Neue jüdische Presse
- Journal
- Neue jüdische Presse
- Volume
- 4 (1906)
- Issue
- Heft 27 (13.7.1906)
- Date
- 1906-07-13
- Page
- Seite 10 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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feeiir i" Frankfurter Israelitische« gamiliendlan. 'Jit. 27. 25 Kosaken, erschossen zwei und verwundeten drei der Teilnehmer schwer. Aus der Lehrerwelt. Frankfurt a. M. Fortbildung und Vervollkommnung sollen das ideale Streben eines jeden und besonders der im öffentlichen Leben stehenden Menschen bilden. Leider gebricht es oft an Gelegenheit zur Erreichung dieses Strebens. Es ist deshalb ein Verdienst des Bundes gesetzestreuer Lehrer in Deutschland, einen Ferienkursus für Vorsänger ins Leben gerufen zu haben. Sonntag, den 8. Juli, nahm der Kursus, an dem sich 10 Lehrer beteiligt haben, in der Realschule der Israelitischen Religionsgesellschaft seinen Anfang. Herr Lehrer Spiro- Fulda begrüßte namens des Vorstandes des Bundes die Erschienenen, worauf Herr Oberkantor Pessacho witsch, der Leiter des Kursus, den von ihm komponierten Psalm 129 in künstlerischer Vollendung zum Vortrag brachte. — lieber die Erfolge des Kursus werden wir später berichten. Rohrheimer. Marienburg. Jahresversammlung. Auf Ser zehnten Jahresversammlung des Vereins jüdischer Religionslehrer Westpreußens erstattete Herr Mannheim-Grau« denz den Bericht. Der Verein zählt 40 Mitglieder. Der Verband westpreußischer Synagogen- Gemeinden bemüht sich, den Wünschen der Lehrerschaft entgegenzukommen, es sind aber vorläufig noch keine Mittel vorhanden, um etwas Erkleckliches leisten zu könne,!. Die soziale Lage des Religionslehrerstandes ist so schlecht, daß sich der Vorsitzende veranlaßt sah, in zwei außerordentlichen Notfällen die private Wohltätigkeit in Anspruch zu nehmen. Redner tadelt die Stellung der leitenden Kreise des Lehrerverbandes iii der Pensionskassenfrage und beklagt die unverantwortliche Gleichgiltigkeit der Kollegen Westpreußens in Standesfragen und ihre, schwache Beteiligung an den Versammlungen. Nach einer eingehenden Besprechung neuer Bücher beschäftigte sich die Versammlung wieder mit der Verbands-Pensionskasse. Herr Mannheim gab einen Rückblick auf die Geschichte der Kasse und kam zu dem Schluß, daß die Kasse dem Verbände untreu geworden sei. Sie verdiene den Namen „Verbands-Pensionskasse" nicht, weil der Verband keinen Einfluß auf sie habe und sie auch den Verbandsmitgliedern als solchen nichts nütze. Nach langer Debatte wurde folgende Resolution einstimmig angenommen: „Nachdem nach Angabe des Herrn Verbandsvorsitzenden Dr. Fiegel die Möglichkeit ausgeschlossen erscheint, daß die bestehende Verbands-Pensionskasse dem Verbände nützlich gemacht werden rann, so erklärt es der Verein jüd. Religionslehrer Westpreußens für notwendig, eine neue Kasse ins Leben zu rufen, die aber unter allen Umständen der Leitung des Verbandsvorstandes unterstellt werden muß. Zur Vermeidung der Zersplitterung wird es für dringend erforderlich angesehen, daß das Komitee für die Bildung einer neuen Zentralhilfskasse die eingehenden Beträge dem Verbandsvorstande zu diesem Zwecke mit dem ausschließlichen Verfügungsrechte des letzteren übergebe." Aus den weiteren Besprechungen sei hervorgehoben, daß die Versammlung bezüglich Bildung der Bezirks-Rabbinate von einer Stellungnahme absieht, weil nach dem Bericht des Westpreußischen Gemeindeverbandes ein Versuch in dieser Hinsicht einen negativen Erfolg hatte. Briefkasten: Politiker. .Fürst Urussow ist Anfang der Vierziger. Er wurde nach dem Pogrom von Kischinew Gouverneur von Kischine.w. und hat sich in seinen amtlichen Stellungen stets durch Gerechtigkeitssinn ausgezeichnet. Fürst Urussow ist eine imponierende Erscheinung, auch ist ihm ein gutes Rednertalent eigen. Ms zu seiner jüngsten, sy gewaltiges Aufsehen Erregenden Rede, hatte er freilich zu den schweigenden Abgeordneten der Duma gehört; erst der Bjelostoker Pogrom löste ihn, die Zunge. Der jetzige Sultan der Türkei hat sich stets als Freund der 'Juden gezeigt. Erst auf letzten Pesach hat er dem Oberrabbiner von Konstantinopel 10000 Fr. zur Anschaffung von Mazzaus für Arme übersandt. L. M. Der Newyorker Großfinanzier und Philanthrop Jacob H. Schiff ist 1847 in Frankfurt a. M. als Sohn von Moses Schiff und seiner Frau Clara geb. Niederhofheim geboren. — Der frühere amerikanische Gesandte in Konstantinopel, Oscar S. Straus, ist aus Bayern gebürtig. Vereins-Kalender. Verein Montestore. Mittwoch, den 18. Juli, abends 9 Uhr, in, Bercinslokal, Seilerstr. 22 Ptr., Vortrag des Herrn Paul Westheim über: „Moderne Plakatkunst" mit Demonstrationen. ' Zionistische Bereinigung Frankfurt a. M. Montag, den 16. Juli, abends 81/» Ahr, im Saale des Kaufmännischen Vereins: Herzl-Gedenkfeier. Ref.: Herr Dr. Friedeinann. AM Patent Janerlier“ Keine baul. AendernngJ Keine BetriebskraK. in jedem Baume anwendbar, sicher wirkend als: Zugluftgegner — Friscklüstschaftet — Tempevatavausgletcher — Entfeuchter. amhiesig.PlatzeeingefUlirtu.a.: Weinrestaurant Wolf, Börsenplatz, Tan Honten’s Cacaostnbe, Kaiserstrasse 2» etc! etc. Gntachten von Industriellen, Aerzten, Privaten sowie Prospekte zu Diensten. Richard Ooll Mainzer Landttr. 151/153. Tel. 1095. X jfHfred Bauer «» o» «r «*» ELohlenhandlnng en gros n. en detail f g -50 IHiedenau 50.-- 2 Alle Sorten Kohlen, Koks, Brikets, Brennholz und Holzkohlen « in bester Qualität zu den billigsten Preisen. *5 Prompte n. reelle Bedienung. Mache besonders auf meine Specialitäten. Grudekoks, Eiformbrikets u.Möbelabfallholz *9i aufmerksam. 5... .. liligcr am ITiiupig-ütcrbalmbof.__ Glaserei fern Htriolf Kunsthandlung. Frankfurt a. M. Telephon 10744 Eronprinzenstr. 18. 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