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Neue jüdische Presse · 1909-09-03 · Heft 34 (3.9.1909) · p. Seite 10

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Journal
Neue jüdische Presse
Volume
7 (1909)
Issue
Heft 34 (3.9.1909)
Date
1909-09-03
Page
Seite 10 (sequence 10)
Language
German
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Seite 1V. Frankfurter JsraeMslheS FamüiaMM. Nr. 34. . vence gelebt und gelehrt hatte, war bis vor ein paar Jahren nur dem Namen nach bekannt. Durch ihren Titel irregeleitet, glaubten viele, sie enthalte ein Kommentar zu „Pirke Aboth". Auf seiner jüngsten Reise in Palästina gelang es dem bekannten Gelehrten Dr. M. Gaster, diese Handschrift nicht nur zu entdecken, sondern auch iu ihren Besitz zu gelangen. Das Werk, das einen Schatz talmudischer Gelehrsamkeit und jüdisch kultur - Historischen Materials enthält, ist ein würdiges Kind des Meiri, der zu den Leuchten ersten Ranges der mittelalterlich-jüdischen Literatur . gehört und den der berühmte Gaon R. L e w i Chajos mit Recht als einen Maimonides cn miniature bezeichnet. Es enthält 24 Abhandlungen über verschiedene Fragen auf dein Gebiete des „Minhag" (darunter auch eine Dissertation über die in diesem Jahre so akut gewordene Frage der „Schemitah", die ich allen Anhängern der „Schemitah" zur Lektüre empfehlen möchte) und verdankt sein Entstehen der Tatsache, daß eine Anzahl von Schülern des Nachmanidcs, welche aus Spanien nach der Provence herübergezogen waren, dort mit Berufung auf ihren Lehrer und mit einer gewissen Prätension neue Minhagim einführten und die alten Minhagim von Perpignau und Narbonne bestritten. Mit der ihm eignen logischen Denkweise und Gelehrsamkeit kämpft Meiri gegen diese Neurer und verteidigt die alten -Bräuche und Herkommen der Provence. Daher der Titel Magen Aboth. Die Freunde unserer alt-neuen. Literatur werden Herrn Last, der sich durch seine Edition des Jbn Kaspi, eines Zeitgenossen und Landsmanns des Meiri, einen guten Namen erworben hat, zu großem Dank verbunden sein für die Veröffentlichung dieses reichhaltigen Buches, das die weiteste Verbreitung verdient. Der Herausgeber hat seine Sache sehr gut gemacht, indem er außer den Fußnoten, mit denen er das Werk versah, am Schlüsse eine Reihe von Anmerkungen von bekannten jüdischen Gelehrten gegeben hat, denen er das Werk vorgezeigt hatte. Das Buch, welches 180 Seiten Lexilongrößc stark und sehr schön gedruckt ist, enthält ein Vorwort von Prof. A. Berliner in deutscher Sprache und ist. dem Eigentümer der Handschrift, dem Chacham der Londoner Scfardim, Dr. M. G a st e r, gewidmet. Dr. I. M. S—d, London. Chaos oder die letzte Hoffnung, Drama in 4 Akten von M. und I. Miltone, London. 4909. Das vorliegende Drama ist ein Erstlingswerk und die erste literarische Produktion, die vom Territorialismus beeinflußt ist und denselben propa- - giert. Von den zwei Titeln des Buches soll der erstc bezeichnen das ökonomische und geistige Tohu-Wabohu des gegenwärtigen Zustandes der rusjiichen Juden, der zweite hingegen soll auf Jtoland. als auf „die letzte Hoffnung" Hinweisen. Das Drama enthält daher sehr wenig Handlung und wird höchstwahrscheinlich sich nie einer Ailfsührung erfreuen. Eine Reihe von Mustern dekadenter Dichtung und von endlosen flachen Debatten über Dekadenz und Territorialismus versus Sozialismus und Zionismus (wobei natürlich der Territorialist recht geschcidt spricht und die Gegner ihren Mund kaum auftun können) füllen mehr als die Hälfte dieses über 100 Seiten starken Dramas aus. Der Rest gehört der eigentlichen „Handlung", die darin besteht, daß Herr Berkowitsch, ein reicher Warschauer Kaufmann, während der „Revolution" ruiniert wird und seine Tochter, eine Aichängerin von Marx, von einem führenden Genossen verführt wird. Sein ältester Sohn, der ein eifriger Stoist ist, heiratet ein reiches Mädchen. — Weder die Jto noch die jargonischc Literatur hätten irgendwie gelitten, wenn „Gebrüder" Miltone' nicht solche Eile gehabt hätten, ihr geistiges Produkt auf den literarischen Markt zu bringen. Ihre Absichten mögen lobenswert gewesen sein, aber sie haben mit ihrer Publikation weder der Jto noch der modernen Jargon - Literatur gedient. — Das Buch ist sonst sehr schön ausgestattet. Dr. I. M. S—d, London. Briefkasten. L. M. Professor Dr. Ludwig Gnmplowicz wurde als Jude in Krakau geboren, ließ sich aber taufen. — Der vergangene Woche verstorbene Prediger der Berliner Resormgemeinde war der Vater des bekannten Natioiialökonomcn Dr. Franz Oppenheimer. Dr. S. Die Zeitschrift erscheint unseres Wissens nicht mehr. Barmizwohs. (Lchne redaktionelle Verantwortlichkeit. Wir bitten um gefL Mitteilung der Barmizwohs; die Aufnahme geschieht kostenlos). Arthur, Sohn des Herrn Joseph Fuld, Albusstraße 26; Leo, Sohn des Herrn H. Moses, Oberer Atzemer 9, in der Synagoge Börneplatz. Theodor, Sohn dcS Herrn Salomon Steigerwald, Ostendstr. 