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Neue jüdische Presse · 1908-05-01 · Heft 17 (1.5.1908) · p. Seite 12

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Journal
Neue jüdische Presse
Volume
6 (1908)
Issue
Heft 17 (1.5.1908)
Date
1908-05-01
Page
Seite 12 (sequence 12)
Language
German
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Seite 12. tzranffürter JfraeliüWeK NamVeMart. Nr. 17. Kunst und Literatur. fand er noch für philantropische Werke Muße und Lust; so dankt ihm bas 'jüdische Spitak in Würzburg zum Teil seine Gründung. 1880 schuf er den israelitischen Lehr erverein in Bayern, der in ihm eines seiner edelsten Mitglieder verliert. Sein hebräisches Religionswerkchen „Daß Jehudis" ist zur Verbreitung jüdischen Wissens bezw. „Lernens" auch in der einfachsten Religionsschule überaus empfehlenswert. Regierungsseitig belobt und empfohlen wurde ein vor 15 Jahren von ihm erfundener Reche napparat zur Veranschaulichung der Bruchrechnung. Bei der Beerdigung am Freitag hielten Nachrufe der älteste Sohn des Verblichenen Dr. S. B. Eschwege, der Schwiegersohn Seminarlehrcr Gut- Köln, SeminarlehrerWeißbarth-Würzburg, Präparandeulehrer Ehrenreich -Höchberg, Distriktsrabbincr Bamberger-Würzburg, der Vorstand des israel. Lehrervereins in Bayern G o l d st e i n - Heidingsfeld, Lehrer E s ch w e g c-Thüngen, der Bruder des Verstorbenen, und Herr Josef Fromm- Frankfurt a. M. Alle beklagten den herben Verlust, den nicht nur der Lehrerstand und die Schule, sondern die Gesamtjudcnheit erlitten. Der Geist des zu früh seinem gesegneten Wirken Entrissenen lebt und wirkt in der Präparandenschule Höchberg ungeschwächt fort, wirkt fort in seinen zahlreichen Schülern. Triest. Der bisdcrige zweite Rabbiner Dr. 11. Brettholz wurde zum Oberrabbiner der hiesigen Gemeinde gewählt. Antwerpen. Es gibt in Deutschland mehrere israel. Realschulen auf Grundlage des überlieferten Judentums, aber die hiesige Verein igteJsrael. Real- und Religionsschule (Direktor: Dr. I. Mirkin) stellt ein Novum dar, denn sie will nicht nur das profane Pensum einer Realschule erfüllen, sondern ihre Schüler auch soweit bringen, daß sie den gesamten „Tenach" vollkommen beherrschen, der hebräischen Sprache in Wort und Schrift mächtig sind und selbständig ein Blatt „Gemara" mit „Tausvaus" lernen, können. Dementsprechend besteht das WochenpcnsuiMin der Sexta bereits aus 21 hebräische» und 37^ profanen Unterrichtsstunden. — Die Schule, die seit 4 Jahren besteht und dementsprechend im abgelqufenen Schuljahre 3 Vorschulklassen und 1 Sexta führte und im beginnenden Schuljahre die Quinta eröffnet, entwickelt sich gut. Aus den Vereinen. Frankfurt a. M. Kuranstalt für arme Israeliten in Bad Soden. — Wie sehr die Einnahmen dieser durch ihr segensreiches Wirken bekannten Anstalt zurückgegangen sind, zeigt ein Vergleich des soeben erschienenen Jahresberichtes für 1907 mit deni mir gerade zur Hand seienden Jahresbericht für 1903. Im vergangenen Jahre betrugen die Mitgliedsbeiträge 7030 Mk. und die Geschenke 8323 Mk., 1903 dagegen 8616 Mk. und.18,001 Mk. Wir halten es für die Ehrenpflicht eines jeden Juden, die Anstalt, die im verflossenen Sommer 215 Patienten unentgeltlich verpflegte, mit einem Jahresbeiträge zu fördern, bannt der Beschluß, nunmehr für die vierwöchentliche Ausnahme 100 Mk. für Männer, und 80 Mk. für Frauen zu verlangen, wieder rückgängig gemacht werden kann. Beiträge nimmt Herr Theodor Fürth, Neue Mainzerstr. 74, entgegen. Frankfurt a. M. Am Sonntag den 19. ds. Monats veranstaltete die „Vereinigung zur Pflege von Literatur und Geselligkeit 1905" ihren zweiten Referat- und Rezitationsabend, dessen Leitung Herr Dr. I. H. B o n d i übernommen hatte. Herr Manfred R o s e n b l a t t sprach über das Thema: „Drei Dramen der Weltlitera t u r". Der junge Referent verglich in klarer und anschaulicher Weise Goethe's „Faust", Byron's „Manfred" und - Jbsen's . „Brand" und zeigte, wie die Helden dieser Dramen in ihrem Wesen und ihrer Denkungswcise in enger geistiger Verwandtschaft'zu einander stehen. Das'Referat legte Zeugnis von einem eifrigen Studium der drei Meisterwerke ab, und hatte den Beifall, den die Zuhörer in reichem Maße spendeten, wohl verdient. Hierauf sprach Herr Dr. Bon di in bekannter Meisterschaft erläuternd zu den nachfolgenden Rezitationen. Die Gedichte hatten zum großen Teil das Meer, und das Verhältnis vom Menschen zuin Meere als' Sujet und wurden von den jungen Damen (Flory Birnbaum, Jenny Rapp, Recha