Mannheim
Compact Memory

Neue jüdische Presse · 1907-11-01 · Heft 42 (1.11.1907) · p. Seite 11

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Neue jüdische Presse
Volume
5 (1907)
Issue
Heft 42 (1.11.1907)
Date
1907-11-01
Page
Seite 11 (sequence 11)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
90% known words query
IRI
…/2692297-2692511-2692553--03551-2698252
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

Seite 11. Nr. 42. Frankfurter FsraelitiMes Familienblaü. für überflüssig und schädlich erklärt wird. Herr L o e b bedauert, daß mau für gut befunden habe, eine derartige Erklärung abzugeben, ohne erst das Ergebnis der heutigen Versamullung abznwarten. Wäre man nicht so rasch vorgegangen, so würde man äns den Referaten ersehen haben, daß von einer Konkurrenz gegenüber den bestehenden Vereinen keine Rede sein kann. Das Gebiet der Wohlfahrtspflege ist ein so unendlich großes, daß — zumal bei der steten Vergrößerung der jüdischen Bevölkerung — neben den bestehenden beiden Vereinen ein dritter sehr wohl Raum findet. Es sprechen u. a. noch Frau Dr. Höxter, Herr Jakob Wolf und Herr Dr. Weill, so daß die Versammlung erst gegen 12 Uhr ihr Ende erreicht. Frankfurt a. M. Verein ,Montefiorc". Dir Fortbildungs-Kurse in franz. nnd c n g l. H a n d e l s k o r r c s p v n d c n z, unter^Leitung des Herrn Handelslehrer Gans, beginnen Lvnntag, den 3. Nov., 8 Uhr vormittags. Teilnehmer werden gebeten, sich Pünktlich einznfindcn. Frankfurt a. M., 30. Oktober. Gestern Abend fand die erste Hauptversammlung des neugegründeten Indischen Frauen Vereins statt. Der große Saal der Loge zuin Frankfurter Adler erwies sich wieder als viel zu klein, um die Menge der Erschienenen zu fassen, sodaß auch die Rebenräume sehr bald überfüllt waren. Herr Moritz A. L o e b hieß die Versammlung im Aufträge des vorbereitenden Ausschusses herzlich willkommen nnd erstattete einen kurzen Bericht über dessen bisherige Tätigkeit. Besondere Befriedigung gewähre der Ümstand, daß Verhandlungen mit den bestehenden Vereinen im Gange sind, um die beiderseitige Tätigkeit entsprechend 'abzugrenzen und ein friedliches Handinhand-Arbeiten zu ermöglichen. Bei der Statuten berat ung wurde der grundlegende § 2 in folgender Fassung mit allen gegen 3 Stimmen angenommen: § 2. Zweck des Vereins ist die gemeinsame Pflege der den jüdischen Frauen ans dem sozialen nnd geistigen Leben der Gegenwart erwachsenden besonderen Aufgaben im Sinne des ge setze streuen Judentums. Insbesondere gehören zu dem Aufgabenkrcis des Vereins: a) die Förderung einer harmonischen, den Traditionen des Judentums entsprechenden Geistesbildung im Kreise der jüdischen Frauenwelt: b) die Ausübung Lraktischer Wohltätigkeit nnd sozialer Fürsorge aller Art, selbständig oder in Gemeinschaft mit anderen Vereinen; c) die Pflege einer de» Zusammenschluß fördernden edeleren Geselligkeit. Mitglied des Vereins kann jede Jüdin werden, auch Herren sind als außerordentliche Mitglieder witlkoinmen. In den Vorstand wählbar sind alle auf dem Boden des gcsetzestrenen