Neue jüdische Presse
- Journal
- Neue jüdische Presse
- Volume
- 2 (1904)
- Issue
- Heft 42 (4.11.1904)
- Date
- 1904-11-04
- Page
- Seite 12 (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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feeite 12. Frankfurter Israelitisches Familienbtatt. Nr- 42, deren Wirksamkeit gerade so oft genannt wird, wie der wiederholte Appell an die „.Friedenskonferenz" im Haag, der gleichfalls ein längerer Artikel gewidniet ist. Unter den naturwissenschaftlichen Artikeln stehen diesmal die geologischen Themata obenan. Namentlich die Aufsätze über „Gang", „Gebirge", „Geologische Formationen" usw., „Geiser", „Gesteine" verdienen schon wegen der hervorragenden Illustrierung hervorgchoben zu werden. Sehr eingehende Behandlung ist auch technischen Zweigen gewidmet. Die Artikel „Fräse", „Galvanische Elemente", „Gase", „Gcbirgscisevbahnen", „Gesteins- Lohrer", „Gewebe", „Gießerei^ und „Glas" stellen durchweg reich illustrierte Sammelaufsätze dar, die über alle diese Materien berührende Fragen ausgiebig Bescheid geben. Mustergültig ist der Slrtikel „Französische Literatur", dem sich auch eine Abhandlung über „Französische Sprache" anschließt, wie auch unter anderm den „Germanischen Sprachen" ein größerer Raum geweiht ist. Die Artikel „Germanen" und „Gallier" stehen unter den geschichtlichen Aussätzen obenan; von geographisch-ethnographischen Darstellungen sind die der „Französischen Kolonien", „Gibraltars", der Städte „Genf", „Gent", „Genua", „Glasgow" und der Völkerschaften der „Fulbe" und „Galla" zu erwähnen, denen sich der ethnographisch hochinteressante Artikel der „Geräte der Naturvölker" anreiht. Es ließe sich noch viel des Juteressanten über das hervorragende Werk sagen, doch werden die angezogenen Beispiele genügen, um auf die Reichhaltigkeit des Textes hinzuweisen und zur Lektüre anzuregen. Sprüche der Väter. Heraus gegeben nach den ältesten Drucken und der Münchner Talmudhandschrift nebst UcVersetzung und kurzen Erläuterungen von Lazarus Goldschmidt, Berlin, S. Calvary u. Co., 1904. Preis 3.60 M. Bei den zahlreichen Vorarbeiten, die Goldschmidt an den vielen Uebersetzungen und Erklärungen dieses gewiß nicht kommentierten Mischnahtraktates vorfand, war das Gelingen dieses Teiles der Talmud- Uebersetzung von vornherein gesichert. Erleichtert ward dem Verfasser seine 'Arbeit noch durch das Fehle» jeglicher Diskussion und den Mangel an schwer wieüerzugebenden terminis teodoiois in diesem Traktate. So ist denn auch wirllich im allgemeinen die Uebersetzung als gelungen und die Erklärungen als auch für den Laien ausreichend zu bezeichnen. Einzelne Unrichtigkeiten wollen wir in Folgendem anführen, wir zitieren dabei nach der althergebrachten Einteilung, die Goldschmidt geändert hat. So wäre in II, 10: „Erzürne nicht leicht", seiner Zweideutigkeit halber zu vermeiden gewesen; in III, 12, wo Goldschmidt angibt: „So nach Vermutung, der Text ist nicht ganz deutlich", hätte angeführt werden müssen, daß diese Vermutung schon von alten Kommentatoren ausgesprochen wird. In IV, 2 ist die Wiedergabe von „Mizwah kalah" mit „geringer gottgefälliger Handlung"; „chamurah" mit „streng" unrichtig. Geradezu sinnstörend ist die Uebersetzung von V, 8, wo Goldschmidt mit souveräner Mißachtung des Wörtchens „aph" übersetzt: „Manche sagen, die Zange kann nur mit einer Zange gefertigt werden," während es doch heißen muß: Manche sagen auch die Zange; die nur mit einer Zange gefertigt werden kann. Im Ucbrigen filtb die textkritischen, Noten unter, dem Striche, sowie die vorzügliche Ausstattung des Buches besonders anzuerkenncn. 8. 