3; Michael, Sohn des Herrn Salonion Rosenfeldcr, Obrrmainanlage 16; Ernst, Sohn des Herrn Jakob Goldbcrg, Neue Zeit 37, in der Synagoge Fricdberger Anlage. Vereins-Kalender. Samstag. Verein „M e k o r - C h a j i in," 4Vi Uhr, Schützenstr. 2: Mikro - Bortrag (Joseph Kaufmann). — Hatchio, 5tys Uhr: 2. Vortrag über Elijahu Hanowi (Dr. Forchmann). Nun gibt es allerdings' eiüe Unmenge Jnsektenvcrtilgnngsmittel; auch sogenannte Kammerjäger sind allerorts vertreten. Beiden fehlt es aber in sehr vielen Fällen am richtigen Erfolg. Das ist" nur damit zu erklären, daß die angewandten Mittel eben unzulänglich sind. Man kann mit Pulver, Flüssigkeiten, Dämpfen und dergleichen. wohl das erreichbare Ungeziefer vernichten, nicht aber die in Ritzen und sonstigen Verstecken verborgenen Parasiten und ihre Brutstcllen. Nach jahrelangen Versuchen ist es der Ersten Badischen Versicherung gegen Ungeziefer geglückt, ein Verfahren zu entdecken, das hauptsächlich in seiner Anwendung gegen Wanzen und Motten uneingeschränkten Erfolg garantiert. Dieses . Verfahren besteht in der Vergasung gewisser Chemikalien, die so gewählt sind, daß eine Beschädigung oder Besudelung des Mobiliars oder der Tapeten ausgeschlossen ist. Auch gegen alles andere Ungeziefer besitzt die Firma schnell und sicher wirkende Präparate. Bei der einfachen Anwendung und radikalen Wirkung der angewandten Mittel, werden die Arbeiten auf ein Minimum beschränkt, wodurch die Firma in die Lage kam, Versicherungen ganzer Anwesen gegen sehr bescheidene Jahresprämie abznschlicßcn. Die Versicherung übernimmt die Verpflichtung, das versicherte Objekt von jeglichem oder näher bezeichnetem Ungeziefer frei zu halten und durch Untersuchung des Mobiliars neuer Mieter die Gefahr der Einschleppung möglichst zu beseitigen. Dadurch genießt der Hauseigentümer weitgehendsten Schutz gegen die Chikanen der Mieter und hat die Beruhigung, daß der Wert seines Anwesens durch Ungezieferverseuchung nicht sinken kann. In ein reines Haus ist es leicht reinliche, anständige Mieter zu bekommen, in ein verseuchtes Haus will kein gesitteter Mensch! Die Gefahr der Verseuchung besteht aber überall, in der Villa wie in dem Mietshaus, denn die meisten Ungezieferarten sind Wundertiere, die von der Straße aus zulaufen; andere werden durch alte Möbelstück«, Personal, Hausierer oder dergleichen eingeschleppt. Deshalb dürste es sich empfehlen, die hiesige Geschäftsstelle der Ersten Badischen Versicherung gegen Ungeziefer, Inh. Carl Dihn, Frankfurt a. M., Vilbelerstr. 4 l. Telephon 6206 in allen einschlägigen Fragen zu Rat zu ziehen, der gerne kostenlos erteilt wird. Arbeitsnachweis für Israeliten. Wir bitten dringend uns Yacanzen und jede Art von Arbeitsgelegenheit aufgeben za wollen. Arbeitsnachweis der Frankfurt-Loge und des Isr. Hilfsvereins, iAnsentrame 30, I. Telepbon 3728. Versicherung gegen Ungeziefer. Es ist allgemein bekannt, daß sich das Auftreten der verschiedensten Ungeziefcrarten auch bei größter Vorsicht nicht vermeiden läßt. Ebenso bctännt ist, daß der Mieter auf Grund der Gesetze und der Rechtssprechung die Reinhaltung seiner Wohnung von Ungeziefer verlangen rann', weil das Ungeziefer durch Verbreitung ansteckender Krankheiten eine Gefährdung der Gesundheit bildet. Ist somit die Vernichtung des Ungeziefers eine berechtigte hygienische Forderung, so ist auch eine Einrichtung zu würdigen, die diese Kardinalforderung zum Zweck hat. Auskünfte) Grosse Detecttv-ZentraleIII 90* Salzhaus 6 über Vermögens-, Familienu. QeBohfiftsverhSÜtntase, Beobachtungen, Ermittelungen an allen Plätzen der Welt. Telepbon 4359. I Wir bitten unsere Leser, ihre« Bedarf unter Bezugnahme aus unser Blatt bei unsere» Jusereuteu zu decken. . Frankfurter Israel. Familienblatt. Die Beilage „Jüdische Jugend" erscheint nächste Woche. $eeidi(|te Taxationen Mompl. Hotmongseinpichtucgen und Einzelner Stücke hei Nachlässen, Versicherungen, Konkursen, Bilanzen. beeidigter Tazator und Sehadenabsehllzer vieler Yersieberuugen. Taxations- und Kommissionsbüro Karlstrasse 17, 11. Bestbewährte hellpolierte Xoutor-Mo&el, mottensichere Schränke und Tolstermaren. Fabriks-Mnsterlager erster Firmen. Auffallend billig I 'VS •wenige Sclnxitte -vom _A-l"bert Schumann - Tinea-ter- Telephon 10 351. Prima Referenzen. Bamsgate am Meere (England) Toivnley Castle Schools für junge Mädchen von Miss Harris und Knaben von Rabbiner Levene. Wissenschaftliche Ausbildung. Aufnahme zu jeder Zeit. Ferienaufenthalt. 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