Judentums stehenden Mitglieder. — Das ganze Statut fand alsdann einstimmige Annahme. In den Vorstand wurden 7 Damen nnd 3 Herren gewählt. Dem jungen Verein sind bisher gegen 300 Mitglieder bcigetreten. Frankfurt a. M., 31 Okl. .Montefiore- V e r e i n". In lebendigen, die Charastcrika glücklich hervorhebenden Schilderungen verstand cs Herr Rechtsanwalt Dr. Siegfried Schwarzschild, das Publikum in seinem gestrigen Bortrage „R eisee r l e b u i s s e in Palästina" zu fesseln. Er ließ seine Zuhörer mit sich' übers Meer nach Egypten fahren, ließ sie einen weihevollen Freitag- Abend auf dem Schiffe und die feierlichen Empfänge der großen jüdischen Reisegesellschaft, der auch Redner angehörte, iil Kairo iliid Alexandrien durch die Oberhäupter der dortigen jüdischen Gemeinden miterleben, und auf schwankendem Schiffe fuhren sie mit ihm in den unruhigen Hafen von Jaffa ein. Bon Jaffa ging es dann mit dein Redner per Wagen nach den jüdischen Kolonien „Pesach Tikwoh", „Mikweh Jisroel" nnd „Rischoh-le-Zion" bis nach Ramleh; hier wurde ein Eisenbahnzng bestiegen und an den mächtigen, kahlen Bergen Juda's vorbei, vorbei an der kleinen, von englischen Missionaren gegründeten und danir von rumänischen Inden nengegründeten Kolonie „Artus", vorbei an dem früheren „Betar", wo die Inden unter Bar-Kochba ihre letzte verzweifelte Schlacht kämpften, Jerusalem zngeeilt. Ueberäll ist aufblühendes jüdisches Leben sichtbar, das Hebräische wird von den Kindern wieder als Muttersprache gesprochen, nnd jüdische 'Acker- und Weinbauer, jüdische Kutscher und Polizisten zeigen, daß sich hier ei» Leben entwickelt, frei von den Einengnngen in den Ländern der sogenannten Zivilisation. Aber auch die Schattenseiten verheimlicht Redner nicht: so sah er in Mikweh Jisroel, in dem das Hebräische vernachlässigt und das Französische bevorzugt wird, eine Misnsoh nur an der Synagogentüre, an der man eine solche sonst in der ganzen Welt nicht findet. Redner schildert die Spnagogen und Bohltätigkeitsanstalten in Jerusalem, seine Ausflüge nachdem Toten Meere'nnd dann kurz seine Rückreise. Briefkasten. W. I a w i tz, Berlin. Wir geben auf Ihren Wunsch Ihre folgenden Zeilen zur allgemeinen Kenntnis: „Ans den Rat meiner hiesigen gelehrten Freunde unterlasse ich jeden Beginn, die Einwendungen dcS Herrn Ahron Marens gegen einzelne chronologische Stellen in meinem Geschichtswcrke zu widerlegen. Rur eine andre chronologische Behauptung des Rezensenten kann ich nicht ohne Weiteres hingehen lasse!:. Wenn er nämlich mein Werk als „vorläufige Ergänzung zu HatevvS Torotl, Harifchonim" bezeichnet, so sei darauf hingcwiesen, daß die betreffenden Bände meiner Geschichte bereits mehrere Jahre vor Halevys Arbeit erschienen sind." Bannizwohs. lOhne redaktionelle Verantwortlichkeit. Wir bitten um gefl. Mitteilnng der Barmizwvhs: die Aufnahme geschieht kostenlos). Adolf, Sohn deS Herrn Moritz Sommer, Ostendstraße 17; Jakob, Sohn des Herrn 'Benjamin van Maarsscn, Battonnstraße 70, l. l., in der Synagoge am Börneplatz. Ernst, Sohn des Herrn Samuel Wolfs, Bvrnestraße 1-1; Ferdinand, Sohn des Herrn Jacob Korngold, kleine Ob'ermainstr. 