Neue jüdische Presse
- Journal
- Neue jüdische Presse
- Volume
- 8 (1910)
- Issue
- Heft 50 (30.12.1910)
- Date
- 1910-12-30
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 5. I Nr. SV. kWMMN MEWeS WuMKMM Sy oft Mi-aber ihreit Schmuck, rühmen hörte, stiegihr das Blut in die Wangen und lieh sie noch lieblicher erscheinen. Egon war gradezu trunken in seinem Glück. - . Bald nach dem Essen waren beide Brautpaare verschwunden, die Neuvermählten muhten sich zur Abreise rüsten und ihre .Geschwister hatten sie 'begleitet. Gern hätten auch die Eltern die Tochter noch einmal umarmt, noch einmal vielleicht, für lange Zeit an's Herz -gedrückt, aber Herr Meier fitrchtcte für seine Frau' das Abschiednehmen, und beshälb verzichtete er gleichfalls darauf. "" Alsdie Verlobten nach einiger Zeit zu den Gästen, zurückkehrtcn,' .war Lili zivar . auffallend blaß und ihre Augen glänzten wie von vergossenen Tränen, aber ein Lächeln, umspielte ihre Lippen. Sie neigte sich zu den Eltern und flüsterte ihnen zu:. „Sie lassen grühen und werden morgen über vier Wochxn, bevor sic Heimreisen, wieder hier sein und über den Sabbat bleiben." ' - „Dank Dir,' liebes Kind," sagte die' Mutter freundlich lächelnd, und doch gewahrte Lili, daß ihre Augen sich mit Tränen füllten. Sic nahm ihr Batttsttnch und fuhr -damit der Mutter über die feuchten Augen. „Nichtweinen, Mamachen, Emmi ist glücklich, und in vier Wochen siehst Du sie wieder." „Du hast recht, cS ist kein Anlaß, Tränen zu vergießen. Emmi ist glücklich an ihres Viktors Seite, und unsere Lili verläßt uns nicht." ... „Nie, Mama, nie." Nachdem auch die Gäste sich entfernt hatten, war Lili - der Mutter beim Auskleiden behilflich, denn Frau Meier fühlte sich vollständig erschöpft, doch hoffte sie mit Zuversicht, am folgenden Tage wieder wohlauf zu sein. Diese Hoffming sollte, sich .jedoch nicht verwirklichen. Es schien ' vielmehr, als hätte die übermäßige Anstrengung und Aufregung der jüngsten Zeit die angespannten Kräfte der zarten Frau aufrecht.erhalten, die nun in der Rahe zusammen« zübrecheN drohten. — Zwar nicht vollständig, unter der sorgfältigsten Pflege, und mit Hilfe der Tochter erhob sie sich in den spätern Vormittagsstunden uick) lieh sich in das Wohnzimmer geleiten, wo sie tagsüber auf der Chaiselongue ruhte. _ (Fortsetzung folgt.)_ „Zu Geschenken eignen sich meine Operngläser, >.Feldstecher.Lorgnons,Barometer.Thermometer,Brillen, Pincenez; Spezialwerkstätte sür Optik, Mechanik, Elektrotechnik. Physikalische Lehrmittel." „I. W. Albert, Inh. Paul Wanderey, Haus Neptun, Ecke Neue Mainzerstr. und Weißfrauenstr. 11. Tel. 7254, Amt I."_ Arbeitsnachweis der Frankfurt-Loge und des Israel. Hülfsvereins. Sitzung: Montag und Donnerstag morgens 10—12. Langestrasse 30, I. Telephon 3728. Wir bitten herzlich, uns Vakanzen nnd jede Art:von Arbeitsgelegenheit mitzuteilen, nm arbeitswillige Glaubensgenossen vor Not zu bewahren. üaiser Friedrich Quelle ’ Uffenbacn a. M.? Gegen Gicht nnd Bheumatlsmus bewährt. Alleiniger General -Vertreter: Friedrich Stahl, Frankfnrt a. M., Stallbnrgstr. 9. Tel. 259 n. 714. J. EMMEL L SOHN Schillerstrasse 26. Spezial-Gesellin für Haiu. Zeichen-Utensilien. üolzbrand-,Kerbsehnilt-,Tarso-u.Ballk-Artikel. Wocherr-Kaleuder. tZeitangaden nach dem Laach.) Samstag, den 31. Dezember l— 30. Kislew): Sabbat-Anfang in Frankfurt a. M. 4 Uhr 05 Min. Sabbat-Ausgang in Frankfurt a. M. 5 Uhr 25 Min., in Berlin 4 Uhr 50 Mn. Wochenabschnitt: Mikeiz. — Pharao sieht im Traum sieben fette und sieben magere Kühe, sieben volle nnd leere 'Aehren. Niemand kann dies deuten. Der Mundschenk erinnert sich an den Traumdeuter Josef. Dieser wird aus dem Gefängnisse geholt und' deutet die Träume als auf sieben fruchtbare urid sieben unfruchtbare oder Hungerjahre hinweisend. Er wird mit königlichen Ehren überhäuft, erhält einen goldenen Ring, goldene