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Neue jüdische Presse · 1907-01-04 · Heft 1 (4.1.1907) · p. Seite 10

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Journal
Neue jüdische Presse
Volume
5 (1907)
Issue
Heft 1 (4.1.1907)
Date
1907-01-04
Page
Seite 10 (sequence 10)
Language
German
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. <5ette 10. Frankfurter Israelitischer Familienblatt. Nr. 1. Und nicht nur das: er gab dem jüdische» Volke eine Hoffnung und steckt ihm cm Ziel, für das cs leiden und kämpfen kann. Er hat das Volk aufgcrüttelt, indem er ihm neue Werte gab, und scharte um seine tzahnc alles, was noch kräftig und hoffnungsvoll übrig geblieben ist. Nun bemängelt man seine Leistungen, indem man mehr Positives von ihm erwartet hätte. Darauf erwidern die Zionisten: Wir haben das ganze jüdische Volk zu unserer Fahne gerufen, und wenn seine große Mehrheit abseits stehen geblieben ist und man dem Zionisinns für seine Operationen nur . einige Millionen gab, so ist das nicht die Schuld des Zjonisnius. Vorläufig habe der Zionismus noch die Aufgabe, das jüdische Volk für seine Ideale reis zu machen. Es mutz also vor alten Dingen die Organisation vertieft und verbreitet werden, damit das jüdische Volk, wenn seine Stunde geschlagen und die passende Gelegenheit sür seine Befreiung sich geboten hat, dann bereit steht. Aus den Vereine». Frankfurt a. M. Dienstag, den 25. Dezember, fand unter zahlreicher Beteiligung in der Aula der Realschule der Israel. Neligionsgesellschaft die diesjährige Generalversammlung der Vereinigung zur Pflege von Literatur und Geselligkeit statt. Die Berichte des Vorsitzenden und des Kassierers zeigen ein stetes Wachsen der Vereinstätigkeit. Die Zähl der Mitglieder hat sich von 14 .. aus 37 aktive, 22 passive und 1 Ehrenmitglied vermehrt, die Kasse zeigt trotz verhältnismäßig großer Ausgaben einen Ucberschuß. In den Vorstand wurden Herr L. P c r lut. u t t e r als Präsident, sowie die Herren H e r m a n n F r a n k, G a b r i c l P l a u t, P c - rez Mvsbacher, Josef Möller, Siegfr i e d Stern gewählt. Dem Dozenten, Herrn Professor A. Wehl, wurde ein Dank für seine bisherige Tätigkeit ausgesprochen, Herr Dr. I. B o n d i zu», Ehrenmitgliede ernannt. Eine Reihe von Anträgen wurde angenommen. Kietze». Am Sonntag, den 33. Dezember hielt Herr Provinzialrabbiner Dr. Ca hü-Fulda hier im „Der'ein der Sa b b at fr cn n d e" einen Vortrag über das Thema „Wissenschaftliches Judentum und jüdisches Wissen", in welchem Redner den iingcheuren Unterschied zwischen den beiden angeführten so ähnlich klingenden Termini, die Entstehungszeit der Reformbewcgung und die segensreiche Tätigkeit S. Zi. Hirsch's für die Erhaltung des orthodoxe» Judentums besprach. Dann machte Herr Provinzialrabbiner D r. H i r s ch f e l d - Gießen Mitteilung von ' der Errichtung eines Lcsesaals des Vereins, wo sich die Mitglieder, besonders die Jugend, zum Lesen jüdischer Zeitschriften und Bücher versammeln werden. M. S. Schneidemühl. Am vergangenen Sonnabend veranstaltete der j ü d i sch e Frauen verein unter Leitung der langjährigen Vorstandsdamen Frau Abraham Baumann und F r a u M o r i tz Rose n t h a l, ein großes Wohltätigkcitsfcft, das sich eines recht regen Besuches erfreute. — Nach einer kurzen Ansprache des Herrn Rabb. Dr. Lefkowitz über den Wert der Wohltätigkeit wurde das Programm durch ein von Herrn Kantor H e lisch - kowsky