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Neue jüdische Presse · 1904-04-15 · Heft 14 (15.4.1904) · p. Seite 12

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Journal
Neue jüdische Presse
Volume
2 (1904)
Issue
Heft 14 (15.4.1904)
Date
1904-04-15
Page
Seite 12 (sequence 12)
Language
German
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Seite 12. Nr. 14. Frankfurter Israelitisches Familienblatt. » Klagesachen hat sich aber auch ergeben, baß die Anstellung des derzeitigen Rabbiners in ungesctzsicher Weise erfolgt ist, indem seine Wahl nicht, wie vorgeschrieben, durch die steuerpflichtigen Mitglieder der einzelnen Gemeinden, sondern nur durch die Vorstände dieser -Gemeinde vorgenonunen wurde. Die hiesige Knltnsgemeinde hat deshalb auch den Antrag auf 'Aushebung der Wahl und Zurücknahme der Bestätigung bei der kgl. Regierung cingebrächt, welche hierüber gleichfalls zu besinden hat. Die leidige Angelegenheit, welche schon seit der im Jahre 1899 erfolgten definitiven Anstellung des derzeitigen Rabbiners spielt, wird damit in Bälde aus die eine oder andere Weise ihrer Erledigung finden. Bunte Chronik. Zur Charakteristik des Oberst Golds in i d dürfte eine Rede dienen, die er als Ehrenpräsident der jüdischen Gemeinde in Cardiff bei der Einweihung der dortigen neuen Synagoge gehalten hat. Im Verlauf dieser gkedc nämlich sprach er die folgenden für seine Eigenart höchst bezeichnende Worte: „Ich bin ein Natioualjude, denn ich bin überzeugt, daß früher oder später die Zeit kommen wird, wo die Juden wieder ein Volk unter den Völkern sein, wo Israel im Rate der Nationen vertreten sein wird. Ich bin entzückt, an den Wänden dieses Gotteshauses das Banner der Chowe Zion-Vereine zu erblicken, welches Symbole enthält, die aus der Bibel und aus der Geschichte der Juden stammen und dem Geiste der Juden die Zukunft ihres Stammes vor Augen führen. Die Synagoge zu Cardiff wie die in der ganzen Welt sind nach meiner Meinung die Vorgänger des Tempels, in welchem einst unsere Nachkommen und vielleicht noch wir selbst beten werden. Die Feier des heutigen Tages ist nur ein Glied in der großen geschichtlichen Bewegung, welche nicht nur die Juden, sondern die ganze Welt dazu führen wird, den einzigen Gott anzubctcn. Es ist mir ein Vergnügen, auch die Anhänger anderer Religionen an den Freuden und Leiden der Juden tcilnchmcn zu sehen, wie die Juden auch an den ihren teilnehmcn. Diese unzweifelhafte Tatsache ist ein Beweis, daß alle Menschen Brüder sind. Die Juden sind das erstgeborene Kind, aber sie sind nicht mehr die Kinder ihres Vaters, als das Jüngstgeboreiic. Ich danke meinen christlichen Freunden im Namen der jüdischen Gemeinde und wünsche ihnen und der Gemeinde Gottes Segen." Briefkasten. 