Halskette, königliche Gewänder, fährt in königlicher Karosse durchs Land nnd wird als Vizekönig bejubelt. — Josef sammelt Getreide für die Hungerszeit. Diese kommt. .Auch fremde Völker holen Getreide bei Josef, darunter seine eigenen Brüder. Er erkennt sie, sie ihn jedoch nicht. Joses stellt sie als Kundschafter hin. Zum Wahrheitsbeweis ihrer Unschuld sollen sie den jüngsten Bruder bringen. Drei Tage lang entschließt sich keiner von ihnen zu der schweren Mission. Schließlich ziehen sie alle heim. Simon bleibt als Geisel zurück. Die Brüder denken an ihre frühere Sünde. Sie finden unterwegs das Getreidegeld in ihren Säcken wieder, die Aufregung steigert sich. Der Vater zu Hause ist bestürzt, will Binjamin nicht fortlassen. Schmerzlich bekümmert entschließt er sich endlich dazu, weil kein Getreide mehr vorhanden. Juda verbürgt sich sür Binjamin. Sie nehinen Geschenke mit. Josef einpfängt sie freundlich, läßt ihnen ein Mal bereiten, teilt Geschenke aus, am meisten hem Binjamin. Sie werden nochmals erprobt. Josef läßt seinen Silberbecher heimlich in Binjamins Sack legen. Sie ziehen ahinmgslos ab. Der Hausverwalter eilt bald nach, untersucht die Säcke, Binjamin wird als Dieb verhaftet. . Lille kommen bestürzt zu Josef zurück. Sie. alle 'wollen Sklaven sein. Josef indes will nur Binjamin zurückbehalten. Zugleich ist Schabbos Chanuka und Schabbos Rausch-Chaudesch (Sonntag ist der zweite Tag Rausch- Chaudesch.) Anmerkung: Sabbatausgang erst Channkalicht anzünden, dann Hawdoloh._ Oftenbacber Druckluft «Anlage Telefon 123. OffanbaCh a. II. Telefon 123. Unübertroffene bewährteste Tspplchralnlpnnn- 1 Caf6 Constabier a Qesohäftsleltung: Cafetier Willi Keulen. d KamMennachrichtr«. Geburten. Einen Sohn, Herrn Benno Cassel (Wechsler), Frankfurt, Ilnterlindau 18. Eine Tochter, Herrn Siegfried A. Loewenthak (Feuchtwanger), Frankfurt, Grünestr. 29. ' Einen Sohn, Herrn Rechtsanwalt Dr. Saloinon (Klein), Frankfurt) Liebigstr. 50. Einen Sohn, Herrn Max Wilhelm Hackenbroch (Rosenberger), Frankfnrt, Friedberger Anlage 31. verlobte. Clara S trupp, Treysa — Theodor Ambach, Würzburg. Camilla Löwenthal, Kissingen — Julius Michels, Frankfurt, Allerheiligenstr. 61. Margarethe Lichtenstein, Nordhausen — Erich Leister, Halle. Sidonie Kohn, Breslau — Max Mottek, Posen. Hedel Tichauer, Kntiowitz — Max Zernik, Berlin- Emma Mandl t- Isidor Schlesinger, Frankfurt a. M. § Else Leopold, Frankfurt, Bürgerstr. 19 — Matz May, Osthofen. Frieda Mayer, Frankfurt, Uhlandstr. 38 — Bertold Daube, Freiburg. * Betty Baß, Frankfurt, Palmstr. 5 — Paus Kornblum, Berlin, Zehdenickerstr. 14. Rika Eisenmann, Antwerpen — Dr. Joseph Breuer, Frankfurt. 'Anna Rosenberg, Lehnin — Dr. phil. Max Joel, Franksiirt. Rosa Engel, Würzbnrg — Lehrer S. Levi, Birstein. Sterbefäkle. Hessel Steiner, Fürth. Jsaae Kahn, 66 I., Mannheim. Hermann Ucko, 62 I., Rosenberg. Michael Cohn, 53 I., Nienburg. -Lalomon Berliner, 62 I., Breslati. Spitzen und Stickereien kauft man am billigsten und besten im Spitzenhaus Albert Levy, Zeit 81 gegenüber Grand Bazar. Briefkasten. Straßburg. Direktor Angelo Neumann war uit» serS Wissens von Geburt Jude. ' 11. Ihre Erwiderung auf den Aufsatz über Beitz- Jehuda erscheint in der nächsten Nummer. Allgemeine Mitteilungen. Die Direktoren der Modernen Sprachschule, Robert Rübsamen und Professor Boulai, und der Spanischen Schule, Jaime Carbonell, haben zur Förderung der fremden Sprachen einen Polyglott- K l u b gegründet. Arbeitsnachweis-Ausschuss. ip-Top der Kochtopf der Zukunft In reiner extra starker Aluminium- und Kupfer-Ausführung. Verhindert jedes Anbrennen und Ueberkocben der Speisen, sei es Milch, Suppe, Leis, Mehlspeisen, Fleisch, Gemüse, Früchte, Confllüren etc. Erzielt bis 50°|o Brennmaterial-Ersparnis. ■ Kocht Stoff- und NShrsalzonhaltond I - . 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