geleitetes und von Damen mifgeführtes Singspiel „Unsre- Feste" meisterhaft und überraschend schön eingcleitct. Einzelne von Herrn Buchhändler Motte k verfaßte Gedichte, der seine schöne Knust immer tvicder gerne in den Dienst der guten Sache stellt, entlockten den zu Herzen gehenden. Worten ebenfalls reichen Applaus. Dann wurden einige Jnstrninentalvorträgc und ein Einakter, welcher tadellos und mit wahrem Verständnis außerordentlich wirkungsvoll gespielt wurde, gegeben und hieran anschließend fand eine Verlosung mit nachfolgendem Tanz statt. — Nach Beendigung des Tanzes sprach der erst vor kurzem neu gewählte und allgemein beliebte erste Vorsteher der jüdischen Gemeinde, Herr Louis Sch n eider, seinen Dank.sür das in jeder Hinsicht wohlgclungene Fest ans, wobei er besonders das' rührige Wirken und emsige Streben der beiden Vorstandsdamen, die sich um das Gelingen des Festes so verdient gemacht haben/ hervorhob. Zum Schknsse toastete noch Herr Kantor Scheftolow i tz. Das Fest wird den Vercinsmitgkiedern und ihren Gästen gewiß noch rechtlange in angenehiner Erinnerung bleiben. Es hat aber auch mit' einer Einnahme von nahezu 600 JL ein rühmenswertes Zeugnis der hiesigen Wohltätigkeit abgelegt. Basel. Nach einer Pause von 4 Monaten ist es dem hiesigen Schoinreh-Thoray-Männ e r - V e r c i n endlich gelungen, seine gelvohntcn Abend-Schiurim wieder aufznneymen, indem der Verein i» der Person "d'cs Herrn Freilich einen tüchtigen Lamdon und Lehrer gewonnen hat. J.-M Airs der Lehrerwett. Frankfurt a. M. Herr Dr. Elias Fink, Oberlehrer an der Realschule der Israel. Religionsgescllschaft, erhielt den Titel Professor. Berlin. Der Hilksverein der Deutschen Juden berief an sein „Lehrerseminar und Rcalhandelsschule" in Jerusalem Herrn Lehramtskandidat S i e g fr i e d 3k o t h c n b u r g, z. Zt. Nürnberg, und aus Gesuch der israei. Gemeinde in Philippopel an deren von 942 Knaben und Mädchen besuchten Schule als zweiten Lehrer für die deutsche Sprache Herr» Er n st B e r g c r. Berlin. Dem Chordirigenten in der Lindenstraße-Synagoge und Gesangslehrer am israel. Lehrer- Seminar W i tlia in W o l f ist der Titel Profess o r verliehen worden. Gleiwitz. An die im April zu eröffnende „Vorschule für die höheren Lehranstalten" wurde der an der Siinnltaiischulc wirkende Lehrer S a l o m o n berufen. Herr 'S. dürfte wohl der einzige jüdische Borfchullehrcr in Preußen sein. Görlitz. Anläßlich seines 50 jäbrigen Amtsjiibikänms wurde Herr 9kabbiner Dr. F r e u n b mit dem Roten A d l c r o r d c n 3. Klasse ausgezeichner. . Burgprebpach. Der 31. Bericht der Israel Pröparanoen-L-chule verzeichnet eine Frequenz von 52' Schülern. Die Anstalt hat ein Vermögen von 96 400 JL Ihre Einnahmen im Rechnungsjahre 1905/6 beliefen sich auf 15 305 JL und ihre Ausgaben auf 12 450 JL (Lchrcrgehälter und Pension 7642 JL, Unterstützungen an bedürftige Schüler 2340 Mark usw.j. Sziksz« (Ungarn). Rabbiner Emanuel Schick, ein Sohn des Nadudvaner Rabbiners, ist zum Oberr a b b i n e r des hiesigen Bezirks gewählt worden. Pretzburg. Der „Selbsthilfs-Berein der H örer d er össeii tlich e n Rab binäts schule zu Prcß b urg" hat das erste Jahr seines Bestehens vollendet. Er vereinnahmte Kr. 2113 (davon Kr. 750 Mitgliedsbeiträge), gewährte an über 100 Bachurim Darlehen inr Gesamtbeträge von Kr. 1200, von denen Kr. 800'schon wieder zurückgezahlt sind, und gewährte llnterstützungen. Barmizwohs. (Ohne redaktionelle Verantwortlichkeit. Wir bitten um gefl. Mitteilung der Barmizwohs; die Aufnahme geschieht kostenlos). -Nathan, Sohn des Herrn Abraham Rnbinstein, Rechneigrstbenstr. 