Neue jüdische Presse
- Journal
- Neue jüdische Presse
- Volume
- 9 (1911)
- Issue
- Heft 31 (4.8.1911)
- Date
- 1911-08-04
- Page
- Seite 10 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 10. Nr. 31. vorurteilslos genug ist, die Wahrheit, zu der er gelangen wird, offen zu bekennen, uns gewiß zugeben. Ein Wort noch: dein.zweiten Argument des Schreibers, das er vom Staatsleben holt. Sein Vergleich hinkt! Wohl kann man vom Staat nüht verlangen, das; er Len Sozialismus unterstütze, da dieser ja auf die Vernichtung des Staates hinausgeht; aber es verlangen Loch alle gerechten Menschen, Last er sich dem Liberalismus gegenüb«: ebenso verhalte wie dem Konservatismus gegenüber. Wendet man den Vergleiche auf unseren Hall an, so ergibt sich nun, Last der Zionismus keine Schulen unterstützen soll, die antizionistisch. sind. Haben wir, hat ein urteilsfähiger Mensch dieses je verlangt? Es scheint, als ob für die Nichtzionistcn ein jüdisches Volk überhaupt nicht existiere, sondern nur ein jüdisches Gesetz. Atnß denn aber zur Ausübung dieses Gesetzes nicht auch ein jüdisches Volk da sein! —> Nun, wir gestehen es offen, Last es für uns noch ein jüdisches Volk gibt, ein jüdisches Volk, das eine Aendcrung feiner Lage dringend bedarf, daniit cs nicht zu Grunde gehe. Für uns gibts ein Volk, Uber ein Volk, das beinahe an den Rand des Abgrundes angelangt ist, — und in einem solchen Zustande des „Piknach Ne fesch" ist die Aengstlichkeit vor Gefahren, die cintrctcn könnten, gar nicht am Platze, .besonders nicht am Plätze in einer Lage, die auch, in jüdisch-tradjonellcr Beziehung nicht schlimmer werden kann. ' Die Rcdakt. Frankfurter Israelitisches FamAienblatk. Kunst und Literatur. Politische Bibliothek. Band 1'. Gustav F. Steffen: Die Demokratie in England. Band 2. Hi G. Wells: Die Zukunft in Amerika. Jena 1911. Verlag Eugen Diederichs. 'Pro Band 3— JL Der bekannte, gediegene Verlag Eugen Diedcrichs in Jena gibt seit 'kurzer Zeit eine Politische Bibliothek heraus. „Der Grundgedanke des Unternehmens" —, heißt es in der Ankündigung des Berlages — „will positive Arbeit für den Staatsgedanken sein. Es soll keiner einzelnen politischen Partei dienen, es sollen auch nicht Gesinnungen gepredigt werden, aber aus der Gesinnung heraus soll geschrieben werden. Die Herausgeber der Bibliothek sind Eduard Bernstein- Berlin, Privatdozcnt Dr. H. Dorn-München und Professor Dr. Gustaf F. Steffen-Stockholm. Von den 2 Bänden, die bisher vorliegcn, ist der erste ein Werk eines des Herausgebers, Prof. Steffen über Die Demokratie in England, der zweite ein Buch des bekannten englischen sozialpolitischen Schriftstellers S. H. Wells über „Die Zukunft in Amerika.". , Beide Bücher erfüllen ganz und gar was der Verlag versprochen hat. Vor allem, sie tragen nicht den Stempel einer bestimmten parteipolitischen "Tendenz. Dies ist ihr erster Vorzug. Sie sind beide objektive Untersuchungen und Erörterungen über die verschiedensten Probleme des öffentlichen Lebens in England und Amerika, die für den kontinentalen Leser äußerst interessant und lehrreich sind. Ferner aber —. und dies ist ein weiterer Vorzug —i beide Bücher sind nicht trocken „gelehrt", dogmatisch und langweilig geschrieben; vielmehr sind' sie beide in mehr fcuilletonistischcr Form verfaßt und sind grade, darum umso anregender und angenehmer. Besonders das Werk von S. H. Wells, geistreich! geschrieben, mit Witz "gewürzt und dabei ernst und tiefgründig, ist äußerst lesenswert. Alles in allein: Die „Politische Bibliothek" verspricht ein Untcrilehinen zu werden, das fortschrittlichen Geist, wissenschaftliche Gründlichkeit und anregende Form vcreineir wird, und als solches ist sie in der Tat geeignet und Nne .geschaffen, dem dringenden Bedürfnis nach guter politischer Lektüre abzuhelsen. Bereius-Kalekder. Samstag. Verein „Mckor Chajim. 4 Uhr, Fried'bcrgcr Anlage: Mikro-Borträg (Golde). — „Monte störe"-Be re in, ft Uhr, Seilerstraße 22: Gesellige Zusammenkunft. Mittwoch. „M o n t e f i o r" - V e r e i n, 9 Uhr, Seilerstr. 22: Neuere Publizistik über die Jugendvereinsfragc (Felix Meyer). In den nächsten Nummern erscheinen: „Die jüdische Jugendvereinsbewegung in Deutschland" von Dr. G. Löffler - Frankfurt, „Judentum .und Sozialismus" von Dr. mcd. H. L. Eisen st a dt-Berlin. pro Bolle 16 PfgM von 25 Bollen ab 15 Pfg. Kleider-, Haar- und Zahnbürsten, Schwämme- und alle Toilette-Artikel, sowie sämtliche Bürsten und Besen zam Hausgebrauch in allen Qualitäten zu billigsten Preisen. - Bei Bar-Einkäufen gewähre 5% Rabatt. — Jos. Hess, Allerheiligenstrasse 89. Spier amMain Ffannif LOUI5W5PIE M SUtossmapRt tKr>Jmann ffidniftW/tl peli* floFOVitz, ffrankfart a. I». 7 Schillepstrass« 7 TölOpllOIl S851 KHKH0«^>^KKH>^KH0*0< Men, Uhren, Goldu. 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Dezember-1909 . . 21 Freiwillig ausgeschieden ..— Durch Tod „ — Zugang in 1910 . . . .._I3_ Bestand am 1. Januar 1911.34 Genossen mit einer Gesamthastsumme von 17 000 Mark. Frankfurt a. M., dm 24. Juli 1911. Darlehenskaffe der Sabbathfreundc, eingetragene Genossenschaft mit beschräntter Haftpflicht. Der Vorstand: F. Nachmann.I. Werthan. o o o o o Jllphons pirschet :: Inhaber: Adolf Schad :: Frankfurt a. Main o o G o o o o Goethestr. 35 * Telephon 1800 Erstes Spezial- Geschäft für Komplette KUcbeneinricbtungen Lesen, Bürsten und Luxuswaren Permanente Ausstellung bompl. Magterküchcn. o o o o o o o o o o o o o Elektrotechn. Anstalt Heb« Sender Grosse GaHnsstrasse 4. Telephon Amt I, Ho. 11726. Neuanlagen ((.'Reparatur elektr. Schallen u. Thelephone zu billigsten Preisen nnd fachgemässer Ausführung. Auch im Abonnement. Spezialgeschäft aller Einzelu. Ersatzteile fOr Schwach-, Starkstrom n. Kleinbeleuchtung. Frische Eier jahrelang gebrauchsfähig durch ges. gesch. 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