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Neue jüdische Presse · 1910-09-30 · Heft 38 (30.9.1910) · p. Seite 10

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Journal
Neue jüdische Presse
Volume
8 (1910)
Issue
Heft 38 (30.9.1910)
Date
1910-09-30
Page
Seite 10 (sequence 10)
Language
German
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Ente 10 grraitffutfer ArckeMsHes FcrmNenblatk. Nr. 38 zionistischen Ortsgruppe, Dr. Feuchtwanger namens des Misrachi. In der Diskussion sprachen N. Gothmann, Dr. Gottlieb und M. Levig a r d. Mit einem Schlußwort des Referenten schloß, die Versammlung. Bisher sind 61 Mitglieder beigetreten. ' . Prag. In der Nacht von Sonntag auf Montag verschied in einem hiesigen Hotel plötzlich der in ganz Nordböhmen bekannte und hochgeschätzte Traütenauer Advokat Dr. Hugo Rappaport. Dr. Rappaport, der ein Vierziger war, hatte sich in kurzer Zeit im Bezirk weit über die Grenzen desselben hinaus durch seine mit Vornehmheit gepaarte Tüchtigkeit einen ganz außerordenÜichen Namen als Advokat erworben. Er war der gesuchteste Verteidiger Trautenaus, lange Jahre Anwalt der Stadt, ein hochgebildeter, feinsinniger Mann und ein stiller Wohltäter. Dr. Rappaport gehörte seit einigen Jahren der zionistischen Bewegung mit großer Begeisterung an und war zuletzt Mitglied des zionistischen Zentralkomitees für Westösterreich. Ans de» Beredte«. a. M. Verein „Mekor Chajim". Sonntag fanden in den neuen Lokalitäten in der Langestraße die ersten Schiurim statt. Herr Rabb- Ass. Posen leitete den Gemoro-Schiur am Vormittag mit einigen herzlichen Worten der Begrüßung ein. Vor Beginn des am späten Nachmittage statt- - findenden Vortrages des Herrn Dr. Jos. Breuer sprach vor zahlreich erschienenem Publikum im Namen des Vereinsvorstandes Herr Julius Lew in in warmempsunLenen Worten die Freude über das schöne neue Domizil aus. Namens der Mitglieder rie Herr Markus Hirsch dem Verein in kurzer eindrucksvoller Rede ein herzliches Masseltow zu. Dr. I. Breuer setzte darauf seinen bereits im vorigen Jahr begonnenen Zyklus der Piutim-Vorträge, die sich infolge ihrer Gediegenheit lebhaften Interesses erneuen, fort.. Die Vereinsräume, sowie Lesezimmer mit reich ausgestatteter Bibliothek sind geöffnet: Sonntag: von 9 Uhr vornt, bis 10 Uhr abends, Montag, Dienstag, Mittwoch, Donnerstag: 1—3 Uhr ' ’ uyttags, 8—10 Uhr abends, Freitag-Abend bis 9Ve Uhr, Slmtstag: von 9 Uhr vorm, bis SÄbat-Ausgang. Wiesbaden. Der Talmud-Thora-Berein feierw jüngst seinen ersten Gemoroh-Sium. Unter regelmäßiger. Beteiligung von ca. 2—3 Minjonim hatte man Masechta Rosch-Haschano gelernt Im Hause des Bereinsvorsitzenden Meier Kaufmann vereinigten sich' aus diesem Anlasse Mit- Meder und Freunde des Vereins zu einer solennen Feier,- bei der mehrere Rabbinen und Bene Thauro halachische Borträge hielten. 8. Bromberg, 27. Srpt. Gestern hat sich hier ein ,Berein zur Gründung eines jüdischen Altersheims" gebildet. Etwa 70 Personen nahmen an der Versammlung teil. In den Vorstand wurden gewählt: Fabrikbesitzer Aron, Rentier Loewenberg, Rechtsanwalt Merten, Dr. med. Isidor Cohn und Brauereibesitzer Marcus. Pozsony (Preßburg). Nachdem bereits im Juli eine vorbereitende Sitzung stattgefunden hatte, wurde am verflossenen Sonntag in der berühmten Preß» burger Schiurstube die konstituierende Verammlung des Pozsonyer Machsike Haraß-Berbandes abgehalten, zu welcher der größte Teil der Rabbiner beider Komitate, zumeist in Begleitung ihrer Gemeindevorstände, erschienen war. Mehr der Not als dem eigenen Trieb gehorchend, Kat sich die Pozsonyer Orthodoxie zu diesem Schritte drängen lassen, da die „Ir weem bejißroel" Gefahr lief, in der Machsike Hadaß-Bewegung zänzlich isoliert zu bleiben. Angesichts der volltändigen Gleichgiltigkeit, welche die Oberhäupter der Pozsonyer orthodoxen Gemeinde den religiösen Angelegenheiten gegenüber bekunden, war es eine heikle Aufgabe, die Versammlung in Pozsony