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Neue jüdische Presse · 1910-12-09 · Heft 47 (9.12.1910) · p. Seite 10

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Journal
Neue jüdische Presse
Volume
8 (1910)
Issue
Heft 47 (9.12.1910)
Date
1910-12-09
Page
Seite 10 (sequence 10)
Language
German
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feilt rrstes-Stistuiwsfest."M1t (£föT;}'bärs "6c r Verein auf drescs F^est :zurm.ch blicken- "denn der- Besuch war mrtzergcwöhnlich"! gross, bäS Programm itüserlesen, .sodaß die Stitztmung eineaüSgezeichnett'war. - -- Ihn 9 Uhr erfolgte die Begrüßung A- Ansprache des Vorsitzenden Zahntechniker-K!i S-ch l vH7 welche mit großem Beifall ausgenommen wurde.'—. Als-! dcimr folgte ein Prolog, verfaßt von dem Mitgliedc Schreinermeischr Karl Rose nt hak, ge-' sprachen von Frl. Ella-Kahm, der Hie richtige Wärme für den ganzen Abend auslöste: — Hierauf folgten herrliche Klaviervorträgc von Julius Ehrlich, reizende Lieder, gesungen von" Frl.- Marthat H°eß, welche mit Beifall überschüttet wurde und Zugaben leistete, ernste und : heilere Dichtungen, vorgetragen von Kurt SteinHeini und - Darbietungen" des' M ä nne r-Q nar te tts'. N-iederrad-, ' / ' ' Ein Ball beschloß das Fest-. bas bei: Teil»' nehmern 's« .gilt - gesiü, daß dex Montag Morgen, anbrach, als die -letzten den Schlüßgalopp tanzten.' Die Leitung des' ganzen Programms lag in den Händen des jungen Dirigenten des Männer- Quartett Niederrad Rudolf Löwen stein. Metz. Am 23. Nov. e>öffnete der Verein für jüdische Geschichte und Literatur die Reihe seiner Wintervorträge vor einem zahlreichen Publikum. In einer einleitenden Rede hob der neue Vorsitzende Dr. Sh l v ain.Weil l — sowohl in französischer «M auch i'in -deutscher Sprache — die Bedeutung des Bereins str das jüdische Leben! hervor und förderte die Mitglieder . an' eifriger. Mitarbeit auf. Nach kurzer Darlegung des für; das neue Geschäftsjahr aufgestellten Programms' erteilte.er dem Kirchcurat Dr.'Kro uer-Skuttgärt Aas Wortzu seinem Vortrage „Die-Lebenskraft des Judentums." In etiva 1% stündiger Rede, beleuchtete Dr. Kroner das Thema' nach vielen Seiten. erörterte dieHielen Möglichkeiten, Khie Judenfrage -mach EvichschMenen.^GefirMpchiktenl zu behandeln. Mi besprach kurz die authkopolögische Seite des Problems..mit Rücksicht auf die Körperlichen Berschi^eyhxiden,^chiL.-chygimische '(Seite im Hjnblick Kit atckeKrseits, Hjw,)^-hie-wsrtschgftlichtz.-Seite-.in MnbetraM ^r^K^ÄMthäüfüng Und -HnäMellen Leistungsfähigkeit, Me - politische Seite -Ämter Bezugnahme auf. -die- Tendenzen des ZiorDmus und dergl. mehr. ' Llus ckllen diesen. BetrachAingen ergab . sich) aber noch; Kitze" .schlüssige i Wtwort auf die '-mlsgeworfene Frage." Zuvor muMbnoch der Begriff des. Wortes Lebenskraft hes Näheren untersucht werden. 'Nach,Hingehender Würdigung der in dieser Wichttmg bön) derrMissenschaft chufgestellten Meinungen^ erklärte er 'die LebenskM als die denjenigen Wesen'' finden, die lvir 'als 'Hhebde^tzxzeichnen. Wahrhafte. Lebenskraft besitzt ^Mep ''iiur das. lebende Wesen,' das 'eilt', Ziel hats Häs' höchste Ziel der 'Menschen ist' aber' die .sittliche Berdoll-i kommnung.! ''Für .Hie Bcrtrteilüng der.'