Neue jüdische Presse
- Journal
- Neue jüdische Presse
- Volume
- 6 (1908)
- Issue
- Heft 31 (7.8.1908)
- Date
- 1908-08-07
- Page
- Seite 11 (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 91% known words query
- IRI
…/2692297-2692562-2692593--04138-2698916- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Nr. 31.. Frankfurter JftaÄiWM FamMenKatt. Seite 11. nach erfolgter Dienstzeit seinen Oberleutnant, der ihn zu stark chikaniert hatte, im Duell erschießt, bis zur jüdischen Sozialdemokratie, die nebenbei auf galante Liebesabenteuer geht — kommen zu Wort/ Das Buch ist in dieser Hinsicht ein Bekenntnisroman des Dichters. Schnitzler suchte sich selbst ein Urteil über die Lösung der Judenfrage zu bilden, da er bis jetzt von keiner endgültig überzeugt war. Die Milienschilderniig ist gut gelungen; dagegen ist die Charakterzcichnung mancher Personen vielfach verschwommen, lieber diesen Fehler tröstet einem aber die Sprache, von der man an manchen Stellen geradezu begeistert mitgerissen ivird. Auch in diesem — seinem ersten großen — Roman steht Schnitzler auf der Höhe seiner Kraft. B. St. Israel Zangwill, Träumer des Ghettos. Deutsche autorisierte Ausgabe durch Dr. Hanns Heinz Ewers, unter Mittvirknng des Verfassers. Zwei Bände. Berlin, 1908. Verlag Siegfried Cronbach. Preis: brosch. Jk 8, gebunden Jk 10,50. Dieses Buch ist eine Chronik der Träumer, die ans dem Ghetto seit seiner Gründung im 16. Jahrhundert bis zu seinem allmählichen Abbruch in unseren Tagen hcrvorgegangcn sind. (Lins der Vorrede.) Uriel Acosta, Sabbatai Zewi, Spinoza, der Baal Schein, Salomon Maimon, Heinrich Heine, Disraeli, F-crb. Lassalle, Dr. Herzl neben erdichteten Personen werden uns vorgcführt, und es wird gezeigt, wie sie alle einem Traum anhingen, an dein sie fast alle zu Grunde gegangen siild, nämlich dem Bemühen, die Menschen besser, edler zu machen und den Schwachen zu Helsenden Mensch dem Menschen näher zu bringen. Das Buch, das man als das beste der bis jetzt erschienenen Werke Zangwills bezeichnen darf, enthält eine Borrede vom Verfasser und die Biographie Z. von Dr. Ewers. B. St. Airs -er Geschäftswelt. In Bockenheim, nahe der Warte und anschließend an das Westend, in der K i e s st r a ß e Nr. 41, ist eine neue Großdampfwascherei unter dem Namen „W a s ch h a u s - W e st" entstanden, die in drei Etagen eines großen Fabrikgebäudes mit den allerneusten Maschinen eingerichtet und wohl die geräumigste am hiesigen Platze ist. — Die Technik hat sich in den letzten Jahren ganz besonders mit der Vervollkommnung der Wäscherei-Maschinen befaßt, alle Erfahrungen und Verbesserungen auf diesem Gebiet wurden bei der neuen Einrichtung angewandt und sind die Maschinell heute in ihrer Konstruktion auf einer Höhe, daß in dieser Wäscherei die Wäsche weit mehr geschont tvird, wie, wenn sie mit der Hand oder Bürste gerieben wird. — Vielfach herrscht auch noch das Vorurteil, daß in Großwäschereien schädliche, die Wäsche iingreifendc Substanzen verwendet werden. Dies ist jedoch ganz irrig, denn im Waschhaus West arbeitet man nur mit bester Seife und einem altbekanirtcn Seifenpulver, das in vieleil Haushaltungen seit Jahren eingeführt ist und garantiert keine der Wäsche schädlichen Bestandteile enthält. Es tvird die geehrten Hmlsfranen interessieren, eine modern eingerichtete Großwäscherei kenncir zu lernen; die Inhaber des Waschhaus West sind gern bereit, den verehrl. Damen ihren Betrieb eingehend zu zeigen. Briefkasten. L. „Der samaritanische Josna", mit dem Rabbiner Dr. Gaster - London die Welt verblüffte, hat sich nuninchr als ciil Machtverk erwiesen. In der letzten Sitzung der preußischen Akademie der Wissenschaften hat Dr. Pahuda gezeigt, daß der Text zum Teil seine Abhängigkeit vom Arabischen verrät, zum Teil eine schlechte Mschrift des Bibeltextes ist und daß er nicht vor 2100 Jahren, sondern vor etwa 300 Jahren entstanden ist. Während -andere Blätter den Gaster'schen Artikel aus der Londoner Times nachdruckten oder Notiz von ihm nahmen, taten wir weder das eine noch das andere, denn.,wir hatten sofort unsere Bedenken. Z i o n i st. Das iil Palästina gebräuchliche Flächenmaß heißt Dunam. 