12 in der Synagoge Schützcnstraße. Grosse Detektiu - Zentrale f Tel. 4359. und Privat-Auskunftei Tel. 4359. M Salzhaus 6, I. (Ecke Eossmarkt) Vereins-Kalender. Verein Nachalatz Zwi. Mittwoch, den 9. Jan., abends 8% Uhr, int Be» einslokale Schützenstr. 2. Zum Jahrzeitstag <o. R. Hirsch's s. A. Bortrag des Herrn Rabbiner Dr. B. Wolf ans Köln: Samson 91afael Hirsch als Exeget.' Vorlesungen f ii r Da m e n: Sonntag, 6. Januar, abends 6 Uhr, ' Am Tiergarten 8. Die Zeino Ur'eno Literatur als Frauenlektüre I. Herr Prov. Rabb. Dr. Hirschseld aus Gießen. Verein Tiferes Bachurim. Sonntag, den 6. Jan. Disknssionsabend': Wie kann der jüdische Geschüftsreisendc für die Aufgaben der Gesamtheit wirken. Referent: Herr H. Frankenthal. Jüdische Bibliothek und Lesehalle. Dienstag, den 8. Jan., abends 8% Uhr, ordentliche Generalversammlung im Cafe-Restaurant Börse, Schillcrstraße (Parterre-Lokal). Verein Mekor-Chajim. Sonntag, den 6. Jan., abends 6 Uhr (Schiitzenstraße 2). Vorlesung des Herrn Julius Hirsch aus „Jesaias". Zionistische Bereinigung Frankfurt a.M. Montag, den 7. Jan., abends 9 Uhr, Kursaak Milani, Friedbergcr Anlage: Palästina seit dem« Untergang des jüdischen Staates. Referent: Herr Josef Hackenbroch. „Montefiore"-Bereiu. Mittwcch, den 9. Jan., abends 9 Uhr, Seilerstraße 22. Herr Privatdozcnt Dr. Julius Hülsen. II. „Malerei und Plastik im alten Egypten" (mit Lichtbildern). mitteldeutsche Creditbank Eingezakltes Aktienkapital 54 Millionen Mark. Frankfurt am Main, Sene Mainzerstrasse 33. Berlin. — Wiesbaden. — Mriilierg. — Fiirtli. — Gienen. Wir übernehmen die Verwahrung und vollständige Verwaltung von Wertpapieren aller Art, auch Hypotheken-Urkunden in —■ - '-Offenen Depots ~ =—— und widmen diesem Geschäftszweig seit Errichtung unseres neuen mit allen Sicherlieitsvorrichtungen der Jetztzeit versehenen Eassengewölbes ganz besondere Sorgfalt. Die Gebühr beträgt %°/oo jährlich (— 50 Pfg. für je Mk. 1000.—), im Minimum Mk. 10.— per Jahr. Die näheren Bestimmungen stehen kostenfrei zu Diensten. Wir-befassen uns mit der Entgegennahme verzinslicher - Baardepositen - mit ganzjähriger, halbjähriger, vierteljähriger und kürzerer Kündigungsfrist. Die Zinsberechnung findet nach besonderer Vereinbarung statt. Unsere "Wechselstuben a) Heue Mainzerstrasse 32, Telephon No. 703 d) Bornheim: Bergerstrasse 124, Telephon No. 6150 b) Bockenheim: Adalbertstrasse 7, Telephon No. 5607 ' e) Höchst a. M.: Kaiserstrasse 2, Telephon Ho. 53 c) Sachsenhausen: Brückenstrasse 54, Telephon No. 6108 f) Offenbach a. ffl.: Kaiserstrasse 52, Telephon No. 300 g) Wetzlar, Hausergasse 12, Telephon No. 8 besorgen den A TI— UTltf V"67?]&.ELU£ VOn JE£fehten (an der Berliner Börse ohne Extraprovision) Devisen und Diskonten (prima Bankwechsel zum jeweiligen Privatsatz), den Inkasso von Wechseln, die Umwechslung von Coupons, Sorten und fremden Banknoten, gehen Kreditbriefe auf die meisten europäischen und nordamerikanischen Hauptplätze._- _ nur Grosse Gallusstrasse 17. I Vornehmster am platze. 1 Täglich von 3 bis II Uhr Nachts unuaterhrochen. Glaserei. A. E. HÖfollSS Kunsthandlung. Kein Laden! Günthers5nrg>Allee 3. Kein Laden! Finrabmen von Bildern» Spiegeln u. s. w. —. 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