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Neue jüdische Presse · 1911-08-18 · Heft 33 (18.8.1911) · p. Seite 11

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Journal
Neue jüdische Presse
Volume
9 (1911)
Issue
Heft 33 (18.8.1911)
Date
1911-08-18
Page
Seite 11 (sequence 11)
Language
German
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ÜÄt 33. Frankfurter Israelitisches" Fannlienblatt. Seite 11. Budapest. Fräulein Mathilde Bischitz, eine durch ihr humanitäres Wesen ausgezeichnete Dame, erhielt den Elisabethorden 2. Kl. — In Eggelöny bei Miskolcz fielen das erst seit sechs Monaten verheiratete Gastwirtsehepaar Heinrich Zeisler, sowie die 18jährige Schwester des Ehemannes des Nachts einem Raubmörder zum Opfer. Haag. Joseph Israels, der Altmeister der modernen holländischen Maelrci, der Stolz Hollands, ist — 87 Jahre alt — sanft entschlummert. Am 27. Januar 1824 in Groningen geboren, Ivar er von seinem Vater ursprünglich zum Rabbiner bestimmt, trat aber in dessen kleines Effektengeschäft, wobei er in seinen freien Stunden seiner Liebhaberei folgte und zeichnete und malte. Da er außerordentlich gut und sicher porträtierte, .gab der Vater schließlich seine Einwilligung, daß sein Sohn die Künstlerlausbahu betrete und in Amsterdam sich weiter ansbilde. Israels, der im Judenviertel wohnte und selbst streng »ach den traditionellen jüdischen Gesetzen lebte, dachte damals noch nicht daran, seine charakteristische Umgebung der kiinstlerischen Betrachtung ivert zu finden, sein erstes Gemälde in Ämsterdain stellte einen — kalabresischen Räuber vor! Hierauf versuchte er sich mit wenig Erfolg auf historischem Gebiet, wandte sich aber später völlig der Genremalerei zu. Er wählte besonders das Fischerleben und das Leben der Niedern Bevölkerung seiner Heimat zum Gegenstand, bevorzugte aber auch jüdische Stoffe. Eines seiner gewaltigsten Bilder, vielleicht das genialste von allen/ ist „Ein Sohn des alten Volkes", einen armen, vor seiner ärmliche» Wohnung sitzenden Trödeljuden vorstellcnd, aus dem das ganze Leid, welches, das' Volk Israel itii Laufe der Jahrhunderte erfahren, in beredten Worten zu uns spricht. Berühmt ist auch sein „Spanischer Jude, an einer Thorarolle schreibend". Haag. Die letzten Ehren, die Josef Israels dargebracht wurden, gestalteten sich zu einer nationalen Huldigung. Im Trauerhaus cinpfing der Vertreter der Königin, Jkhr Roell, die Trauernden. Eine unzählige Menge wartete draußen. Im Zuge gingen die im Haag anwesenden Minister, die Direktoren der holländischen Museen und holländische Künstler, die Mitglieder des israelitischen Gemeinderates und zahlreiche Vertreter großer Vereine aller Richtungen mit. Zn Beginn der Trauerfeier wurde das Klagelied Davids: „O Zierde Israels, auf der Höhe bist du erschlagen!" gesungen. Nach der Trauerrede des Predigers Jong legte die langjährige Gesellschafterin Israels', Fräulein Keller, eine Palme auf den Sarg. Als Erster warf der Vertreter der Königin drei Schaufeln Erde in das Grab. Es folgte Landwirtschaftsminister Palma, der dem Toten im Namen der Negierung und des niederländischen Volkes schmerzbewegt huldigte. Für die Stadt Haag sprach der Bürgermeister Jkhr. Karneb e e k, worauf die Vertreter der Künstlcrvereinigung dem toten Meister Worte der Verehrung widmeten. Isaak Israels, der Sohn, dankte. Aus der zionistischen Bewegung. Freiburg. Dr. med. Kaufmann, einer der ältesten und treuesten Anhänger der zionistischen Bewegung, ist nach kurzer Krankheit, verschieden. Aus der Lehrerwett. Frankfurt a. M. Dr. Jonas Bondi. Oberlehrer an der Realschule der Israel. Religionsgesellschaft, erhielt den Titel Professor. Köln a. Rü. Auf der Generalvertammlung des Rheinischen R a b b i n e r v e r b a n d e s tvurden folgende Referate gehalten: „Judentum und Universität" (Dr. Kalischer-Bonn), „Die Fürsorge für die Ausländer in unseren Gemeinden" und „Exegese und Kritik im Pentateuch an einem Beispiel" (Dr. Jakob-Dortmund). Aus de« Vereine«. Frankfurt a. M. Aus dem Büro des „Montef io re" -Vereins wird uns geschrieben: Die bereits angekündrgte Führung durch den alten jüdischen Friedhof und die A l t st a d t, unter Leitung des Herrn Dr. I u l. H ü l s e n, erfolgt nächsten Sonntag, den 20.' er. Treffpunkt für unsere Mitglieder und deren Angehörige: Vormittags 9 Uhr präzise vor der Synagoge am Börneplatz. _ Spende«. Bei dem Franks. Jsr. Familienbl. gingen ein für den I ü d. N a t i o n a l f o n d s: Frau Rosenheimer zum 29. Taiuus auf den Namen des seligen Aron Rosenheimcr 1 Oelbaum 6,— Jl. M. Teitelmann anstatt Depesche zur Verlobung Baracker _ 0,50 „ Allgemeine Mitteilungen. Taub st u nt tit e Kinder finden zum 1. Oktober Aufnahme in der Anstalt des Vereins „Freunde der Taubstummen", Berlin. Näheres bei 'Adolph Salomon, Charlottenburg 2, Knesebeckstr. 35/30. BereinS-Kaleuder. Samstag. „Montefiore"-Verei n, 6 Uhr, Seilerstr. 22: Gesellige Zusammenkunft. — Verein „Mekor Chajim", Uhr, Friedberger Anlage: Mikro-Vortrag (Lehrer Goldschmidt). Mittwoch. „M o u t e f i o r e" - V e r e i n", 9 Uhr, Seilerstr. 22: Vortrag über die Reichspost und ihre Einrichtungen. mul Färberei Hugo Lucbner (Inhaber Gebr. Rover), Leipzig cliem, Waschanstalten Aufträge erbeten durch unsere Läden und Annahmestellen, die sich an vielen grösseren Plätzen Süd- und Mitteldeutschlands befinden. — ca. 1000 Angestellte. Färberei Gebr. Rover, Frankfurt a. H. Gegr. 1878. Die *1120 Seifenfabrik von Gegr. 1878. Max Wolf & Co.9 Langen in Hessen empfiehlt ihre rühmlichst bekannten Fabrikate. Spezialität: Kernseife, Schmierseife, Seifenpulver und Soda. Die Fabrik ist der strengsten orthodox. Aufsicht unterstellt und stehen *ltWfT Sechscher anf Wunsch zur Verfügung. Metall-Kästchen mit ff. Sss-Chocolade Mk. 1.20, 1.50, 1.90, 2.30, 2.60 nach Qual. Gebr. de Giorgi, fmftM S. M. Kaiserstrasse 29 — Liebfrauenstrasse 3 Oederweg 25. i Spitzenhaiis j^olzer $ € 9 BielDergasse G. © Spitzen Stickereien Kouveautes § S d Q Jabots, Kragen, Pompadours, Taschen, Filetmotive u. Decken Blusen Kurzwaren Roben. Fermont’s Internat. Möbeltransport Frankfurt a. M., Schäfergasse 33. 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