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Neue jüdische Presse · 1905-01-27 · Heft 4 (27.1.1905) · page 9

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Journal
Neue jüdische Presse
Volume
3 (1905)
Issue
Heft 4 (27.1.1905)
Date
1905-01-27
Page
– (sequence 9)
Language
German
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Beilage zu Nr. 4 des Frankfurter Israelitischen Familitublattes. Inhalt -er Vellage: Aus der zionistischen Bewegung.—! S den Vereinen. — Personal" 1 ».S der Lehrerwelt. — Vakanz Briefkasten. — ,jüdische Jugend. Aus der zionistischen Bewegung. Frankfurt a. M. Mitteilung der Nationalsonds-Kommssion der Zionistischen ^che «itzung verwiesen. Bereinigung Frankfurt a. M. Es haben sich Warschau. " — an der Selbstbesteuerung zu Gunsten des jüdischen tral-Bureai v nvtnfe ffnH'nnS tnilfhi daß der Schmerz um den Verlust ihres edlen Gatten Roth,child von Frankfurt a. Oder, das Bankhaus jedes jüdische Herz bewege. L. Mende, seine Geschichte in der Bankwelt be- ... , - Ter Schriftführer berichtete alsdann, daß sich endet. Das von Löbl Mende im Jahre 1796 be- Aus den Vereinen. — Person alten. — {lt Liverpool ein Misrachi innerhalb der Orts« gründete Bankgeschäft, welches zur Zeit der Frank- Aus der Lehrerwelt — Vakanzen. — ^ruppc konstituiert habe, dessen Präsident Mr. Carsurter Messe eine internationale Bedeutung hatte m e l s e n. ist. and welches durch seine makellos rechtlichen Prin» Biele neue Anträge wurden erörtert. Eine Resoluzipien zu allen Zeiten einen erstklassigen Ruf getion, welche von den Londoner Zionisten eingereicht noß, ist aus die Deutsche Bank übergegangen, wurde, ward auf Anregung des Herrn Loewe. dem Veuthe«L--I., lü.Januar. WieBlutmord- Herr Freuden heim beip, lichtete, aus die sahrmärchen entstehen, darüber gibt folgender, ''^e Sitzung verwiesen. von der katholischen „Beuthener Zeitung" berichteter Warschau. In der letzten Sitzung des Zen- Vorfall Ausschluß: „Seit Montag behauptet sich in il-Bureau des Miscachi, die in Wilna Teuthen O.--S. mit großer Hartnäctigkeit das G«. Rütion^stnÄ betelligt und zwar für die 'Monate stattfand, wurden, a. beschlossen," eine Jeschiwo rücht von einer Bluttat auf der Blottnitzastraße. Ter Dewetb und Sckwat die Herren: I. L. Goitein. H. in Lida unter Leitung des Herrn Rabbiner Reines Umstand, daß hierbei ein jüdischer Händler aus Gali- Friesländer Fl Sondheimer, I. Gaus, I. Feinzu gründen. Neben der weitgehendsten Pfleg: echt äteit und ein Schulkind in Betracht komme» sollten, aold floievb den Schimon, Dr. Hanauer, H. Koljüdischen Wissens auf Grund systema.ifch au geoauter gr°t S» de» dümmsten Kombinationen Veranlassung, liner M Solomon. B. Stern, Soll» Geis, .Selmar Methodik soll den Jüngern in einem tätlich zwei- Las Gerede ist aber nur aus den groben Unfug Geis' S Grünebaum. Sl. Reinhardt, Dr. I. Mayer, stüudigen Unterricht auch profanes Wissen gelehrt einer jytau zurmkzusühren. deren Tochter mit noch L Ovvenbeimer F Gradwohl, B. Wolpe, I. Hirsch, werden. Bisher sind die orthodoxen Raobiner Rußeiner Anzahl nichtsnutziger Schulmädchen einen jüdi- Qvvenüeimer'l, I. Oppenheimer II, Referendar E., lands im allgemeinen jeglicher profanen Bildung schon Händler durch Werfen mit Schneebällen und «' Rosenüeimer M. Markus, Dr. S., James Levy, bar und werden daher von der