Neue jüdische Presse
- Journal
- Neue jüdische Presse
- Volume
- 8 (1910)
- Issue
- Heft 41 (28.10.1910)
- Date
- 1910-10-28
- Page
- Seite 11 (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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hin, Kinderbuch und Volksbuch zugleich. Den vielen Ausgaben, die für die Verbreitung des trefflichen Buches gesorgt haben, schließt sich jetzt eine besonders schöne vollständigere Ausgabe des Insel- Verlages an, die ein Worpsweder Künstler, Karl Weidemeyer, .mit reizvollen Initialen und Titeln ausgestattet hat. So setzt diese Grimmausgabe aufs beste die im vorigen Jahre erschienene Andersen- Ausgabe desselben Verlages fort, der beabsichtigt, noch weitere Märchenbücher — zunächst bestimmt für Erwachsene und zum Vorlesen für Kinder — folgen zu lassen. Ein deutscher Professor in der Schweiz. Nach Briefen und Dokumenten im Nachlaß ihres Gatten von Nahida Lazarus. 3,50 Jk, geh. 4,70 Jk Berlin \V. 30, Ferd. Tümmlers Verlagsbuchhandlung. Dieses Buch erschien wenige Wochen nach dem 50 jährigen Jubiläum der Berufung Lazarus' nach Bern (23. März 1910). Den jüdischen Leser als Juden interessierende Stellen finden sichnur wenige; es lag eben der Verfasserin daran, dem deutschen Publikum Einblick in das Leben eines deutschen Professors zu geben. Und dieses Leben bot bei einem Manne von der Bedeutung Lazarus' viel des Interessanten; schade nur, daß die Gattin in ihrer Liebe auch gar manches Nebensächliche der Oeffentlichkeit übergeben hat. ' Dieser Tage beginnt in Berlin eine neue hebräische Wochenschrift unter dem Namen „Hoiwri" zu erscheinen. Die Zeitung, die unter der Redaktion des Herrn Berlin stehen wird, soll den traditionell-nationalen Standpunkt vertreten. Herr Berlin, sowie die große Anzahl bekannter traditionell gesinnter jüdischer Persönlichkeiten, die zur Unterstützung der Gründung aufsordern, bürgen dafür, daß die Zeitung in gut jüdischem Sinne und modernem Geiste geleitet werden wird. Mit Abonnements und Anfragen wende man sich an Dr. M. Hildesheimer, Berlin, Linienstraße 111 oder Dr. E. Baneth, Berlin, Rosenthalerstraße 25. Die Adresse der Redaktion lautet: Berlin, N. 29. Bunte Chronik. Die Jude« i« Persien. Die Zahl her Juden Persiens wird auf 40000 bis 50 000 geschätzt. Am dichtesten — 12—15000 — wohnen sie in Hainadan und Umgegend, wo sie vielleicht schon vor der Diaspora ansässig waren. Ueber Hamadan führt der Handelsweg nach Bagdad, der ihnen eine. Entfaltung ihrer wirtschaftlichen Fähigkeiten und einen finanziellen Rückhalt an der Judenschast Bagdads sichert. Bemerkenswert ist auch ihre Stärke in Teheran (5000). An diesen Plätzen wie auch in Schiras (rund 1000) sind die ärmeren Klassen in der Ucberzahl, doch beginnt Wohlhabenheit und europäische Bildung, namentlich infolge der kulturellen Arbeit der Alliance Jsraelite Universelle, sich zu verbreiten, die Schulen in Teheran (seit 1898), Hamadan und jn drei Hamadan benachbarten kleinen Städten, .in Schiras, Jspahan und Jasd, eingerichtet hat. Als arm wird dis numerisch nicht unbedeutende Gemeinde von Jspahan (5000) geschildert. In tiefer Dürftigkeit und in der Stellung von Parias leben die Juden des südöstlichen Persiens in Jasd (etwa 1000) und Kerman (an 200). Hier sind sie noch gezwungen, ihre Niedrigkeit durch auf die Brust geheftete rote Stosfstücke zur Schau zu tragen; auch wohnen sie in den Quartieren der Parssi, denen der Perser als Bekenner der Lehre Zarathustras gleiche Verachtung zuteilt. Die größte Gemeinde Ascrbeidschans befindet sich in Urmia (350 Familien); auch Uschnu, auf der Straße Urmia-Rowandus-Mofsul gelegen, zählt eine ansehnliche Gemeinde. ,Jm westlichen Persien sind sie am stärksten im Bezirk von Soldus vertreten^ westlich von Urmia, unter dem Stamme der Karapapaks. Im Gebiet von Salmaß bewohnen ihrer 500 bis 600 die Ortschaft Fun-e-scher. Im östlichen Teile der Provinz Aierbeidschau ist der Jude sehr selten anzutreffen. Ser Grund liegt in den Judenverfolgungen im 17. und 18. Jahrhundert in Täbris, welche die unter den unduldsamen toleranten Mongolensultauen dort blühende jüdische Kolonie vernichteten. Ein Teil der Juden von Täbris trat zum Islam über, ein anderer Teil flüchtete zu den kurdischen Stämmen, die westlich des Urmiasees die Grenzgebirge beherrschen. Spenden. Bei dem .Franks. Jsr. Familienblatt gingen für den Jüd. Nationalfonds ein: Gisela