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Neue jüdische Presse · 1908-01-17 · Heft 3 (17.1.1908) · p. Seite 11

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Journal
Neue jüdische Presse
Volume
6 (1908)
Issue
Heft 3 (17.1.1908)
Date
1908-01-17
Page
Seite 11 (sequence 11)
Language
German
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Nr. 3 In Varanvi hat nach lOtägiger Verhandlung ein jüdischcs Schiedsgericht den zwischen dem dortigen Rabbiner und seiner Gemeinde seit Jahren b e st e h c n d e n Zwiespalt wie folgt entschieden: Unter Enthebung von seinem Posten wird dem Rabbiner eine Pension von 1000 Kronen zuerkannt; außerdem hat die Gemeinde für die Verheiratung seiner Tochter 4000 Kronen zuznstenern. Bei Annahme einer anderen Stelle erlischt das Anrecht auf die Pension. Seine Wohnung darf der Rabbiner weder ain Orte noch in dessen nächsten Umgebung nehmen. Dstrowo. Rabbiner Dr. Neuhaus in Lauenberg ist znm Rabbiner unserer Gemeinde gern ä li 11 worden. Aus der Geschäftswelt. Frankfurter Depo fiten- Bank, c. G. iu. b. H. Diese neue Bank wendet sich hauptsächlich an die größeren Geschäftsleute; sie will ihnen den Vorteil verschaffe», als Mitglieder der Bank nach Maßgabe ihres Umsatzes an den Erträgnissen des Bankgeschäftes teilzunehmcn. Es ist dies offenbar zweckmäßiger und auch dem genossenschaftlichen Prinzip mehr entsprechend, als das bisher bei derartigen Bankunternchmungen befolgte Prinzip, den Genossen sür ihre wenigen Geschäftsanteile eine Dividende zuzuwciseu, ohne Rücksicht darauf, ob und in welchem Umfange sie mit der Bank gearbeitet haben oder nicht. Gegenstand des Unternehmens ist die Entgegennahme, Verwaltung und Verwertung von Bardepositen ans Scheck-Konto, Diskontierung und Einziehung von Wechseln ans das In- und Ausland, Frankfurter JfraeiinicheS Familienblatt. Gewährung von Vorschüssen (Lombarddarlehens, Führung lausender Rechnungen mit gedecktem Kredit, Besorgung von Effektengeschäften in Kommission und Aufbewahrung von Wertgegenständen. Der Aufsichtsrat der neuen Bank besieht aus den Herren Franz Büttel, Heinrich Eckstein, Philipp Ludwig Wagner, Gustav Starke, Rudolf von Gordon und Wilhelm Moessinger, sämtlich in Frankfurt am Main. Den Vorstand der Bank bilden die Herren Wilhelm Stolz, früher langjähriger Beamter der hiesigen Gcwerbekasse und Kaufmann Karl Goldschmiöt. Nach den Statuten kann jeder Genosse sich nur mit einem Geschäftsanteil, der auf Jk 2500 festgesetzt ist, beteiligen. Beim Eintritt sind sogleich Jk 1000 Anteilguthabe» einznzahlcn: der Restteil von Jk 1500 kann von den Genossen ratenweise, je nach Bedürfnis, eingcfordert werden. Die Haftsumme wird für jeden Genossen auf Jk 5000 festgesetzt. Vereins-Kalender Verein Mckar-Chajim. Sanistag, 18. Jan., nachmittags 3V* Uhr: Mikrvh - Vortrag. Herr Max Markus. Sonntag, 19. Jan., abends 8(4 Uhr (Schützenstraße 2): Generalversammlung. Der planmäßige Vortrag des Herrn Prof. A. Wehl um 6 Uhr fällt aus. „Moutesiore"-Verein. Mittwoch, 22. Jan., abends 9 Uhr, Herr Rabbiner Dr. Lazarus: Jüdische Geschichte im Zeitalter der Entstehung des Christentum. Seite 11 Verein Tiseres Bachurim. Sonntag, 19. Jan.: Diskussionsabend. Das moralreligiöse Moment im Judentum. Mesillath Jeschorim v. Luzatto. Jüdischer Franeuverri» E. B. Mittwoch, 22. Jan., abends S1/'» Uhr, Schützenstraße 14: Schlußvortrag des Herrn Oberlehrer Dr. I. Bondi über „Die Berufung Mauscheh's". Gäste» Damen, willkommen. Verein „Nachlaß Zwi". Mittwoch, 22. Januar, abends 9 Uhr: Lcktüreabend VII., 3. B. M., Kap. 19, 4 und ff. Jüdische Bibliothek nnd Lesehalle. Montag bis Donnerstag von 1—4 Uhr nachmittags (abends geschlossen), Freitag nach Schluß des Abcudgottesdienstes bis 9 Uhr, Samstag und Sonntag von 11—1 Uhr vorm, und 3—7 Uhr nachm. 'Die Büchercntleihnng findet von Montag bis Donnerstag ron 1—2 Uhr nachmittags statt. Wir bitten unsere Leser, ihren Bedarf vnter Bezugnahme aus unser Blatt bei uusereu Inserenten zu decke». Frankfurter Israel. Familienblatt. Am 6 September 1906 ist in Mariaberg Saloiuon Rafael Fikrth, ledigen Standes, gestorben. Geschwister und Geschwisterkinder, Eltern und Grosseltern des Verstorbenen leben nicht mehr. Als Erben kommen die Abkömmlinge der Grossettern in Betracht. Die väterlichen G ro«seltern waren: Salonton Simon Fürth und Jette geborene Hamburg, die mütterlichen Grosseltern waren: Wechselsensal Josef Simon Rindskopf und Beile (Bella) geborene Reiss. Alle, welche Erbansprüche an den Nachlass des verstorbenen Salonion Rafael Fürth zu haben glauben, wollen sich unter Nachweisung der Berechtigung ihrer Ansprüche an den Unterzeichneten Nachlasspfleger wenden. Frankfurt a. M„ den 5. Januar 1908. Xeuhnus, Rechtsanwalt. Badeanlagen Lutluis Junsels & Co. Frankfurt a. 91. 67 JSTiddastrasse ©7. Telephon 3511. GEBRÜDER BAHBERGER MÖBELMAGAZIN FRANKFURT AM MAIN, 7 NEUE ZEIL 7, ENTRESOL. AUSSTELLUNG VON MUSTERZIMMERN. ÜBERNAHME COMPLETTER WOHNUNGSEINRICHTUNGEN. TELEPHON 1934. - 1 Feinste Ausführung, billigste Preise. ..i Otto Ctttrster, Glasermeister, IM« II. & Täubert \ Arndtstrasse 24. Telefon 3499. Kettenhofweg 93. Speztall tat FrischgerSsteter Kaffee in allen Preislagen. 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