Regierung nicht verfaulten Aepfeln belästigte und dafür von dem N Liebes H van der Walde, M. Speier, W. David, als Kronrabbiner angestellt. Da nun der Berkehr mit Händler gezüchtigt werden sollte. Die Mutter des S Niederbolheim. Frl. C. Seligmann, Frl. G. Steieerden Behörden durch die Kronrabbiner geschieht, die Krudes legte sich ins Mittel und beschimpfte den wäld Frl. H. Reinhardt, zus. 34 mal 60 Pf. gleich mit geringer Ausnahme neolog sind, erleidet das Händler ,n mchtswürdigster Weise. In ihrer Wut 2040 JL orthodoxe Judentum eine schwere Schädigung seiner kannte sie keine Grenzen, und gab sogar der Ber- - '- Für den Monat Teweth die Herren: Lamm, Interessen. Auch muß, wie die Verhältnisse heute mutung Ausdruck, daß der Händler ihr Kind töten Flaakkohn M Wolf, N Hirschstein, G. Stern, zunun einmal liegen, in Betracht gezogen werden, wollte. Nun wurde ans der Mücke ein Pferd gelammen 5 mal 30 Pf. gleich 1.50 JL daß auf die heutige Jugend ein Rabbiner nur macht, und wie ein Lauffeuer verbreitete sich das Mr den Monat Schwat: Frl. Stern, Frl. Rom, dann wirken kann, wenn er außer jüdischer Gelehrter, Gerücht, daß ein jüdischer Händler ein Schulmädchen Herr A. Grünblatt, Herr Stein, zusammen 4 mal auch ein Mann profaner Bildung ist, der das m seinen Obstkelter gelockt und dort getötet habe. 30 Pf gleich 120 JL wirkliche praktische Leben kennt. Es ist eine traurige Bald fand sich auch eine betörte, nach Hunderten Nachzutragen für den Monat Kislew: Herr M. Tatsache, daß in den letzte» Jahrzehnte» die rufstzählende Menschenmenge, die das betreffende Haus Speier Herr Gradwohl, Dr. S., zusammen 3 mal scheu Rabbiner der Jugend gegenüber viel von bis in den späten Abendstunden umstand. Dasselbe 30 Pf' gileich 0.90 JL ihrer Autorität eingebüßt haben und auf dieselbe Schauspiel wiederholte sich gestern und heute!" An Geldspenden gingen außerdem ein: Aus der gegenwärtig fast keinen Cinsluß mehr ausüben. Sammelbüchse des Herrn Hirsch 10 JL, aus der Des Ferneren wurde beschlo»e», Wan der- ‘wyUHini UnUTpQilIIgltl« Sammelbüchse von Frl. Johanna Rosenthal 9 JL, Prediger auszuschickeii. die agitatorisch für die —s—Madrid. Sevilla zählt unter allen aus der Sammelbüchse des „Franfurter Jsr. Fami- Ideen der Orthodoxie und des Misrachi tätig sein spanischen Städten am meisten Juden, 300 Familien. Nenblattes" 9 JL, Emil David 1 JL, L. Werbsollen. Diesen Wanderpredigern sei es zur Pflicht In Madrid leben an 30 Familien, die nur selten löwsky 1 JL, durch Frl. Strauß 9 JL, Dr. Feuchtzu machen, die Gegner ves Misrachi rn keiner Werse zufammenkommen und fast gar nichts mehr halten, wanger 4.05 JL, Pinkowitz 1 JL, Verschiedene N. N anzugreisen, sie haben einzig und allein positiv für In Portugal zählt die Gemeinde Lissabon 400 Seelen. 2 JL, H.stinstädter 1 JL, Telegrammablösung 1/20 JL, die Prinzipien des MUrachi zu sprechen, durch W. David 4.12 JL, David Äldler 1 JL, im Hause Bei dieser Gelegenheit darf Ihr Korrespondent Katz 5 JL, zusammen 58.37 M wohl einmal den großen Gegensatz in der Taktik des Herr S. .F. einen Oelbaum auf den Namen Misrachi und in derjenigen der Gegner desselben ArOn Meier p?n AükoÜ Arje 6 jfL s** nvtavAAt snorfn«rirfi» beleuchten. Während der Misrachi alles Persönliche . »ra»»sarr a. w. L» : Herr Wilhelm airsgeschaltet wissen will, kennen die Gemec nur!"l»mlung des Vereins M itte. iöerr M. eine v-riönlicbe Kamv'eswciie. Zum Cbarakteriitikum Mts. statt.and, erö, Aus oeu Leremen. Frankfurt a. M. Die alljährliche Generalver- An sonstigen Spenden gingen ein . Nbmethy 1 Kistchen Zigarrenabschnitte, Herr M. I eine persönliche Kampfeswcise. Zum Charakteristikum v 1 y v ** I »t_es_ui-a._:r* r_i t*-.. i.