem Juden im 13. Jahrhundert ein Privileg für eine Passagierschissahrt in. Barzelona. Gasper de las Jndias begleitete Basco di Gama auf zweien seiner Expeditionen. Jakob ibn.Habil, der Verfasser eines hagadischen Sammelwerkes in Konstantinopcl zu Beginn des 18. Jahrhunderts, dankt in der Einleitung seiner Werke seinem Förderer Chajim ibn Saruk „dem großen Fürsten in Israel, einem jener Männer, die auf den Schissen auf hoher See fahren". John Chamberlein nennt in seinen Briefen an Sir Dndlcy Carleton einen marokkanischen Jude», der im Jahre 1614 eine Expedition zur See befehligte und ein spanisches Schiss, das sich "auf dem Wege nach London befand, gefangen nahm. Taschentücher empfehlen in grosser Auswahl und allen Preislagen F. C. Strubberg & Co. 25 Neue Mainzerstrasse 25. Kunst und Literatur. Mitteilungen des Bundes jüdischer A k a d e m i k e r. Heft 2. Inhalt: Der Würzburger Bundestag (Referendar Dr. Jsaac Breuer-Fraukfurt). kl. I. A. Baltimore. Häckcis biogenetisches Grundgesetz (cand. med. Jakob Levy-Berlin). Personalien. Aus dem ersten Aufsatz verdient der Passus über die Tendenz des B. I. A. wiedergegeben zu werden; er lautet: „Es darf der B. I. A. nicht, mit dem Schwergewicht irgend einer, wenn auch noch so autoritativen Richtung innerhalb des gesetzestreuen Judentums belastet werden. Denn die Verschiedenheit dieser Richtungen hat cs nicht, wenigstens nicht unmittelbar, mit der Gesetzestreue als solcher, sondern mit den Beziehungen der Gcsetzestreue zu sonstigen Bestrebungen im Schoße der Jndenheit zu tun. Schon bei der Gründung des Bundes im Jahre 1006 aber haben die Delegierten der V. B. I. A. einstimiitig ihre 'Ansicht dahin ausgesprochen, daß die Stellungnahme eines gesetzestrerien Studenten zu solchen Bestrebungen für seine Zugehörigkeit zu einer Bundcsvereinigung bedeutungslos sei. Es mag sehr wohl jemand der Ansicht sein, daß beispielsweise der Zionismus mit der Gesetzestreue sich nicht vereinbaren lasse, es mag auf der anderen Seite die Forderung aufgestellt werden, der gesetzestreuc Jude sei Lnm Anschluß an den Zionismus verpflichtet; keineswegs jedoch sollen derartige 'Anschauungen durch den B. I. A. vertreten werden. Der B. I. 91. erwartet von seinen eintretendcn studentischen Mitgliedern, daß sie als echte Studenten mit allem Ernst und höchster Gewissenhaftigkeit über diese Fragen sich belehren, die das gesetzestreue Judentum aufs innigste tangieren, und daß sie zu eigner Klärirng gelangen; aber er erwartet nicht, daß sie diese Klärung bereits mitbringen. Er will ihnen zur Klärung verhelsen, indem er ihnen die Mittel dazu an die Hand gibt: in erster Linie das Studium des Gottesgesetzes." Der zweite 9lufsatz bringt die erfreuliche Nachricht von der Gründung einer gleichen Bereinigung drüben in 9lmerika. Der drille Aussatz zeigt, daß eine Theorie, die mehrere Jahrzehnte fast unbestritten als „Grundgesetz" anertannt wurde, in der Haeckel „einen der reichlichsten und unwiderlcglichsten Beweise der Descendenztheorie erblickt", jetzt um ihre Existenz einen erbitterten Kampf führen mutz und selbst von den Freunden ihres Begründers nur als eine Regel mit Aus.iahmen angesehen wird. Schwiegervater Koudelik und Schwiegersohn Wejwara. Kleine Episoden aus dem geordneten Haushalt einer Prager Bürgersfamilie von Jgnat Hermann. 9lutorisierte Uebersetzung aus dem Böhmischen von Luise Tluchor. 