Mannheim
Compact Memory

Neue jüdische Presse · 1905-02-03 · Heft 5 (3.2.1905) · p. Seite 5

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Neue jüdische Presse
Volume
3 (1905)
Issue
Heft 5 (3.2.1905)
Date
1905-02-03
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
94% known words query
IRI
…/2692297-2692409-2692414--01416-2695924
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

3 entity mentions

Nr. 5. Frankfurter Israelitisches Familienblatt. Seite 5. unter Umständen recht empfindliche Einbußen mit sich bringen können, sehr häufig Vorkommen müssen; selbst die besten Anlagen und die größte Vorsicht, schützt absolut nicht sicher gegen Verluste aus derartigen Schäden. Wir raten des- ^halb wärmstens zur Bersichcrnngsnähme. Vakanzen. Pohrlitz (Mähren). Kantor und Schächter per „ 1. April. Gehalt Kr. 2200. Posen. Assistenz-Arzt am jüdischen Krankenhause per 1. April. Gehalt bei vollständig freier Station Ji 900. Meldung bis 15. Febr. an den Vorstand der Synagogen-Gemeinde. Pr. -Holland in Ostpreußen. (5000 Einwohner, 35 jüd. Familien.) Vorbeter, Lehrer und Schächter per sofort. Einkommen 1900 JL Bncherscha«. Stefan Zweig: Die Liebe der Erika Ewald. Novellen. Berlin, Egon Fleische! u. Eo. 1904. Preis 2 Mk. Stefan Zweig soll Zionist sein. Das macht ihn für unseren Leserkreis an und für sich interessant. Aber in dem vorliegenden Novellenband findet man kein Atom seines politischen Bekenntnisses. Hier ist er ganz Bürger im L?nde der freien Poesie, das sich grenzenlos über Juden und Christen, Assimilanten und Zionisten erstreckt. Will man nach diesen Erzählungen urteilen, so müßte man glauben, sein einziges Zukunftsreich sei das Reich der Liebe und ihrer mystischen Ekstasen, wo alle Tisharnionien aufgelöst werden im Zeichen des unerschöpflich reichen und schönen Lebens. Seine Dichterphysiognomie, wie sie sich hier zeigt, trägt weiche, zärtliche, nicht krankhafte aber kränkliche Züge. Ihm ist es nicht gegeben, den vollen, ungebrochenen Akkord zu greifen, sondern er horcht dem leisen Verhallen versonnener Aryoppien nach. Selbst wo die Geschehnisse kraß sind, wie in den zwei Don-Erzählungen: Der Stern über dem Walde, verschwinden doch die Ereignisse unter den Details innerer Vorgänge. Er ist sozusagen der Novellist psychischer Nebenerscheinungen, und es paßt zu dem femininen Einschlag seiner Begabung, daß er die feinsten Schleier von den Sensationen der mädchenhaften Psyche löst. Götz Kr.afft, die Geschichte einer Jugend von Edward Stilgebaucr. 2. Teil: Im Strom der Welt. Verlag von Richard Bong, Berlin. Wir haben bereits den ersten Teil des Buches (siehe Nr. 17 des vorigen Jahrganges) eingehend gewürdigt. Der zweite Teil nimmt nicht, wie es beim ersten der Falt war, die Interessen einer jüdischen Zeitung in Anspruch. Aber auch dieser Teil des aus 4 Bände berechnenden Werkes ist anregend geschrieben. Götz Krafft ist in Spree-Athen, in Berlin. Er soll Theologie studieren, aber er hat seinen Glauben verloren und so wirft er sich den schönen Wissenschaften in die Arme. Ohne Plan und Ziel treibt er sich in der Reichshauptstadt umher. Hierbei lernt er die Schattenseiten der Großstadt kennen. Er selbst erlebt wenig, sondern schwimmt im Strome mit. So lernt er an den Erlebnissen der anderen. Stilgebauer kennt Berlin und zeigt uns diese Stadt in ihrem vielgestaltigen sozialen Leben. Er hat alle sozialen Schichten mit scharfem Auge beobachtet und seine lebenswahre, anschauliche Schilderungsweise wird sicher das Interesse der Leser auch für den nächsten Band wachhalten. 8. Verein für jüdische Geschichte und Ltteratnr. Montag, den 6. Februar, abends 8% Uhr. im Saale des Kaufmännischen Vereins, Langestraße: Vortrag des Herrn Redakteur D r. Moses- Berlin über „I ü d i s ch e n Witz u n d Hu m o r." Verein zur Pflege jüdischen Wissens (Tiseres Bachurim). Sonntag, den 5. Februar, abends 83/i Uhr, Herinesweg 25/27: Bortrag des Herrn N o a.P e u d e r über „Rav und Schemnel". Moutefiore, Verein zur Pflege der ideale« Interessen jüdischer junger Leute (E.B.). Mittiooch, den 8. Februar, abends 8*/i Uhr, Seilcrstraß» 22: Zweiter Vortrag des Herr» Rechtsanwalt Tr. M e r z b a ch über „H a n d e l s r e ch 1". Frankfurter Zionistische Bereinigung. Montag, den 6. Februar, abends 83/r Uhr. Mitglicderversammlung: Knrsaal Milani. Tagesordnung: 1. Vortrag des Herrn Abraham Reinhardt: „Aktuelle Fragen im Zionismus". 