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Neue jüdische Presse · 1906-07-06 · Heft 26 (6.7.1906) · p. Seite 10

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Journal
Neue jüdische Presse
Volume
4 (1906)
Issue
Heft 26 (6.7.1906)
Date
1906-07-06
Page
Seite 10 (sequence 10)
Language
German
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Seile IV schriftlich verbeten, sich selbst die Grabschrift geschrieben hatte/ auf welcher bloß sein Name. und der seiner verstorbenen Eltern zu stehen habe, und daß er einer der jüngsten Schüler des Chacham Sofer in PreMurg sei. Se. Ehrwürden Herr Dr. Jung erwirkte, daß die . Hinterbliebenen, sei» Schwiegersohn Herr Adolf Hahn aus Ung.-Ostra, Bruder des Regierungsrates Ritter v. Hahn, und . die Verwandten eine Perez Klein-Stiftung gründen werden, deren Zinsen am 'Sterbetage an den besten Schüler der hiesigen Volksschule zu verteilen sind, welcher im Hebräischey den besten Fortgang aufwcist, mit'Ausnahme der Kinder des jeweiligen Rabbiners. ’ Arnheim lHolland). Srerbesall 'Unsere Gemeinde hat einen braven, gottcsfürchtigen Mann, der sich - die Syntpathien aller, die ihn kannten, ' erwarb/ verloren. Im Mer von 72 Fahren verschied f Herr Nathan Cohen, Beamter der jüdischen Ge- meinde. Vor einer 'Reihe' von Jahren war dem Berl storbenen von dem Oberrabbinat die „Chower" verliehen worden. - ' .. dndapest. . D.ok t o rvromotiom einer jüdischen Dame. Fräulein Karöline H c r z f c l d wurde an der. hiesigen Universität zum Doktor promoviert. Fräulein Dr. Herzseld hat bereits ihre Praxis im Landesspitale zu Pozsony (Preßburg) begonnen. Aus -er zionistischen Bewegung. München. Verbindung im K. Z. V. Jordania. Im Laufe des Semesters, dem zweiten unseres Bestehens, ist die Zahl der Aktiven auf 18 angewachsen, die sich alle eifrig an unserer zionistischen Arbeit beteiligten. Wir haben es bewirkt, daß man sowohl in studentischen, als auch in den weitesten Kreisen der hiesigen jüdischen Bürgerschaft unserer Korporation und deren Bestrebungen das regeste Interesse entgcgenbringt. Unsere-öffcntlichen Vortragsabende, die allwöchentlich — meist Dienstag Abend — stattfinden, sind stets von Gäste» gut besucht und die Diskussionen anregend und interessant. Bisher sprachen: Bbr. Schmul über Gabriel Rießer; O. V. G. Ta'chauer über Zionismus und Assimilation; Bbr. Kaiser über Moderne Ghettodichtung; Bbr. Rosenbusch über Vorläufer des-Zionismus; A. H. Dr. E. Auerbach über ÄHrs jüdische Zeremonialgesetz. Bis zum «chluß des Semesters folgen dann noch Vorträge von Bbr. Schönemann über Zionismus und Staatsbürgertum; Bbr. Schmul über Charter und Konzessionen; Bbr. Gerson über Die Arbeiten der Kongresse; Bbr. Müllerheim II. über Die Lage der Juden in den einzelnen Ländern. Außerdem werden im zionistischen Seminar jede Woche'von den jüngeren Bbr. Bbr. kleinere Referate über jüdische und speziell zionistische Fragen gehalten. Gesinnungsgenossen, die auf der Durchreise München passieren, finden täglich eine große Zahl von Bbr. Bbr. zwischen 2 nnd 3 ' Uhr nachmittags im Cafs Reichshof; ebenso sind uns Gesinnungsgenossen zu all unseren Veranstaltungen herzlichst willkommen. Lokal: Restaurant Zentralbahnhof, Arnulfstr. 30. Cafe und Briefablage: Cafe Reichshof, Sonnenstraße. Budapest. Verweigerte Bestätigung eines jüdischen Turnvereins. Hiesige Zionisten gründete» einen „Budapester Jüd. Turnverein", dessen Statuten seitens des'Ministeriums des Innern die Bestätigung verweigert wurde. Der Bescheid enthielt die Begründung, daß die Gruppierung der Jünglinge nach 'Konfessionen vom Standpunkte der einheitlichen nationalen' Gesellschaft nicht wünschenswert sei. — Und dabei existieren zahlreiche christliche Turn- und Gesellschastsvereine, deren Statuten vom Ministerium ohne weiteres .bestätigt worden sind! " > Krakau. /Die am '30. Juni hier abgehaltene g a liz i sche .Lan d es ko n f e r e n z, an welcher