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Neue jüdische Presse · 1910-11-04 · Heft 42 (4.11.1910) · p. Seite 6

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Journal
Neue jüdische Presse
Volume
8 (1910)
Issue
Heft 42 (4.11.1910)
Date
1910-11-04
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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Seite 6. « Traute Carlsen mächtig gesteigert wurde und das Publikum zu starkem Beifall hinriß. Die gut gewählte BLHnendekoration und die stimmungsvoll vorgetragenen musikalischen Stücke am Beginn und Schluß der Matinee durch Herrn A. Kohmann trugen zur Erzielung einer feierlichen, erhebenden Stimmung bei. Und nun noch einen Rat, den wir der Direktion des Komödienhauscs uns zu gebenerlauben. Bei etwaiger Wiederholung des Programms — die, wie aus dein stark:» Andrange zu schließen ist, gewiß bald erfolgen wird —> möge man vor allem den Namen ändern und und damit zum Teil auch das Programm. Statt die Zuhörer in die jüdische Mystik einführen zu wollen, ein Versuch, der wegen der unwegsamen Pfade, die zur jüdischen Mystik führen, scheitern muß, versuche sie es, den Zuhörern einen Blick in die jüdische Seele zu verschaffen, was für die Direktion leichter zu bewerkstelligen und für das Publikum lehrreicher und interessanter ist. Dazu aber müßte auch das Programm geändert werden, und statt des Buches Esther, statt Aubers „Von der Demut" und vielleicht auch statt Heines „Jehuda ben Halevh" bringe man lieber - einige Gedichte Jehudah ben Halevhs (von denen so gute Uebersetzungen existieren), einige Schöpfungen moderner jüdischer Autoren (von denen es auch deutsche Uebertragungen gibt) wie z. B. Morris Rosenfelds und noch mehr Stücke aus dem Talmud zum Bortrag. Dadurch wird auch erst eine Einheitlichkeit des Programms erzielt werden, deren es in seiner jetzigen Form entbehrt. —n. Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde, herausgegeben von Dr. M. Gruuwald. 13. Jahrgang. 4. Heft. Wien 1910. Das vorliegende Heft stellt sich ausschließlich in den Dienst der jüd. Volkskunde im engeren Sinne. Es enthält interessante Sammlungen von Kinderliedern, Sprichwörtern, Redensarten, Schwänken und Spielen aus Rußland und Galizien, Artikel über das jüd. Leben in Oberungarn, jüdische Bräuche vom Oberrhein, Volksmedizin in Galizien re. Eine Bücherichau und ein Inhaltsverzeichnis zu den letzten 5 Jahrgängen beschließt das hochinteressante Heft. 8. H. L., Prag. üaiser Friedrich Quelle " ■ Oflenbacft a. M. ——— Gegen Gicht and Bfaeamatismns bewährt. Alleiniger General -Vertreter: Frledrioh Stahl, Frankfurt a. M., Stallbnrgstr. 9. Tel. 259 u. 71. J. EMINIEL & SOHN Schillerstrasse 26. Spezlal-Gisetaäfl für laln Zelehen-Utensillen. HolzbraDd-.KerbsehnltKTarso-a.Batlkirtlkel. Fynckfurttt WkÄMsSes FarMenAaS. Wochen-Kalender. (Zeuangahen muy dem t>n»«h.) SamStag, den 5 November .---3. Cheschwam. Sabbat-Anfang in Frankfurt a. M. 4 Uhr 30 Min. Savbat-AuSgang in Frankfurt a. M. 5 Uhr 45 Min., in Berlin 5 Uhr 15 Mi». Wochenabschnitt: No ach. — Durch eine große Wasserflut, die fast ein Jahr dauerte, werden Menschen und Tiere vertilgt; nur der fromme Noach mit seiner Familie, seiner Frau, drei Söhnen und Schwiegertöchtern, blieb am Leben, und so wurde Noach der zweite Stammvater des Menschengeschlechtes. Noach baute eine sogenannte „Arche", ein kastenartigcs Schiff von gewaltigen Dimensionen, dreistöckig, in viele, Kammern eingeteilt, um auch verschiedene Tiere zur Rettung aufnehmen zu können. 