1l, in der Synagoge Friedberger - Anlage. Vereins - Kalender. „Montefiore"-Verein. Freitag, 1. November, abends SV:* Uhr; Gemütliches Beisammensein. Montag, 4. November, abends 9 Uhr: „Leseabend".! Mittwoch, 6. November, abends 9 Uhr, Herr Julius Sommer: „Der Rabbi von Bacharäch", „Hcinc's Stellung zum Judentum". Verein Mekor-bbajim. Samstag, 2. Nov., nachm. llhr: Mikro-Bortrag des Herrn Jof. Bender. Sonntag, den 3. November, abends 6 Uhr im Hörsaale der Jsr. Relig. Ges., Schützenstraße 12: Vortrag des Herrn Dr. Raphael Breuer über „Tie Kunst glücklich zu sein". Damen haben Zutritt. Verein Tiferes Backurim. Sonntag, 3. Nov., abends 9 llhr, in der Religionsschule, HcrmcZweg 25/27: Vortrag des Herrn Leop. Oppenheimer: Ein Tag im Tempel. Der Dichter nnd Rezitator Goldfaden wird unter Mitwirkung bewährter Frankfurter Kräfte Sonntag, den 10. Nov., in der Loge zum Adler. Seilerstraße, einen m n s i k a l i s ch - d e k l a m a t o - rischen Abend gebe». Basler Lebens-Vers.-Ges. Frankfurt a. NI, Goethestr. 34 sucht u. Diskr. Stille Äf/farfteifei* aus besseren Kreisen gegen höchste Vergütung. Pers. Rückspr. m. d. Bez.-Direktor erbeten. Neue Mainzersir.W am Opernplatz. Teleph. 1016. “aee Fluss- und Seelische in nlru:!!Zb/ster H. J. Graulich älteste Frankfurter Etulsfabrlk mit Motorbetrieb. Telephon 9548. Rechneistrasse 12. Telephon 9548. Spezialität: Einrichtungen in Büffets, Silberschränke, Münzschränke. Architekt Ludwig Hernonllg Tel. 3698 ObePWeg 20 Tel. 3698 übernimmt Entwurf und Bauleitung von Gebäuden Jeder Art, Innendekorationen u. s. w. Sau* u. Möbel-Schrciae:ei_u. Slaserei von Heinr. Schlapp, Heiligkrenzgasse 8, Ecke Seilerstrasse nnd Nähe Nene Zeil. Bildereinrahmung. — Scheibeneinsetzen. — Reparaturen. An Bau* und MBbelschretnerei vork. Arbeiten prompt und billig. Georg J. Schenck Gp* Bockenheimepstp. 25* Telephon 248* in hochfeiner Ware. Konkurrenzlos preiswert. Haler, Weissbinder, Lackirer Jos-f Montagner, Egenolffstrasse 14. - Prompte, billige Bedienung. - I Eugen Zöllner, Conditorei | o Soetbestrasse 25, Frankfurt a. IW. w> Cd Feine Sperialitäten. — ® Wilhelm Weimar, Frankfurt a. NI. Telephon 9651. Kaiser Wilhelm-Passage 23,25. Telephon 9651. Spezialgeschäft in mechanischen u. optischen Spielwaren wie Dampfmaschinen, Lokomobilen, Eisenbahnen, Betriebsmodel ieu, La'ern is luasicis, Schiffen etc. etc. K'nemn tographon. Lauer aller Zubehörteil». Eigene Reparatnrwerkstätte. Sä m.tliclie Gnmmi-Waren und Artikel zur Kranken-, Kinder- und Gesundheitspflege Spezialhaus | HugoMMildl Tel. 10133. Vilbeierstr. 34.1 Vergold- und Versilberungs - Anstalt Spezialität: Neuherstellen aller ächten u.unächten Tafelgeräte. Bestecke. Reparaturen aller Art u. 3. w. Heinrich Lotz, Alte Schlesingergassa 4a, I. (Fikfi. a M.) Westend-Neu-Wascherei Tel. 6782 nnd Glanzliüglerei Tel. 6782 IN. P. Bieste Mint i i Hohenstanfenstrasse 21. Basaableiche. — Eardinenspannerei.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.