ausschließlich Delegierte aus Galizien teiliiahmen, beschloß die Gründung eines zionistische n T a g e bt attes'in polnischer Sprache, einigte sich bezüglich 'der Stellungnahme der galizischen Delegierten zu dem von den Einberufcrn des zionistischen Parteitages vorgelegte» politischen Programm und O.r g a n i s a t i o n sst a t u t. Der Zionistentag und besonders die Diskussion über die politische Betätigung nnd die Exklusivitätsklausel gestaltete sich zeitweise sehr stürmisch. Schließlich wurde die Gründung einer politischen nativnals irdischen Organisation mit österr e i ch i s ch e m s o z i a l f o r t s ch r i t t l i ch c n P r ogramme zum Beschlüsse erhoben. Krakau, 1. Juli. Heute wurde hier der außerordentlichen Parteitag bet öfter:. Zionisten bei Anwesenheit von 135 Delegierten abgehalten. Dr. S ch a l i t, Obmann des Landeskomitees, hielt die 'Eröffnungsrede. Es wird folgcirder Beschluß angenommen: „Die' zion. Landcsorganisation Oesterreichs ist keine politische österr. Partei. Sie begrüßt jedoch die Konstituierung einer neuen politischen Organisation der österr. Juden, da der politische Zusammenschluß der österr. Juden auf iiationaljüdischcr Basis geeignet ist, das jüdische Volk in seinen wirtschaftlichen und nwralischen Interessen zu stärken, seine Beziehungen zu den anderen Nationen zu klären und seine volle Gleichberechtigung mit den anderen Völkern durchzusetzen. Der .Parteitag erwartet aber auch, daß das Programm der neuen politischen Parkei nicht bloß nationale Forderungen enthalte, sondern auch sozial-fortschrittlich und gut österreichisch sei." Budapest. Pensionsfrage der 'Gemeindebeamt eit. Die Talmud-Thora-Kommission der orthodoxen Landes-Repräsentanz, deren Aufgabe es ist, die Pensions- und die. Jeschiwoh-Angelegenheit zu behandeln, hielt eine Konferenz ab. Es wurde die Umgestaltung des 'Agudas Hasauwchim- Vereins in den Agudas Pekudei Hakchilaüs-Verein bestätigt und der merkwürdige Beschluß gefaßt, daß Melamdim und Religivnslehrerin diese Pensionskasse nicht ausgenommen werden. New-Nork. Das Jüdisch-theologische Seminar graduierte feierlichst acht Hörer zu Rahbinen. Interessant Ist,-daß? vier der Nabbinätskandidaten — Morris Baron, .Alexander Basel, Abraham Moses Hirfchmann und Nathan Arios Lablensky —- in Rußland und 3 —Abraham Elias Dobrin, Arthur Ginzler und. Sälomon Zucha Prokesch — in Oesterreich-Ungarn 'geboren sind. ..... -. In Philadelphia feierte William Ä rut h ö ld, seit 1865 Cantor der Keuesetts Israel Congre'gation, in Rüstigkeit seinen 77. G e b u r t s t a g, Armhold wurde in Schlüchtern.(Baden) geboren und absolvierte 1850 das Lehrerseminar in Karlsruhe.- Ladomer (Ungarn). Die hiesige Gemeinde hat Herrn' Rabbiner Jecheskiel Weisblum, den Schwiegersohn ihres vor einem halben Jahre verstorbenen Rabbiners, zu ihrem Rabbiner gewählt. Briefkasten. R. Selbstverständlich hat Rabbiner S. R. Hirsch s. A. bei den Judenverfolgungen unter dem Minister Graf Jgnatiew im Jahre 1881 einen Hesped gehalten. Sein grundlegender Gedanke war: Me ruan bei dem Prüfen eines Topfes auf seine Festigkeit an seine stärkste Stelle schlägt, so macht es auch Gott mit Israel; er prüft es stets m seinen besten Söhnen. Vakanzen. Breslau. Akad. oder semin. gebildeter Lehrer für die Religionsschule per 1. Oktober. Meldungen au den Vorstand der Shnagogen-Gemeinde. Vereins-Kalender. Bereiu Montefiore. Mittwoch, den 1l. Juli, abends 9 Uhr: D i skussionsabend. im Bereinslekal, Seilerstr. 22p. Für einige sich in größter 4iot befindenden rnffischen Flüchtlinge erbitten wir Spende». Frankfurter Israelit. Familienblatt. Sranksurter Israelitisches FamUienblaU. . Ar. .26 Ans der Lehrerwett. 6ebr. ^örtelmann X ------------ Kronprnizeustras.se 7, am Schauspielhaus liefern prompt sämtliche Brennmaterialien für — BLansli al t ii ngen -■ ----- 1n "bester Qualität zu "billigsten. 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