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Neue jüdische Presse · 1909-08-20 · Heft 32 (20.8.1909) · p. Seite 10

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Journal
Neue jüdische Presse
Volume
7 (1909)
Issue
Heft 32 (20.8.1909)
Date
1909-08-20
Page
Seite 10 (sequence 10)
Language
German
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Seite 10. Frarckftrrker Israelitisches FamilienSlakt. Nr. 32.. trägen für ganze Posten, sowie durch - Kauf für Rechnung des Share-Club. § 2. Die Mitglieder des Share-Clubs verpflichten sich, wöchentlich respektive monatlich eine Einzahlung (von mindestens 25 Pfg. pro Wochef zu leisten. Zur Zeit werden diese Einzahlungen jeden Donnerstag Abend von 9Vr—11 Uhr am Zionistischen Stammtisch im Cafe Bauer entrichtet, auch ist die Expedition des Frankfurter Israelitischen Familicnblattcs bereit, Zahlungen entgegen zu nehmen. ß 4. Für je 3)1 F. 20.50 ist Konto - Inhaber Besitzer eines Shares, und demzufolge auch Emfängcr einer etwaigen Dividende, doch wird der Einzellauf nur in der Weise vorgcnommen, das; Stempel und Spesen zu Lasten des Käufers gehen. § 5. Die Buchführung des Share-Clubs iintersteht einer vierteljährlichen Kontrolle durch zwei Mitglieder des Vorstandes der Frankfurter Zionistischen Vereinigung." Köln a. Rh. Laut Beschluß der am 3. August stattgehabtcn Generalversammlung der Jüdischen Kolonialbank wird ab 23. August Divi - dcndenschcin Nr. 5 -mit 50 Pfennig pro 1 Pfund - Aktie cingclöst. Budapest. Im Sommerkurort Savanyrikut (Sauerbrunn; fand vorigen Sonntag eine zionistische Propagandaversammlung statt, der nicht nur fast sämtliche Kurgäste, sondern auch viele Gäste aus dem bcnachb arten Wien, Wien- Neustadt und Sopran (Oedenburg) tcilnahmen. Als Redner fungierte der bekannte Redakteur L c o P. Lebowitsch aus Budapest, während der Versammlung Volksschullchrer JakobBuxbaumaus Kismartou (Tiscnstadt) präsidierte. Natürlich fehlte es auch nicht an Gegnern, unter denen cm Sozialdeinokrat aus Wien und ein Staatsmittelschullehrer aus Ungarn Interesse erregten. Die Sammlungen ergaben ein schönes Erträgnis, weiter wurde die Gründung einer Misrachigruppe beschlossen. , Ans der Lehrerwett. Höchberg. Sämtliche Schüler des 3. Kurses der Israel. Präparandenschule dahier haben dje diesjährige Schlußprüfuug bestanden. König i. O. Nächsten Montag feiert Herr Jsak Ehrmann, Vorbcter und Lehrer dahier, seinen 70. Geburtstag in voller geistiger und körperlicher Rüstigkeit. Herr Ehrmann hat seinen Berns stets in uneigennützigster Weise „Lcschem schommajim" ausgeübt; möge es ihm noch lange vergönnt sein, zum Wähle seiner Familie und seiner Gemeinde zu wirken! (I,) Znin. Die Lehrerstelle an der hiesigen jüd. Schicke wurde Herrn Destler, bisher in Strelno, übertragen. Jglau (Mähren). Kantor K. Brunner feierte am 18. Aug. mit seiner Frau Minna geb. Blum die g o l d e n e H o ch z e i t. Aus de« Vereinen. Hannover. Der seit 147 Jahren bestehende Wohltätigkeitsvcrein hat gcgcntvärtig ein Vermögen von rund 160 000 JL und verwaltet außerdem mehrere Stiftungen. 1008 unterstützte der Verein 119 hiesige und 204 auswärtige Kranke, leistete dem jüd. Kraukcnhanse einen Zuschuß von 2000 JL, zahlte für Milchverpflcgnng 247 JL, für Ferienkolonie 200 JL und für Badereise von 17 Personen 2350 JL und übernahm die Kosten von 14 Beerdigungen. Die Mitglicderzahl des Vereins beträgt 581. Kunst und Literatur. Der Witz der Inden von Edmund Edel, Berlin 1909. Louis Lamm. Preis 1 JL Eine eingehende Darstellung des jüdischen Witzes unter Berücksichtigung aller seiner Eigentümlichkeiten, die zumeist ans die sozialen Verhältnisse der Juden zurückzusühren sind, aber beileibe keine trockene pedantische Abhandlung. Davor schützt uns der Verfasser durch Beigabe zahlreicher Beispiele von Witzen, die den Text angenehm belebend durchziehen. Besonders dankbar sind wir für die Beigabe