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Neue jüdische Presse · 1911-05-26 · Heft 21 (26.5.1911) · p. Seite 11

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Journal
Neue jüdische Presse
Volume
9 (1911)
Issue
Heft 21 (26.5.1911)
Date
1911-05-26
Page
Seite 11 (sequence 7)
Language
German
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Nr 21 Mankfllrker FsrargtWeS FarnAienLIaü. '" Seite 11. Der Großherz. Oberrat war unserem ülntrag keineswegs geneigt, wie nach der von ihm kontra Lehrerpctition nach in letzter Stnnde vor der Synode herausgcgcbenen Denkschrift auch gar nicht anders zu erwarten war. Es wurde nicht einmal gerne gesehen, daß Herr Dr. Pfälzer das von ihm gesammelte statistische Material auch nur in der Kommission zum Bortrag brachte. Schlicßlich mußte, der Oberrat aber doch dem Votum der Synode sich fügen und trat der Forderung, weitere 12000 JL für Lehrer und Klcingemeinden in den Voranschlag einznstellcn, unter der Bedingung bei, daß hiermit die Lehrerpetition als erledigt gelte. Dadurch kam Ls dahin, daß in der Kommission der wichtige Punkt der Schaffung einer Gehaltskala nicht mehr mit der nötigen Ausführlichkeit behandelt werden konnte. Der Großherzogl. Oberrat hat nunmehr im Verordnungsblatt tztr. 4 dieses Jahres eine Verfügung vom Jahre 1905, wonach es zur Erlangung von Gehaltsaufbesserung der Einreichung von Gesuchen nicht bedürfe, für das lausende Jahr außer Kraft gesetzt, er hat vielmehr den Religionslehrern amd Kantoren, falls sie Beisteuern aus der Zentralkasse wünschte», eszur Pflicht gemacht, in einer solchen Weise über ihre Verhältnisse Aufschluß zu geben und " obendrein noch die Richtigkeit . ihrer .tatsächlichen Angaben bestätigen zu lasseil, daß es von den Betreffenden als Kränkung empfunden wurde. Der Verein der Religionslchrer. hat deshalb den Großherzogl. -Oberrat in einer Eingabe ersucht, die Lehrer von den ihnen neuerdings vorgcschriebenen Bedingungen zu befreien. Der Großherzogl. -Oberrat hat dieses Gesuch jedoch abschlägig beschiedcn, und die Lehrer mußten ihre persönlichen Gefühle mid die Interessen der Achtung und Wertschätzung ihres Standes hintan setzen, tvenn sie nicht auf die seit Jahrzehnten gewohnten Zuschüsse ans der Zentralkasse Verzicht leisten konnten oder wollten. Ich Wabe nun zu erklären, daß diese bei der Verwendung der neu eingestellten 12 000 JL zu Tage getretenen Modalitäten nichts auf die Anregung der Synode oder einzelner «synodalen znrückzuführen sind, sondern vollkommen der Initiative des Großherzogl. Oberrats entspringen. ' Welche Stellung eine künftige Synode zu diesen Maßregeln .einnehmen wird, wird von ihrer Zusammensetzung abhangcn." Heilbronn. Zam Rabbiner'sdes hiesigen orthodoxen Vereins ist Dr. Jonas Ansbacher- Labischin gekvähkt kvorden. Treuchtlingen. Als Nachfolger des nach 52jähr. Dienstzeit in Pension gehenden Hauptlehrcrs Heß wurde ' Hanptlehrcr F u l d e r -Diespeck gewählt. Konstantinopel. Die „Alliance Jsraeiite Universelle" verlegt ihr hiesiges R a b b i n e r s e in i - ltfl.r nach Saloniki. New - Nork. Rabbiner ,C h a y m Jacob Didrevitz, einer der gelehrtesten orthod. Rabbiner Amerikas, ist nach langer Krankheit —. 76 Jahre alt — verschieden. Er wurde in Dobromisl (Rußland) geboren, kvirkte u. a. 16 Jahre hindurch in Moskau und kam vor 2 Jahrzehnten herüber. Spenden. Bei dem Franks. Jsr. Familienbl. gingen snr den J ü d. Ra t i ou al so n ds ein: Apotheker Pick, Frankfurt. Bergerstr. 23, je 1 Oelbanm aus den Rainen seiner geliebten Eltern Isidor u. Johanna Pick, Forst in Lausitz, zum Andenken an den 26. Mai 12,— JL Schmal Brodsky-Bjalozeskow 2,— „?lus Büchsen: K 690, M. Appel 1,50 „ K 823, L. Brünell 2r25 f. K 803, Broch 1,75 „ K 795, L. Janzen 1- „ K 821, S. Moranz 3- „ 0 626 Georgs Freudenstein K,812, Fr. I. Weinberg 6,37 „ 1,80 „ 31,67 JL Bei I. Wodowski, Offcnbach, gingen für den Jüd. N ationalfonds ein: ^amilllung beim Bortrag Dr. Moses 10,40 JL A. Jacobsohn-Frankfnrt l- Aus Büchsen: Joses Erbesseld 1,30 „ 1.2o .. L. Knapheis - F. Erbesseld 0,50 „ L. Oppenheint 1, OQ Liwarek 1- „ Jntriligator 1,50 „ L. M. Diamand 1,50 „ 19,65 JL Für die Reisezeit! Kreditbriefe für alle Teile der Welt ■ Ausländisches Papiergeld und G-old BV* Herronstrohhüto aller Art Panama, Manilla, Palm etc. werden schön and schnell gewaschen. O. Bertrand, SoHiilerstr. 28. Spezial-Atelier für Scheitel nnd Perrficken iVteilrich Schiefer, Frankfurt a. M., Königstr. 85 Scheitel und Perrücken in allen Preislagen. Ständig Neitiieran. . Zöpfe und Locken in grosser Aaswahl. . Äni0i Schillerstrasse 17. 9AaA.Vlllg 9 Telephon 862» offeriert noch: prima Orangen zn 7, 8, 10 and 15 Pfennig. —:- Indische und kanarische Bananen. - Australische Aepfel xu Mk. —.80, —.80, /•—- - - Manna! Manna! - .- Cronberger Erdbeeren Mk. I.— bis 1.60. Kirschen 40, SO und 60 Pfennig. Koderne Gartenmobei in Holz und in Eisen. Vtoaada-MS&iI, SarissZsrAs, lasaa- DLdse, Sebläaehe Job. 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