abzuhalten. Tatsächlich waren die Delegierten der Umgebung sehr peinlich berührt von der Art und Weise, wie sich der Gemeindevorstand bei dieser Konferenz präsentierte. Während bei den Konstituierungen in anderen Komitaten die betreffenden Gemeindevorstände die umfassendste Vorbereitung zum Empfang der Gäste trafen und sich die Konferenzen zu einem Feste der ganzen Gemeinde gestalteten, überließ man in Pozsony die Gäste ihrem Schicksale und die Poz sonyer Gemeinde als solche nahm kaum Notiz von der ganzen Versammlung. Der ganze Widersinn der Pozsonyer Talmi-Orthodoxie /am da so recht zum Ausdruck, als sich der Vertreter der Gemeinde hören ließ, welcher dem zur Verteidigung der religiösen Interessen herbeigeeilten Gästen nichts besseres zu sagen wußte, als ein begreifliches Mißvergnügen darüber, daß Mechallele Sabbat kein Mandat in der Machsike Hadaß-Organisation erhalten können. Die Versammlung selbst charakterisierte sich durch den Mangel an Begeisterung. Man vermißte eine zielbewußte organisatorische Kraft. „Ungarländ. Jüd. Ztg." heimer, Feststr. 1 3 Jk, David Hamburger, Grünetraße 29 1 Jk, Dr. Forschmann, Rhönstr. 107 1 Jk, Jsaac Heimann, Rückertstr. 51 10 Jk, S. H. Goldmann, Baumweg 57, 3 Jk, L. Perlmutter, Uhlandstraße 33 1 Jk, I. Wohlfarth 1 Hb N. M 1 Jk, Saly u. Selmar Geis 2 Jk, die Redaktion des Frankfurter Israelitischen Familienblattes wünscht ihren Mitarbeitern „Kesiwo wechesima tauwoh" 2 Jk, Simon Oppenheim, Offenbach a. M. 0,50 Jk . Zur Ablösung der Rausch-haschonoh-Glückwunschkarteu spendeten für die Oppenheimers che Sied lungsgenossenschaft in Palästina: Frau Karoline Hamburger, Grünestr. 29 — Samuel Rosenthal, Neue Zeit 23 ü 3 \ik, Frau Johanna Berge, Zeil 34 2 Jk, Dr. David, Jähnstr. 12 2 Jk, Frau Wolpe, Bergerstr. 53 1 Jk, Max Grünebaum Rechneigrabenstr 8 1 Jk, Georg Freudenstein, Main luststraße 15 1 Jk, A. Lewisohn, Taunusstr. 13. l -Jk, Martin Levigard, Seilerstr. 17 5 Jk, I. Nußbaum, Neue Zeil 43 3 M, Fritz Selka, Uhlandstr."3l, 1 Jk, Berthold Stern, Töngesgasse 1 Jk, Familie Rosen Spende«. Bei dem Frkf. Jsr. Fmbltt. gingen ein Oppenheimer's cheSiedlungsgen chaft in Palästina: Herr u. Frau Julius F. Golbschmidt anläßlich der Gebürt ihres Sohnes Felix Artur Leopold Halberstadt Nathan Rothschild, Mosbach, anläßlich seiner Auszeichnung mit dem Berdienstkreuz des Zähringer Löwenordens K. Max Mayersohn Jakob Japhet Für den Jüd. Nationalfonds: Familie Martin Levigard auf den Namen des Brautpaares Emma Schmidt — Saly Geis 1 Oelbaum 6,— „ Familie Gilwan - Lodz auf den Namen des Brautpaares Emma Schmidt — Saly Geis 1 Oelbaum 6,— „ Eduard Lion (Büchse) 3,— „ Familie Rosenheimer (Büchse) 2,65 „ Für den Montefiore-Verein: Dr. G. Löffler gratuliert Dr. Ascher zu seiner Verheiratung 0,50 „ für die ossen- 30,— Jk 3,— i, y> ’t 1- // 10.- „ 0,60 „ Kunst und Literatur. Hebräisches und aramäisches Wörterbuch zum Alten Testament von Prof. Dr E. K ö n i g. 3 Lieferungen. Subskriptionspreis 10 Mk. Lieferung 1 und 2. Leipzig, Dietrich'sche Verlagsbuchhandlung. Durch dieses neue Wörterbuch zum Alten. Testament hat sich der aus dem Gebiete der älttestämentlichen Wissenschaft bereits rühmlichst bekannte Gelehrte ein neues Verdienst erworben, für das ihm alle Fachgelehrten aus diesem Gebiete danken werden. Denn nach verschiedenen Richtungen hin hat der Verfasser durch dieses Werk störende Lücken ausgefüllt. Vor allem hat er überall bei der Erklärung der Wörter ihren inneren Zusammenhang betont und nachzuweisen versucht, eine Methode, die einen großen Fortschritt auf dem Gebiete der hebräischen Lexikographie bedeutet. Besonders, hat der Verfgfler in der Erklärung der Eigennamen viel Neues und Interessantes geboten.'' Sodann aber — und 1 und Gonditorei Leopold Strauss, N D, Maas Nachfolger Bechnelstrasse 8 Frankfurt a. M. Langestrassel9 Telefon 5838 unter Aufalcht der Ritualkommlsslon der Israel. 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