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Neue jüdische Presse · 1906-09-07 · Heft 35 (7.9.1906) · p. Seite 6

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Journal
Neue jüdische Presse
Volume
4 (1906)
Issue
Heft 35 (7.9.1906)
Date
1906-09-07
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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Seite 6 Frankfurter Israelitisches FamilienLlatt. Nr. 35. solche brutale Angriffe sind wir ja doch' nicht gänzlich ungeschützt — — — und meine Tochter ist eine kleine Deborah, vollgerüstet, um dem Bösewicht entgegen zu treten, und wenn es sein 'muß, auch »iederzuschlagen-! Und wird nicht auch der allgütige Vater im Himmel sein unschuldiges Kind beschirmen? Doch, meine Freunde, lasset uns jetzt etwas Besseres'in den Mund nehmen, um den schlechten Geschmack zu beseitigen, den die unreinen Dinge dort vielleicht zurück gelassen. Da kommen schon die Erfrischungen." Er versuchte zu scherzen, doch , die heitere Stimmung wollte nicht wiederkehren. Alle hegten große Besorgnis Hulda's wegen; doch keiner wollte der bösen Ahnmrg Worte geben. Man bat Hulda und Ezra etwas zu singen, doch 'beide lehnten ab; auch sie fühlten sich bedrückt. Die Gäste verließen bald das Haus, und Vater und Kind waren allein. „Kind," sprach Rüben zärtlich, „wenn Dü mich lieb, hast, dann gehe nicht ohne Begleitung aus dem Hause. Vielleicht erweist mir der Herr die Gnade und gibt Dir einen Beschützer, der bereit sein wird, für Dich zu leben und zu sterben.; Gute Nacht, mein Kind'." 7 „Gute Nacht, Vater, und sei unbesorgt. Ich werde es verstehen, meine Ehre zu verteidigen, was auch kommen mag — ——!>!" (Fortsetzung folgt.) . Kaiser Friedrich Qaelle - Offenbacb a. M. - Vornehmstes Tafelwasser. Wochen-Kaleuder. (Zeitangaben nach dem Luach.) Samstag, den 8. September (—18. Ekl) : Sabbat-Anfang in Frankfurt a. M. 6 Uhr 25 Min., Sabbat-Ausgang in Frankfurt a. M. 7 Uhr 45 Min., Berlin 7 Uhr 25 Mm. . Eingangs der Sedrah Ki-sowau.wird die Vorschrift .gelehrt, Erstljngsfrüchte (Bikurim) nach 'Jerusalem zu. bringen.' Dankbar warf man dabei einen historischen Rückblick ruf Israels Leidenszeit, ehe cs das Land besaß, dessen erstgereiste Frucht man dem Priester übergibt. (Nur die sieben Früchte, mit denen Gott das Land rühmte, waren bikurimpflichtig. Man vereinigte sich zu fröhlichen Karawanen und trug sic in schmucke» Gefäßen hinauf zur Gottesstadt.) Ferner: der zweite Maaser, den der Eigentümer selbst in Jerusalem zu verzehren hatte, der sogenannte Maaser-schcini; auch hierbei wurde» Worte der Erinnerung gesprochen. Mindestens alle drei Jahre mußte man den Maaser-schcini „aus dem Hause räumen", d. h. nach Jerusalem bringen. Wir hören von der Aufstellung von zwölf Steinen am Jordan, mit Kalk übertüncht, darauf man die Worte der Lehre schrieb. (Rach der-Tradition in vielen Sprachen, damit jedes Volk sie kennen zu lernen Gelegenheit habe.) Verkündigung von 12 Fluchformeln gegen den Berg Ebal hin, dann im entgegengesetzten Sinn als S e g e n s formeln gefaßt gegen den Berg Gerisim hin. Auf beiden Bergen standen je sechs Stämme, ini Tale dazwischen die Bundeslade, die Priester und Leviten. Das Ende der Sidra bildet die große Strafpredigt an das Volk, die sogen. „Tanchochoh". Eine ähnliche am Ende des 3. B. M. Sie ging zur Zeit des Tempelfalles wörtlich in Erfüllung. Man liest den Abschnitt mit gedämpfter Stimme, die Stellen froher Verheißung in lautem Tone. Mancherorts ruft man zu diesem Abschnitt mit „mi schejirzeh" auf, d. h. möge freiivillig („wer will") einer zum Vorlesepulte hintreten. Im letzten Abschnitt wird nochmals kurz an die cgyptische Erlösung und an den wunderbaren Zug durch die Wüste erinnert. vttenbaeher Druckluft »Anlage Telefon 123. Offenbach a. M. Telefon 123. Unübertroffene bewährteste Tepplchrelnl0Ung. Farniliermachrichteu. (Aufnahme in diese Rubrik kostenlos). Geburten. Eine Tochter, Herrn Gustav Levy (Sternverg), Spandau. Eine Tochter, Herrn Carl Sommer (Cantiowitz), Leipzig. Ein Sohn, Herrn Sally Licht (Haurwitz), Glogau. Eine Tochter, Herrn Max Grunaucr (Stein), Görlitz. Ein Sohn, Herrn Carl Ko'slowsky (Ollendorff), Breslau. 'r Ein Sohn, Herrn Levy. (Oberndorf), Frankfurt, Seilerstraße 41.. Eine Tochter, Herr» Rechtsimwalt Dr. Merzbach (Spier), Frankfurt. Verlobte. Betty Jacob, Frankfurt, Baumweg 36, mit Richard Lehmann, Frankfurt. Rosa Löbenstein, Hanau, mit Dr. med. S. Steinhauer, Seligenstadt. Fanny Mohr, Schweinfurt, mit Nathan Schle'edorn, Frankfurt a. M. ' Martha Wagner, Posen, mit Michael Korylowski, Berlin. Agnes Blankenberg, Dortmund, mit Louis Steiner, Münster i. W. Johanna Schüler, Düsseldorf, mit Karl'.Cohn, Münster i. W. 4 ■ Sterbefälle. Rosalie Mayer geb. Altschüler, 63 I., Frankfurt, Niedenau 86. Bella Alexander geb. Lehmaier, Frankfurt. Babette Oppenheimer geb. Rothfekd, 67 Jahre, Frankfurt. ' Meier Hirschberg, 86 I., Stetttn. Sabine Silbermann geb. Levi, Nürnberg. Dr. med. Adolf Weil, Ofscnbach. Joseph Ullmann, 81 I., Leipzig. Schuhmacherei D U P P, BSrneplatz 23. Beparatnr. 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