Neue jüdische Presse
- Journal
- Neue jüdische Presse
- Volume
- 7 (1909)
- Issue
- Heft 14 (16.4.1909)
- Date
- 1909-04-16
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 14. Seite 5. Traktate. Von spätere» Sammlungen stand in besonderem Ansehen die Mischna R. Elieser b. Jakobs. Grundlegend wird die Mischna R. Akibas in der Form, wie sie R. Meir tradiert: auf sie baut Rabbi seine Mischna ans, die jedoch in der uns erhaltenen Fassung auch noch spätere Zusätze und Abänderungen enthält. Mischna Rischona ist nicht die erste Mischna schlechthin, sondern die relativ erste, eine frühere im Gegensatz zu einer späteren. Die Mischna will nicht halachisches Qnellenmaterial sein, sondern sie will uns die Halacha lehren und bietet uns darum schon äußerlich ein Mittel, die Halacha zu erkennen, indem sie diese stets an letzter Stelle ansührt. S. H. L., Prag. katser Friedrich Quelle ■ Ottenbach a. M. - Gegen Gicht nnd KlienmatJamna bewährt. d i vin Wel fr-Mundwasser Der Menschheil Wohltäter. Retorte-Flasche Mk.1.25 Überall erhältlich! Wohack Inhaber: ikf. WialläZZ. Perlon, Juwelen, Goldwaren. - Auf Wunsch Auswahlsendungen.-— Wocherr-Katerrver. (Zeitangaben nach dem lmach.) SamStag, den 17. April l— 28. IlissaM: Sabbat-Anfang in Frankfurt a. M. 6 Uhr 50 Min Sabbat-AuSgang in Frankfurt a. M. 8 Uhr 15 Min in Berlin 7 Uhr 55 Min. Wochenabschnitt: Schemini. — Einleitend von dem Weiheopfer, das Ahron am achten Tage der Einweihungsfeierlichkeit darznbringen hatte. Ahron sollte sich dadurch — gleichsam offiziell — als von Gott eingesetzter Hotzerpriester einführen. Am Ende der Opserhandlungen hebt Ahron die Hände gegen das Volk hin und segnet es. Auch Moses tut dies. Als Zeichen göttlichen Wohlgesallens verzehrt Feuer das Opfer auf dem Altäre. — Die Freude des Tages wird getrübt durch den plötzlichen Tod der zwei Söhne Ahrons, Radab und Abih». Es >var die Strafe dafür, daß sie „gemeines Feuer" ins Heiligtum gebracht. Ahron zeigt bewundernswerte Standhaftigkeit, er schweigt beim Heinigang seiner Söhne. — Wein und berauschendes Getränk wird opfernden Priestern zum Genuß verboten. Berschieffrgnffriiiog MraeStWM gowfiüenMdt bene Opferteile werden fixiert, zum Genüsse sür die Priester bestimmt. — Es folgen nun die sogenannten „Speisegesetze". Bon den Säugetieren sind dieenigen mit Wjederkäuung und gespaltenen Klauen zum Essen gestattet. (Ein Merkmal allein genügt nicht.) Fische mit Schuppen und Flossen dürfen wir ebenfalls genießen. Bon den Vögel» sind — ohne Angabe von Merkmalen — nur 2-1 verbotene Arten genannt, deren Namen wir indes nicht mit Bestimmtheit angeben können, weshalb wir nur die wenigen uns ans der Neberlieferung als erlaubt bekannten Arien genießen. — 8 Kriechtiere werden anfgczählt, deren Berührung unrein („tome") macht. Auch irdene und hölzerne Geräte, Gewänder ans Stoff oder Leder, Ofen und Herd können „tome" werden. Es gelten für all dies ganz genau spezifizierte Vorschriften. — Bemerkung: die „Speisegesetze" gehören zu den sogenannten „Chukkim", Satzungen, von denen