Neue jüdische Presse
- Journal
- Neue jüdische Presse
- Volume
- 7 (1909)
- Issue
- Heft 7 (19.2.1909)
- Date
- 1909-02-19
- Page
- Seite 11 (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr- 7 Frankfurter Israelitisches Familienbl«rtt. Seite 11. Wir bitten aber zugleich um größere Beiträge sowohl von Einzelpersonen — z. B. durch Erhöhung der Jahresbeiträge — als von Vereinen und Gemeinden. Es ist selbstverständlich, daß wir um so besser unsere Bestrebungen erfüllen können, je größere Geldmittel uns zur Verfügung gestellt werden. Von dem engeren Kreis der Männer der Wissenschaft ist unser Plan mit ungeteilter Synipathie ausgenommen worden. Wir hoffen, daß auch ein weiterer Kreis uns seinen unentbehrlichen Beistand nicht versagen wird. Jeder der Unterzeichneten nimmt mit Dank Meldungen entgegen. Das Komitee für den Verein Mekize Rirdamim: D. Simonsen, Copenhagen, Vorsitzender. A. Freimann, Frankfurt a. M-, Stellvertretender Vorsitzender. S. Poznanski, Warschau, Sekretär. W. Bacher, Budapest. A. Büchler, London. M. Braun, Breslau. H. Brody, Prag. A. Epstein, Wien. D. Günzburg, St. Petersburg. A. Harkavy, St. Petersburg. D. Jellin, Jerusalem. Jsr. Levi, Paris. S. H. Margulies, Florenz. S. Schcchter, New Jork. Die fünf Bücher Mosis ein Zahle uge» b finde. Die Feststellung einer einheitlich durchgeführten Zahlenschrift von Oskar Goldberg. Berlin 1908. (Zu beziehen durch E. 'Lewh, Messingwerk. b. Heegemühle. Preis M. 1.30.) Wie ihr Titel andeutet, will die vorliegende Schrift uns in den Gedanken einführen, den der Verfasser als Resultat eingehenden Studiums gewonnen, daß der gesamte Pentateuch sich als Zahlensystem darstelle, mit dem heiligen Gottesnanien als Grundlage. Es kann hier nicht unsere Wsicht sein, die Richtigkeit des Systems in seinen Einzelheiten zu beurteilen, da die Broschüre nach Angabe des Verfassers nur einen Bruchteil seines Materials enthält; nur die uns wesentlich scheinenden Punkte seien daher in einer von der Schrift Abweichenden Reihenfolge wiedergegeben. Da die Siebenzahl in dem Jn.halt unserer Gesetzesbestimmungen besondere Bedeutung hat (der 7: Tag: der Sabbat; der 7. Monat: der Festesmonat Tischri; das 7. Jahr: das Erlaßjahr; 7.7 Wochen: von Peßach bis zum Wochenfeste; nach 7.7 Jahren: das Jubeljahr; 7 Tage des Peßach« wie des Suckothfestes; die 7 Arme des Leuchters'; je 7 Blutsprengungen am Versöhnungstage, bei der „roten Kuh" usw.), so sind wir wohl berechtigt, auch in der Form der Thora in dem vielfach wiederholten Gebrauche der Siebenzahl nicht „Zufall", sondern Absicht zu erblicken. Von großem Interesse ist daher des Verfassers Entdeckung, wie häufig die Sieben in der Zahl typischer Wörter und Sätze duftritt: Im Schöpfungsbericht: 7mal wajar, 7mal tob; Leidensgeschichte Hagars: 7mal hagar; Bund zwischen Mraham und Mimelech: je 7mal abimelech, abraham; Erteilung des Manna: lechem 7mal; Kampf mit Amalek: amalek, moses je 7mal. Von den Bundestaseln erzählt die heilige Schrift an 4 Stellen, je 2mal von den ersten und von den zweiten Tafeln, jedesmal mit andern Worten, und an jeder Stelle erscheint das Wort luchot 7mal. In der Strafrede (III 26): „eure Feinde" ojewccheni 7mal; keri 7mal; beim Zuge (IV 9) jiss'u 7mal; al pi haschem 7mal; mischkon 7mal; Festsetzung der Landesgrenze: gebul 7mal, hagebul 7mal. Ebenso bringt der Verfasser eine Reihe von stereotypen Sätzen, die 7 oder mehrfach 7mal Vorkommen; Siebenzahl von Gottesbezeichnungen. von Gesetzesgruppen, bei