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Neue jüdische Presse · 1905-11-10 · Heft 43 (10.11.1905) · p. Seite 10

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Journal
Neue jüdische Presse
Volume
3 (1905)
Issue
Heft 43 (10.11.1905)
Date
1905-11-10
Page
Seite 10 (sequence 10)
Language
German
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'HBetfe';!«.--- - ------------ - .—*—-‘-~--"Jfä^iST tasteterAnerknnungsteht. Mein, wo über.dle aller< ersten Grundprinzipien der religiösen jlstberzyigiuig: und beröMWM Pflichte» die Gemüter aiks'eiiiaiOeögehen—.nnd es stehen doch in Wahrheit jüdische Orthodoxie ''und Ideologie in', weit' einschnüdeude«:m> MgsistchestzüLSpande^ -als Knihöltzlsmus und Protestantismus .— .da ist jede sünstlich ^zu schaffende Einheit' eine' in Berkümiiierüng der heiligsten Rechte sich ^Schrnde Unnatur,, dq Zt HezentrNlisierung die WMeWÄtzr«gdxr Gelvijsensfrccheit, weil zur Zentralisierung die allererste Vorbedingung, die-Einheit^ spet xeügiösen Gruntzüberzeihzung fehlt. '' ^Mögest daber allerorts^ wo ähnliche Bestrebungen versucht' cherden/ die gesetzestreuen Juden bei Zeiten wach'.sein,iLei Zeiten für ihr Recht/ihre Gewissensfreiheit, ihre, religiösen Ueberzcugungdn und ihrer Kinder-/religiöse Zukunft einstehen, dainit sich nicht auch an ihnen das verhängnisvolle-Wort räche: trop tard!" ....... ' . , Demnach kommt in. dem Aufrufe des Herrn Rabbiner D'r. Cahn — er hat mir nicht Vorgelegen — scheinbar nur eine altbewährte Weisheit zum Aus- Lrmke,,- die -sicherlich eher Mefürwortung als Be- ÄstchfUng verdient,, umsomehr als eine Versammlung, die von P r o f e f s o r Dr. Ntaybaum den Segen (sie.!) empfängt/ doch keineswegs - bei dem Ernstdenkenden unter dem Verdachte der „Gewissensfreiheit" stehen kann. ' ’■ : Stets der Ihre ... M enachem. Die Worte S. R. Hirsch's s. A., die der geschätzte Schreiber als Gegenbeweis für unsere Ausführungen ins Feld führt, fetzen sich absolut nicht in Wideripruch 'Mit'dem/vvn^nns' in dem 'fraglichen Artikel Ausgeführten.Was S. R. Hirsch s. A. sagt, ist, daß' 'in geistiger, resp. kultureller Beziehung eine Separierung nötig ist.. Dem stimmen wir voll und ganz bei! — Wir sag- M»-4a--ausdrücklich, dast eine Organisation der orthodoxen Elemente von'Nöten ist'; aber nach unserer Ansicht ist esebenso erforderlich, daß die Orthodoxie sozial und'. politisch mit der Gesamtheit' verbunden bleibt. 4tur ein geeintes Volk kann für seine sozialen-und politischen Verhältnisse-mit Erfolg auftrüen. Dem Grundsatz „Lol disroei Ghawenm" und „lisreel. af alpisrhecboto.lisroei bn". kann sich keinJude ' und am-allerwenigsten noch ein Jude, für den die Prinzipien-und Regeln des Talmuds Lebensnorm sind, ent- - ziehen Und was unsere. Vmer seitTausenden von Jahren ' in ihrer Beziehung zur jüd. Gesamtheit, dem Klal, hochgehalten haben, muß auch für die gegenwärtige Generation, soweit sie die Ueberlieferung der Väter ehrlich hochholten will, maßgebend sein. Diese Erwägungen sind so einfach, so klar, so -unumstößlich, daß sie auch, .eine event. gegenteilige * Meinung eines Hirsch nicht umstoßen kann. Zwei und ' Mi bleibt stets , vier — und sollte der "genialste Mensch . uns herausrechnen-. - - - Im Vollgefühl unserer jüdisch-sittlichen > Pflicht haben wir/unsere Meinung in dieser Angelegenheit -gesägt, - ohne: daraus -Rücksicht zu nehmenstob man sie uns übes stimmt oder nicht. -D,-Redakt?- --- . - Letzte, Berichte. New-Iö'r k, 8. Noch Jn-uinstr gr ös;c'n j üd. Be r sä liiutl u n g würden 56 800 Toll, gezeichnet, die bestimmt sind für die Sammlung zur Unterstützung aller'Opfer der Mäss.a-kre-8'iil Rußland. ' - ' ' ' Zum Vorsitzenden des Hilssvereins, der sich gebildet hat, wurde Oskar Strauß und znm Schatzmeister Jacob Schiff gewählt. Brieflaste«. H. S. Genaue Berichte über die Greuelkälen in Rußland lassen sich erst nächste Woche bringe» Kunst «ud Literatur. In unserer Stadt weilt gegenlvärtig Herr Menasse Großberg sein Enkel des weltbekannten Gelehrten Jsaac Löb Großberg, Verfasser des