Neue jüdische Presse
- Journal
- Neue jüdische Presse
- Volume
- 8 (1910)
- Issue
- Heft 45 (25.11.1910)
- Date
- 1910-11-25
- Page
- Seite 11 (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 45 haltsreichen Referat das ücbeit und Wirke» unserer großen spanisch - jüdische» Dichter Schlaunw Jbn Gabi rot, Jchuda Haler i, Jb» Esra und Schlaumo Allharisi. Uns mit den Dichtungen dieser Geistesgrößen näher bekannt zu »lachen, war der Zweck der Rezitationen, die uns nach einer kurzen Teepause im Anschluß an Seit Bortrag zu Gehör gebracht wurden. Es konnte snr diese natürlich nur eine verhältnismäßig kleine Anzahl von Gedichten in Betracht kommen, doch konnte man dank einer zweckentsprechendcn Auswahl derselben einen richtigen Eindruck von der Kunst der vier vorerwähnten Poeten erhalten. Siegfried Oppenheimer, Gabriel Plaut und E. N c n b e r g e r, welche diese Dichtungen in eindrucksvoller Weise darbotcn, wurde wohlverdienter Beifall zu teil. David Wallach brachte zwischen den einzelnen Rezitationen verschiedene Lieder jüdischen Inhalts zum Vortrag, loobci ihn Max Bertnch am Klavier begleitete, und erntete auch als Deklamator mit der verständnisvollen Wiedergabe des „Rabbi Aninou" von Hcrschel reichen Beifall. Es war ersrenlich zu sehen, wie die Darbietungen — und auch Darreichungen restlos beifällig ausgenommen bezw. aufgezehrt ivnrden, sodaß auch nicht ein Stück des zur freien Verfügung gereichten Gebäcks nach Räumung des „Speisesaales" noch von vergangener Pracht zeugte. Marburg. Mittwoch feierte die „Chewras- Talmud-Tora" ihr sechstes Stiftungsfest Der Vorsitzende, Sekundaner B. Lindheim, hieß mit herzlichen Worten die Gäste und Vereinsmitglieder ivillkommen. Der Schriftführer S. Herschberg verlas die Chronik und erwähnte die Neuanschaffungen im letzten Jahre. Zahlreiche Mitglieder deklamierten bezügliche Gedichte. Die Festrede hielt, der Primaner D. Schlesinger. Meisterhaft entledigte sich letzterer seiner Aufgabe. Er behandelte die Labbatscmiroth und machte die aufmerksamen Zuhörer mit Zeit und Art der Entstehung und Absichten ihrer Dichter bekannt. Auch Herr Rabb. Dr. Schlesinger ergriff das Wort und warf einen Rückblick auf den Verein seit seiner Entstehung. Unser ehrwürdiger Lehrer gedachte ferner in seinen Worten der Gründer und bekundete seine Freude, weil der Verein ohne Anregung von Erwachsenen aus der Mitte der Schüler entstanden sei. Der Verein verfolgt folgenden Hauptzweck: Er will seine Mitglieder kameradschaftlich zusammenführen und die halachische Literatur unter seine Freunde verbreiten und befestigen. Frankfurter JfraelFifches FamiÜerckkatt. Möge doch dieses Beispiel viele jungen Freunde zum selben Ziele begeistern und Tora besonder? Halacha unter die gottesfürchtige Jugend verbreiten. Benauschet Hoamitti. Aus der zionistische« Bewegung. Frankfurt a. M. Der Share-Club bittet uns um Aufnahme folgender Mitteilung an d i e A k t i o n ä r e der Jüdischen Kolonialbank: Nachdem nunmehr der letzte der den Aktien beigegebenen Dividendenscheine (Nr. ■ 6) bezahlt wird, können die neuen Couponsbogen bezogen werden. Ohne seitens der Kolonialbank beauftragt zu sein, sind wir bereit, für unsere Mitglieder und Freunde die Besorgung der neue» Couponsbogen zu übernehinen. Die Kolonialbank berechnet 20 Pfg. per Zertifikat für Spesen,,die wir' zuzüglich unserer Portoauslagen in Anrechnung bringen werden. Die Aktien sind bei dem Unterzeichneten einznrcichen. Der Share-Klub, i. A.: Karl Rosenheinier, Feststr. 