Neue jüdische Presse
- Journal
- Neue jüdische Presse
- Volume
- 9 (1911)
- Issue
- Heft 34 (25.8.1911)
- Date
- 1911-08-25
- Page
- Seite 11 (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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Rr 34. Seite 11. Frankfurter Israelitisches Familienblatt. und für die planvolle Entwicklung unserer Institutionen zu sorgen. ■ Wir iverdcn sorgfältig bemüht sein, den jelveiligcn politisch'cn Verhältnissen Rechnung zu tragen und demgemäß gegenwärtig insbesondere für Pen weiteren Ausbau unseres JNformatious-- und Aufklärungsdicnstes in der Türkei bemüht sein. Im Vertrauen auf die fortschreitende Entwicklung des ottoinanischen Reiches und in dein Bewußtsein, daß unsere Bestrebungen mit seinen wohlverstandenen Interessen übcrcinstitirlncu, hegen nur die feste Ueberzeugmrg, daß unsere Bemühungen zu den günstigsten Resultaten führen werden. Unsere Tätigkeit in Palästina, die wir als die Grundlage aller zionistischen Tätigkeit überhaupt betrachten, muß zielbewusst, weitergcführt werden. Mehr und mehr werden wir die in langjähriger Versuchsarbeit gewonnenen Erfahrungen nutzbringend verwenden können. Von gleicher Bedeutung ivie die politische uud kolonisatorische Arbeit ist für uns die Pflege unserer national-kulturellen Entwicklung. Hierfür eröffnet sich uns neben der Förderung der jüd. Geistesarbeit in allen Ländern, die unser Volk zu lebendigem Judentum und hierdurch zum Zionismus führen soll, ein besonderes Tätigkeitsfeld im Orient, dessen jüdische Bevölkerung wir aufklären und auf dessen ErzichungÄvesen wir unser Augenmerk richten müssen. Unsere nationale Sprache muß immer iveitcre Ausbildung erfahren und immer mehr und mehr zur Gesaiutsprache der Nation iverdcn. Auch in dieser Beziehung hat der letzte Kongreß Großartiges geleistet. In einer ausschließlich hebräisch geführten Köngreßsitzung hat der Zauber unserer alten auferstandenen Nationalsprache mit unwiderstehlich magischer Gewalt unser aller Herzen ergriffen. Was früher nur ein sehnsüchtiges Verlangen war, beginnt jetzt zilr Tatsache zu iverdcn. So >vollen >vir unter Wahrung der unveränderlich feststehenden Grundsätze des Zionismus die größtmögliche Förderung der Palästinatätigkcit und hie Belebung unserer nationalen Kultur anstrcbcn. Gleichzeitig erwächst uns die Ausgabe. die bereits bestehenden Institutionen finanzieller Natur, unsere Banken, unseren Nationalfoiids, unsere Landgescllschaften und alle vom Zionismus gcschasfcnen und unterstützten Institute zu erhalten und planvoll ausziigcstalten. In der Festigung und Ausdehnung der zionistischen Gcsamtpartei, die in mächtigem Wachsen begriffen ist, erblicken wir die starke Basis und den zuverlässigen Rückhalt unserer Arbeit. Die auf diesem Kongreß in ungewöhnlich großer Zahl erschienene zionistische Jugend gibt uns eine neue Garantie für das siegreiche Fortschrciten unserer Idee. Im Sinne unseres neuen Statuts Iverdcn wir auch' unsere Organisation entwickeln, die Propaganda weiter ausbreiten uud den dringend notiveudigeu Zusammenhang zwischen der Parteileitung und den Landesorganisationcn und Föderationen herz »stellen suchen. Wir übernehmen die Arbeit für die Erfüllung unserer mannigfachen uud schwierigen Aufgabe mit dein innigen Wunsche, daß es uns gelingen möge, durch die Sammlung aller Kräfte die harmonische Zusainmcnarbeit in der Bewegung immer zn erhalten. Nur in gemeinsamem brüderlichem Schiffen wird die Kraft der zionistischen Idee sich machtvoll in sichtbaren Erfolgen offenbaren. Uud so erwarten ivir zuversichtlich, daß Me Gruppen imi) Richtungen innerhalb des Zionismus, daß jeder Zionist unserm Werke seine tätige Mitarbeit widmen wird. Otto Marburg, Victor Jacobson, Arthur Hantke, Schmarja Lewin, Nahunk Sokolow. Basel. Das E. A. K. hielt bier am 16. und 17. August seine ersten Sitzungen ab. Zum Vorsitzenden wurde Prof. Marburg, zilm stellvertretenden Vorsitzenden D r. Jacobson gewählt. Es wurde beschlossen, die K ö l n e r Büros möglichst bald, spätestens ain 1. Oktober, nach Berlin zu verlegen. In der am 16. August in Basel abgehaltenen Sitzung des G. A.