Brandstätter, Dr. phil. Elkan David anläßlich ihrer Verlobung 2 Oelbäume auf den Namen Gisela Brandstätter 12,— Jk 2 Oelbäume auf den Namen Frau Johanna Stern-Bergs 12,—i h Saly Geis gratuliert Dr. David zur Verlobung —-,50 „ Frau Dr. Weinberg und Kinder (Büchse) 4,50 „ Für die Oppen he im'sche Siedl ungsgenvssenschaft in Palästina: Georg Freudenstein dankt Herrn Fritz Sondheimer für .eine Gefälligkeit 5,— Jk Bettina Freudenstein 5,— „ Julius Bär, Böhmerstraße 8 zum Andenken an seine selige Mutter 10,— „ Allgemeine Mitteilungen. DasFrankfurterKomödienhaus veranstaltet Sonntag, den 30. Oktober, 12 Uhr, eine Matinee mit dem Thema „Jüdische Mystik". Zum Vortrage gelangen: Kol Nidrei, Cellosolo von Max Bruch. Teile aus dem Buche Esther, aus dem Psalter und dem Talmud. Ferner „Worte des Rabbi Nachmann", Biblische Gesänge von Dvorzak, Jehuda ben Halevy von Heine usw. Es wirken mit: der Solocellist der Frankfurter Oper Ary Schützer,, Konzertsänger Kohmann, Traute Carlsen, Paul Grätz, Theodor Loos, Hans Wolf von Wolzogen. Die Matineen des Komödienhauses erfreuen sich des lebhaftesten Zuspruches der besten Frankfurter Kreise und es ist anzunehmen, daß besonders das Thema der nächsten Matinee „Jüdische Mystik" unseren Leserkreis interessieren wird. varuttzwohs. Alfred, Sohn des Herrn I. Hirsch, Hepheim bei Frankenthal, in der Synagoge Börneplatz. Hermann, Sohn des Herrn Moritz Hirschberg, Uhlandstr. 54, in der Synagoge Hermesweg 25/27. David, Sohn des Herrn Jakob Halpern, Theobaldstraße 11, in der Synagoge Friedberger Anlage. Samstag, den 5. November. Ludwig, Sohn des Herrn Lehrer Leop. Gutmann, Oettingen (Schwaben) in der dortigen Synagoge. Bereins-Kaleuder. Freitag. Verein „Mekor Chajim", nach Schluß des 'Abendgottesdienstes im Hörsaal Friedberger Anlage: Mikro-Vortrag (Lehrer Max Goldschmidt). — Talmud-Thora-Verein, nach Schluß des Abendgottesdienstes im Hörsaal der Börneplatz-Synagoge: Bortrag. Samstag. Zentral-Berein isr. Gemeindemitglieder, 81/2 Uhr, im blauen Zimmer des Kaufm. Pereinshauses, Eschenheimer Anlage: Mitgliederversammlung (Tagesordnung: Statutenrevision). — Gomite der Hebräischen Mittelschule Tachkemoni in Jaffa, 8Pt Uhr, Eschersheimerlandstr. 27: Kulturaufgaben in Palästina (Dr. I. Engel, Jaffa). Sonntag. Verein „Mekor-Chajim", 6 Uhr, Langestr. 18: Vorlesung aus Jirmijohu (Dr. Joseph Breuer). , 1 ■ J I! H! Dienstag. Zion. Vereinigung, 83/i Uhr. Kursaal Milani, Friedhergcr Anlage: Die Bedeutung des Frankfurter Delegiertentages (Referenten: Dr. Gottlieb, Saly Geis), Neuwahl eines Vorstandsmitgliedes, Regelung des Verhältnisses zur Misrachi- Ortsgruppe. Mittwoch. Zion. Jugend grnppe, 83U Uhr, Langestr. 26: Geschichte und Wesen des Zionismus (Zahnarzt R. Nußbaum, Hanau); Vorlesung aus Pinslers „Autoemanizipation" (Fritz Selka); Zeitungsschan (L. Perlmutter). — „Montefiore"-Verein, 9 Uhr, Eschersheimerldstr. 27: Eröffnungsabend (Einsprache und künstlerischer Teil). Donnerstag. „M ontefiore"- Verein 9 Uhr, Seilerstr. 22: Generalversammlung. (Ersatzwahl). Freitag. „Montefiore"- Verein, 81/»Uhr Seilerstr. 22: Zusammenkunft. Frankfurter RomSdienhaus Sonntag, den 30. Oktober 1010 Mittags 12 Uhr ■ ■■■-- - IH. literarische Matinee „Jüdische Mystik66« Wir bitten unsere Leser, ihren Bedarf unter Bezugnahme auf unser Blatt bei unseren Inserenten zu decken. frankfurter Israel, familieublatt. T!p-Top Verhindert jedes Anbrennen und Ueberkocbea der Speisen, sei es Milch, Suppe, Reis, Mehlspeisen, Fleisch, Gemüse, Früchte, Confllfiren etc. Tip-Top Erzielt bis 50°|o Brennmaterial-Ersparnis. DamP!k.°.Äf-Fabrik in reiner extra starker Aluminium' und Kupfer-Ausführung, Kocht Stoff- und NShfsahonhaftond! Frankfurt a» 35 37 Stiftstrass* 35137m Sämibe Gemüseil Obstsorten, sowie feinste französische Tufeltrauhen, fr. Felsen mw. Telephon 10505m offeriere in bekannter Qualität zu den billigsten Markt-Engros-Preiaen. Telephon I0505m W. Hasselbach Nach!., A. Künstner n. F. Kessler,6r- 4| Emil Koch, Frankfurt a ll. Mainzerlandstrasse 65. Telephon 1099. Zentralheizungen für alle Systeme und Gesundheitstechnische Einrichtungen. S. Mühlfelder, 'Tapezierer und Monteur, Rechnefgrabenstrasse 7/15 Telephon 13563m Telenhon 13563m empfiehlt sich zum Auf, und Abschlagen, sowie Dekoration von Snhkoh«. IT fl VC HP WT fl « Moderne Blumen - Binderei :: :: AUU 1 U UÜllllltl Kl. 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