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Neue jüdische Presse · 1911-04-07 · Heft 14 (7.4.1911) · p. Seite 11

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Journal
Neue jüdische Presse
Volume
9 (1911)
Issue
Heft 14 (7.4.1911)
Date
1911-04-07
Page
Seite 11 (sequence 11)
Language
German
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9tc. 14. Krankfürttt Israelisches FamllienLla^. Seite 11. Frankfurt a. M. Dos PH i l a n t h r o o i n, Realschule und höhere Mädchenschule der. Israel. Gemeinde, wurde im aügelaufenen Schuljahre von 353 Knaben nird 373 Mädchen besucht. Herr Litdwig Schiss überwies der Schute 10000 JL zur Unterstützung hilfsbedürftiger Schüler und Schülerinnen. Fürh. Den Bekanntmachungen der Stadt entnelMen wir folgende Notiz: „V o r n a »i e n s - ändern» ij. Nach durchgeführtem Verfahren wird genehmigt, dast der Lehrer an der israelitischen Waisenanstalt Aron Birk statt des Vornamens Aron den Vornamen Arno führen darf. Gebühr 10 .IL" — Der Herr wird sicherlich seine» Zöglingen jüdische Selbstachtung lehren. (L.i Posen. In Oitroroo tand zu Ehren des nach 25 jähriger Tätigkeit aus dem Amte scheidenden Lehrers K o e r p e l und in W r o n k e zu Ehren des .nach 40jähriger Amtstätigkeit in den Ruhestand tretenden Lehrers 2i Friedl a e n d e r eine Feier statt. Jägcrndors (O'üerr-Schlek.) Im 78. Lebensjahre ist der allvcrchrte Rabbiner A n s e l m Anschlowitz, der fast vier Jahrzehnte hier amtierte und vor drei Jahren in den Ruhestand trat, verschiede n. AuS den Vereine«. Frankfurt a. M Verein „Mekor Chajim." Die vorwöchentlichc Fr c i t a g - Ab e n d - B e r a nstaltuug in dem schönen Pereinslokale hatte als die letzte einen besonders festlichen Anstrich. 70 junge Leute unterhielten sich an den weist gedeckte» Tischen bei Scmiraiis-Gesängeu und heitereu Vorträge», bei Tee, Kuchen und Torten. Das Vorstandsmitglied Julius £ e min würdigte rückblickend die so schnell beliebt gewordene. Einrichtung der Freitag - Abend - Veranstaltungen und versprach für die Sommermonate als Ersatz Ausflüge. Frankfurt a. M. Dcr Verein zur Pflege und Unterstützung i s r a e l i t. K r a n k e r „Bikknr Chol im" (Vorsitzender: Dr. med. W. Hirsch) verausgabte 1009 10 521 JL und 1910 12 280 JL Er hat in den beiden Jahren 45 000 Liter Milch, 60000 Eier und 800 Pfund verausgabt, in nichtjüdischen Hospitälern liegende jüdisch: Kranke beköstigt' —. Kostenaufwand 4600 .11. — und Medikamente, Instrumente usw. geliefert. Der Bericht gedenkt besonders des seligen Hcrinann Lehmann, sowie der errichtete» Lina Jgersheimcr gcb. Mela - Stiftung, welch: Stiftung bereits auf 4368 JL angewachscn ist. Frankfurt a. M. Um werteren Kreisten einen Begriff von der so überaus segensreichen Tätigkeit dcr in der „Weibliche n F ü r s o r g c" tätigen D a m e n zu geben, seien hier einige Absätze aus dem Jahresberichte dieser Organisation wicdergegeben: „Es innstten in 6 Fällen, dem Wunsche des Arztes gemäst, die Wohnungen baldmöglichst geräumt werden, weil sie feucht waren und die Bewohner dadurch ständig erkrankten. Die betreffenden Leute hatten nicht den Mut, .mit dem Hauswirt zu verhandeln, weil ihre Miete rückständig ivar. Durch freundliche Vermittlung des Almoscnkastens konnten wir die Mietschuld ordnen und die Leute bestimmen, eine nach unserer Meinung hygienisch einwandfreie und im Preise dem Einkommxn dcr Familie entsprechende Wohnung zu mieten. Die gezahlten Mietpreise sind im Verhältnis zum Jahres-Einkominen unserer Petenren meistens viel zu hoch. Ilm den Mietpreis zu erschwingen, vermieten die Leute fast überall ein oder mehrere Zimmer. Es entsteht hierdurch u. a. die graste Gefahr, daß gesunde Mieter in eine kranke Familie geraten, oder umgekehrt. In solchen Füllen ivar uns wieder der Minösenkasten bchülflich.' Wir konnten durch einen Mictzuschust verhindern, das; tuberkulöse Familien überhaupt Aftermieter aufnahmen. Im andern Falle haben wir veranlagt, daß ein schwerkranker Aftermieler ausziehen mußte, in Anstaltspflcge kam, und dast dessen Zimmer und Bett vom städt: Krankeuhause sofort desiasiziert wurde. In 5 Fällen ordneten wir eine andere Zimmer-Einleilung an. Wir trafen mehrereinale an, das; bis zu 6 Menschen jeden Alters und Geschlechts, von denen einer oder mchere krank waren, i» einem Zimmer schlie,en, während nebenan ein Zimmer nur als Wohnzimmer benutzt wurde. Wir bemiihten uns in diesem Falle, für den Kranken, ein besonderes Bett zu schaffen, welches jedoch den Leuten nur unter der Bedingung gegeben wurde, dast der Kranke von den Gesunden getrennt werde und sein eigenes Zimmer erhalte. Dem Zusammenschlafcn erwachsener Kinder beiderlei Geschlechts unter sich und mit deu Eltern zusammen stehen wir leider bis jetzt macht.'os gegenüber, da wir nicht in dcr Lage sind, dem herrschenden großen Mangel an Betten abhelfen zu können. Auch an Bettwäsche fehlt cs oft. In dringenden Fälle» liefern wir solche zu einem ganz niedrigen Preise (50 Psg. pro Stücks. Ein großer Teil unserer Arbeit besteht noch darin, die Frauen daran zu gewöhnen, mehr Sorgfalt ans die Reinlichlcit ihrer Wohnungen zu legen. Im Bedarfsfälle liefern wir das nötige Putzmatertat Zum Osterfeste! GLAS WASSERGLAESER, gepresst . . 8, 6, 5 Pfg. WEINGLAESER, gepresst .... 10, 1) „ ZUCKERSCHALEN, gepresst, oliven *23,12 ,, LIKOERSaETZE; auf Glasteller mit 6 Gläsern 95 Pfg. KOMPOTIEREN geschliffen, Oliven 90, 75, 40, 35 Pfg. WEINGLAESER, krystall geschliffen . 38 „ NEUES PRESSGLAS-SERVICE „GflRÖESTERN“ KOMPOTIEREN, rund ca. 11 14 17 19 22 25 cm S 14 22 30 38 05 Pfg. KOMPOTIEREN, eingezogen 9 15 25 35 — — Pfg. TELLER ca. 14 cm 8 Pfg., ca. 27 cm 38 Pfg., ca. 29 cm 45 Pfg. KÄSEGLOCKEN 50 Pf., BUTTERDOSEN 30 Pf. ZUCKERSCHÄLEN 20 Pfg. FRUCHTSCHALEN 75 Pfg. 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E88 Löffel * 30, 40, 80 Pfg. E s s e I n 50,40,30 Pfg Essmesser 75, 70 Pfg. D esse rtm es,ser 65, 60 Pfg. Dessertgabeln 45, 35, 25 Pfg.

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