Erzählungen, bei Schilderungen. Und wenn selbst von den 164 angeführten Beispielen — die noch nicht erschöpfend sind — eine Anzahl, durch andre Gruppierung der Ber)e. ausgeschaltet werden sollte, bleibt doch immer noch des Merkwürdigen genug übrig, uns aufmerksam werden und auch in dieser Erscheinung eine mit Absicht gewählte Form erkennen zu lassen. Haben mir aber das Prinzip der Zahlensymbolik für die Form, in der Gottes Wort zu uns spricht, festgestellt, so müssen auch andre Zahlen, wenn sie auffallend häufig sich zeigen, als absichtlich angewandt aufgefaßt werden. In der Bölkcrtafel (l 10, 21—32) finden wir: Zahl der Nachkommen Sems: — 26 Wortzahl des M>atzes: 104 — 4.26 Gesamtzahl der Buchstaben: 390 — 15.26 Der Verfasser nimmt ferner die Buchstaben nach ihrem Zahlenwerte und erhält als deren Summe: für die ersten 13 Namen 5388 — 138.26 für die zweiten 13 Namen 2756 — 106.26 Es gibt dieses Zusammentreffen immerhin ' zu denken; und wenn die genügende Zahl von Beispiele» für das Vorkommen der 26 sich findet (so macht Herr G. mich brieflich darauf aufmerksam, daß z. B.auch teba (Arche) im ganzen 1. B. M. 26mal vorkomme), so müß auch hierin eine Bedeutung liegen, und da bietet sich fast von selbst der Zahlenwert des Tetragramm (10 plus 5 plus 6 plus 5 — 26) dar. Weniger gesichert will uns die Zusammenfassung der einzelnen Wort- und der Buchstabenzahl zu einheitlichen Gebilden (S. 12—26) scheinen. Auch die Berechtigung zur Verwendung der Buchstabenzahlenwerte, und noch mehr der ihrer Qnerzahlen, dürfte in manchen Kreisen angesochten werden. U. E. inüßte bei der Feststellung der Buchstabenzahl auch der rezipierte talmudische Ausspruch (Kidd. 30a, „ouu lau bekiinan bachaseraus wiseraus"), berichtet werden, während anderseits vereinzelt vielleicht durch das System des Verfassers die Möglichkeit eröffnet wird, an einer kontroversen Stelle die vorznzichende Schreibweise zu begründen. Bereins-Kalenüer. Samstag. „Montesiore"- Verein, 12Vr Uhr, Seilerstraße 22: Tenach-Schiur (Dr. May) — Verein „Mekor-Chajim" 3V-‘ Uhr, Schützenstraße 2: Mikro - Vortrag (Moritz Prager) — Hatchio, 4'/r Uhr: Josof Israels. Sonntag. Verein „Mekor-Chajim", 6 Uhr, Schiitzenstraße 2: Sefer Schaustim (Professor A. Wehl) — Verein „Tiferes-Bachnrim", SV» Uhr, Hermesweg 25/7: Die Tossafisten (Emil Gottlieb). Montag. Jüd. Frane»verein, S-4 Uhr, Schützenstr. 2: Ibsens Rosmersholm ll. (Dr. Schüler) — Verein für jüd. Geschichte und Literatur, 8l/s Uhr, Eschersheimerlandstraße 27: Jüdische Mystik (Rabbiner Dr. A. 'Lazarus). Mittwoch. „Montefiore"-Berein, 9 Uhr, Seilerstr. 22: Strafrecht in Bibel und Talmud (Dr. S. Luß - Mannheim) — Verein „N a ch l a ß Zwi", 9 Uhr, Schützenstr. 2: Schillers Lied an die Freude (Leo Munk-Köln). Carl Grebenau, TSoi Z», 3nue(en. Übten. Soldu. Silbetnaten. Auswahlsendnngen gerne zu Diensten. aparteste Neuheiten. Klubsessel in Moaton von 85 Mk., in Rindleder oder Saffian von 130 Mk. an. Instandsetzen von Lederstühlen. Modernisieren gebrauchter Möbel für Lederbezag. Eleganteste Ausführung. — Billigste Preise. - Gelegenbeltskauf einer Partie- Klubsessel P. Germania, Spezialgeschäft feiner Ledermöbel, 38 Kiesstrasse 38. Eugren. Kentner Kgl. Hoflieferant Gardinenfabrik Stuttgart Verkaufsstelle Frankfurt a. M. Goetbestrasse Ho. 4. Moderne Auswahl. - — . Hervorragend billig. Liefern n gs wagen . Verkaufs - Monopol V. Degener-Bdningr fraRkfnrt a. JA Am Schauspielhaus 4. 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