Neue jüdische Presse
- Journal
- Neue jüdische Presse
- Volume
- 8 (1910)
- Issue
- Heft 49 (23.12.1910)
- Date
- 1910-12-23
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 6 Frankfurter Israelitisches Famüirnblatt. Nr. 49. teil sich, Jude» zu sei», verleugneten ihr Volkstum und ihre Religion, verspotteten beides, drängten sich den Syrern auf und veranlagten deren König Antiochus Epiphanes, gegen die Treugebliebencn unter ihnen vorzugchen. So wurdcn Sabbat--, Fest- und Neumondscier, Miloh, Speisegcsetze, Thorastudiuni usw. untersagt, Gottes Heiligtum durch Schweinefleisch entweiht. Viele starben den Märtyrertod, andere flohen. — Da sandte Gott durch die Priesterfamilie der Makkabäer- Hilfe und Rettung. Mattisjahu und seine 5 Söhne sammelten um sich alle wahren Juden, kämpften siegreich gegen große Uebcrmacht und zogen zuletzt »ach Jerusalem, den Tempel neu zu'weihen. Er wurde gereinigt und der goldne Leuchter neu angczündet. 9tur ein kleines Krüglcin heiligen Oels war vorhanden, auf einen Tag hinreichend. Durch Gottes Fügung speiste es den Leuchter 8 Tage, bis neues Oel bereitet war. Daher der Weisen Anordnung, Lichter anzuzündcn. Zeremonien. — Man zündet allabendlicb Lichter an, Oel- oder Kerzenlicht, und zwar frühestens beim Nachtwcrde». Doch kanns die ganze Nacht noch geschehen, in später Stunde ohne Brocho. Am ersten Mcnd ein Licht und so fort bis zur Zahl 8. Am ersten Mend drei Brochans: Lchadlik Rer, Scheoso uissim, Schehechijouu. An den anderen Abende» kein Schehechijouu. Man stelle das Licht ans Fenster. Es must mindestens Vs Stunde brennen, Nachschütten nicht erlaubt. Die Brocho uinnittelbar vor dein Anzünden sprechen. Auch in Synagoge anzünden. Dennoch bleibt das häusliche Anzündcn Pflicht. Atan zündet am ersten Abend dasrechts am Leuchter befindliche Licht, dann stets das neue linke zuerst an, nach rechts schreitend. Nichts ' dabei lesen oder arbeiten. — Am Freitag Abend erst Chanukadann Sabbatlicht. Sabbatausgang erst Hawdoloh. Das übrigbleibende Oel nebst Dochten nach Chanuka verbrennen. Gebete. — „Al-chanissim" im Tischgebet und Schmono-Esrei. Ganz Halle! nach Schachris-Schmono-Esrei. — Thora-Vorlesung: Im 4. Bch. M. von der Einweihung der Stiftshütte, entsprechend der Tempelwcihe. — Moaus-Zur ist beliebtes Fcstlied. Fünf Strophen, Verfasser unbekannt. Etwa 600 Jahre alt. Akrostichon: Morbechai. Spricht außer von Chanuka auch von der Knechtschaft in Egypten, der babylonischen Gefangenschaft, dem Aufbau des 2. Tcmpels, der Purimgeschichtc, lMenvaever Vrucklun-Ilnlage Tdofon 123. OHenfaaCh a. HL Telefon 123. (JnfiliariTofTene bewährbwte TstJD IC hr ■ I tl! nun 0. Caf£ Constabler stre^ÄÄmen- 9 Gesohftftsleltang: Cafetier Willi Leafeu. f Heuer §choen I ROSSMARKT I Farbige Percalhemden garantiert waschecht, Stack Hk. 5.60. Weisse Oberhemden Anfertigung nach Mass unter Garantie guten Sitzes. , Haebfhemden von Hk. 3.S0 per Stack an. Vorhemden_Manschetten_Kragen. Kamilie««achrichteU. Gebürte». Einen Sohn, Herrn Max Meyer (Katzenstein), Frankfurt, Mauerweg 12. Eine Tochter, Herrn Isidor Benjamin (Bender), Frankfurt, Schwanenstr. 12. Verlobte. Hedwig Stein, Frankfurt, Mainstr. 28 — Moses Wechsler, Hamburg, Kl. Schäferkamp 32. Jda Reiter, Battcnwiesen — Jakob Birk, Sterbfritz. Emma Nathansoh», Karlsruhe — Hugo Schisf, Worms. Emmy Heineman», Heidjngsfeld — Dr. vhil. Max Goldstein, Nürnberg. Bianca Sichel, Cassel — David Katzenberger, Nürnberg. Rosa Hecht — Max Leopolo, Limburg. Lterbefälle. Abraham Hirsekorn, 76 I., Schönlanke. Leopold Eltcles, Posen. Simon Roseiibcrg, 68 I., Witten. Geh. Medizinalrat Dr. Lindmann, 67 Jahre, Mannheim. Meta Oestreicher geb. Reiß, 24 I., Würzburg. Emil Vogel, 72 I., Mainz. Richard Zuntz, 47 I., Bonn. Spitzen und Stickereien kauft man am -billigsten und besten im Spitzenhaus Albert Levh, Zeil 81 gegenüber Grand Bazar. LedlakLlmmer-Llllriediuogen Bettenfabrikation, Bett-W äsche. 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