Schwarz schild, Nelly Seligmann Fried e l,T a n n e n b a u m) und den Herren (M e y e r, Sally Rosen heimcr, Edwin Frank) in sehr schöner teils sogar künstlerisch wertvoller Weise zum Vortrag gebracht. Dies bewies uns so recht, wie die jugendliche Begeisterung, das eifrige Streben und der wahre Idealismus, der aus den Leistungen der jungen Vereinler in unverfälschter Echtheit uns anspricht, im Stande ist, wirklich Gutes zu leisten. Der Vorsitzende Herr Herr in a n n Frank schloß den genußreichen Abend mit dem Dank für das bezeugte. Interesse und mit der Bitte an das Publikum, dem Vereine auch ferner fördernd zur Seite stehen zu wollen. Frankfurt a. M., 30 April. Verein für j ü d. Geschichte und Literatur. — In der gestrigen Generalversammlung erstattete Herr Dr. Jakob H o r o v i tz, der Vorsitzende, den Jahresbericht, dem wir entnehmen, daß der Mitgliederbestand sich auf der gleichen Höhe gehalten hat und daß 5 besondere Vortragsabende und 2 zusammen mit dem Verein für jüd. Künstdcnkmäler veranstaltet wurden. — Herr Dr. nicd. K a u f m a n n gibt den Kassenbericht, der unter de» Einnahmen 1000 JL Mitgliedsbeiträgc und 390 JL Geschenke verzeichnet. — In den Vorstand wurden gewählt: Dr. I. Horovitz, Hugo Fränkel, Dr. Kaufmann, Dr. Heinemann, Dr. Höxter, Dr. Karl Lchni a n ii }.tii& Julius S o in m e r. Herr Julius L a n d s b e r g, der wegen hohen Alters, eine Wiederwahl abgelehnt hatte, wird einstimmig zum Ehrenniitgliede .des Vorstandes gewählt. Der Verein blickt, ha er 1883 gegründet wurde, nunmehr auf eine 25jährige Tätigkeit zurück. P a l ä st i u a. Monatsschrift für die wirtschaftliche Erschließung Palästinas. 5. Jahrgang. Preis pro Jahr 2,50 JL, Luxusausgabe pro Jahr 6 JL, für Private und Vereins Herausgegcben voni Palästina- Verlag, München. Diese Zeitschrift, .die fortan im eigenen Verlage erscheint, verspricht durch genaue Berichte über die Entwicklung Palästinas and der jüdischen Bevölkerung die Interessenten stets ' auf dem Lausenden zu erhalten und weite Kreise der deutsch - sprechenden Judenheit für die Untersküutzng aller Organisationen in Palästina zu gewinnen. Die Zeitschrift wird den neutralen Boden abgeben und somit allen Institutionen im heiligen Lande dienen; hoffen wir, daß tatkräftige Unterstützung aller Freunde Palästinas, ohne Unterschied der Partei, den Herausgebern bei der schweren Aufgabe zur Seite stehen. Die Aprilnummer, die bereits erschienen ist, bringt u. a. Artikel von Dr. D. Strauß in Zürich: „Das Interesse an Palästina". Rektor Eberhard: „Wert und Wertsteigernng des Bodens im Orient." Ferner eine Abhandlung über die Entwicklung der Industrie in Palästina, Berichte vom „Lemaan Zion", eine Anzahl Korrespondenzen aus Palästina usw. Kaiserstrasse 31. — Nationale Lehrkräfte. — Englisch, Französisch etc. Vereins-Kalender. Jüdische Bibliothek uud Lesehalle. (Bleichstraße 21). Geöffnet: Montag—Freitag: 1—4 Uhr Samstag: 11—1 Uhr, 3—7 Uhr. , Sonntag: 9—1 Uhr. v' UnentgeltlicheBttcherausgabe: Montag—Freitag: 1—2 Uhr. Verein Mekor-Chajim. Untcrrichtslokal: Schiitzcnstraßc 2, I. Lehrplan für das S o m in e r s c m e st e r. Gemara: Sonntag Morgen 9 Uhr. Dienstag Morgen 7(4 Uhr: Herr Rabb.-Ass. G. Posen. Gemara: Montag Abend 8% Uhr, Donnerstag 2lbend 8% Uhr: Herr Dr. Joseph Breuer. Mischnah: Sonntag Morgen 7(4 Uhr: Herr Rektor B. Falk. Menaures Hämoaur: Dienstag Abend 8(4 Uhr: Herr- Rektor B. Falk. Mikro: Samstag Nachniittag 4 ' Uhr: Mitglieder- Vortrag. Schulchan Aruch: Samstag Vorm, nach Schluß des Gottesdienstes, wen» weder Predigt noch Vortrag des Herrn Rabbiners stattfindet, in dem Hörsaal der Synagoge: Herr Rektor B. Falk. Carl Grelfenan, Xe?®ä ä* Juwelen. Uhren. Soldu. Memmen. 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April begonnen. Anmeldungen nimmt der Dirigent, Herr Rabbiner Dr. J. Horövitz, noch bis zum 5. Mai in seiner Wohnung, Cronberger Strasse 25, täglich zwischen 3—4 und am 6. Mai im Schulgebäude, Hermesweg 25/27 von ^»3—3 und im Schulgebäude Unterlindau 23 von 3*/r—41/» Uhr entgegen. Die Verwaltung. •Cigarrengeschäft Seligmann, gömcstt. SO. e Dekorationen nnd Blnmen-Arrangements aller Art. Täglich frische Schnittblnmen. Vitn/if im Neubau des Kaufm. Vereins iieuuj) omara-VOljei Ecke Eschenheimer Anlage u. Oederweg. Telephon 747. Telephon 747; - Schiller-Lenz 9 Juwelen, Goldwaren, Uhren. J Erstes Trauring-G-escixäftw .- Nur Goethestrasse IQ* -—- ä Jetzt Prlnzen-Bau. Früher Gold-Eck. d

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