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Neue jüdische Presse · 1911-07-07 · Heft 27 (7.7.1911) · p. Seite 4

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Journal
Neue jüdische Presse
Volume
9 (1911)
Issue
Heft 27 (7.7.1911)
Date
1911-07-07
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German
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Seite 4 Nr. 27. Franlfurtcr Israelitisches Familienblatt. sagte: „Gnädige Frau, Sie sotten bei mir die Hausfrau weniger unterstütze», ats ersetzen" „Meine Frau" —. die folgenden Worte rangen sich mit Mühe von seinen Lippen — „hat keine Zeit für Kinder und Hauswesen, die Frauenbewegung nimmt sie gcutj in Anspruch." Sie meinte bedenklich: „Wird Ihre Frau Gemahlin denn einer Fremden syvicl Einfluß .in ihrer Häuslichkeit einrämnen, wie ich beanspruche und bedarf, um nützlich! wirken zu können?" Der Doktor antwortete bitter: „Darüber können Sic beruhigt fein. Meine Frau freut sich, der prosaischen Hauspflichten enthoben zu Iverden. Ich könnte eher fürchten, daß, meine Frau Sie in .ihre Sphäre hinüberziehen und Ihren Pflichten meinen Kindern gegenüber entfremden wird." Sie lächelte. „Dies wird und kann niemals eintreten. Die Frauenbewegung, so ivie sie von dem Kreise Ihrer Frau propagiert wird, halte ich für durchaus überflüssig. Aber glauben Sie nicht," sagte sie errötend, „daß ich nur für den Kochtopf Interesse habe. Ich habe mit meinem seligen Manu viel gelesen mid studiert, auch die Fraueilbewegung und deren Hauptvertreterinncn .in ihren Schriften verfolgt. Das .Gute wird, wie jeder Fortschritt, Anerkennung finden und das, was der Natur des Weibes fremd, feindlich ist, durch die Teilnahmlosigkeit der.Frauenwelt vom Schauplatz verschwinden. Die Schriftstellerinnen, die mit großen Schlagworten arbeiten, die Rednerinnen, die das Gift ihres falschen Pathos in Versammlungen der urteilslosen Menge kredenze», diese alle werden verschwinden, allerdings nicht, ohne bei jugendlichen Personen Unheil gestiftet zu haben." .Der Doktor erhob' sich'. „Gnädige Frau, darf ich Sie zu meiner Frau führen?" Sie entgegnete: „Wir kennen uns doch schon einige Jahre. Lassen Sie nrich, bitte, allein mit Ihrer Frau sprechen, von dieser Unterredung wird e§ ab hängen, ob ich die mir sehr erwünschte Stellung in Ihrem Hause annehmen kann." Einige Stunden später, beim Wendessen, teilte Frau Weil ihrem GaUen mit, daß sie mit Frau Doktor Bruch gesprochen und ihr die Stellung in ihrem Hause angeboten habe. „Vorausgesetzt, Deine Eimvilligung, lieber Mann. Die Dame wird sich der Haushaltung, aber hauptsächlich, den Kindern widmen, und dieser Wirümgskreis wirb sie ganz in Anspruch nehmen. Ich werde keine gleichgesinnte Freundin au ihr haben", setzte sic seufzend hinzu. So kam Frau Doktor Bruch in das Haus des Doktor Weil, und mit ihr zog das Behagen wieder ei», das vor der „modernen Bildung" erschreckt geflohen war. _(Fortsetzung folgt.)_ „Fit-sure" Pincenez doubls, 14 k Goldauflage, Mk. 7.50, Nickel Mk. 5 50. Operngl , Feldst., nur beste Fabrikate in großer Auswahl. Lorgnons, Brillen, Pincenez; Spezialwerkstätte für Optik, Mechanik, Elektrotechnik. 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Der opfernde Priester, ebenso wer sie verbrennt, wird dadurch tome (unrein). Die Asche -'der Kuh, die in Urnen aufbewahrt wird, dient aber zur „Reinigung" der Unreinen (unrein ist jeder, der eine» 'Toten berührt, mit ihm unter einem Dache geweilt, ein Grab, einen Knochen oder sonstige Teile eines Toten berührt hat usw). Man warf von der Zische in ein Gefäß mit lebendigem Qucllwasscr und besprengte die „Unreinen" damit am 3. und 7. Tage. Erst dann durften sie wieder ins Heiligtum treten oder verschiedene Opferteile genießen. (Dies Gesetz führt' an bag größte Problem unseres Daseins: den Gegensatz zwischen Leben und Tod. Es wird verschieden gedeutet, doch stets im Grund« uns rätselhaft bleiben.) —. Mirjams Tod in Kadesch. Dort murrt auch die Gemeinde wegen Wassermangels. Mosche soll dem Volke Wasser geben, indem er einen Felsen anrcdet. Jti seinem Zorn schlägt er jedoch zweimal den Felsen. Er verscherzt sich so die Erlaubnis und das Glück, das gelobte Land betreten zu dürfen. Ebenso sein Bruder Ahron. — Ahron stirbt auf dem Berge Hör in Gegenwart Moses und seines Sohnes Eleasar. Letzterer wird Nachfolger im Hohenpriesteramt. Das Volk betrauert. Ahron. —; Das Volk wird durch! Edom ziehen. Es erhält hierzu nicht die Erlaubnis und macht nun einen Umweg. — Das Volk murrt über den langen Weg. Gott schickt giftige Schlangen, deren Biß viele tötet. Mosche betet. Auf Gottes Befehl soll er eine kupferne Schlange fertigen und sie auf eine Stange setzen. Wer sie anschautc, blieb am Leben. (Sinn: Der Ausblick zu Gott schafft Leben!) Israel besiegt zwei mächtige Reiche: Emori und Basan. Siegeslieder über die Kämpfe in Ostjordanien. — Balak, der Moabiterkönig hat Angst vor Israel und sendet Boten zuni heidnischen Propheten Bileam in Midjan, der durch seines Mundes Fluch Israel unschädlich machen soll. Gott verbietet, mit Balaks Gesandten zu gehen. Der Moabiterkönig sendet wiederum Boten. Unter Vorbehalt darf Bileam mit ihnen gehen. Ein Engel stellt sich ihm hindernd in den Weg. Die Eselin. sieht ihn, weicht mehrmals aus, wird dafür von Bileam geschlagen. Gott öffnet ihren Mund, sie .£» © §13 "Z g tsü s £ S ** o s ca L- © «S -- 60*0 3 § Liebhaber feiner Cigarren rauchen meine Spezialmar ke Z No. 103 Piep-Piep ... 10 Pfg. No. >22 Havanna-Fehlfarben 12 „ No. 149 Glarita .... 15 Frankfurt a. JK/£m Waldschmidtslrasse 98 (Ecke Rhönstrasse) Telephon9729. ca § | w-Ef o 3 t-i® S*B Büro-Möbel aller _A_rt pr eichene Roll - Jalousie - Bureanx, kieferne und eichene JMplomatentisclie mit Central-Verschluss, zu Eingezahltes Actienkapital 54 Millionen Mark. Frankfurt a. M., Neue Mainzerstrasse 32. Berlin. — Nürnberg. — Fiirtli. — Essen. — Wiesbaden. — Giessen. — Hanau. Anstfihrnng sämtlicher bankgeschäftticher Transaktionen. Uebernahme von Wertpapieren aller Art — auch Hypothekenurkunden — in Offenen Depots zur vollständigen Verwahrung und Verwaltung. Gebühr ^2 °/oo jährlich, Minimum Mk. 10.— per Jahr. 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