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Neue jüdische Presse · 1906-04-20 · Heft 15 (20.4.1906) · p. Seite 10

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Journal
Neue jüdische Presse
Volume
4 (1906)
Issue
Heft 15 (20.4.1906)
Date
1906-04-20
Page
Seite 10 (sequence 10)
Language
German
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»»rsAr-ifti:*.; ■>.{, . Seite 10. Frankfurter Israelitisches FamMenblatt. Nr. 15. Elberfeld. Das am l. April 1905 gegründete israelitische Pensions- und Gesellschaft s ya u sf ür w e i b li H e An g e st e l l t e beherbergt bereits 18 Pensionärinnen, die in ihm Wohnung und volle Pension haben. Mit der Errichtung von'-Fortbildungskursen ist bereits begonnen worden; Ende März fand die erste französische Stunde statt, und in Kürze wird mit Gesangstunde, Stenographie, Buchführung und Schreibmaschine fortgefahren werden.. Aus -er Lehrerwett. Frankfurt a. M. Der Geschäftsbericht des Hilfs- Vereins der deutschen Juden verweilt auch bei dem Seminar, das Herr Rabbiner Dr. Horov i tz, der stellvertretende Vorsitzende des Hilfsvercins,. hier errichtet hat, um osteuropäische Inden zu Lehrern auszubilden, damit sie nach ihrer Ausbildung eine wichtige Kulturmission in ihren Heimatländern erfüllen. Das Seminar, für das der Hilfsverein eine änmalige Zuwendung von 5000 Jt und auf 10 Jahre einen Jahresbeitrag von 1000 M bestimmte, wurde: April 1905 mit 15 ordentlichen (10 Russen, 4 Galiziener, I Rumäne) und drei außerordentlichen (3 Ungarn) Schülern errichtet. Die verschiedenen Prüfungen, die vorgenommen worden sind, haben die überraschendsten Fortschritte ergeben, welche die jungen Leute in der verhältnismäßig kurzen Zeit gemacht haben. Es ist eine Freude, zu sehen, mit welcher Präzision diese russischen und polnischen jungen Leute zu-antworten gelernt haben, wie diszipliniert sie such, und, was besonders hervorgehoben zu werden verdient, wie geschickt sie sich beim Handfertigkeitsunterricht zeigen. " Frankfurt a. M. Im abgelaufenen Schuljahre wurden von der Israelitischen Religions -- schule (Direktor: Dr. Jakob Horovitz) 491 Schüler uitb Schülerinnen unterrichtet und zwar: in der Schule am Hermesweg 161 Schüler und 153 Schülerinnen, kn der Schule an der Unterlindau 54 Schüler und 25 Schülerinnen, im Kaiser-FriedrichsgMnnasium 45 Schüler, in der Adlerflychtschuke 43 Schüler und in der Prima der Klingerschüle 10 Schüler.. In dem mit der Religionsschule in Verbindung stehenden „Lehrerinnenkursus" wurde 3 Teilnehmerinnen das Besähigungszeugnis zur Erteilung des Religionsunterrichts zuerkannt. Der vor drei Jahren Angerichtete „Kursus für gälizifche und russische Kna- Sgn", der insgesamt sechs Wochenstunden in Anspruch nimmt, wurde auch , in diesem Jahre in der bisherigen Weise abgehalten. .Das Sommersemester beginnt Mittwoch, den 25. Aprss. Anmeldungen nimmt der Direktor täglich zwischen 3—4 Uhr in seiner Wohnung (Börneplatz 16) chnd am 25. April im Schulgebäude Hermestteg 25/27 (zwischen 2—3 Uhr) und im Schulgebäude Unterlindau 23 (zwischen 3rf2~^Vs Uhr) entgegen. Halberstadt. Hier starb im Atter von 68 Jahren der am 1. -Oktober v. I. in Pension getretene Lehrer Dr. van Gelder, nachdem er 32 Fähre an der hiesigen jüdischen Elementar- und Religionsschulc amtiert hatte. Cassel. Herr Bezirksrabbiner Dr. Doktor- Bruchsal ist zum Nachfolger unseres verewigten Ländrabbiner Dr. Prager gewählt worden. Stratzburg» 18. April. Der von über 600 Teilnehmern besuchte 27. ü n t c r e l s ä s s i s ch e L e h r e rtag nahm einen Antrag an, wonach das Barsch l a gs r e ch t d e r e v a n g el i s ch e n u n d israelitischen K o n s i st o r i e n bei Besetzung der Lchrerstcllen beseitigt werden soll. Die Verteilung evangelischer und israelitischer Lchrcrstetteii soll amtlich ausgeschrieben werden. Pinne iPesen). Zum Rabbiner unserer Gemeinde wurde Dr. H. Grünthal in Lauenburg gewählt. Filehne. Direktor I. Nobel, Antwerpen ist einstimmig zum Prediger und Schüldirigenten der hiesigen israel. Gemeinde gewählt' ivordc». Aus der ziouistischen Bewegung. Hamburg-Altona. Die