— om Stamol. ekor Chajim, die üm .fnete der Vorsitzende Herr ihrer Kampfesweise sei hier der folgende Akt dieser C«R„w».?a Ct m .^^igung des vierretr seitaenaaelt- Tie Mackalikei Hadaß" deren Punkres der Tage.ordnung einen — w,e ber Frankfurt a. M. Die hiesige Z ionistische ästiges Haupt Jakob LiMütz in Kowno, der Be- T. "Pe-öüllig gründliche.. und exakten Bereinigung versandte vor einigen Tagen an » der „Lischko haschechauro", ist. hatte vor Z "ber die Tätigkeit -m abgelaufenen Jahre ihre Mitglieder den folgenden Ausruf: kurzem in vielen Synagogen einen Anschlag ankleben * ^,,. r. _ . ., .. ... ... Lohrtor (ä^jitittutißäjcnofjc. iaHcit tu tuetdicnt unter einem nropeti Äpdarat wichtigste Ereignis war die Ucb^njublUn^ Bekanntlich ist seitens unserer Mitglieder es Schmähunqen die lächerlich^Behauptung in die de» seit 30 Jahren bewohnten und lieb gewiederholt als ein Bedürfnis bezeichnet worden, in ^t hinausgesetzt wurde, daß die Misrachisten nach ^Ee^ii. der Schützeustraße « ,-» das hiesiger Stadt eine ■ Beendigung ihrer Gemoroh-Schiurim — diese kann «chutzenstraße 2. Tev. Grund zu Jüdische Lesehalle man also ihnen nicht ablengnen - mit „Bsulaus", *<?“nbetl‘n« war e.n sehr erfreulicher der zu begründen. Es dürste Ihnen auch bekannt ,e,n, Vkädchen Tanz aehen (siehe „Hasman"). Be- 'ßecim l 3n )r ö" Jahr gewachsen; er hat, sich daß der Vorstand sich seit mehreren Jahren be- Inders wird die Gefährlichkeit des Misrachi aber f ^tgli-der ver- ^R-alcher.mg dre.^s Plam^naher motiöiett/ ba&r der Führer . derselben es in Eh-t, ,zahlt^Lrwagt - — V. , -----V - und Lesehalle zur Verfügung gestellt worden und _ - t der Vorstand der Frankfurter Zionistischen Bereinig- Ferrara, Präsident der Federazrone Sronrung erachtet es daher als seine Pflicht, von neuem {*"<* Jtalrana, eure Gebeitkserer für an die Verwirklichung des Projektes energisch heran- Theodor Herzl statt, an welcher Feier der gezutreten. samte Vorstand und zahlreiche Gememdenntglieder Dazu bedars es aber 6vr allem weiterer Geldteilnahmen. mittel und wir wenden uns daher an Sie. werter „ Herr Raven na hielt die S:ossnungsansprache. Gesinnungsgenosse, mit der Bitte, die zu begründende Rede selbst hatte Herr Rechtsanwalt Roberto Lesehalle mit einem Jahresbeitrag subven- ^gcof!1 übernommen. Ler Redner wnrt i o n i e r e n z.i wollen. Ms geringster Jahresdrgte dm Persönlichkeit,des grogen Toten in me.stev beitrag ist 3 JL vorgesehen. Zugleich bitte» wir heller Wei»e und schlotz mit den Worten: Theodor aber auch Mitglieder in Freundeskreisen und namentgeitorben, fern Llbleben hat jedes indische lich auch in nichtzionistischen Kreisen zu werben. Herz mit Trauer erfüllt; wir aber jchreien inbrünstig Da die Bibliothek und Lesehalle der gesamten jüdi- QUf »» Selbe: „jm nächsten ^ahre »t Jerusalem . scheu Bevölkerung zu gute kommen soll, düste es nicht soeben erjchien Nr. 1 des neuen Jahrganges schwer fallen, Gönner für diese zu werben, nament- ^olletlno del Grnppo Sionistico