einer Reihe von Sentenzen und Sprüchen, die der Verfasser dem großen, jüngst erschienenen Werke Ignaz Bernsteins entnommen und ins Deutsche übersetzt hat. Diese Sätze sind zumeist im Westen ganz unbekannt; als Proben seien angeführt: „Wenn ein Fleck aus die Seide kommt, bleibt es doch Seide", „Einer hat kein Zlppetit zum Esse», der andere kein Essen zum Appetit", „Wenn ein armer Mann ein Huhn ißt, so ist entweder er krank oder das Huhn", „Vor Gott soll man sich fürchten, vor den Menschen sich hüten", „Neun Rabbiner können kein Minjan machen, aber zehn Schuster ja", „Tachrichim macht man ohne Taschen". S. H. L. Prag. Mitteilungen zur jüd. Volkskunde. Hcrausgegebcn von Dr. M. Grunwald. 12. Jahrgang. 3. Heft. Leipzig. Ai. W. K a u f - m a n n. Abonncmentspreis pro Jahr 4 JL Die Mitteilungen wende» sich immer ausschließlicher ihrer dankcnsivcrten Aufgabe zu, der Pflege jüdischer Volkskunde. Das vorliegende Heft führt den Aufsatz Albert Wolfs über fahrende Leute bei den Juden zu Ende; daran schließt sich ein Anhang, in dem Dr. Grunwald ausführlich die Wanderprediger (Darschanim) bespricht. Ueber. einen in weitesten Kreisen unbekannten „fahrenden Sänger des galizisch - jüdischen Humanismus" (Haskala) namens Wölwel Zbarazer berichtet Pros. Dr. Weißberg. Zbarazers Lebenslauf wird nach den spärlich fließenden Quellen und seinen eigenen Gedichten dargestellt, seine Gedichte iverden einer scharfen Charakterisierung unterzogen. Eine reiche „Bücherschau" beschließt das Heft. S. H. L. Prag. Mafteach Hatalmud. Clavis talmudica sive Encyclopädia rerum, quae in Mischna utroque Talmüde.... Talmudicisque libris occurrunt, alphabetico, ordine disposita Budapest 1909. 6. Heft. Verlag des Verfassers Prof. Dr. Michael Guttmann, Budapest VIII, Röhtz-Szilard-utca 26. Subskriptionspreis für den 1. Band (8 Hefte) 12 Kr. Das große Werk schreitet rüstig fort. Das 6. Heft umfaßt, wie auch schon (die früheren, sttnf Druckbogen: um dem Leser einen Begriff von seiner großzügigen Anlage zu geben, sei mitgeteilt, daß im vorliegenden Hefte der Artikel Abraham, der 535 Absätze enthält, beendigt und ihm ein ausführliches Register bcigegcben ist. Auch andere historische Personen werden darin behandelt, so Absalom in 27, Agagin 5 Paragraphen. Daß die Terminologie und Methodik nicht zu kurz kommen, beweisen die Schlagworte agaw, agada, die in 18 rcsp. 125 zum Teile recht lange» Absätzen behandelt tverdcn. Ueber den für die Halacha sehr wichtigen Begriff Aguda-Egud zähle ich 25 Paragraphe. Neben diesen laugen Abhandlungen umfaßt das vorliegende Heft noch eine große Zahl kleiner. Die unterm Strich befindlichen Angaben den Parallcstcllcn und Quellennachweise sind erschöpfend. S. H. L..!Prag. Hegel,Haeckel,Kossuthuuddaszwölfte Gebot. Kritische Studie von O. D. Chwolson. 90 Seiten. Braunschweig, Friedrich Biewcg und Sohn. . Das Buch des berühmte» Physikers ist eine Kampfschrift gegen Haeckel; er zeigt, wie Haeckel, dem ja auch von tausenden jüdischen jungen Leuten kritiklos zugejubeli wird, in den eiusachsten Grundlehren der Physik unverfroren die gröbsten Schnitzer macht. Chwolson beleuchtet Haeckel nur von dem Gebiete aus, auf dem er Meister ist; das genügt aber, um auch aus anderen Gebieten gegen Haeckel mißtrauisch zu iverden. Chwolson geht in der vorliegenden Schrift über Haeckel hinaus, indem er auch den allgemeinen Mißstand behandelt, der in der Gegnerschaft zwischen den Vertretern der Philosophie und denen der Naturwissenschaft besteht, während nur durch harmonisches Zusammenarbeiten beider und Berücksichtigung der Ergebnisse der beiderseitigen Arbeit ersprießliche Resultate gezeitigt werden können. Beachten Sie die grossartig-en Schaufenster Neue Mainzerstr. 22. PortPHfi. Friedensstrasse. ilMeiligen-Drogerie, Georg Rill Nachfolger Telephon 286. 26 Allerheiligenstrasse 26. 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