-K. inachte Prof. Marburg Mitteilung von der Konstituierung des E. A.-K. mrd von den Beschlüssen, die in der vorangegangcnen Sitzung des E. A.-K. gefaßt worden waren. Es wurde beschlossen, die nächste Sitzung des G. A.- K. auf den 4. November nach Berlin cinzubernfen. Aus der Lehrerwett. Frankfurt a. M. Vakanzen. — Kassel. Streirgreligiöscr Schächter, deutscher Staatsangehörigkeit; Einkommen: 2400 JL; Meldungen an Landrabbiner Dr. Doctor. — Selters (lluterwcsterwald). Lehrer, Kantor uud Schächter, Einkommen: 1200, JL — R ü deshci m. Lehrer, Kantor und Schächter per bald; Gehalt: 800 bis WO JL und Nebenverdienst. Altona Oberrnbbiner Dr L e r n e r und. F-au geb. Plato, Tochter des seligen Rabbiner Dr. Plato- Köln, begingen am 24. August die silberne Hochz e i t. Erlangen. Vergangenen Sonntag lenkte man die sterbliche Hülle des Lehrers M. Morgenthau, der seit 1881 — 30 volle Jahre — im Dienste der israelitischen Kultusgemciude stand, in den Schoß der Erde. Die Trauerrede hielt Herr Rabb. 'Dr. Rcubürgcr. Sodann nahm sein Schwiegersohn und Nachfolger im Amte, Lehrer Katz, ergreifenden Abschied. W. Männlein sprach im Namen'der israelitischen Kklltiisgemeiude, R. Dreifuß als Vorstand des israelitischen Wohltätigkeitsvereins, dessekl Gründer der Verblichene war, Rcchtspraktikant Stern im Namen der ehemaligen Schüler uud Schülerinnen, dabei erwähnend, daß der Verblichene ein treuer Anhänger der zionistischen Bewegung war. Sodann wurden Kränze uiedergelcgt im Namen des kgl. human. Gymnasiums, der kgl. Realschule, der städtischen Behörden und des Bezirkslehrervereins, in .deren Namen Lehrer R v h - nr c r eine eindrucksvolle Rede hielt. Mit einem Trauergcsang des Lehrervcreins schloß die erhebende Trauerfeier. (L.) Lstrowo. In Berlin verschied in hohem Alter der früher hier amtierende Kantor A b r a - m o w i c z. Banlsy-Hnnyad (Ungarns. Hier verschied — 59. Jahre alt — Rabbiner Wolfs Goldberge r. Er war Chassid und genoß einen Ruf als Wunderrabbi. London. OberrabbinerD». Adler s. A. hinterlicß ein Vermögen von rund einer Viertel Million Mack. Für gute Zwecke hat er 8000 .A testiert (darunter je 20° Pfund an das Schnarch Zedek Hospital in Jerusalem und an die Talmud Thora uud Jeschiwah „Ez Chajim" in Jerusalems. Zur Anschaffung einer neuen Kanne und xincs neues Beckens zum llebergießen beim Duchciien (Erteilung des Priestersegens) in der Bayswatcr Synagoge hat er 1000 JL letztwillig bestimmt. Warschau. In Keidan verschied im hohen Alter Rabbiner S a l o m o u T r a u b. Spende«. Samstag. Verein „M e k o r E h a j i m", 12 Uhr, Fricdbergcr Anlage: Vorlesung des Scfer Schcmucl (Prof. A. Weyl): 4 Uyr, Friedbcrger Anlage: Mikro-Vortrag (A. M. Schwarzschild). — „At o n t e f i o r e" - V c r e i n, 6 Uhr, Seilerstr. 22: Gesellige Zusanrnrenkuuft. Mittlvoch. „M o n t e f i o r c" - B e r e i n, 9 Uhr, Seilerstr. 22: Das Handwerk (Adolf Stark). Vereins-Kalender. Bei dein Frankfurter Israelitischen Fnmilienblatt gingen für den Nationalfonds ein: Herr Georg Freudenstein pflanzt auf den Name» des Brautpaares Bettina Freudenstcin, Felix Bambcrger 1 Oclbaum im Herzlwalde li,— JL Hirsch-Höchst a. M. 1.— „ Geschwister Geis-Berlin gratulieren zur Verlobung Schmidt/Wallach 1,— „ Wir bMe» unsere Leser» ihre» Bedarf unter Bezugnahme ans unser Blatt bet unsere« Jusereuteu zu decke». Frankfurter Israel. Familieublatt. Anstatt für ertbopäd. Chirurgie und | scbwed. Heilgymnastik ■ - (Zander - Institut). - 1 Sprechstunden: Vor- und Nachmittags. 1 Hochstrasse 40. Dl*« RuÜOW« 1 üVCyrtlien für Laubhüttenfest habe in allen Grössen in tadellosen Stangen ->- abzugeben. 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