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Neue jüdische Presse · 1904-08-19 · Heft 32 (19.8.1904) · p. Seite 10

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Journal
Neue jüdische Presse
Volume
2 (1904)
Issue
Heft 32 (19.8.1904)
Date
1904-08-19
Page
Seite 10 (sequence 10)
Language
German
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Seite 10. Frankfurter Israelitisches Familienblatt. Nr. 32. lachen -und alle Rabbiner, die sich auf dieses Papier stützen, zum Gespött machen. Man wird-.sagen: so g eh end i e'Führer)Zsra e lsvor, sie vernichten -grauMrh' oHnel jedes-Äeberlegetr^nd ErwLgenDeinen außerörLLnKich w ichlrgLn'GedLnten) - andensich)die?H'vfsnung der ML jorit^t L es Zu den tünkS^nUPst! Außerdem wollt«! Sie auch.mrf Se. Ehrkoüchen den'PreßbrägerDberrÄbiner, emeWarle Beein» ' s.l u ff uri*gaü%'ü SrL-WpMWAGwßmMch«lÜ zu besragen-Äöas seme Aüsichk LVvc^den Zionisnms und Wer die ,,Misraebim(' sei, die eiui Konferenz nach Preßburg einberufen haben, legten' Äe es ihm als eine obsärrteilte Sache vor, daß die g anze Bei wegirngnüf die Ausrottungdxsjüdischeu Gesetz'es sich gründe..und' üpiKorsüs? ent? halt^- -LÄnd wir wässen dach, daß .auch d ieser. große' MLnn sich dessen entMlt) den Diegen sta« d ) d es G e sp r S ch e s defW e n 6hasLirlim:abzugeben. Trotz alledemwar er fest gem>g,-'MK-s^^?jiäifich^'-!-«m- Ihren. Behauptung n i ch t zuzustlmiüen; 'er' gab Jhnen nur «tic Antw ört, Lie weder kalt noch warm';ist) ,.und düs VerdieüstIeiner heiligen Ahnen stand. rhinMei, Laß er sich inZKem Betz nicht f angen ließ , welches chm gelegt wurde. ' ). ■;; \>)"’, Nachhall )dÄ! Gesagten, kann ich: mich nicht ent-, halten, -meine bescheidene Ansicht auszudrücken. Ich sage die Wahrheit:Das .Blut unserer in so 'dielen Länden» der Welt verfolgteu.mißh andelten, gep lünd erten und gestochenen BÄder gält mir in den Qhren, und auch in den zivilisnien Ländern'tst diematerielle Lage unseres Volles «ine schlimme. Den gesetzestreuen Juden droht große Gefahr^ bei ihrem Broterwerb, da 'sie außer am Sabbath und au den Feiertagen auch )am Sonntag ruhen müssm/wodurch ihnen säst jeder Erwerbszweig ) abgeschuitten erscheint.) Und in d e'r z io n istischeu . Be'wegun g seL e 'sch):d en Fing er, des-lebendigen Go ttes und d es W e l t Herr s ch e r s, denn -mir erscheint) das letztere Wunders daß nämlich der nationale Geist die'böm jüdischen» Läger bereits abgesondert gewesenen fdazu bewogen hat, mll wunderbarem Eifer unserem Volle zu Hilfe zu kommen, größere als die Unseren Ahnen in der Vorzeit erwiesenen Wunder.- V.Wie soll ich mich ihnen nun hmdernd,indenWeg stellen?- Wie soll ich Sand stre ue n im die Ä«gen.Isra'els und sagen:-'.es^istG i f tVAn)d i e s em)Top fei haltet Euch' fern von Liesen-Frevlern)^-? ' Wenn überhaupt auf-irgend -Etwas der Satz anwendbar ist,'„Ls laasaas iaLöhem, hekeru tanroseebo", so ist «c stcherlich in dieser Mgel^nheit anwendbar. Finden wir LeNn nicht, daß'Hms^Weisen s. Äeinem momentanen ErfordernisHlachgchend, eine - Taurob-Horschrist zeitweilig ausgchöbür) selbst wo.es sich um ein'aktives Vorgeheu^illiun'^sosel" handelt? Geschweige hier, wo das Gegenteil^der Fall ist; ,d«m wenn 'sich Gott unserer WMit Mnd Welle derjenigen, die .sich mit dieser g rnßHn Mirvoh) befass«^ Gedeihen verleiht, ist ja groH« Hösfnuw'g -vorhanden auf BesserungÄes