Mitgliederzahl der hiesigen Ortsgruppe beträgt 277, die der innerhalb der Ortsgruppe bestehenden „Misrachi-Vereinigung" .40 und die der gleichfalls innerhalb 'der Ortsgruppe bestehenden „Frauenvereinigung" 75. Die Mitgliederzahl wäre größer, wenn in Hamburg nicht unter den jüngeren Kausleuten eine so starke Fluktuation bestünde und wenn der Vorstand nicht mit Rücksicht auf die Situation des Zionismus und auf die traurigen Ereignisse in Rußland seit dem Kongreß von öffentlichen Propaganda-Versammlungen abgesehen hätte. Seit dem 1. Slpril 1905 veranstaltete der Vorstand 16 Versammlungen; ferner hakte in den studentischen Ferien ein freies Komitee mit Unterstützung der Ortsgruppe 7 Vortragsun^ Diskussionsabende für junge Leute, die Misrachi-Vereinigung 2 öffentliche Versammlungen und die Fraueiwercinigung eine Makkabäerfeier veranstaltet. Jin Tezeniber trat auf zionistische Initiative ein jüdischer Volks- Verein ins Leben, der auf nationaler Grundlage die Organisation der Ausländer ohne Rücksicht aus die politische Richtung betreibt. Briefkasten. S. L. in P. Großrabbiner Zadok Kahn in Pari» hat kein Vermögen hinterlässen; die Nachricht, er sei als Millionär gestorben, ist eine Zeitungsente. Vakanzen. Ulm. Rabbiner. Ansangsgehalt JL 2700, freie Dienstwohnung. Meld.: Jsr. Oberkirchenbehörde, Stuttgart. Die Pesach-Niimmcr der Wochenschrift „Die Welt'' ist soeben in doppelt verstärktem Umfange erschienen. Ans dem Inhalte heben wir hervor: Israel Qucrido: Pässah, Martin Bnber: Die Geschichte von der Kräutertruhe und dem Kaiser zu Rom, Max Nvrdau: Epigramme, Leon Rafaels: Splitter, M. N. van Campen: Ter Sohn des alten Volkes, Schalem Asch: Der Sündige, Mathias Acher: Betrachtungen. Illustration von Israels Struck- und Hagada-Rcprodnltioncii verleihen dieser S'pezialnummer ein sehr hübsches Aeußere. Bon der A k a d e m i e z u F rankfurt a. M. Im verflossenen Wintersemester ist die Gesamtzahl der Zuhörer ander Akademie auf 712 gestiegen (gegen 663 im Wintersemester 1904/05) die höchste bisher erreichte Ziffer. Und zwar ist wieder in allen drei Kategorien, welche die Akademie unter ihren Zuhörern unterscheidet, (Besucher, Hospitanten und Hörer) ein Zuwachs zu verzeichnen'. Die Zuhörer gliederten sich in folgender Weise nach Berufen: Unter den Männern, welche die Akademie besuchten, waren 186 Kausleute, davon 20 Selbständige und 166 Unselbständige, unter letzteren wieder 38 Bank- und 8 Bcrsicherniigsbeamte. Tic Zahl 'der Ingenieure und Techniker betrug 32, die der Juristen -und höheren Berwaltungsbeamten 92, die der mittleren Berivaltnngsbeainten 11. 110 waren Lehrer, darunter 37 mit akademischer und 73 mit semknarischer Vorbildung. Die Zahl der Angehörigen sonstiger gelehrter Berufe (Acrzte pp.) betrug 25. Die Gesamtzahl der Frauen, welche Vorlesungen an der Akademie hörten, belief sich auf 226, darunter waren 60 Lehrerinnen, 10 Angestellte und 156 ohne Beruf. Von den Besuchern (immatrikulierten Studierenden) besaßen 46 (2G<>/o) und von den Hospitanten sogar 144 (45»>) schon anderweitige Hochschulbildung! Die Zahl der Ausländer, welche die Akademie besuchten, ist mir gering (27) und im Vergleichs zum vorhergegangenen Wintersemester sogar etwas gesnitken. Verein Moniefiore, Seilerstrasse 22 pri. Vereins- ILocalitäteii geöffnet täglich von 12—3 und 6—11 Uhr. Samstag und Sonntag den ganzen Tag. t dlaserei fvanz Buckels Kunsthandlung. Frankfurt a. SL Telephon 10744 Kronprinzenstr. 18. r .. - Einrahmen von Bildern u. s. w. Reparaturen reell und billig. ■ ■=— Restaurant <i. Gafe Thiergarten am Seb&tzenbcunaen tO. i Angenehmer Familien-Aufenthalt. I Verlangen Sie Preisliste Aber „Patent-Setzofen mit GIQIttpern“. WM- Erfüllt die rituellen Vorschriften. 'WW Halle St Wiesen er, Bad Orb. I Conditorei van Husen Reuterareg 69 Frankfurt a. B. Tel. 10081« Spezialität feiner Backwaren als Torten, Kuchen, Thee-Gebäck. -Bestellungen werden prompt ausgeffihrt.-— hm Forderungen —m> m zieht an allen Plätzen schnell .ein 0 conzessionirtes M Privat-Secretariat Heb. 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