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Neue jüdische Presse · 1904-09-16 · Heft 36 (16.9.1904) · p. Seite 13

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Journal
Neue jüdische Presse
Volume
2 (1904)
Issue
Heft 36 (16.9.1904)
Date
1904-09-16
Page
Seite 13 (sequence 13)
Language
German
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Nr. 36. Seite 13. Frankfurter Israelitisches Familienblatt. Bunte Chronik. Der amerikanische Jude als Soldat. Mark Twain, der auch in Deutschland populär gewordene amerikanische Humorist und Essayist, läßt sich in einem seiner Werke auch über die amerikanischen Inden aus und spricht über die amerikanischen Israeliten als Soldaten in nachstehenden Ausführungen: Als ich kürzlich die ossizielten Statistiken der Vereinigten Staaten durchblätterte, sand ich, daß die Juden zu dem Bürgerkriege, dein Feldzug von l8l2 und dem Mexikanischen Kriege viele Soldaten und hohe Ossiziere gestellt haben. Im Bürgerkriege kämpften sie im Heere und auf der Motte, sowohl auf Seiten der Nordstaaten, als auch auf der der Südstaaten, und zwar beteiligten sic sich mit zehn Prozent ihrer numerischen Stärke an diesen Kämpfen,- also mit demselben Prozentsatz, den die christlichen Amerikaner stellten. Tie Tatsache sagt mehr, als sie zu sagien scheint; sie sagt klar und deutlich, daß der Patriotismus der Juden noch den der Christen übcrtraf. Denn wenn ein christlicher Freiwilliger ins Feldlager kam, so wurde er mit Beifall und Freudensbezeugungen begrüßt, während der Jude gewöhnlich beschimpft und beleidigt wurde. Man wünschte seine Gesellschaft nicht und ließ ihn das deutlich genug fühlen. Daß er trotzdem seinen verwundeten Stolz bezwang und sein Blut trotzdem für seine Zahne darbrachte, erhebt seinen Patriotismus über den des Mittelmaßes heraus. Im Felde hat er, wie irgend ein anderer Soldat, Fähigkeiten, Treue und Tapferkeit gezeigt. Das gilt von den jüdischen Soldaten, wie von den jüdischen Offizieren. Major — General O. O. Howard spricht von einem seiner jüdischen Stabsoffiziere in Ausdrücken wie: „der tapferste und beste": und von einem anderen, der bei Chancellovsville getötet wurde, sagt er: „er war ein treuer Freund und ein tapferer Offizier." Ebenso lobt er zwei seiner jüdischen Brigadiers. Schließlich sagt er noch: „Es gibt in der Tat keine Soldaten, die mehr Patriotismus zeigen, als die hebräischer Abkunft, ob sie nun in höherer Stellung waren oder als gemeine Soldaten dienten." Vierzehn jüdische Familien schickten allein öl Soldaten in den .urieg, unter diesen ivar ein Vater mit drei und ein Vater mit vier höhnen. Kunst. In Schneiders Kunstsalon wurde ein Joh. Ed. Steinte „Heimsuchung" ans dem Jahre 1831, sowie ein Eugene Verbockhoven ,/Schafe", von Professor Ehr. Sell eine „Husarcnpatronille 1870", sowie ein Aquarell de-s jüngst verstorbenen Frankfurter Malers Prof. Peter Becker neu ausgenommen. Ferner sind Lcnbach, Kaulbach, Dill, Steinhaufen, Thoma u. A. vertreten. Programm des Vereines zur Pflege jüd. Wissens lTiferes Bachnrim) für den Monat Oktober. l>. Okt. Bortrag des Herrn Dr. I. Heinemann: „Betrachtungen im Anschlüsse an den ProfetismuS"; 16. „ Geselliger Abend. Leitender Gedanke: Tie Psalmen. 23. „ Bortrag deS Herr» Hermann Goldschmidt: „Hallet". 30. „ Bortrag des Herrn Max Neuberger: „Ter Profet Jirmijahu". Tie Bercinsabende finden Sonntagsabends 83/i Uhr im Bereinslokale Hermesweg 25/27 statt. Verein Monfcfiove, Seilerstrasse 22 pri. Vercins - I.oeali täten geöffnet täglich von 12—3 und 6—11 Uhr. Samstag und Sonntag den ganzen Tag. Wir bitte« unsere Leser, ihre» Bedarf unter Bezugnahme ans unser Blatt bei unseren Inserenten z» decken. Frankfurter Israel. Familienblatt. Zeugnisabschriften, schriftliche Arbeiten aller Art. Schreibmaschinen, Alle Zubehöre. — Reparaturen. — Unterricht im Maschinen-Schreiben, Eugen Holtmann, Frankfurt a. 31., Petersthor 2. Telefon 3214. Philinn Mondrion Frankfurt am Main» JT 1HUUU1 lUUf ig Eschersheimer Landstrasse 13 Telephon 8152. nächst dem Dr. Hoch’schen Conservatorlum. Telephon 8152. Herrenu. Damen-Schuhmacher. 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