120 Jahre wartet Gott vergebens auf der Menschen Besserung. Alsdann kam die alles verschlingende Flut, ein halbesVJahr steigend, ebenso lang fallend. Noach schickt Vögel aus, den Wasserstand zu erkunden. Die Arche bleibt schließlich auf dem Berge Arrarat stehen. Noach bringt Dankopfer beim Verlassen der Arche. Gott schließt einen Bund mit Noach und dem ganzen Menschengeschlecht. Nie mehr soll eine Wasserflut den Gang der Natur stören. Der Regenbogen wird Zeichen des Bundes. Verbot des Mordes und Selbstmordes. (Daß Gott den Selbstmörder —. also nach seinem Tode —> strafen will, ist der biblische Beweis für die Ewigkeit der Seele!) Erlaubnis. Tierfleisch zu genießen, jedoch nicht von einem lebenden Tiere abgenommen. (Ewer min hachai.) Völkertafel der nach - noachidischen Periode. Ein machtpolzes Menschengeschlecht baut den Turm zu Babel zur Selbstverherrlichung: Menschenmacht über Gotteswacht! Zerstreuung aller ist die Strafe. Es entstehen die verschiedenen Sprachen. (Babel-Verwirrung.) Noach pflanzt einen Weinberg, berauscht sich und liegt nackt im Zelte. Ham verspottet den Vater und wird verflucht. Sem und Japhet zeigen kindliche Ehrfurcht und werden gesegnet. Zum Schluß wird Abrahams Abstammung von Sem gedacht. In Uv-Kasdim geboren als Sohn des Götzendieners Terach, der von Eber stammte. (Daher „Jbri" und „Hebräer".) Abraham' ist Israels Stammvater. Offenfcacbtr Druckluft - Anlage Telefon 123. Offanbach a. H. Telefon 123. Unübertroffene bewährteste Tapplchrelnlgung. FarnUiexnachrichte». vebnrte». Eine Tochter, Herrn Dr. Friedrich Straus (Frohmann), Frankfurt. Nr. 42. Einen Sohn, Herrn Karl Kaiser Blüth (Palm), Köln. . Einen Sohn, Herrn Max Grebenau (Oppenheimer), Frankfurt, Rückertstr. 59. r «er»nn«. Selma Baer, Wongrowitz — Leopold Kak, Schwersenz. Minna Inst, Crossen — .Adolf Rosenblum, Breslau. Meta Rothschild — Sally Ehrmann, Friedberg, Berta Sulzberger, .Bruchsal — Heinrich Behr. Köln. Lydia Habcrer, Offenburg — Max Odenheimer, Karlsruhe. Lea Jakob, Stuttgart — Charles'Pintel, Antwerpen. - Felice Weil, Straßburg — Sally H. Cramer, Frankfurt, Eschenheimeranlage 31a. Minna Kulb, Groß-Karben — Hermann Cohen, Amsterdam. «terbefälle. Simon Weiß, 77 I., Neustadt a. Haardt. Jeannette Goldschmidt geb. David, 53 I., Frankfurt, Gärtnerweg 4. Abraham Schönberg, 18 I., Frankfurt, Gartenstraße 229. Selig Solinger, j87 I., Rosenberg. David Herzfeld, 73 I., Buk. Tr. jur. Jacob Kuureuther, Gotha. Lina NatKln geb. Mainzer, 58 I., Stuttgart. Emanuel Breslauer, 57 I., Breslau. Julius Rosenthal, 56 I., Breslau. Richard Auerbach, 32 I., Wilmersdorf. Wilhelm Moses, 77 I., Berlin. Max Blumenthal, 57 I., Berlin. Louis Süßmann, 61 I., Berlin. Carl Beer, 70 I., Darmstadt. Statt besonderer Einladung. Wir bitten Freunde und Bekannte, nna heute Abend zum zu beehren. Frankfurt a. M., den 4. November 1910. Max Grebenau u. Fpauj geb. Oppenheimer, Rflckertstraese 59. f Caft Constabler W Gesohif tsleitung: Cafetier Willi LeuCen« W Die Hoclizeit unserer Tochter Gertrud mit Herrn Siegfried Würzburger findet — s. G. w. — am Sonntag, den 6- Nov. in Dannstadl, Restaurant Franck, statt. Iaido— Hirsch u* Frau, Hermesweg 24. Deutsche Teppiche Perser-Teppiche Gustav Schwarz Hutleutstrasse 14 nächst dem Schauspielhaus. Tel. 13479. Kain Ladan. Tel. 13479. Gafe und Vergnügungs-Etablissement Täglich Konzert 2 Elite Kapellen Ton 4 Uhr nachmittags bis 2 Uhr nachts« Isuitpold-Hotel Frankfurt a. M. Zimmer van Hk. 2.60 an Elektrisch Licht. — Centralheizung. — Lift. — Bäder. I Hugo Hess-W olf, Hauu. fiunstglaserei BOrnapfata IO* Tolofon 8014m Einrahmen von Bildern. — Neuvergolden von Rahmen. I h. l len 1 Co., Sangestvasse 7 Frankfurt a. 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