Neue jüdische Presse
- Journal
- Neue jüdische Presse
- Volume
- 6 (1908)
- Issue
- Heft 34 (28.8.1908)
- Date
- 1908-08-28
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 34. MrSÄMW» FÄrtWEsS. Seite 5. schrist, sechs Zufluchtsstädtc einzurichten für den Fall eines unabsichtlich begangenen Mordes. Wahre und falsche Zeugen vor Gericht- Bestrafung Meineidiger. Aufmunterung zum Kampfe bei einer Mobilmachung von Israels Streitkräften. Dispensierung verschiedener Kategorien der männlichen Bevölkerung durch den „Kricgsminister". (Meschuach Milchomoh.) Verfahren mit einer zerniertcn und okkupierten Stadt vor und nach der Kapitulation. (Dabei die bemerkenswerte edle Anweisung, keinen Fruchtbaum zu zerstören!) Verantwortung und Sühne des jüdischen Gerichtshofes bei einem Mordsalle, bei dem die Recherchen erfolglos blieben. (Belveis für den hohen Grad der Verantwortung bezüglich der Sicherheit von Person und Leben im heiligen Lande!) Offenbacbtr BruÄrlull--Anlage Telefon 123. Offenbach a. H. Telefon 123. Unübertroffene bewährteste TspplchrBlnl0Ung< Bnnte Chronik. Die Juden i n C h i n a. ■ Mr. Hollmann, ein amerikanischer Gelehrter von Jluf, hat vor kurzem eine Studienreise nach China gemacht und interessantes Material über eingeborene chinesische Inden gesammelt. Danach existiert in dem Orte Kai F e n g F u bereits seit etwa tausend Jahren eine jüdische Kolonie, über deren Herkunft natürlich nur Vermutungen bestehen. Hollmann glaubt aus einer Tafel schließen zu dürfen, daß die Juden znm erstcnmale gegen das Jahr 500 v. d. üblichen Zeitrechnung in China erschienen sind und daß das westliche Persien ihre Heimat ist, worauf eine Anzahl persischer Worte, mit denen die Sprache der chinesischen Juden durchseht ist, hindeutet. Jedenfalls glaubt er nicht, daß sie wie viele vcrinuten, 'von den „Zehn Stämmen" abstainmcn. Vom Jahre 878 an finden sich zahlreiche Hinweise auf diesen jüdischen Stamm. Ein arabischer Schriftsteller erwähnt sie unter den Sekten, die in einem großen Blutbade bei Khan-Fn ans gerieben wurden. Aber in den Jahren 956 und 958 finden sich Zeugnisse, die von großen Ehrungen der Juden durch chinesische Distriktsbeamte berichten, die sogar 1163 die Errichtung einer Synagoge in Kai Feng Fu gestatteten. Seitdem haben sich die Verhältnisse innerhalb der Sekte sehr verschlechtert. Ein Missionar fand im Jahre 1866 ein völlig verarmtes Volk vor. Erst 30 Jahre später wurde eine Gesellschaft zu ihrer Erhaltung gegründet, und 1902 begab sich auf eine dringende Einladimg der Inden in Shanghai eine Abordnung der Juden, bestehend aus 8 Mann, nach dieser Stadt. In ihrer Ausübung der jüdischen Religion sind sie wegen der krassen Mweichungen kaum noch von den anderen Inden als Glaubensgenossen anzuerkennen. Doch kann auch bei ihnen von einer Assimilierung und Annahme des chinesischen Kultus nicht die Rede sein. Cafd Constabler. Schönster Baihon der Stadt. über Vermögens-, Familienn. Öesohäftsverhältnisse, Be- __obacbfcnngen, Ermittelungen an allen Plätzen der Welt. Grosse Detectiv-Zentrale l!! 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