lich aber bitten wir, begüterte Glaubensgenossen mög- M11anese. Las Blatt enthalt Artikel von Rablichst mit höheren Jahresbeiträgen zu gewinnen. bmer^aiitb Sattes Rabbiner Prosestor S. H^ Mar- Wir werden die Bibliothek und Lesehalle um so ^^^Rabblner Sh^da Fano, Rechtsanwalt G. Rabesser äusstatten können, je mehr Mittel uns dafür ca5» ^T- ®f. Morpurgo. Fräulein Lydia usw. zur Verfügung gestellt werden. Mgy Tapolcsany (Ungarns. Bei der am 5. Anmeldekarten sür Sie und für Beitragszeichner, dss. Mts. stattgehabten Borstandswahlderorwelche Sie gütigst werben wollen, liegen bei. Wir thodoxen Kultusgemeinde wurde der würbitten dieselben ausgefüllt bis spätestens 31. Januar dige Präsident des hiesigen misrachistischen Zionsan HerrnH. .Friesländer, Ostendstraße 9 senden Vereins Joses Felsenburg mit überwiegender zu wollen. Weitere Karten find von demselben, zu Mehrheit gewählt, beziehen." S’l «Vi'tf Jf«".“ «.Ai. Firma ..ottSeM-d.h.,Hl.r,auhS,7. Thema: Die deutsch Zionismus und Professor Geiger. London. Unter dem Vorsitz des Herrn P. B ak er fand Atitte Januar eine Sitzung des Ausschusses der Landesorganisatio» der englischen wurde einstimmig beschlossen. I Frankfurt. a. 'L. Nachdem vor einigen Jabrrn! verstorbenen F D.. Mocatta ein der Rothschild von Frankfurt a. M. in der Bankwelt Beileidschreiben zu senden, nnt der Versicherung,! aujgehört hat zu existieren, hat nunmehr auch der Aus aller Welt. Deutsches Reich. ----- >.--- ------- w WIV VM|»4V|V^ selbstlose und umsichtige Führung seitens der Bereinsleitung. Vor und nach dem Umzuge ist selbstverständlich eine Feier veranstaltet worden. Herr MarcuS Hirsch gab in der Wschiedsstunde in kurzen Worten den Gefühlen Ausdruck, die wohl alle Mitglieder beseelten. War doch der schmucklose Raum Zeug» echtjüdischen Strebens, angefacht durch die Begeisterung großer Vorkämpfer, und wachgehalten durch die Hingabe von Lehrern und Hörern an unsere heilige Sache. Auf den alten Räumen ruhte die Weihe des Hauses als einer Stätte, in der ehedem die Jugend zur Schule ging und in der noch heut« Vorstand und Ausschuß der Religionsgesellschaft zum Wohle der Gemeinde ihrer Beratungen pslegen. — Die Weiherede in den neuen Räumen — es sei hier erwähnt, daß in demselben auch ein schönes Lesezimmer eingerichtet worden ist — hielt Herr R e k - tor Falk. Er gab dem Wunsche Ausdruck, daß ber Verein seine Lichtsaaten gusstreuen möge,, bis mit der ' immer weiteren Anerkenntnis der Tanroh auch die Zeit der Geuloh gekommen sei. Die täglichen Schiurim des Vereins boten auch im abgelaufenen Jahre dasselbe Bild wie von jeher. Eines besonders zahlreichen Besuches erfreuten sich die Mlschnajos-Vorträge des Herrn Rektor Fask, die Newiim-Borträge des Herrn Oberlehrer Weyl, die Techillim-Borträge des Herrn Julius Hirsch und die Mikro-Vorträge der Mitglieder, während — wie es in der Natur. der Sache liegt — die Gemoroh - Vorträge (Direktor D r. L a n g e und Rabb.-Ass. Posen) nur einen beschränkten Kreis von Zuhörern um sich vereinten. Zu erwähnen sind noch der voir Herr» Lehrer. E i n st ä t t e r. .geleitete Kursus für Anfänger und einige Einzelvorträge. Ter dem Verein angegliederte „Verein Nachlaß Z w i", der bisher in der Logo zum Adler domiziliert war,, ist ebenfalls mit in das neue Lokal

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