Neue jüdische Presse
- Journal
- Neue jüdische Presse
- Volume
- 4 (1906)
- Issue
- Heft 38 (28.9.1906)
- Date
- 1906-09-28
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 6. Frankfurter Israelitisches Familienblatt. Nr. 38 Den Wert des Geflügels oder doch den Teilwert den Armen geben (.Kaporaus-Auslösen*). Je nach dem Geschlechte Hahn oder Henne nehmen. Mehrere können's gemeinschaftlich. Je nach Geschlecht und Zahl ändert sich die Formel beim »Umschlagen". (35. Gebetbuch). — Am Nachmittag, früher Mincho Velen, die „Widdui" (Sündenbekenntnis) am Schluß der Schmono-Esrei anfügen. Anstatt durch Essen und Trinken ehrt man ^aum-Kippur durch schöne Kleider und Licht; daher die Jaum - Kippur - Kerze. Wenn ausgegangen, nicht am Jaum-Kippur durch Nichtisraeliten anzünden lassen. (Den Kerzen re st am üoschano-Lado-Abend und -Morgen verwenden). Man „benscht" die Kinder vor Synagogengang. Die Hausstau zündet Lichter an, diesmal mit Benediktion „schal schabbos weschel jaum hakippurim“, weil Freilag Abend: Auch „Scheheckijonu“. Die Pflichten des „Janm-Kippur“: Genußent Haltung von Essen Trinken, Waschen, Salben, Anziehen lederner Schuhe. Eheleben. Mädchen vom 12., Knaben vom 13. Lebensjahre an. Alle Arbeiten wie am Sabbat verboten, also auch Kochen, Tragen auf der Straße. — Der Gottesdienst beginnt möglichst frühe am Morgen, gewöhnlich 6 Uhr. Den ganzen Tag zeige man heiligen Ernst und würdevolle Andacht. Nach Schluß des Tages „Kiddusch-halevono" (Gebet beim neuen Mondlicht). Schöner Brauch ist's, noch am Abend etwas für die Suklo zu richten. Die 4 Tage bis zum Sulkausfeste sind steudige. (Kein Tachanun). Es beginnen die Vorbereitungen zum Laubhüttenfeste. Bedeutung des Laubhüttenfestes: Erinnerung an den Schutz vor allen Gefahren der 40 jährigen Wüstenwanderung, als sie dort in Hütten wohnten. Auch Nahrung und Gewand bekamen sie auf wunderbare Art lManna). Lehre daraus: Gottvertrauen! — Sukkaus ist ein 8,eg«1-Wallfahrtsfest, weil alle Männlichen sich in Jerusalem versammelten, wie Pesach und Schowuaus. Es heißt — als Naturfest— Chaghoosif, Fest des Etnheimsens oder Lesesest. da die Feldfiüchie eingeheimst werden und die Weinlese stattfindet. Im Gebet auch Seman-simcboseipn (Zeit unserer Freude) genannt. Freudigkeit ist von der Thora aus anbefohlen. (5. B. M. 16.15) In Jerusalem einstens das freudige Wassergußopser, Illumination, Kreisgang um den Altar, Produzieren verschiedener Künstler u. s. f. Zeit: 7 Tage, rom 14. Tischri abends bis 21. Tischri iukl. Zwei ganze Feiertage, 5 halbe. Daran schließt sich: Lebemini areres oder Schlußseier (22. und 28. Tischri). Pflichten: a) das Wohnen in einer Hütte, welche nachbe stimm terGesetzesvorschrift gefertigt sein muß; b) das Nehmen der 4 Pflanzenarten: (Feststrauß) Lulow Palmzweig, Es r o g Zedernftucht, Hadassim Myrten, Arowaus — Bachweiden. Auch diese nur nach Gesetzesvorschrift