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Neue jüdische Presse · 1909-07-23 · Heft 28 (23.7.1909) · p. Seite 5

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Journal
Neue jüdische Presse
Volume
7 (1909)
Issue
Heft 28 (23.7.1909)
Date
1909-07-23
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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Nr. 28. Rtmitfut!« FsraeMW» FamMrnAM. Seite 5. feste ein: „Aus--cho kol hajaum kiwinu." Ebenso als Sulas „be-ösneinu schomanu." Wie am Sabbat vor Schowuaus so auch heute das Gebet für das Andenken der Märtyrer: „Aw Horachamim". Sinn desselben: Um der Thora willen starben die Frommen, ihr Tod ist gleichbedeutend mit dein Tempelnntcrgang. Tischo-boaw. Dienstag ist Tischo-boaw (9. Aw), unser größter Trauertag. Er erinnert an den Untergang des 1. und 2. Tempelheiligtums, beides am gleichen Tage. Der 1. Tempel durch die Babylonier, der 2. Tempel 656 Jahre später durch . die Römer. Auch andere Traucrfälle meldet die Tradition für diesen Tag. Fastenbeginn schon Montag Abend vor Nacht. Am 9. Aw ist wie bei sonstiger Trauer verboten, sich zu waschen, zu salben (parfümieren), Lcdcrschuhe anznziehcn. Geschäftstätigkeit, überhaupt jede Zeit erfordernde und somit zerstreuende Arbeit bis Mittag untersagt. Auch Thorastudinm, weil herznnd 'gemütanregend. Stücke ernsten, betrübenden Inhalts (Buch Jirmija, Jjob) darf man lesen. Von Mittag an darf man auf Stuhl und Bank sitzen. Fleischgenuß unterbleibt auch anderntags bis Mittag. Des Morgens nach dem Schlaf die «Finger nur bis zum Gelenkansatz waschen und nur die Angen anfeuchten. Mundausspülen untersagt. — Montag - Nacht nach Maariiv - Gebet Lesen der Trauerlieder Jirmijah's, (Echo), ebenso einige Kinnaus (Klagegesänge). — Solche Kinnaus in großer Zahl auch Dienstag. Es sind Kompositionen aus verschiedenen Jahrhunderten, von verschiedenen Meistern. Besonders bedeutend sind die sogenannten „Zioniden", stets mit dem Worte „Zijaun" beginnend. — Im Morgengebete „Aneinu" in der Schemono-Esrei, nachmittags auch „Nachem" in der Brocho „Wliruscholajim". Thoravorlesungen: Morgens 3. Bch. M. 4, B. 25, nachmittags Wajchal. Jedesmal eine Häftoro. Tallis und Tefillin erst zur Minchozeit anlegen. Die Brocho „Auter-Jisroel" und der Tagespsalm nach Oleinn auch erst -nachmittags. Offtnbacbtr Druckluft» Beilage Telefon 128. Off entasch 8. M. Telefon 123. Unübertroffene bewahrtest« Teppichreinigung. Familiemrachrichteri. SeVurte«. Einen Sohn, Herrn Otto Maas (Nathan), Mainz. Einen Sohn, Herrn Max Stoll (©rihiebcium), Bamberg, Langestraße 35. Verlobte. Johanna Goldstein, Wiesbaden — Alexander Mayer, Darmstadt. Alice Joseph, Mainz — Hugo Hirschberg, Danzig. Selma Baermann, Dörenbach — Jakob Wolfs, Bingerbrück. Fanny Levi, Frendenthal — Theo Kaufmann, Stuttgart / Butzbach. Recha Wollenstem, Obbornhofen / Frankfurt — Max Stern, Düdelsheim. Berta Lehmann, Speyer — Henry Spanier, Darmstadt. -Friederike Stein, Röhlinghausen i. W. — Dr. Hermann Bär, Euskirchen. Sterbefäfie. Babette Mainzer geb. Hellmann, Nürnberg. Samuel Zielcnziger, 93 I., Potsdam. Salomon Cohn, Landsberg a. W. Jnstizrat Arnold Lewin, 49 I., Berlin/Fulda. Henriette Norüheim Ww. geb. Cain, 80 I., Geldern. Julius Hirsch, 68 I., Frankfurt. Ernestine Salomon geb. Bloch, 79 I., Mainz. ■ — — -» | öber Vermögens-, Xamllien- AUCkII«IHR I n. Gesohäftsverhältnlsse, Befll Iwll U1UW» 1 obaohtangen, Brmtttelnngen an allen Plätzen der Welt: I>etectlv-Zentrale IN Telephon 4359. Salzhaus 6, I« "MW Arbeitsnachweis für Israeliten. Wir bitten dringend ans Vacanzen und jede Axt von Arbeitsgelegenheit aufgeben za wollen. Arbeitsnachweis der Frankfurt-Loge und des Isr. Hiifsiereins, 30, I. Telephon 3728. besorgt jede Kommission, speziell Reklame - Verteilung, Gepäck-Beförderung und Kohlentragen. Näheres durch Telephon 9401 und 9402. Betten-Spezialhaus Adolf Buchdahl Frankfurt a. H. Gr. Eschenheimerstr. 10. Telephon 3447. flegtiopgagende pgeisWopdlgkeit Vereint mit gediegensten Qualitäten. 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