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Neue jüdische Presse · 1907-03-22 · Heft 12 (22.3.1907) · p. Seite 5

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Journal
Neue jüdische Presse
Volume
5 (1907)
Issue
Heft 12 (22.3.1907)
Date
1907-03-22
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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m 12. KeinJ.Borachi Nafschi"! Auch 'die Mnter-„Semiraus"hören mit Sch. Hagodaul auf. ll e b e r das Pesachfest! A. Geschichtliches. Pesäch erinnert an die Begründung des jüd. Volkskörpers durch die Erlösung ans Egypten. Gottes Wundermacht bringt 10 Plagen. Israel zieht nach der letzten fort. Pharao bereut und jagt nach. Am roten-»Meere holt er sie ein, es vollzieht sich der zweite Mt der. Erlösung: Pharao und die Egyptcr ertrinken, Israel zieht trockenen Fußes durchs Meer. Sie singen das „Meereslicd". (Schiro) — Name» des Festes. 1. „Pesach" — Uebcrschreitnngsscst, da Gott Israels Häuser überschritt oder verschonte, als er in der Nacht alle Erstgeborenen der Egypter schlug. 2. „Chag Hamazaus" — Fest der ungesäuerten Brote, die wir an diesem Feiertage genießen. 3. „Chag hooviv" — Fest der Aehrenreife, da im Nissan die ersten Aehren reiften im hl. Lande. 4. „Seinan Chciruseinn" — Zeit unserer Befreiung. 8. Rituelles und Zeremonielles. Während des ganzen Festes ist uns alles Gesäuerte zum Genüsse und zum Besitze verboten. Geräte, die Chomezstoff enthalten, können ans Pcsach nach vorgenommenem Glühen oder „Käschern" benützt werden; irdene ausgeschlossen. Das Gesäß muß 24 Stunden vorher ungebraucht gewesen sei». Das Wasser sei strudelnd. Oefen werden bis Rotglüh- Hitze bezw. Funkensprühen erhitzt. Die Gesäße müssen peinlich gereinigt sein vor der Prozedur. Hier nur soviel! — Der Genuß ist schon am Ercw Pcsach von ungefähr 9 Uhr ab untersagt; der Verkauf bis gegen 11 Uhr gestattet. Weder im Hause noch in sonstigem uns gehörendem Raum darf Chomez sich vorfinden. Es ist sonst selbst »ach Pcsach uns zum Genuß verboten. Sowohl als Eigentum wie als Pfand oder Vcrwahrungsobjekt mit Ersatzpflicht ist's im Haus verboten. Än Nichtisraelitcn verkaufe man's mit Frankfurter Israelitisches Familienblatt. Seite 5. richtigem Vertrag, nicht mit Scheinvertrag, wie's oft 'geschieht.— Am 13. -Nissan (Donnerstags abends sinket „Bedikas Chomez" statt. Brocho: Al. biur Chomez. Bezieht sich zugleich auf das morgige Verbrennen! (10 Uhr.) Das „Chomezlcgcn" eigentlich nicht nötig. Man spricht die Formel Kol chamiro usw. abends und morgens. Dadurch gibt man das Eigentumsrecht am Chomez auf. — Freitag fasten alle Erstgeborene; für Minderjährige der Vater. Ist dieser selbst Bechanr, dann die Mutter. (Schluß folgt.) Schreinerei nnd Polieranstalt, mUhWoIHIJsI ö Musikantenweg 35 Telephon 8911. Conditorei Seligm&nn, Rechneigraben«trasse 15. Tel. 3451. Caf6 Gonstabler, v Inhaber £ i'illi Lenfen. Künstliche Zähne, K. Reichert, Baumweg 8, am Sandweg. Farnitteimachrichten. (Aufnahme in diese Rubrik kostenlos). Geburten. Ein Sohn, Herrn Adolf Strauß (Strauß), Frankfurt, Elkenbachstr. 10. ' Eine Tochter, Herrn Jacob Mayer (Loebl, Worms. Eine Tochter, Herr» Franz Heymaiiii (Cohen), Frankfurt, Brückenstr. 88. Eine Tochter, Herrn Grünsfelder (Heiinann), Frankfurt, Bäckerweg 23. < Verlobte. Anna Joseph, Frankfurt, Alte Rothofstr. 4 — Max Wolfs, Dortmund. Rosa Herz, Gießen — Julius May, Frankfurt, Friedberger Landstraße 125. Clara Rosenthal, Gießen — Adolf Levy, Driburg. Henriette Jsaac — Adolf Israel, Hamburg, _ Sterbekälle. Alfred Lülly Katz, 21 J„ Frankfurt, Guiollettplatz^13. ' Siegm. Oppenheimer, 30 I., Frankfurt; Pfingstwcidstraße 10. Leopold Hertz, Oppenheim. Carl Reis, 63 I., Frankfurt, Schumanustr. 67. S. Blum, 62 I., Straßburg. Sophie Drcyfnß geb. Strauß, Ww., 77 Jahre, Karlsruhe. Ludwig Weil, 28 I., Frankfurt. Siegmund Weil, Hechingen. Jeanette Rosemhal geb. Heß, 75 I., Frankfurt, Börncstraße 33. Sigmund Rosenau, Schweinsurt. Jenny Rothschild, 3k I., Fürth. Jenny Zobel, 64 I., Görlitz. Chaya Hertstei», Ww., 55 I., Nürnberg. Kvttlieb Tchmelkcs, Repräsentant der israelit. Kultusgcmeiudc, 71 I., Prag. Carl Levis, 77 I., Frankfurt. 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I bei dem Unterzeichneten einzureichen, der auch über die statutarischen Bestimmungen Auskunft erteilen wird. _ Prof. Dr. Joseph Werner, Mauerweg 20. Verein „Isr. Krankenheim“ Bad Neuenahr, Gesuche um Aufnahme unbemittelter Israeliten (beid. Geschlechts), für welche der Badeaufenthalt in Neuenahr ärztlicherseils als dringend notwendig und geeignet empfohlen wird, sind unter Beifügung eines ärztlichen Ältestes, sowie genügenden Bedürfnisnachweises bis spätestens den 15. April an den Unterzeichneten einzusenden. Raphael Ettlinger, Frankfurt a. M. __Vorsitzender._ gebunden. KOChbUCh .% (Üö jlckck iMk 3- Aullage. von Frau Wwe. Gumprich ist das praktischste, bewährteste und billigste, enthält alle Kochrezepte für Milch-. F.eisch u. Pesachspeisen; Küchenzettel für alle Jahreszeiten n. Festtage. Anleitung zum Tischdecken und Servieren. Das Buch ist ein Ratgeber für jede Hausfrau, unentbehrlich für die erfahrene Köchin. Prakt. Geschenk zu all. Gelegenheiten. 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