Schick.sals unseres Bölkes, auf ErHshÄMg 'LesKAnsehens unserer heiligen,D^r'vd. ) . , Warum sollen nun auch wir uns nicht "beeilen^ der Beratung ni-dev KonfÄenz der )„slisra(Liiö"zu Preßburg beizuwohnen, "um mit ihnen zusammen zu beraten, wie es uns gelingen könnte, diesen wunderbaren Gedanken, demdie Liebe zu?Jsraeß'dös'Wohl nnser^Bolles:zu-Gmnde ^liegtzi zumAH.eil'' Israels' nnd.,znr-Forderung: unserer Tanröh^üVvellotrklichen? : .; Ich glmtbe nun, daß Siegln Ihrer Gerechtigkeiis?! lieb«.uyd^ Gridherzigkell wenigstens, einem.- Teile des. hon ipir-Gesagten zustimmen, werden)' daß es nämlich angezejgt' wäre, üb er-,-di:e:;Änge,!e g en he VtVf n d er Ko n f«r ewzu der H an dei n . u nd di e Meinungen für und-g eg«n anzuhhren. Wenn Sie das tun. dann könntenwir zu. Gott, der dem Menschen die, Weisheit verleiht, hoff«!, daß er uns.mit einem Rate begnaden werde,, dämit wir den richtigen Weg finden, daß' er uns )!nit einem Hetzer«! Geist beglücke und uns den Erlöser sende. ) Erirmerungeri «u- Gedanken ... , von N. So ko low. ' ■.-->■V-<:k Aus deni Hebräischen übertragen von I. K. ^Jch.' erinnere mich nicht mehr,' - in)welcher .Versammlung' essich ereignet hat,'.daß einer' der vAnwesenden enthusiastisch auftrat^und äusrief:' -V 7-, Jeder^ Jude ist'i verpflichtet,selbst - das, letzte Kopfkissen Mrd '^das. letzte Hemd -abzugeben,-um. nur unserem -Volke behilslich. zu sein. ' Als er die biednertribüne Herabstieg, da wandte man sichMn ihn,: er möge doch M-derderanstalteten Wohltätigkeitssammlung! etwas beisteuern. ' '- Und er. wies -die Sammler Jemand fragte ihn/ Laraüfr Wie',kommt, es?. KabenVSie)doch selber- «den gepredigt: -Jeder; Jude sst. verpslichtet,-..; . ) - - —.AreilichV-im allgemeinen wohl;-aber .per sönlich genommen, in individuellen. Jällen. V-.' das, istschon etwas ganz anderes!-..'" Und solche „SeelenhirtLn?, die über aller Welt Seelen gerne „Aufsicht">.sühren und nur.'ihre eigene Seele.so sehr vernachlässigen — sie stellen sich bei uns lWerVgär'häufig «in... .. ' . Sie trinken - Wein und) predigen He'rzl war' gerade das Gegenteil.'davon. - -V.V) Er war nie anspruchsvoll, - so oft er »auch viele -Leute . zu. spenden angeregt hat,' Weder - in^Nnen Reden noch in' seinen Anssätzen hat--er jemals die Reichen angegriffen, daß sie) zu wenig freigebig sind.^ Wenn, er sie > doch - manchmal geißelte, so. .geschah ch' nur wegen ihrer I d e a)l l.o s i g k e i t) und. ob ihrer. llittreüe) die sie) äm .jüdischen Äolke^ begaügen haben., Hat «r doch, ja stets) gelehrt-:) nicht G e l d-'erzeugt eine Volksbewegung; nur. ein'Ideal kann sie .schLsfen^ „Am Anfang warLic Idee!'! Daher sein erbitterter Vorwurf,. der allen-denk jenigen Knltüsheämten gilt, die ihre Ausgaben nicht . begreifen und die Id e a'l e. des-, jüdischen . Volkes Nicht').vertreten. Lauterkeit' des Charakters V)).das war seine strengste'.Förderung.-, ) 'Und so. hat «r nie Spenden im Uebetmaße ver- .lcüigt,' Nur kötuüe er es nicht verzeihen,' wenü. man versprach und.nichts gab.' ' Hingegen war er selber geradezu übermäßig:- reigeblg.' -Ja,-'^so.. verschwenderisch).rn)^eineu' WöhhL). ) )atch>)dM)er)uHtch,)Kontrölle MstEtswerdenWüßtej'-) ommtuichtw'as geschehen solldmnitVnnn' nicht sein - ganzes. . KäPitäZE'-SpendenK» zersfießeV; " V'—•„ V 4^ " ' »■*> v. ' Li-.