Neue jüdische Presse
- Journal
- Neue jüdische Presse
- Volume
- 6 (1908)
- Issue
- Heft 9 (28.2.1908)
- Date
- 1908-02-28
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 6 ein Schaltjahr ist. (Dienstag und Mittwoch ist Rausch-Chaudes ch.) Erklärung des jüdischen Schaltjahres. Der Jude zählt Mond-Monate, die 29 oder 30 Tage haben; die Sonnen-Monate haben 30—31 Tage. Unser^ Jahr ist also jährlich 10—11 Tage kleiner als das Sonnenjahr, in drei Jahren mithin iingefähr um einen Monat. Wir schälten darum ungefähr alle 3 Jahre einen ganzen Monat ein, um das kürzerei Mondjahr auszuglcichen mit dem längeren Sonnenjahr. Die Rücksichtsnahme auf das Sonnenjahr ist nötig, damtt Pesach stets in die Frühlingswende fällt und „Chag-Hoowiw" wird. Fest der Aehrenreife. (2. B. M.) Ohne den Schaltmonat würde Pesach immer weiter zurückrücken und schließlich mitten im Winter sein, ja schließlich — wie die andern Feste — alle Jahreszeiten durchlaufen. Zugleich ist dieser Sabbat Parschas-Schekvlim, d. k,. cs wird in einer 2. Thorarolle der Abschnitt von den Silberschekcln verlesen, die jeder 'Männliche vom 20. Lebensjahre an bringen sollle. Die Steuer war eine gleichhettliche für Arm und Reich. Die Silberschekel dienten zur Anfertigung T>er Untersätze oder Füße für die Bretter der Stistshütte. Lehre daraus: Die Wohnung Gottes basiert auf dem Grundprinzip der Gleichheit aller vor Gott, das ist ihre feste Grundlage. — Als später keine Steuern zum Baue mehr iwtig waren, verwendete man die cingehobenen Steuern zu Gemcindeopfern, an denen auch alle durchaus gleichmäßig partizipieren sollten. Privatspcnden streng ausgeschlossen. — Das Vorlesen der Parschas- Schekolim vor dem Neumond War hatte dann den Süiu einer Mahnung, die Opfersteuer zu bringen, damit 'am 1. Nissan schon die „neue Hebe" Verwendung finden kann. Der Adar war also der Steuermonat. — Jauzer-Einschaltung in Schach aris und Mussaf. Art, Wert und Verwendung der Schekelspenden. Auch Frankfurter FsraEWeS Familienblatt. - - Nr. 9. sonstige Maße und Gewichte, die mit dem Opfsrdicnst in Zusammenhang stehen, werden erwähnt. Parschas-Schekvlim ist der erste von den vier ausgezeichneten Sabbaten. Offenbarter Druckluft »Anlage Telefon 128. Ottenbach a. HI. Telefon 123. Unübertroffene bewährteste Teppichreinigung. Familieimachrrchten. (Aufnahme in diese Rubrik kostenlos). Geburten. Einen Sohn, Herrn Max Schalem (Grund), Berlin. Einen Sohn, Herrn S. Selig (Plaut), Frankfurt, Rückertstr. 52. Einen Sohn, Herrn Jacob Heilbronner (Engersch), Gießen. Eine Tochter, Herrn .Georg Pleßner (Meysel), Berlin. Eine Tochter, Herrn Leo Koller (Levy), Berlin. Verlobte. Lucic Svloschin, Stettin — Adolf Magnus, Elberfeld. Johanna Bendix, Frankfurt, Schühenstr. 2 — Elias Feuchtlranger, Fürth. Rosa Wassermann — Max Leiter, Augsburg. Gertrud Meyer, Güstrow — Alfred Köster, Düsseldorf. ~ Lina Levy — >L>ainuel Bukofzer, Essen. Lilly Beer — Zahnarzt Dr. phil. S. Mofessohn, Frankfurt. Meta Berlowitz, Thor» — S. Feinstein, Libau. Sclmä Flanter — Adolf Goldstern, Breslau. Sterbefälle. Fanny Heim geb. 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