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Neue jüdische Presse · 1907-02-22 · Heft 8 (22.2.1907) · p. Seite 12

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Journal
Neue jüdische Presse
Volume
5 (1907)
Issue
Heft 8 (22.2.1907)
Date
1907-02-22
Page
Seite 12 (sequence 12)
Language
German
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Seite 12. Frankfurter Israelitisches Familienblatt. Nr. 8. und früher oder später in einer guten, den Vätern ähnliche Tat wieder zum Vorscheine kommen wird, stunden soll. Nicht das Uebcrverdienst der Vätcrtat soll ihm ohne Tat zugute kommen, aber es soll ihn vor Strafe bewahren, weil er einst mich — aller Voraussicht nach — als reuevoller Sprössling Abrahams, Jsaks und Jakobs, wie diese selbst sich auszeichnen wird. — Daß sich auch im Judentuine Auswüchse, verloirrte Begriffe von „Sechns Owaus" hcrausgebildct haben,, mag wohl in einzelnen Fällen sein, niemals aber verstand sich das spezielle Judentum, auch nur annähernd, zu Thesaurus meritorum oder Opera supercrogationis, wie cs die christliche Kirche unter Leo X. im Jahre 1513 mit Hilfe des Ablaßkrämers Johann Tctzel hervorbrachte.' Dies, wie gesagt, als Ergänzung zu den Worten des ehrwürdigen Autors in Betreff der Wiederleguug der Wrllhausen'schen Darstellung des jüd. Begriffes „Sechus Owaus". Jnr klebrigen müßte es ein neues Buch brauche», um erschöpfend über dieses z-itgemäße epochale Werk zu schreiben. Diese Zeilen sollen nur eine bescheidene Anregung sein zu den treffenden Worten des Wiener Kultusgemeinde-Hauptes „jeder Jude sollte dieses Buch lesen" und Ihre vielgelesene Zeitung — geehrter Herr Redakteur — ist hierfür das Richtige. , „ . . Rabbiner Adolf Alt m a n n. Bereiu Tiferes Bachnrim. Sonntag, 24. Febr. er. Herr Salli Weil: „Raben» Gerschom und die Tekanoth seiner Zeit". Bereiu für jüdische Geschichte und Literatur. Dienstag, 26. Febr. er., abends 8H» Uhr im Saale der Frankfurt-Loge, Eschenhciinerlandstr. 27. Vortrag des Herrn Professors Dr. Isidor Kracauer: „Die Frankfurter jüdische Gemeinde zur Zeit des dreißigjährigen Krieges". Bereiu Mekor-Cbajim. Tonmag, 24. Febr. er., abends 6 Uhr lSchützenstraße 2): Vorlesung des Herrn Julius Hirsch aus „Jesliia". „Montefiore"-Verein. Mittwoch, 27. Febr. er., abends 9 Uhr im Vereinslokal: Vorlcinng der Megillah. Mittwoch, 27. Febr. er., abends 9 Uhr im großen Saale des Karlshauses, Seilerstr. 20 I, Purim-Feier. Aus der Geschäftswelt. Der Kaiserkellerim Ho henzollern haus. Mit dem Hohenzollernhaus hat Frankfurt eine» seiner vornehmsten Geschäftspaläste erhalten und mit dem Kaiserkeller im Hohenzollernhaus eines seiner prächtigsten Ncstanrants. Der Kaiserkeller zeigt zu ebener Erde einen zweiteiligen Saal mit einer Fülle von Licht, in dessen Glanz auf farbigen Fenstern der Reichsadler, der preußische Adler und der Stadtadler in stiller Vornehmheit auf die ' Gäste »herab- . sehen, und bietet im erstens Stock noch einen in Mahagoni gehaltenen, mit künstlerischem Verständnis eingerichteten Speisesaal, zwei lieblich erdachte Sälchen, zwei Kneiplänttnerlcin hinter Butzenscheiben und einen breiten, luftigen Balkon, von wo aus man einen unterhaltenden Blick aus das Schauspielhaus, die Kaiserstraße und die Promenade hat. Die Parterrelokalitäten und die Räumlichkeiten im ersten Stock, welche sich vorzüglich für kleinere Festlichkeiten eignen, zeigen nirgendwo eine die Harmonie störende Ueberladung von Skulpturen, Farbe» und Metallornaineuten. Die von niassigen, kapitälgeschmückten Steinsänlen getragene Decke des Parterrelokals nach Osten' ist gewölbt, die vordere, westliche, erhöhte Partie des Saales zeigt eine Decke in Eichenhvlzgctäfek mit einfachem, vornehinem Liuienprunke und über dem Südportale grüßt das Bild der Burg „Hohenzoklern" die feuchtfröhliche» Zecher. So ist "der Kaiserkeller eine Sehenswürdigkeit unserer Stadt. Es herrscht aber auch kein Zweifel darüber, daß sein Betrieb tadellos nnd erstklassig ist; dafür birgt die Person seines Wirtes, des aus seiner Tätigkeit in der „Alemannia" und im „Kaiserhof" bekannten Herrn Wilhelm Frantzmann. Künstliche Zähne, R. Reichert» Baumweg 8, am Sandweg. Da von anderer Seite unter unseren nicht eintragbaren Marken Palästina-Weine in den Handel gebracht werden, sei hiermit zur erneuten Kenntnis gebracht, dass die von uns efngefQhrten Weine und Cognacs auf den Etiketts unsere Firma und Schutzmarke, auf den Kapseln unsere Firma, auf den Korken unseren Firmenbrand tragen. Nur in diesem Falle ist Garantie geboten, dass es sich um unsere reinen, unverSChnittenen Weine und Cognacs handelt Import-Gesellschaft Palästinae.m.b. h. BERLIN C., St. WoPgangstr. Ecke Heilig°geiststr. — Telephon: Amt I 2875. : ' : Niederlage in Frankfurt am Main: David Bauer, Börnestrasse. Lorenz Bock, ESZTSS Glaserei. Verg*olderei. *** IIAfftll HIVXH V UJU WA VwVl sowie allen in das Fach einschlagenden üfenanferlignngen und Reparaturen unter Zusicherung reeller und billiger Bedienung. 7 Weissfrauenstr. 7 Qefflll aller Systeme, Patent-Oermauen -Oefen, Reümann-Oei'en, Gas-Oefen - Kamine für offenes Feuer, Kochherde, eigen. Fahr. 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