-, ch l;ltm diesen t etwas befremdenden .Gharakte^ugtz . -He'rzls.begreifen-zn-könuen).inuß.man seine)<so>elgen-:M artige Seelenbeschaffenheit" in ihrer KomplikätibNi0ön)Epsychischen Gegensätzen ergründet haben:»«: vereinigte)-^ -üli^-sich 'die schar fsinni g st,e Klug h ei t die.tiefste Naivität. . . . , Bei all seiner reichen Welterfahrungbci ^Äl ) einen - genialen 'Fähigkeiten,) auch 'mitten-im Gewühl . V und' Gewimmel von vielen:. Menschenkatcgorien wie 'es jgauf den ZionisMkongressenV'der^Iäll.'-.'. war' — ^die -Psyche) eines l-Menschengründlich-- zu '^'' erfassen und bei.all seiner, Philosophenruhe,' die -er'-- V manchen')sl>zialen) MißstäNdengegenüber, weil deren Entswhüngsgrürde'und/Allflösüngsbedingungen diesem erleuchtet«! GeisW'.nicht sriemd waren, döch.-,hewahren könnte,'-)'trotz all ddm konnte er.) sich der )qual- . vollen)V Gefühle .nicht- ' erwehren, ' .die in ihin,--so 'sehr.«ßfbrgiisten/Vgar'-.beim- Anbllik/.eines' verkrüppelten Kindes, " "t ." ~ . -. - - -Obwohl ich sonst keine große,Vorliebe.sür'Drusch ' V .habe, so kann), ich) doch nicht umhin,' bei?dieser)Ge-.)): lWenhM.-ana-die"'Mzählung >äus. der- Bibelzu.)er-. , 'inNern)) däßÄivse zuseinen Brüdern, kam, )um,chre.' . Mühseligkeiten:)artzusehen —und' wie^ fihr: Ver sich' dLnir'Lufgercgt - hatte; daß 'Mose zwei Juden miteinander''-zanken) sah: — und in welche gxyße Er- '': rcgung)er doch geraten war! ' ' - - l - Esvwar hicr^nichts-UeberraschcndeZ.-Moseswübtc ganz gut,>daß)seine Brüder geknechtet^werden;' mich - - koniltc .es 'ihm, nicht ueü sein) daß zwei-Inden sich■ herumzänken. ,. .^. ). ' ' - -)- - - . V - .: Und dochi Dch^-) unmittelbäre Eiiidhück .hat' seine-'. V) ßroßeSeeleVergriffeil.- ' ■ Ich will hier-.nicht, etwaige, Vergleichs -anstellen.- - Es.)liegt mir ganz:: fern,) jetzt Exegetik zu-treiben.: Auch erzähle ich hier Nicht'die. Wunder eines Rabbi! - ) >; Famittemrächrichle«. , (Wrfnahme iü diese Sistrbrik kost«!los.) :V.- . Geburten. «V . Ein Sohn/Herm Carl Märum- Frankfurt a.'M.)'? Körnerwiese'3, II. . - - -- - .. Ein Sohn, HerrnS. Bodenheimer, Fränkfurkä.' Mi.. - Herd'erstraße 5.. - V '; ' ,. . .Ein Söhn,. Herrn Katzenstein,-: Frankfull a.' W,- Langestraße 25. . . V. -. -. '' - Verlobte. - - Jda Isaak, Ludwigshafen a)''RH.) mit' Leopold . Sichel, Frankfurt a. M., Saridweg.105. ...Minna Heß, Maisch v. Heidelberg) mit .Moritz ) Zümdörfer)) Stuttgart. - ) ' '? ’ ^) Barmizwohs. . •. (Ohne redaktionelle Verantwortlichkeit. Wir bitten um -; g'efl. Mitteilung der Barmizwohs';. die. Aufnahme ge»-) - '?- .".-/schleht.-kostenlos:) ' '' ' - ' - ) : ^/-'Arnold,- Bräff. Sohn' des'Herrn' D. '.Er Brass, Eckenheimer Landstr.Vil, in der' Neuen Gemeinde^' Synagoge am Bömeplatz. '- r -- . ):' - O ajr 1 .Spezial-SescMftfürftnmteur-fhotograpfiie F Jdtt&lS KFU R>T' * JA. M* MAI ]N> Goethestrasse 14. Mdne TieJjälirig .bewährte t. ) hach .iviass ev. wunschgeinässe rituelle;,Verarbeitung befindet-sieb jetzt' (äoethestrasse 231frankfünta. M- £• SIE WECK* Schneidermeister. Yergläsent: Neubauten. — inferligungY. Bleia. Hessingverglasangen.- VarKäuf,Einrähmert vQ%Biläeirh. mMsnst " WMM ) Vergolderei, Clas-Jalusien,' Einsetzen voh'ieristerscheiben. dT. )G-; lelianermaiin,^ Mttega8sei^^9l^?elephonj7ß32; Zeiigliisabsclirifteh, sclirittliche Arbeiten aller Art. Schreibmaschinen;' Alle Zubehöre. — Bepärätnren. — . 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