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Neue jüdische Presse · 1904-05-13 · Heft 18 (13.5.1904) · p. Seite 10

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Journal
Neue jüdische Presse
Volume
2 (1904)
Issue
Heft 18 (13.5.1904)
Date
1904-05-13
Page
Seite 10 (sequence 10)
Language
German
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Seite 10. Frankfurter Israelisches Familienblatt. Nr. 18. Verkäufen 884 JL, von Hanf-, Flachs- und Hcedesendungen 823 JL, Beiträge der Kranken zur teilweise» Bestreitung der Koste» 3683 JL und Zinsen 1173 JL in Summa 17 969 JL Dagegen wurden verausgabt für Kurkosten an Kliniken und städtisches Krankenhaus für 6895 Krankentage 7758 JL, für 1596 Barunterstützungen an Hauskranke;c. 7065 JL und für Vereinsbote, Lokalmiete und Drucksachen 1648 JL Der Vorsitzende des Vereins ist Herr George Marx, hier. Gailingen. Das sechste Bctricbsjahr zeigt das hier bestehende Friedrichs heim für isr ael i t i s ch e Sieche und arme Greise in ungestörter Fortentwicklung. Zu den 20 Pfründnern, welche es beim Jahresbeginne bewohnten, sind fünf neu hinzugetreten. Durch 3 Austritte hat sich die Zahl auf 22 und durch einen fast am Jahresschluß erfolgten Todesfall auf 21 (4 Männer und 17 Frauen) herabgemindert. Die Zahl der Mitglieder ist um 24 gestiegen, die Spenden und auch die Verpflegungsbeiträge etwas höher geworden. Die ihrem Wesen nach mannigfach wechselnden Grnndstocksgaben blieben hinter denen des Vorjahres zurück. Obschon von einer bemerkenswerten Zunahme an Mitteln nicht gesprochen werden kann, zeigt sich der Aufschwung darin, das; die alten Freunde fast alle treu geblieben sind, und immer neue geworben iverden. Die Einnahmen betrugen 19 792,61 JL Die Ausgaben deckten sich ungcsähr mit diesem Betrag. Das Vermögen beträgt 125 170,28 JL Sprechsaal. (Ohne Verantwortlichkeit der Redaktion.) Frankfurt a. M., 9. Mai 1904. Die Randbemerkung „Ein halb verschollenes Gedicht des gelehrten, frommen, eigentümlich genialen, Rel i g i o n s l e h r e r s Salomon Plcßner s. A.," welche Sie der Veröffentlichung des Gedichtes „Zum Bar-Mizwo" in Nr. 17 Ihres geschätzten Blattes hinzufügten, verdient m. E. eine Berichtigung. Die Bezeichnung „Ncligionslchrer", soviel sic auch an sich bedeuten kann, ist doch geeignet/ für das Lesepublikum unserer Tage eine völlig falsche Vorstellung über einen der bedeutendsten Thorak o r y p h ä e n seiner Zeit hervorzurufeu, der gleichzeitig zu den berühmtesten Kauzclrednern gesetzestreucr Richtung zu zählen ist und der ferner durch ein Leben, welches ausschließlich der Krduscha und Tahara gewidmet >var, sich für alle Zeiten unsterblich gemacht hat. Wenn der Weise selbst sich mit diesem Titel Unterzeichnete, so war das nur ein Beispiel seiner Bescheidenheit, die ihn uns nur »och höher schätzen läßt. Für unsere Zeit jedoch und für das große Publikum ist es notwendig, beim Erwähnen hervorragender Persönlichkeiten des Judentums eine etlvas ausführlichere Charakteristik zu geben. Ich glaube ferner, darauf Hinweisen zu müssen, daß man von einem im Buchhandel erschienenen Werk — das Gedicht „Zum Bar-Mizwoh" ist außerdem vom Verfasser selbst ins Hebräische übersetzt und ebenfalls im Druck erschienen als Vorwort zu seinen „Barmizwo - Reden" — schlechtweg als halb verschollen — nicht sprechen kann. S. Briefkasten. 2L Es ist selbstverständlich, daß ähnlich wie Ihre Anfrage Dutzende in letzter Woche an uns gelangt sind. .Wir haben für alle geschätzten Fragesteller nur eine Antwort: Wohl bestehen auf manchen Gebieten Meinungsverschiedenheiten innerhalb des ge-' setzestreuen Lagers; diese müssen selbswerständlich in einem auf wirklich gesctzestreuein Boden stehenden Blatte, wie das unsrige ist, der Klärung wegen ausgetragen werden, aber das kann nur in rein sachlicher Weise geschehen. Wir Gesctzcstreuen sind ja in den in e i st e n Ivesentlichen Punkten einig, in den wenigen, bestehenden Meinungsverschiedenheiten kann durch Gedankenaustausch eine Einigung erzielt werden, aber nur, wenn das Persönliche und das Intransigente vermieden wird, und nur so können wir auch eine Stärkung und Förderung des überlieferten Jude nt ums bewerkstelligen. Aus dem Geschiiftsleben. Herr L. Zehnter hat im Hause Schillerst r a ß e 27 ein Blumengeschäft, Verbünde!: mit Fabrikation eröffnet. Schon das Schaufenster gibt dem Publikum ein empfehlendes Bild von der Leistungsfähigkeit und dem ausgesuchten Geschmack des Herrn Zehnter. Hermann Haar, Frankfurt a. M., ftdlerflychtstr. 25, Buchbinderei und Schreibwarenhandlung. Sämtliche Schulartikel und Schulbücher, für Humboldt- und Adlerflychtschule nach Vorschrift gxv* Fahrräder, Motorräder, Nähmaschinen neue DWy j zurückgesetzte u. gebrauchte Fahrräder zu den D>p billigsten Preisen. Eigene Reparatur werkstätte für alle Systeme. 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