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Neue jüdische Presse · 1906-08-31 · Heft 34 (31.8.1906) · p. Seite 12

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Journal
Neue jüdische Presse
Volume
4 (1906)
Issue
Heft 34 (31.8.1906)
Date
1906-08-31
Page
Seite 12 (sequence 12)
Language
German
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Seite 12 ' Frankfurter Israelitisches Familienblatt. Nr. 34. Bewährte sich Prof. Landau u. a. in der Scherira'schen Arbeit als Kritiker und Sprachforscher, so zeichnet et sich in der vorliegenden Schrift als wahrhafter Meister des Hebräischen aus. Das apologetische Schreiben Lorkis ist bereits vor ca. 60 Jahren von Aschkcnasi im Diwre Chachomim herausgegeben worden. Aber abgesehen von den zahlreichen Fehlern, die diese Ausgabe enthält ünd'die in der Landau'schen Edition durch gute Lescarten erseht werden, ist die Anordnung des Stoffes in dieser Edition eine ganz andere und zwar wohlbegründete, wie dies der gelehrte Herausgeber in der Einleitung mit wenigen, aber trefflichen Worten nüchweist. Dem Text folgt eine musterhafte wort- und sinngetreue deutsche Uebersetzung, die es auch dem des Hebräischen Unkundigen ermöglicht, den interessanten Inhalt des Briefes kennen zu lernen. . In der Einleitung weist Prof. Landau die allgemeine, aber irrige Ansicht zurück, wonach Lorki der nachmalige Judenfeind Geronimo de Santa M gegewesen wäre. Die Anhänge enthalten die Antwort und eine Purrm-Epistel des Salomon ha-Lewi. „Die Arbeit lobt den Meister." Z. Gugeline von Otto I. Bicrbaum, Berlin, Schuster u. Löffler. In dem ganzen Märchen kommt nicht ein naiver, echter oder poetischer Ton vor. Dieses Produkt von selbstbewußter Maniriertheit, konventionellen Figuren, Situationen ü. Phrasen — das nur aus einem völligen Mangel an Kunstgefühl und Selbstkritik publiziert worden sein kann — komponiert zu haben, macht den Freundschaftsgefühlen Thuille's mehr Ehre als seinem artistischen Verstand. Auch der modern sein sollende Bucheinband von E. R. Weiß wirkt direkt komisch, wie Linien und Farben, die man dem Zufall überlassen hat und vervollständigt nur den Eindruck aufdringlicher Impotenz. Jakob Stcinberg. Schirim. (Gedichte.) Warschau, 1905. Ein Dichter, der Mitleid erregt — Mitleid mit sich selbst. Er ringt um das Wort und um die Form — und verrät seine Unbeholsenheit. Wohl hat seine Dichtung eine gewisse melancholische Seite; sie klingt aber dumpf und hart aus. >Eine Literatur, die einen Bjalik, Tschernochowsky, Schnei er und Cahn besitzt, kann durch die Schirim Steinberg's weder reicher iioch äriner werden. F. K. Jargon-Literatur. Verlag „Bücher für Alle" (Warschau): 1) S ch o l e m - A l e i ch e in: a) Prisiw (Rckrutcnaushebung); d) Getzil; e) Beim Doktor; c>) Der Wetter (Onkel) Pini und die Muhme Reise; e) Fischel der Melamed; k) An' eizch (Ein Rat); g) Gymnasio. 2) M. Spcktor: a) Steht aus zu Ssticheß; b) A verstörte Chassuneh. 3; A. 91 etfin: Vermaschkent sich allein (Sich selbst verpfändet). 4) Cholera von Dr. P. Boranowchjez. 5) Das allgenieine Wählrecht in Majrew-(West-)Europa von W. W o d o w o s o w. Uebersctzt von D. Druck. 6) Der Weg zum cibigen Glick (Ein populär soz.- ökon. Versuch) von I. A. Jgnis. Dieser Verlag „Bücher für alle" zeigt sich sehr rührig. Die vortreffliche „Majssen" (Erzählungen) von Scholem-Aleichem sind bereits in verschiedenen Zeitschriften veröffentlicht worden, aber man liest sie immer gern. Denn sie schöpfen aus dem vollen Leben der jüdischen Masse. Und sie sind angenehme Lektüren. Wenn man sie liest, muß man lachen — wenn auch dabei das Herz bluten mag. Es offenbart sich uns hier die ganze Komik per jüdischen Golustragödic. Und je mehr Komik, desto größer die Tragödie. Scholem-Aleichem ist ein Humorist. Aber ein spezifische jüdischer Hunwrist, dem das Lachen nie gelingen kann. Die zwei Erzähluugcu von S p e k t o r find sehr realistisch, aber schon allzu beschreibend. Die Skizze 9i e i s i n' s macht seiner Kunst keine Ehre. Er hat uns schon gezeigt, was er kann. Und wir haben das 9iecht, an ihn große Ansprüche zu stellen. Die übrigen Broschüren sozial-politischer Natur dursten selbstverständlich im Verlage nicht fehlen. Sie sind ja jetzt in der Mode. I. K. Briefkasten. S. St. Für russische Juden Jk 5 dankend erhalten. 1 C. L. 5. Czersk. Jk 5 für Arme dankend erhalten. M ü u ch e n. Die „Jüdische Gesellschaftsreise nach Palästina" nimmt am 22. Oktober ab Wien ihren Ansang, dauert ungefähr 25 Tage und kostet 547 Kronen (ca. 460 Jk). Anmeldungen und seine Anzahlung von 150 Kronen sind bis zum 15. Sept. an den Zionistischen Zentralverein, Wien IX., Türke»- straße 9 zu senden. Berlin. Wem das Kaschrus der „Jüd. Gesellschaftsreise nach Palästina" untersteht, wissen wir nicht; nach Versicherung der Veranstalter steht die Verpflegung unter streng ritueller Aufsicht.' Hlnbiesiel Lederstühle Lederfauteuils Eigene Fabrikation. Anerkannt erstklassige Arbeit. Illustrierter Katalog kostenlos. Süddeutsche Sitzmöbel-Industrie Ges. m. beschr. Hftg. Frankfurt a« Hi«, Kaiserstr. 50, Entresol._ Telephon 6468. TfeD METZ “to Speisewirtschaft-Eröffnung den 1. September 1906, abends. Inh.: Geschwister Schwab (Jenny und Bertha) Kammerplatz 51 (neben d. 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