2. Diskussion. 3. Jüdische Bibliothek und Lesehalle. Familiennachrichteu. (Aufnahme in diese Rubrik kostenlos.) Geburten. Ein Sohn, Herrn L. Landau, Frankfurt a. M., Langestraße 65. Ein Sohn, Herrn Dr. B. Ansbacher, Frankfurt a. M., Jordänstr. 6. Ein Sohn, Herrn I. Goldschmidt, Frankfurt am Main, Schesselstr. 13. Eine Tochter und ein/«oh», Herrn A. Saffra, Frankfurt a. M.. Obermainstr. 5. Ein Sohn, Herrn Sigmund Wolfs, Nürnberg. Verlobte. Rosa Wertheimer, Kippenheim i. B., mit Josef Burgheimer, Straßburg i. Elf. Elsa Hammel, Straßburg i. Elf., mit Dr. med. Max Günzburger, Biülhausen i. Elf. Frieda Rotschild, Frankfurt a. M., Baumweg 14, mit James Levy, Frankfurt a. M., Fahrgasse 148. Sarah Löwcnberg, Hersseld, mit Wilhelm van Cleef, Emden. StervefäSe. Regine Frank, 68 Jahre alt, Frankfurt a. All Rafael Gordon, 66 Jahre alt, Frankfurt a. M., Fischerfeldstr. 16. Elkan Meycrseld, 67 Jahre alt, Frankfurt a. M., Parkstr. 10. Röschen Sigmund, 5 l Jahre alt, Frankfurt a. M., Koselstr. 15. Regine Lichtenberger, Brette». Salomo» H. Siegel, 78 Jahre alt, Straßburg i. E. Simon Schatzmann, 70 Jahre alt, Heldenbergen. Seelig Rosenmeyer, 73 Jahre alt, Straßburg i. E. Barmizwohs. (Ohne redaktionelle Verantwortlichkeit. Wir bitten um geil. Mitteilung der Barmizwohs; die Aufnahme geschieht kostenlos.) Julius Herrmann, Sohn des Herrn D. Herrmann. Thiergarten 36, in der Gemeinde-Synagoge, Börneplatz. Das „Frankfurter Israel. Familieublatt,, kostet: Frankfurt a. M. (durch Postkarte bei der Geschäftsstelle des „Frankfurter Israel- Familienblattes" zu bestellen) Mk. 1.— frei ins Haus pro Vierteljahr. Auswärts (am Postschalter zu bestellen) Mk. 1,02 einschließlich Bestellgeld pro Vierteljahr. Auch im Auslände nehmen sämtliche Postanstalten zu dem gleichen Preise — in Landesmünze umgerechnet — Abonnements entgegen. Bei direktern Streifbaud-Bezug von der Geschäftsstelle des „Frankfurter Israel. Familienblattes": in Deutschland Mk. 1,50, Oesterreich- Ungarn Kr. 2.—, Rußland Rubel 1.—, Holland fl. 1,25, Frankreich, Schweiz, Belgien, Italien Frcs. 2,50 vierteljährlich. Wocheu-Kalender. (Zeitangaben nach dem Laach.) Sauistag, 4. Februar. Wochenabschnitt: Miachpolim. Sabbath-Ausgang in Frankfurt a. M.: 6 Uhr 10 Min., in Berlin: 5 Uhr 41 Min., in Straßburg 6 Uhr 15 Min. In unserem Verlage erschien: Das Inkobsrelt Hochzeits-Festspiel von Menachem. Preis 35 Pfennig. Gegen Einsendung von 30 Pfg. in Marken Franko- Zusendung dieses für Hochzeiten sehr empfehlenswerten Festspieles. Frankfurter Israel. Familienblatt. Sarah jLöwenberg Wilhelm van Gleef . Verlobte. Hersfeld Emden Scliwat 5665. Minen Blühen an den Jensterscüei&en und die Erde starrt in Eis und Kälte. Wohl DM dem, der sich's am warmen Ofen behaglich machen kann. Wer aber hinaus muß, der. sehe sich vor MD — nicht nur durch Pelze und Unterkleider! Man sollte, namentlich wenn man empfindlich ist, immer eine Pastille iFay's ächte Sodener) int Munde haben, damit man gegen Katarrhe geschützt sei. Die Pastillen bekommen im Gegen- Wß satz zu Süßigkeiten dem Magen vortrefflich, sie lassen Katarrhe nicht auskommen und dulden MM keinen, der vorhanden ist. Die Schachtel kostet Or CHS*. i*. ÄrfA** M* Wir bitte» unsere Leser, ihre« Bedarf unter Bezugnahme auf «user Blatt bei nuferen Inserenten zu decke«. Frankfurter Israel. Familienblatt. Der Wunsch eines jeden Brautpaares ist, sich ein neues Heim behaglich und schön einzurichten. Zu diesem Zwecke gestatten wir uns. Sie auf unser reichhaltiges Lager in selbstangefertigtenWohnungseinrichtungen von der einfachsten bis zur elegantesten Ausführung, bet fünfjähriger Garantie und staunend billigen Preisen aufmerksam zu machen. Ein Besuch unserer Mobiliar - Austeilung1 ohne Kaufzwang würde sich für jedes Brautpaar sowie für jedermann stets als lohnend empfehlen. Philipp Vogel Jt Co. 4f Grosse Eschenheimerstr. 41. Bantberger & Jiertz k Zell 54 (neben d. Hauptpost) / nur erste Etage. Grosses Spezialgeschäft für Herren- und Knaben-Garderobe. Sportu. Loden-BetilBiElung. £Mo. Kltnelie Maassanfertlgnng. „ -7-—-- Spezialität: Eleidungwfur eorpulente Herren. Man «erlange Cataloge.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.