Neue jüdische Presse
- Journal
- Neue jüdische Presse
- Volume
- 2 (1904)
- Issue
- Heft 37 (23.9.1904)
- Date
- 1904-09-23
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 37. Frankfurter Israelitisches Familienblatt. Seite 5. „Besonders Befähigte und Zuverlässige werden in ba£ Heer eingereiht; minbet Begabte werden zu Festungsarbeiten, Straßenreinigen' usw. verwendet." „Und das glauben Sie wirklich, daß ich einen geschickten Menschen, einen Schüler von Rabbi David, Straßen reinigen lassen werde?", siel Nephtali hitzig ein; „sehen Sie mich an, — ich heiße Nephtali Herz; erkundigen Sie sich über mich in unserem ganzen Departement bei allen Bürgern und Beamten. Jeder wird Ihnen sagen, wer Nephtali Herz ist. Ich bin sonst karg, drehe den Sou sechsmal um, bevor ich ihn ausgebe, wenn es sich aber um ein gutes Werk handelt, gelten mir tausend Franken einen Sou. — Wie heißt Euer Heldherr?" „Tumouriez." „Nun sind wir schon in Ordnung; ich bin mit Tumouriez Bruder und Bruder. Unsere Eltern waren Nachbarn; wie oft haben wir uns einander geklopft! Erinnern Sie ihn nur einmal, wie er über unsere Gartenmauer sprang und Aepfel von unserem Baume schüttelte, wie gut ich ihn mit dem Kehrbesen zur Türe hinausbegleitete! — So wahr soll meine Esther hundert Jahre gesund bei mir leben. wie Ihr mir diesen Mann nicht mit fortnehmt!" „Ihnen," stimmte eine eben eintretende Person ein, bei deren Anblick die drei Soldaten eilends sich von ihren Sitzen erhoben, mit der Hand an den Helm fuhren und Spalier machten. „Ei, Tumouriez, gerade haben wir von Dir gesprochen," rief Nephtali freudig, wie in einem Atenizuge, aus. „Komm, setz' Dich nieder und iß' mit uns; Jakob, hol' einen Stuhl herein." „Tanke, habe schon gegessen und habe auch keine Zeit; Nephtali Brüderchen, könntest Tu mir keine fünf Minuten Zeit schenken? Ich habe etwas Wichtiges mit Dir zu besprechen." „Recht gern; Ihr könnt indessen weiter speisen." Nephtali begab sich darauf mit Tumouriez in das anstoßende Schlasgemach; dieser aber sagte: „Hier könnte man uns im Nebenzimmer leicht hören, und die Angelegenheit ist von größter Wichtigkeit, hast Tu kein entfernteres Gemach?" „So gehen wir in den Betsaal." (Fortsetzung folgt.) Sprechsaal. (Ohne Verantwortlichkeit der Redaktion.) Ihren Artikel über „Tie Stellung der Lehrer an der israelitischen Volksschule" habe ich mit großem Interesse gelesen. Ta ich es jedoch nicht sassen konnte, daß tatsächlich solch schreiende Mißstände an einer Frankfurter Schule herrschen können, habe ich mich eingehender erkundigt und dabei erfahren, daß den» doch die maßgebenden Personen nicht so ganz durchdrungen von der Unhaltbarkeit der gerügten Zustände sein müssen! Denn wer das Verhältnis der Schule zu den hiesigen Gemeinden kennt, der wird auch wissen, daß der Schulkommission wohl Mittel und Wege zur Ilbhiilfe zu Gebote stehen, und daß es seine besonderen Gründe hat, wenn diese Wege bisher nicht eingeschlagen worden sind. Wenn Sie gestatten, werde ich eingehender hierauf zurückkommen. Ein treuer Leser. Felix Horovitz, Silberwaren, Frankfurt am Main Telefon 5851. «xoooooooo Eigenes Ciselir- und Modellir-Atelier. oocvxnxvioo 20 Schillerstr. 20. Spezialität: Silberne Ritusgegenstände, wie Thoraschmnck, Chanuckaleuchter, Sederschttsseln, Sedergarnituren, Bsomim- und EsrogbUchaen etc. etc. —- Reichhaltiges Lager in silbernen Gebrauchs- und Luxusgegenständen. - 1 Carl Wellhansen Spezial-Geschäft für Ämateur-fhotographie FRANKFURT AM MAIN Goethestrasse 14. Leinen- und Rische-Haus Max Dettingen Hanauerlandstrasse, Ecke HBlderlinstrasse offeriert Normal-Wäsche für Herren, Damen und Kinder in allen Preislagen. 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