tauglich; c) die entsprechenden laum-taav-Gebete zu verrichten. Am Mittwoch (3. Okt.) ist Ersv Lukkaas. Man muß — wie am Erew Rausch-haschonoh — dieses Jahr Eruwe tnfschilin bereiten. (Die übrigen Vorschriften für Sukkaus und Schlußfest in nächster Nummer). Kaiser Friedrich Quelle - Offenbacli a. M. - Vornehmstes Tafelwasser. Schuhmacherei D U P P, Börneplatz 23. Reparatur. Billigste Preise. Zum Prinzen i." Weinrestaurant I. Ranges, Goethestrasse IO, Frank, furt a. M. Ludwig Stotz. Bpossb Detehtiu - Zentrale f Tel. 4359. und Privat-Auskunftei Tel. 4359. W Salzhaus 6) I» (Ecke Bossmarkt) B Famittennachrichte«. (Aufnahme in diese Rubrik kostenlos). Geburten. Ein Sohn, Herrn Salomou I. Weil (Lewin), Frankfurt, Uhlandstr. 47. Eine Tochter, Herrn Martin Bär, Fürth. ' Ein Sohn, Herrn Hermann Fulb ^Oppenheim), Frankfurt. ' Verlobte. Minnie Weil, Speyer, mit Salonion Wertheimer, Stuttgart. Sterbefälle. Käroline Stern geb. Herz, 66 I., Frankfurt, Zimmerweg 4. { Minna Salomo» geb. Bendix, 90 I., Schönebeck. Lotte Philipp, 23 I., Frankfurt a. Oder. Heinrich Morgenrots), 62 I., Bamberg. Simon Stern, 72 I., Schmallenberg. Aron Haber, 69 I., Speier. Theodore Köuigsberger geb. Maycrfeld, 29 I., Frankfurt, Eckenheimcrlaudstraße 39. Lina Wassermann, 11 I., Frankfurt, Obermainstraße 9. i Jette Mayer geb. Strauß, Straßburg. Johanna Rothschild geb. Herzberg, 76 I., Köln, Mäuritiuswall 67. Leo Joseph, 19 I., Pinne. Dorothea Braunbirg geb. Ascher, Breslau. Witwe Michel.Drcyfus, 78 I., Straßburg. Amalie Löwcnstciu geb. Ullmann, 68 I., Frankfurt. ' Oie Verlobung ihrer Kinder- Sophie und Gustav zeigen hiermit an Jülins “ ‘ n. Frau A. Geis n. Fran Kyritz. Magdeburg. Sophie Calmon Gustav Geis Verlobte. Es ist äock wirtlich ein ratalles Ding, * daß man die wirksamen Elemente uralter Heilquellen in winzig kleinen Pastillen bannen und damit Erfolge ähnlich denen erzielen kann, die sonst nur die Quellen selbst hatten. Fays ächte Södener Mineral-Pastillen sind ein Beweis dafür, wie segensreich diese Erfindung wirkt. Sobener wendet man an bei allen Reizungen der Schleimhäute der Atmungsorgane und man gebraucht sie nie vergeblich. Man kaust sie in allen einschlägigen Geschäften, die Schachtel für nur 85 Pfg., hüte sich aber vor Nachahmungen. Vereins-Kalender. Zionistische Bereinigung Frankfurt a.M. Montag, den 1. Oktober, abends 8% Uhr im Kursaal Milani, Fricdberger Anlage: Generalversammlung. MaMetMnBMWSMMaamirN MMMMMmMW« S H. Rothschild, f$ebräi$cl)e Buchhandlung z 2 Telephon 6529 Frankfurt aut Main Börnestrasse 83. £ empfiehlt zu billigsten Preisen Chumoschim, Machsorim, Teillos, seidene J—und wollene Talesim, Röckle, Sargenes, Scliaufros, Sifre Tora, -- - : Tefilin, Mesnsos etc. etc - ., - g g Kunststickerei für Porauches, Thoramäntel etc. * •«•MtMMSBssstBSDsasssuMessaesaoesossssesoe B. 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