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Neue jüdische Presse · 1909-02-12 · Heft 6 (12.2.1909) · p. Seite 12

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Journal
Neue jüdische Presse
Volume
7 (1909)
Issue
Heft 6 (12.2.1909)
Date
1909-02-12
Page
Seite 12 (sequence 12)
Language
German
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Seite 12 Frankfurter Israelitisches Familienblatt. Nr. 6. gegen diese erließ, bevor sie noch dorten wohnten. Die betreffenden Gesetzesparagraphen lauteten: .Mein Jude darf in Schweden wohnen, Ware laufen oder verkaufen." „Führt ein Schiff einen Juden an Bord, und dieses Schiff wird in der Nähe einer schwedischen Küste beschädigt, so muß das Schiff so schnell als möglich repariert werden, damit es so schnell als möglich den Juden wieder aus dem Lande bringe." ,Mird ein Jude auf seiner Durchreise in Schweden krank, so sollen ihm die besten Aerzte und die teuersten Medikamente gesandt werden, damit er rasch gesund werde und das Land verlassen könne." Der erste Jude, der in Schweden Fuß faßte, war der hervorragende Graveur Ahron Jsak, gebürtig aus Treunbritzen bei Berlin. Mit Empfehlungsschreiben von Kunden aus dem hohen Adel ausgerüstet — u. a. hatte er eine warme Empfehlung an den König von Schweden —, wagte der seinen Beruf im Umherziehen Ausübende 1774 die gefahrvolle Reise. Seine schwedische Reiseroute lautete: Uster, Malmö, Christianstadt, Gothenburg, Stockholm. Ueberall wurde er wegen seiner in Schweden seltenen Kunst gut ausgenommen, nach einigen Wochen aber ausgewiesen, und nur in Stockholm gelang es ihm unter vieler Mühe und nur auf besonderen königlichen Befehl, sich dauernd nieberzulassen. Er stand bei dem königlichen Hofe bald in solch hoher Gunst, daß er auch für seinen Bruder Mordechai und dem Silberhändler Abraham Pak mit deren Fanlilien das Wohnrecht erwirkte, womit er den Grundstock zu der Stockholmer jüdischen Gemeinde legte. SPRACHEN Mr.PErcy BiU'sInstituf Kaiserstrasse NI. I.— Nationale Lehrkräfte. I Atglbek, rramBaisch ote. Vereins-Kalender. Samstag. „Mo nt efio re"-Verein, Wh Uhr, Seilerstraße 22: Tenach-Schiur — Hatchio, 4Vs Uhr: Die jüd. Wohltätigkeitsanstalten in Rußland. — Verein „Mekor-Ch.ajim", 3% Uhr, Schützenftr. 2: Mikro-Vortrag (Nathan Lschwege). Sonntag. Verein „Mekor-Chajim, 6 Uhr, Schützenftr. 2: Jesajas (Julius Hirsch). Dienstag. Jüd. Frauenverein, 8% Uhr, Schützenftr. 2: Ibsens Rosmersholm I. (Dr. Schüler). Mittwoch. Jüd. Frauenverein, 9 Uhr, Realschule: Buch Hiob (Direktor Dr. Lange) — „Montefiore"- Verein, 9 Uhr, Seilerstr. 22: Der Glaube an „Einen Gott" im alten Griechenland (Dr. Heinemann). — Verein Nachlaß Zwi, 9 Uhr, Langestraße 26: Großstadtpsychologie und gesetzestreues Judentum (Jacob Rosenheim). Wir bitte« unsere Leser, ihre« Bedarf unter Bezuguahme auf «User Blatt bei uusereu Jusereuteu zu decke«. Frankfurter Israel. Famllienvlatt. Carl Grebenau, Zweien. Uta. Soldu. Silberroaren. Auswahlsendungen gerne zn Diensten. Telefon 5070. Telefon 5070. „Peah“ jüdische Brockensammlnng Frankfurt a. Allerheiligenetrasse 40. Schleunige Abholung aller im Haushalt «. Geschäft überflüssig gewordenen Gegen, stände, einerlei ob in brauchbarem oder unbrauchbarem Zustande. Besonders erwünscht: Kleidungsstücke, Wäsche, Schuhwerk, Mäbel, Bette«, Flaschen, Stauiol, Papier, Bücher re. 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