1 Dunam enthält 918,67 Quadratmeter, also etwas mehr wie 9 Ar. B. L. Die 400000 Mark-Stiftung für jüdische Handwerkslehrlinge des Geh. Medizinalrates Dr. Wolf Cohn schließt Lehrlinge, die den Sainstag beobachten, ausdrücklich von der Nutznießung aus. Trotz dieser Klausel hat die Berliner jüdische Gemeinde unerhörter Weise die Stiftung angenommen. Die Väter der Berliner jüdischen Gemeinde wissen eben zu gut, daß cs unter den fast 100000 Seelen ihres Gemeinwesens eine jüdische öffentliche Meinung nicht gibt, und sie dürften sich daher noch ganz andere Dinge erlauben. fflF.PBFCvGiirsInstltut KaUievstrasse 31» Nationale Lehrkräfte, i Englisch, Französisch eta. Vereins-Kalender. Verein Mekor-Chajim. Samstag, 8. August: Mikro-Vortrag des Herrn Markus Hirsch. Israel. Metzger - Gesellen - Verein Frankfurt a. M: Dienstag, den 11. August, abends 9 Ilhr, Restauration Christ (Zum Treppchen), Allerheiligenstr. 69: Außerordentliche Versammlung. Wir bitten unsere Leser, ihren Bedarf unter Bezugnahme aus unser Blatt bei unsere« Inserenten zu decke«. Frankfurter Israel. Familienblatt. Carl Crelienaw, Sb. Hunden. Uta. Soldu. Sütanien. Auswahlsendungen gerne zu Diensten. \ ARTOL Pflanzenbutter-Margarine, feinster Ersatz für Naturbutter. r $••• Niederlage: A. Zimmer, Sandweg 48. : r HiUr"" -Riaieni .im lütieir t II. Gegründet 1870. pTflllkflirt 3. M. Gegründet 1870. vergütet seinen erkrankten Mitgliedern Mk. 10.— wöchentlich, eine Mark für jeden ärztlichen Besuch oder Konsultation und freie Medikamente oder freie Verpflegung und Behandlung im hiesigen Israel. Gemeinde-Hospital. Anmeldungen, Statuten und Auskunft in unserem Bureau lteclmeigrnbeustrasse 8, II., von 2*/s—31/* Uhr. Schirmfabrik Reichhaltiges Lager in Kegen- und Sonnenschirmen. Spazierstöcke. Reparaturen prompt and billig. — Eigene Werkstütte. s Bettinastrasse 27. Westend-Bad Bettinastrasse 27. Elektrische Licht - Bäder Wechselstrombäder. — Massage. — Vibrations-Massage. — Hühneraugen- und Nagel-Operationen. - Elektrisches Lichtbad mit Massage Mk. 2.—. — Paul Schwalbach, früher Masseur im Ludwigsbad. Neu I Elektr. Lichtbad „Polysol“ für Herzkranke und schwächliche Leute in separater Zelle. Neu! -1- _ Aerztlich empfohlen. - Hautand Geschlechtskranke werden nicht angenommen. Pensionspreise I. n. II. Klasse. Augen ~ Heilanstalt Frankfurt a. Main, Weserstrasse 54. Wohnung des dirigierenden Arztes in der Anstalt. Sprechstunden 9—10, 3—4 Uhr. Telephon 6857. Prot* Dr* Max Peschet* Tel. 6836 £/. SCHROD Tel. 6836 Maler, Lackierer und Weissbinder .- Baumweg 50. ■ ScbildBFmalBFBi, Hagenu. Möbellacliiererei, Zimmepmalerei. Uebernahme Ton Fassadenanstriche, sowie alle einfache und feine Lackier- und AnBtreicharbeiten. August Iiamy, Frankfurta.M. Tel. 8122. Etuisfabrik. Zeil 21. Anfertigung von Etnis für Bijouterie und Silberwaaren, Silberkasten, Einrichtungen in Büffets. Atelier für zeitgemässe Fotografie. Frankfurt a. Bll., Grosse Friedbergerstr. 23. _Täglich nnd Sonntags geüffnot von 9—6. — Fahrstuhl._ : Schiller-Lenz $ Juwelen, Goldwaren, Uhren. Erstes Traurlüg-Gescliäft- W Nur Goethestrasse IO* . Jetzt Prinzen-Ban. Früher Gold-Eck. F. L. Beenlnger gegründet 1845 Kaiserstrasse 42. Tafel-, Kaffee- und Tee-Sercioe, Krystallgamituren - Waschgarnituren,, Spezialität: Brautausstattungen, Luxus- und Kunstgegenstände in reicher Aaswahl. Mur erstklassige Fabrikate. X Schilder- und Schriftenmalerei K Aug. Oppenheimer X Frankfurt a. 91. Gr. ffirschgrabeu 3a. X Gegründet 1898. Telephon 10803. Gegründet 1898. xxxx 89