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Neue jüdische Presse · 1906-04-27 · Heft 16 (27.4.1906) · p. Seite 5

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Journal
Neue jüdische Presse
Volume
4 (1906)
Issue
Heft 16 (27.4.1906)
Date
1906-04-27
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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Nr. 16. Wochen-Kalender. (Zeitangaben nach dem Luach.) Sanistag, den 28. April (= 3. Jjar): r Sabbat-Anfang in Frankfurt a. M. 7 Uhr 05 Min., Sabbat-Ausgang in Frankfurt a. M. 8 Uhr 25 Min., Straßburg 8 Uhr 2l) Min. Berlin 8 Uhr 12 Min. Samstag Abend: 19. Tag im Omer. Diese Woche werden zwei Thora-Abschnitte vereinigt gelesen: es. sind die beiden Sidra's Sasria und Mezauroh. In einem Sch altjah r e sind diese Sidras getrennt; denn unsere Thora wird in nicht weniger als 47 und in höchstens 54 Abschnitten zur Verlesung gebracht. Auch nächste Woche folgen wieder zwei verbundene Sidraus, die in Schaltjahren getrennt gehen. — Der Inhalt von Sasria-umezauroli sind die Vorschriften über den Aussatz oder Ausschlag, der an Menschen, Kleidern, Geräten oder Geweben, endlich an Häusern entsteht. Der Priester hatte den Aussatz zu beobachten, je nach dem Befunde den Kranken als tonnr zu erklären oder eine abwartende Stellung dazu zu nehmen. Deshalb war eine ein- oder auch mehrwöchentliche Quarantäne angeordnet, während Ivelcher die von der Thora angegebenen Symptome (Zeichen der Reinheit oder Unreinheit) /zu beobachten waren. Auch Häuser wurden so behandelt, teilweise oder ganz eingerissen und frisch' beworfen. Der Aussätzige, ivelcher unrein war, mutzte sich außerhalb des Lagers anfhalten, verhüllt gehen und hatte bei der „Reinigung" die Haare zu scheren, ein Bad zu nehmen und ein Opfer zu bringen, r— Wer sich darüber orientieren will, wie diese Thoragesetze nicht etwa als hygienische Vorschriften und die Priester als offizielle Medizinalbchörden anzusehen seien, den verweisen wir auf S. R. Hirsch's lichtvollen Kommentar zur Stelle. Im zweiten Thora-Abschnitt hören wir von Tnmo-Gesetzen, die leidende Zustände des. menschlichen Körpers zum Gegenstände haben, insbesondere von den die Heiligkeit der jüdischen Ehe bedingenden Reinheitsgesetzen. Alle die hochwichtigen Vorschriften bilden einen von den sechs Bänden der Mischna: Taharans. Da nächsten Montag (30. April) der erste von den drei Fasttagen Lcheni-chnmi'schl-w'echeni stattfindet, so wird dies am Samstag zuvor durch einen besonderen „Jehi-rozaun“ vom! Borbete öffentlich angekündigt. Wie der Name sagt/ werden die Fasttage je an einem Montage, Donne.rstage und darauffolgenden Montage abgchalten, und zwar nach dem Pesach» und Sukkansfeste. Zweierlei Gründe: a) weil in den Uebergangsjahreszeitcn viele Krankheiten, besonders Kinderkrankheiten zu entstehen '"pflegen, b) wegen der Sünden, die wir etwa während der länger andauernden Freudenfeste (Pesach, Sukkaus) im Uebermnte geübt! (Nach einiger Ansicht namentlich wegen Entweihung der Halbfeiertage des Chaul-hamaued, weshalb auch nach dem Wochenfeste kein Fasten stattfiuöet.) — Es werden bestimmte Frankfurter JfraelMschei FamFenblatt. Leite 5. „Selichaus" im M'orgen-Schinono-esrei eingeschaltet, auch waj'chal vorgelesen, wo man den ganzen Tag fastet; bei uns meistens eine» halben Tag. Nach Sukkaus werden die drei Fasttage an's Ende des Marcheschwan gelegt, nach Pesach aber gleich an den Anfang des'Monats Isar, um vor Lagböomer (18. Isar) damit geschloffen zu haben. — Lehre hieran s: Israel ist im Genuß der Freuden überaus vorsichtig und gewissenhaft, selbst nach Feiertagen, wo die ^Freude göttlich'geboten, gibt es sich in Fasttagen darüber Rechenschaft. Man liest diesen Sabbat den 2. Perek: auch wird — wo üblich — das erste Sulas im Morgcngcbete des Sabbat eingeschaltet. ~ Eine Tochter, Herrn Dr. L. Franck (Strans), Altona, Blucherstraße. . Ein Sohn, Herrn Professor Manasse (Heß), Straßburg i. Elf. Verlobte. Haintchen Koschland, Fürth, Bäumerstr. 3, mit Emauuel Kaufmann, Stuttgart, Fischerstr. 7. Anna - Haas, Stuttgart, Danneckerstr. 18, mit Hermann Götz, München, Benderstr. 71. ' Jenny Ettlinger, Karlsruhe, mit Max Rosenthal, Frankfurt. Frida Einstein, Ulm, mit Louls Strauß. Ulnt. Selma Strauß, Frankfurt, Blilcherplatz 6, mit Robert Soudheimer, Wiesbaden. Julie Liebes, Berlin, mit Earl Lehinann, Duisburg. Edith Marburg, Nordhausen, mit Willi Philippsvorn, Quedlinburg. ) Sterbefälle. Gustav Reiß, 60 I., Mannheim. Earl Winrpfheimer, 62 I., Karlsruhe. Berta Gerstel geb. Radlauer, 75 F., Eharlottenburg. Johanna Rau geb. Eohn, Neumark, Westpr. . Kaiser Friedrich Quelle - Offenbach a. M. - Vornehmstes Tafelwasser. Vereins-Kalender. Verein für jüdische Geschichte und Literatur. Montag, den 30. April, abends 7 Uhr, in der Frankfurt-Loge, Eschcrshcimerlnndflraße 27: Generalversammiung. ZE»r-d«rg Sigmund Singer, Bömplatz 23 empfiehlt Stoffe kür Herren-Paletotä und Anzüge bei billigsten Preisen. Hotel und Pension PorMiaus kSo^rio^f^ Schuhmacherei D U P P, Börneplatz 23. Reparatur. Billigste Preise. Barmizwohs. (Ohne redaktionelle Verantwortlichkeit Wir bitten um gefl. 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JLemaan Zion palästinensischer H^lfsverein, Die Mitglieder werden hierdurch zur Generalversammlung auf Mittwoch den 16. Mal, Abends 8 Uhr, in das Vereinslokal, Börnestrasse 52 parterre, ergebenst eingeladen. - Der Seschiftsfufaende Ausschuss: Rabbiner Br. Horovitz, Vorsitzender. Verein für jüdische. (Seschiqhte und Literatur! ] -Einladung zur; GeneralVersammlung \ Montag, den 30. April, abends 7 Uhr, in der Frankfurt- Loge, t Eschersheimer Landstrasse 27.; Tagesordnung: 1. Bericht des Vorstandes. 3 2. Bericht der Revisoren. 1 . 3. Wahl des Vorstandes. 4. Wahl der Revisoren. ' 7657

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