2. L., Prag. Webcr's Modeine Bibliothek. Illustrierte Sammlung bester Romane urrd Novellen aus der Feder beliebter Autoren. Alle drei Wochen ein abgeschlossener Band von 128—160 Seiten, Preis des Bandes 20 Pfg. Bis jetzt sind 60 Bände erschienen. (Otto Webcr's Verlag, Heigbronn a. N.) Eine gut und entsprechend ausgestattete Samrnlung rnit vorzüglichem Inhalt und künstlerischen Illustrationen, die unter ■ den vorhandenen 20-Psennig- Bibliotheken mit Recht einen der ersten Plätze einnimmt. Weber's Moderne Bibliothek eignet sich vortrefflich als Familienbibliothek und ist als Reiselektüre ebenfalls warm zu empfehlen. Familiemmchrichten. (Aufnahme in diese Rubrik kostenlos.) Geburten. Ein Sohn, Herrn Seckbach, Fraukfuri a. M., Egenolsfstr. 17. Verlobte. Paula Epstein, Frankfurt a. M., Uhlandstr. 39, mit August Notschild, Berlin, Bachstr. 9. Jda Jsay, Köln a. Rh., mit Tr. med. Rafael Kaufmann, Frankfurt a. M., Zeit 74. Sophie Nosenfeld, Weikershcim, mit Theodor Schorfs, Lndwigshasen. Eheschließungen. - Rob. Sam. Adler, Frankfurt a. M., mit Paula Babcttc Heß, Frankfurt a. M. Sterbefälle. Eleonore Kahn, 24 Jahre alt, Frankfurt a. M., Eschcrsheimer Anlage 7. Herinann Kulp, 72 Jahre alt, Frankfurt a. M., Obermainanlage 29. Anna Horvitz, 44 Jahre alt, Frankfurt a. M., Baumwcg 62. Herz Katzciistcin, 73 Jahre alt, Frankfurt a. M., Obermainanlage 3. Josef Simon, Frailkfurt a. M. Rosa Erlanger, 76 Jahre alt, Marburg a. d. L. Adele Weiß, 88 Jahre alt, Landau. Bernhard Reumann, 69 Jahre alt, Karlsruhe. Charlotte Oppenheimer, Mannheim, M. 7, 12. Hermann Wertheimer, 50 Jahre alt, Brette». Kling-lim-ltug die Schul' geht an und nun beginnen > ufs neue die Sorgen der Eltern um die Gesundheit ihrer Kinder. Rauhe Stürme, feuchte Luft greifen die Atmungsorgane mehr wie sonst an, es entstehen Heiserkeit, Husten und noch schwerere Erkrankungen. Diesen im ersten Sladium zu begegnen, ist es Pflicht der Eltern, den Kindern auf dem Schulwege einige von den berühmten Fay's ächten Sodener Mineral- Pastillen mitzugeben. Dieselben sind ein vorzüglich bewährtes Hausmittel und in jeder Apotheke, Drogerie u. Mineralwasserhandlung -> 85 Pfg. p. Sch zu haben. Briefkasten. L. M. Der siebente Zionistcnkongreß wird vom 16. bis 19. Mai 1905 Tn Basel abgehälten werden. Barmizwohs. (Ohne redaktionelle Verantwortlichkeit. Wir bitten um gefl. Mitteilung der Barmizwohs; die Aufnahme geschieht kostenlos.) Siegfried Oppenheimer, Sohn des Herrn Joseph Oppenheimer, Rechneigrabenstraße 11, in der Synägoge der Israel. Religionsgesellschaft, Schützensttaße. Wocheu-Kaleuder. (Zeitangaben nach dem Luacli.) Samstag, den 5. Nod. Wochenabschnitt: Chajei Soroh. Sabbath-Ausgang in Frankfurt a. M. 5 Uhr 45 Min., in Berlin 5 Uhr 28 Min. Für die Abgebrannten in Smela empfingen wir Mk 10.— N. N., Mk. 1l>.— Kaufmann-Mannheim, Mk. I.- N. N.. Mk. 1.— N. N- Spenden des Hebräischen Sprachvereins. Dr. S- Schwarzschild anläßlich des Pitjen-Haben seines Neffen S. Paul Offenbacher, Mk. 5.—. Das „Frankfurter Israel. Familieublatt,, kostet: Frankfurt a. M. (durch Postkarte bei der Geschäftsstelle des „Frankfurter Israel. Familienblattes" zu bestellen) Mk. 1*— frei ins Haus pro Vierteljahr. - Auswärts (am Postschalter zu bestellen) Mk. 1,02 einschließlich Bestellgeld pro Vierteljahr. Auch im Auslände nehmen sämtliche Postanstalten zu dem gleichen Preise —; in Landesmünze umgerechnet — Abonnements entgegen. Bei direktem Streifband-Bezug von der Geschäftsstelle des „Frankfurter Israel. Familienblattes": in Deutschland Mk. 1,50, Oesterreich- Ungarn Kr. 2.—, Rußland Rubel 1.—, Holland , fl 1.25. Frankreich, Schweiz, Belgien, Italien Frcs. 2.50 vierteljährlich. Einem Teil unserer heutigen Auflage liegt ein Prospekt des Verkanks-Comptoir's der Braunkohlengrube und Briketfabrik «Friedrich" bei, daS wir einer gefl. Beachtung empfehlen. Wir bitten unsere Leser, ihren Bedarf unter Bezugnahme ans nuser Blatt bei unseren Inserenten zu decken. Frankfurter Israel. Familieublatt. HF" JLusschneiden / VMM Käufer erhält extra 3% beim Vorzeigen nur dieser Annonce. 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