4 JL Berlin SW. 68, A. 95. Hayn' s Erbe n. In dieser Erzählung wird der Leser in eine Prager Bürgerfamilie eingcfiihrt. Er nimmt teil an ihren Freuden und Leiden. Er langweilt sich dabei nie, da alle kleinen Geschehnisse solvohl in der Familie der Jungverheirateten als auch im Haushalt der Schwiegereltern humorvoll und spannend erzählt loerden. Bon besonderem Interesse ist die Schilderung der doppelten Mutterschaften, die der jungen Frau Wejwara und die der Mutter Kondelik. Daraus entspringen Konflikte, die jedoch harmonisch ausklingcn. E. The Jewish Quarterly Review. New Series. Edited by Cyrus Adler and! S. Schechter. Vol. II, Nr. 1. Juli 1911. Inhalt: A peculiar kind1 of paranomasia in the Talmud and Midrash (J. D. Wynkoop) — The secular hebrew poetry of Italy (Dr. A. B. Rhine) — The controversy over the Syro- Roman Code (Dr. V. Aptowitzer) — A talmudic Problem and proposed- Solutions (Prof. Henry Malter) — Critical Notices. «Kaiser JEriettricli Quelle - Offenbach a. X. ■ .. Gegen Rieht und Rheumatismus bewährt. Alleiniger General -Vertreter: Friedrich Stahl, Frankfurt a. M., Stallbnrgstr. 9. Tel. 259 n. 714. . Beobachtungen Pr- St 1 Mk. Ermitßtppf ITT. telongen, Recherchen u. Auskünfte »vlvUUl v. 5 Mk. an. Gewissenhafte AusdF Institut führung u. strengste Diskretion als FrazeUl§,t u M" mehrjähriger Polizeiu. Krim in al- — Tel. 11391._ beamte gesichert._ Wochen-Kalender. (Zeitangaven nach dem Losch.) Samstag, den 26. August (= 2. Ellul): Sabbat-Anfang in Frankfurt a. M. 6 Uhr 50 Min. Sabbat-Ausgang in Frankfurt a. M. 8 Uhr 10 Min., in Bertm 7 Uhr 55 Min. Wochenabschnitt: Schanftim. Zunächst wird die Einsetzung gerechter Richter gefordert, die keinerlei Bcstechnngsversuchen zugänglich sind. (Aehnliches im 2. Bch. M., Kap. 22.) Kein göttlicher Verehrung geweihter.Baum soll angepslanzt werden. Verbot, Tiere mit Leibesfehlern zum Opfer zn bringen. Bestrafung von Götzendienern, ebenso von deren Verteilern. Einsetzen des höchsten Gerichtshofes in der.„anserwählten Stadt" (Jerusalem). Einsetzung eines Königs in Israel. Dessen Rechte und heilige Pflichten als Vater des Volkes. Besondere Vorschriften für sein Verhalten überhaupt. Verschiedene Abgaben an Priester, als von Opfern, Feldsrüchten und Schafschur. Heidnische Bräuche und Unsitten aus Israels Mitte sernzuhalten. Verhalten gegenüber den wahren rmd falschen Propheten. Wiederholt ist die Vorschrift, sechs Zufluchtsstädte einzurichten für "den Fall eines unabsichtlich begangenen Mordes. Wahre und falsche Zeugen vor Gericht. Bestrafung Meineidiger. Aufmunterung zum Kampf bei einer Mobilmachung von Israels Streitkräften. Dispensierung verschiedener Kategorien der männlichen Bevölkerung durch den „Kriegsministcr" (Meschuach Milchomoh). Verfahren mit einer zernierten und okkupierten Stadt vor und nach der Kapitalation. (Dabei die bemerkenswerte cöte Anweisung, keinen Fruchtbaum zu zerstören!) Verantwortung und Sühne des jüdischen Gerichtshofes bei einem Mordfalle, bei dem die Recherchen erfolglos blieben. (Beweis für den SCHEPELER SOIEPEtlR SCHEPEIIR 9S.7&&IP MS KA K sssSsa m m }aa/ua&n mm 1*005 GEORG SCHEPELER FRSNKFURTaM. r°s^(E[^^2 T- BL VOIGT Hofphotograph 8. Hfl. des Kaisers und Königs Kaiserstrasse 25,1. Etg., Eingang Neue Mainzerstr., Telephon 4981.

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