berühmten Kommentar Schai Lamauro zu Mas. Bechauroth). Herr Menassc Großberg hat schon vor vielen Jahren das Manuskript Peschotim und Peruschim von Rabbi Jakob aus Wien veröffentlicht uild außerdem verschiedene (17) Manuskripte, welche sich in Oxford und British Museum befinden, der Oeffentlichkeit übergeben und dazu erklärende Noten geschrieben. Seine Arbeiten -werden von den großen Koryphäen unserer Zeit als wertvoll und Ivichtig anerkannt. In der jüngsten Zeit hat er eine Abschrift von dem Manuskript der Megillath Taanith, die sich in British'Museum befindet, besorgt. Eine Photographie des ersten Blattes des Manuskriptes geht dem Werke voran. Mit vielen gelehrten, wissenschaftlichen Noten versehen, zeichnet sich dieses Werk durch merkwürdige Variationen von den Megillath Taanith, die wir besitzen aus. Ter Gelehrte bemüht sich jetzt, das sich hier in Frankfurt befindliche Manuskript der Scheeltoth von Raw Achoi Gaon zu kopieren und auf die vielen Varianten laufmerksam zu machen. Verein Metror-Chajim. Lehrplan für das Wintersemester. Geist der jüdischen Gesetzeslehre: Tag und Stunde dieser Vorträge werden jeweils zuvor angekündigt, Herr Rabbiner Tr. S. Breuer. Gemara: Sonntag Morgen 9 Uhr, Tonnerstag Abend 83/i Uhr, Herr Rabb.-Ass. G. Posen. Gemara: Sonntag Nachmittag "4 Uhr, .Aenstag/Abeild 83/i Uhr, Herr Direktor Tst G/Lange: Mischnah:zArontag Llbem>r83/ststUhr,/Freitag Abend nachISchluß'd'eb 'Shnägvge/'Herr Rektor B. Fstkkst Mikro: Samstag Nnchmittag-Zl/i Uhr,. MitstlteVer-Vortragst-Mewiim: Alle vierzehn Tagst.,Sonntäg-Mend 6 Uhrstl. Vortrag:,.Sonntag, 6. November, Herr Oberlehrer. Ä- Wehl. Newlim : Alle'vier Wochen Sonntag Abend-6 Uhr, 1.. Vortrag / Sonntag, i2. - November, Herst Jüliiis Hirsch.- - Schülchan ' Arilch': Samstag Vormittag nach <Ahlnß der ^yägöge Schü-- tzensträM wenn weder Predigt noch Vorträg im Höstsaale stattfindct, Herr Rektor- B. Falk.- Elemcntar- .KnrsUs in Ehumesch- Tefilloh nnd^Tiqim Samstag Mittag 12 Uhr, Hetr H. Einstadter. 'Gäste sind willkymmeir. Tas -Lesezimmer, ist geöffnet: Sonntag: Bowiit 9 bis st2 Uhr, imchmitt. 2 bis 9 Uhr. Montag, Dienstag, Mittwoch, Donnerstag: abends 8 bis 10 Uhr. Freitag: von Beginn des Sabbats bis 9 Uhr abends. Samstag: Vorm- 9 bis 1 Uhr, nachmittags 2st»Uhr bis Sabbat-Ausgang, abends 8 bis 10 Uhr. Wegen Entlcihung von Büchern aus unserer Bibliothek beliebe man sich- Sonntag Morgen nach dem Schiur an unseren Bibliothekar zu wenden. Vereins - Kalender. Verein Montefiore. Mittwoch, den 15. November, abends 9 Uhr, im groben Saale , der; Loge zum Frankfurter Adler, Seilerstraße 221., ll. Vortrag des Privatdozenten T-r. phil. Jul. Hülsen „Alt-Frankfurter Bau- und Kunstdenkmäler." - Verein Mekor-Chajim. Sonntag, den -12. Nov. 1905, abends 6 Uhr, (Schntzenstraße 2) Vorlesung des Herrn Julius Hirsch aus „Jesaias". Wochen-Kaleuder. (Zeitangaben nach dem Luach.) Samstag, den 11. November (13. Cheschwan), Wochenabschnitt Lech lecho. Sabbat-Anfang in Frankfurt a. M. 4 Uhr 25 Min. Sabbath-Ausgang in Frankfurt a. M. 5 Uhr 40 Min., Straßburg 5 Uhr.40 Min., Berlin 5 Uhr 10 Min. Kaiser Friedrich Quelle ■ Offenbach a. M. - - Vornehmstes Tafelwasser. Offenbarter Druckluft=Hnlag« Telefon 128. Offenbach a. M. Telefon 123. Unübertroffene bewährteste Teppichreinig lind. Main -Briketts Prels j». Ctr. in Fahren Mir. 0.95 Preis p. Ctr. iu Säcken 9h. 1.05 Bestes und billigstes Feuerungsmaterial für Küchenherde, sowie aller Heizsysteme. Kochknnstausstellung Frankfnrt a. M. Goldene Jdedaille und Ehrenpreis. Hauptdepot: Mayer & Nebelung Telephon 5098. Merianplatz 9. Bluimn= und Pflanzcnbandlung > < „Zürn Scheffdeok“,. Th- Mftck-Eder i J Eckenheimerländstrfföse 2 and Friedbergerlandstrasse 52. Telefon 1186- W v e# AlAie TUaw Lsobsrsbsimsr Landstrasse HE ' ■^S, .. MM UW M7kürtnerweff 1, Lacken. 1 M Herrenu. Damen-Schuhmacher.? ■-ST :: Beparalarwerkfi tätte. S ÄIÄIN5« | Glaserei A. E. Möl»uss Kunsthandlung. i Kein Laden! Günthersburg-Allee 3. Kein Laden! 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