wir keinen Grund wissen, ihn nur vermuten können. Bei den Speisegesetzen ist nur angedeutet, daß ihre Beachtung von Einfluß ans die „Heiligung unserer Seele" ist. Einsegnung des Monats Jjar. Neumond am Mittwoch und Donnerstag (21. und 22. April). Stets 2 Tage. Von Freitag an wieder Tachanun. Man liest Sabbat nach Mincho den 1. Perek (Abschnitt) der „Sprüche der Väter". Es sind prachtvolle moralische Abhandlungen im Geiste des Thoragesetzes und der Tradition. Die c f i r o oder Zählzeit, in der wir jetzt leben, hat einen traurigen Anstrich erhalten durch verschiedene Ereignisse. Zur Zeit Rabbi Akibas wütete unter dessen Schülern eine pestartige Krankheit und raffte die stolzesten stützen der Thora, die Hoffnung Israels dahi». Zur Zeit der Kreuzzüge fanden Tausende unserer Brüder und Schwestern in Deutschland und anderen Ländern den Märtyrertod. Darum nimmt man sich im „Omer" nicht die Haare ab, hält keine Hochzeitsscste und beschränkt auch sonst die Lebensfreuden. Mit Beziehung hieraus werden in manchen Gemeinden vom nächsten Schabbos an im Schacharisgebet Sultans eingeschaltet. Inhalt: Israels Leiden und Erlösungs- Hoffnung. Fawilieuuachrichte«. Geburten. Eine Tochter, Herrn Adolf Schleedorn (Bach), Frankfurt, Elkenbachstr. 5. Eine Tochter, Herrn S. H. Katzenstein (Grebenau), Frankfurt, Langestr. 25. Eine Tochter, Herrn Dr. Siegbert Mvttek (Levy), Charlottenburg. Eine Tochter, Herrn Jakob Bendir (Zöllner), Recllinghausen. Verlobte. Hertha Gutmann, Dessau — Max Brannsberg, Helmstedt. Clara Samuelsdvrff, Wattenscheid — Hermann Steinberg, Essen. Blanche Lang, Dürmenach — Hermann Bauer, Frankfurt, Börnestr. 29. Clara Guckenheimer, Darmstadt — Theod. Feuerbach, Frankfurt. Rosa Kahn, Bischweiler — Adolf Baer, Frankfurt, Sandweg 54. Else Lövinsohn, Zoppot — Emil Fuchs, Fraustadt. Clara Lesser, Gnttstadt — David Rosenthal, Schneidemühl. Hansi Köhler, Nürnberg — Heinrich Kaumheimer, Berlin. Hedwig Cohn, Lublinitz — Georg Lewy, Glatz. Sterbefälle. Sanitätsrat Dr. Wilhelm Hannes, Breslau. Isidor Goldenring, 81 I., Berlin. Elias Buniinowitsch, 74 I., Frankfurt. Mina Griinebaüm geh. Scheuer, 63 I., Frankficrt. Max Traube, 58 I., Frankfurt. Amalie Scholem geb. Schlesinger, 72 I., Berlin. Mannheim Fraenkel, 42 I., Graudenz. Markus Grünberg, 78 I., Pyritz. Johanna Straßncr geb. Pariser, 74 I., Berlin. Leiser Müller, 76 I., Wilmersdorf. Beizende Neuheiten in präparierten Salonpflanzen und Palmen, Bouquets etc. Jardiniöres werden geschmackvollst n. billigst garniert. Frankfurter Kunstblumen.Fabrik Wolschendorff & Meissner nur 38 TSngeng&sse 38. So,Yätecchen-». nun fcann’s losgeben! Nicht zu warm, nicht zu kühl angezogen, eine Fays ächte Sodener Mineral-Pastille im Mund und ein Dutzend in der Tasche — nun darf der Märzwind schon tüchtig blasen, er schadet dir nichts. Ja, wenn wir die Fays ächte Sodener nicht hätten! Unser Vorrat ist übrigens alle und wenn du willst» bring doch aus der Apotheke oder Drogerie, ein paar Schachteln mit. 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