.LebeiÄkrast des Individuums ergibt sich .somit-.- öer ethische Maßstab als der richtigsch. ' Was 'aber für Heu Menschen als Einzelwesen gilt, ' trifft iri“ lieft)' höherem Maße für die menschliche Gesellschaft, als die nach sittlichen Zwecken geordnete' Gemeinschaft von Menschen zu. Rein äußerlich das Individuum schon bei. weitem überdauernd, vermag sic aber auf ewige Tauer nur Anspruch zu erheben durch Erreichung des sittlichen Ideals. Hiermit käm der Redner zum Kernpunkt ^.seiner Aufgabe. Die ethi-i scheu Werte, die im Judentum enthalten sind,! habe» ihm bis jsstzt., feilte: Existenz unter dem denkbar ungünstigsten' Verhältnissen ermöglicht und gewährleisten auch für Hie: Zukunft .den Weiter-, bestand des Judentums. In ansprechender Weise! erörterte der Redner den ethischen -Inhalt des Jndentums, fprach von demjüdischen Familien-- leben, der Vermeidung sozialer! Gegensätze, -dev Pflege des Studiums, des Sinns für .Gerechtig-s keit und Nächstenliebe und schließlich auch von: der reinen Gottesidee, welche dem Judentume über-: Haupt zuerst in 'der Menschheitsgeschichte aufge-, gangen ist, und welche. auch . im Fortschritt der. Religionsgeschichte nie überholt worden .ist.. Mit! einer kurzen Betrachtung des Mgssiamsmus schloßder Redner den interessanten Vortrag, der inallen Zuhörern sicher die Erkenntnis' des jüdischen! Wesens und Wertes vertieft haben und somit! den Zwecken des jüdischen Literäturvereins in vollem Umfange gerecht geworden sein wird. . .Loeb. , Pose«. Der Verein „FrauenHilfe", einer, der größten Vereine innerhalb unserer Synagogen-', gemeinde, hielt gestern seine Generalversammlung! ab. .Frau Lea Calvary, die Vorsitzende, begrüßte die Mitglieder, und sprach über die .Bedeutung des Vereins. Die Damen, Frau Rabbiner Dr. Feilchenfeld, Frau Lea Calvary, Frau Jenny Stranz, Frau Helene Cobliner, Frau Flora Ephraim, Frau Johanna Kuczynski.,. Frau Amalie Be.hr und-Frau, Sanitätsrat Dr. -P o'p p e r wurden 'in den Vorstand wjedergewählt. Zum Schlüsse wurden -noch einige Anträge gestellt und besprochen. - J Der Verein „Franenhilfe" hätte''im Wgelaüfenem Rechnungsjahre folgende Einnahmen zu verzeichnen: Mitgliederbeiträge 2452 Jk, Spenden 1695 Jk, Zinsen 90,85 Jk, Zinsen der Stiftung der Frau Rabb. Dr. Feilchenfeld für Säuglingsfürsorge 4155 Jk und Ertrag aus Sammelbüchsen 464,41 jk Die Ausgaben betrugen für'Kranke, Beihilfe zu Badc- und Erholungsreisen, Beiträge für verschiedene Wohltätigkeitsinstitute, Verpflegungen, . Gehälter und Drucksachen usw. 4965,11 jk ein Matinek.'Dte Veranstälttnrg' war eine glänzende 7 "'7 '.7 7-7.!!