2. Frankfurt a. M. Die Mitgliederversammlnng der Misrachi-Ortsgruppe crösfnete der Vorsitzende, Professor A. Weyl, mit dem Ausdruck der Befriedigung darüber, daß die Einigkeitsbestrebungen zu einer A r b e i t s g e m c i n s ch a s t zwischen der Misrachi-Ortsgruppe und der Franks. Zion. Bereinigung geführt haben, und besprach die einzelnen Punkte der Tagesordnung. Dann ergriff Lehrer B. Stern das Wort zu seinem Referate über „den XII. D elegi c r t e n ta g unter Berücksichtigung des Misrachi." Redner ging auf die Beschlüsse des Haager Kongresses bezüglich Bildung von Fraktionen ein, gab ein genaues Bild der organisatorischen Beziehilngen der Misrachi-Föderation zum Gesamtzionismus und zeigte schließlich, in welcher Weise sich die deutsche Landinannschaft dem Misrachi gegenüber anläßlich des Delegiertentags verhalten hat. In der Debatte, die sehr angeregt verlief, betonten sämtliche Redner die Freude über die „Arbeitsgemeinschaft". M. Lcvigard verlangte unter lebhafter Zustimmung eine energische Stellungnahme in der Gemeindepolitik nach rechts' und links und scharfe iilbwehr der gegnerischen Angriffe, was Isidor H i r s ch und L. Perlmutter unterstrichen. Betreffs Mitgliedsbeiträge gelangte ein Antrag Weil-Perlmutter zur Annahme: für die Misrachisten, die nur der Misrachi-Ortsgruppe Seite U. angehören wollen. Mk. 8, für die anderen Mk. 10 zu normieren, mit der Maßgabe, daß es den Vorständen der beiden Ortsgruppen überlassen bleibe, die Höhe des für die Misrachisten, die auch der Ortsgruppe beitreten, an diese zu entrichtenden Beitrags sestzusetzen. Darmftadt. Hier hat sich eine zion. Ortsgruppe gebildet. Anmeldungen sind zu richten an sind. S. Silberdick, Mollerstr. 31. Budapest. Es ist das erste Mal, daß sich die offiziellen Kreise der Budapester Gemeinde für ein z i o » i st i s ch e s I n st i t u t warm einsetzen. Bei der am 12. d. M. stattgehabten Sitzung der Makkabna ließ sich die Gemeinde durch ihren Vorsteher Dr. Grauer vertreten, der versprach, der jüdisch-nationalen Studentenverbindung, die durch ihr tatkräftiges Wirken eine neue Renaissance bei der ungarischen akademischen Jugend hervorgerusen hat, energisch zu unterstützen. Auch Oberrabbiner Dr. H e v e s i will seinen ganzen Einfluß im Interesse der Verbindung einsetzen. Da die jährliche Subvention der Gemeinde auf 2000 Kronen erhöht wurde, ist die Zukunft des Mensa (jüd. Studentcnfreitisch) gesichert. Die Verbindung zählt zurzeit 200 aktive Mitglieder. Zioni. Aus der Lehrerwett. Gelsenkirchen. Am Mittwoch, den 16. November, fand im „Gewerbeverein" in Dortmund im Anschluß an die ordentliche Mitgliederversammlung des Vereins zur Wahrung der religiösen Interessen des Judentums in Westfalen die Amtseinführung des neuen Rabbiners Sr. Ehrw. Herrn Rabb. Dr. Br ad er statt. Eine stattliche Versammlung aus allen Teilen der Provinz war herbeigeströmt, um das Fest zu verherrlichen. Von den zahlreich eingelausenen Glückwunsch-Telegrammen erfreute besonders das des Herrn Regierungspräsidenten. lieber vier Stunde» dauerte der akademische Festakt, an den sich ein Festessen anschloß. Herr Dr. Brader, aus Jchenhausen gebürttg, hat seine Ausbildung am Rabbinerseminar zu Berlin erlangt und besitzt kaoultas docendi. Er hat über ein Jahr am Lehrerseminar zu Cöln gewirkt. Sein Ruf als Pädagoge und Redner lassen erhoffen, daß er der rechte Mann am rechten Platze ist. Krakau. Dem Vernehmen nach soll bier demnächst eine Rabbinerkonferenz stattfinde«, die sich mit der Frage der Förderung des. religiösen Lebens und der Hebung der Thorakunde unter Plüsch-iPelzm öntel Kurze Slüschjackeu aus Velour da Nord, glatt oder reich IQ __ OQ CH OQ_ mit Kurbelstickerei garniert . . . tw* Sange glatte ftüschpatetots aus Velour da Nord, gute .Ware, CC _ OC _ IOC _ vorzügliche Verarbeitung . . . 0«J. Lange glatte Msckpaletots ans englisch und deutschem Seal- QC _ 11C _ ICO _ Plüsch, Länge von 80—135 cm -Pv» IIP» JUU. Hochelegante?lüschmäntet reich mit Tresse und Kurbelstickerei garniert ln reicher Auswahl. 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