- "77"''..D!.' Sch-' Aus der tzeyrerwelL 777,, - - Berlin. An der.Lehranstalt für die Wissenschaft des! Judentums hat. mit-.Beginn des. Wintersemesters ,D.r- Engen-Tätzbler-, der. Leiter, des Gesamtarchiys -der:. deutschen- Juden,. -. die Stellung eines Dozentenfür. hie- . hellenistisch-jüdische- Literaftir übernommen. .! Würzburg. - Bon dm Zöglingen , der Israel. L e h r er.bi l du n gs<Au stp-lt.bestanden im,,abgelanseuen Schuljahre --.dem 47. ihres Bestehens: — -sechs die Lehrerprüfung. Von den >23 Zöglingen-bezahlten 13 ganz und 9 teilweise die Verköstigung. Unterricht und Wohnung ward für alle Schüler unentgeltlich gestellt---— ti^Loudou. Red. S. Alfred Adler, Rabbiner an der hiesigen Hchnmexstpjth-SytzWoge, der einzige Sohn unseres Chief-Rcivbt,' ist seinem langen Leiden., erlegen. , - . Jerusalem. Herr Antsbi hat von Rabbi Halm Nahum ein Telegramm /erhalten, , wonach Rabbi Jakob Meir beschlossen habe, in Saloniki zu bleiben und .somit den Chachambaschiposten in Jerusalem abzulehnen. - . Wenn dieser Entschluß des' Rabbiners von Saloniki ein unwiderruflicher ist, dann wird die FragederBesetzungdesChachambaschivostens in Jerusalem von neuem akut. Bei der versöhnlichen Stimmung, die jetzt fft Jerusalem in den in Betracht kommenden -Kreisen herrscht, ist zu hoffen, daß die Frage dies-- mal eine friedliche Lösung finden wird. — Nach kurzer Krankheit -ist Rabbiner Aron Orlansky in Pethach-Tikwah im.Alter von,.56 Jahren verschieden. ZU seiner-, 27 jährigen Tätigkeit als. Rabbiner her Kolonie Pethach- Tikwah hat er es verstanden, die Zuneigung: der gesamten Bevölkerung zu gewinnen. B««te Chronik. / ' Dankbarkeit., . , In ' einem Feiiilleton „Der Zählkommissar 'int Nachtasyl", das die „Boss. Ztg." anläßlich der Volkszählung brachte, lesen wir: Der Oberinspektor, ein trefflicher Herr, der mit Milde seines schweren Amtes waltet, erzählte mir dies.'-in seinem-Amtszimmer, das als Hauptschmuck über dem -Eingang eine große eingerahmte Tafel trägt, auf der —-ein hebräisches GebetH der Schriftsprache des Alten Testaments sauber ausgemalt ist. Ein seltsamer Schmuck für ein preuoan (29. November) d. I. wurde Am -Dienstags: den 27. ^WSHttzserMtzvchrNylleMÄ-SiWs - H Herr.loseph W- Hackenbroch tznAies-Wüie seiner Jahre Htr^Mn TA entriffen. Wir verlieren in ihm einen treuen Freund und begeisterten Mitarbeiter, dessen hingebungsvolle .Tätigkeit sür das Erziehungswesen im7Heiligen Lande die Gunst des Erfolgs nicht versagt: gewesen ist. Wir tv^cden das Andenken unseres auch .Hurch7^persönlWe MgersschastM, so: Mögezeichneten Freundes stets in Mreri H aMn! "' " ' "" " '! , M ' - - Fra»rfurit''äi-M.7Leti-3. KislE 5671. . -v'; ... ' „7sckIreWovi" ru IrAil.' - ii LIHyIvUSSKsMb YaniHzacker St Simone vVJfX-SQj't, l .51.7-;/ \ _.. . f „ Küriathen JJW/OUIU T CmU<7» f; r f i ^S^^ßdeffieiftriise '4Ss£S£€ffSs8e BockenheimeratrÄSse,?.^:, %■ „Mali“ Verein zor Pflege .lieiräisclier Sprache nnfl Kultnr. Schmerzbewegt teilen wir unseren Mitgliedern das Ableben unseres verehrten Vorstandsmitgliedes und Mitbegründers unseres Vereins, des Schriftstellers Herrn '"mitT l-M M^sefn bervorl----ragendstes MitglLd-./.'Mwar,-wtolz.l,'-diesen^hervnrifagenden Gelehrten und .hebräischen Sprachkenner zu seinen Mitgliedern MMWML ^KW -Iw4ä empfiehlt jhre rühmlichst bekannten Fabrikate. :Kp e^iÄHift.Siri ^Leruselkej Sodmierseike, 8elkonpulv«r and Soda. Die Fabrik ist der strengsten^jorthodoz. Aufsicht unterstMt,und stehen i > v; 'i-;-^ Saeha«be^9n5 SVÄsch znr; vormals insck'^.si» '-ö'i 8 -

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