2. Die Nachricht, Jtjajj die jüdischen Zeitungen Hazman und Hamcliz wegen Mangel an Abonnenten eingegangen seien, ist falsch. Hazman lvar bisher eine Monatsschrift und ist nunmehr in eine Tageszeitung umgewandclt worden. Die hebräische Tageszeitung Hameliz hat wohl ihr Herausgeber aufhörcn lassen, aber nur, um an ihrer Stelle eine Tageszeitung im Jargon, der auch von der großen Menge verstanden wird, erscheinen zu lassen. L. B. Die Berichte über Unruhen in Rußland sind nicht ernst zu nehmen. Die russische Regierung hat alles Interesse, während des Krieges keine Jüdenmetzeleien anfkommen zu lassen. Alte r A bonnc »t. England zählt nur 200 000 Juden und Frankreich sogar nur 77 000. Aufmerksamer Leser. In demBericht des .Verein zur Versicherung gegen Stellenlosigkeit" in Nr. 13 hat der Druckfehlerteufel aus .auf entschiedenem jüdischen Boden stehenden Vereinen" .auf verschiedenem jüdischen Boden stehenden Vereinen" gemacht. Vakanzen. Dirschau (Westpreußen). Schächter und Hülfsvorbeter; ca. 1600 Mk. Einkommen. Türen i. Rheinland. Schächter und Gcmeindediener per 15. Juni oder früher. Einkommen ca. 1600 Mk. Meldungen bis 20. April an den Vorstand Alexander Bendix. Einen Sohn, David Goldstoff, Frankfurt a. M., Rechneigrabenstraße 12. Eine Tochter. Alex Silbermann, Frankfurt a. M., Kaiserstraße. Verlobte. Lina Blumenthal, Marktheidenfeld mit David Katz, Schweinfurt. Paula Kaufmann, Beuel mit Dr. med. Falkenstein, Köln. Eheschließungen. Leopold Rotschild, Frankfurt a. M. mit Johanna Marx, Geißheim. Adolf/Fromm, München mit Selma Goldschmidt, München. Dr. Hermann Neker, Pforzheim mit Gertrud Mainzer, Stuttgart. Sterbesälle. Hugo Elkan. Frankfurt a. M-, 36 I. Regina Kolmann, Frankfurt a. M., 49 I. Emilie Heßlein, München. Chaim M. Horowitz, Frankfurt a. Dt., 49 I. Sinion Frankel, Nürnberg, 68 I. Verein „Mekor-Chajim". Bereinslokal: S ch ü tz e n st r a ß e 14, I. Barmizwohs Lehrplan für das Sommersemester. ll'alrnud: Masechte Berochaus Sonntag Morgen 9 Uhr, Dienstag Morgen 71/-» Uhr, Herr Rabb- Ass. G. Posen. Talmud: Masechte Makaus Dienstag Abend 83jt Uhr, Donnerstag Abend 8'/« Uhr, Herr Direktor Dr. G. Lange. Misclmali Sonntag Morgen 7'/< Uhr, Mittwoch Abend 8-/4 Uhr, Herr Rektor B. Falk. Mikro Samstag Nachmittag 4 Uhr, Mitglieder- Bortrag. Schulchan Arucli Samstag Vormittag nach Schluß der Synagoge Schützenstraße, wenn weder Predigt noch Vortrag im Hörsaale stattfindet, Herr Rektor B. Falk. Kursus für Anfänger in Oimmescb, Tefilloli und Dinim, Samstag Mittag 12 Uhr, Herr H. Einstädter. Gäste sind willkommen. Frankfurt a. M.. im^^°64 ' o ' April 1904. Der V o ist and. Familieuuachrichten. (Aufnahme in diese Rubrik kostenlos.) (Ohne redaktionelle Verantwortlichkeit. Wir bitten um gefl. Mitteilung der Barnrizwohs; die Aufnahme geschieht kostenlos.) Samstag, den 16. April, Barnrizwoh des Edwin Frank, Sohn des Weinhändlers Jakob Frank, Uhlandstraße 48, in der Gemeinde-Synagoge der Israelitischen Religionsgescllschaft. Wochen-Kalender. (Zeitangaben nach dem Lu ach.) Samstag, den 16. April, Wochenabschnitt: Sasria, Mozauro Schabbos Rauschchaudesch. Sabbat - Ausgang in Frankfurt a. M. 8 Uhr, 10 Min., Berlin 7 Uhr 48 Min., Straßburg 8 Uhr 05 Min., Cassel 8 Uhr 02 Min. Omer 17. Sonntag Abend: Omer 18. Montag Abend: Omer 19. Dienstag Abend: Omer 20. Mittwoch Abend: Omer 21. Donnerstag Abend: Omer 22. Geburten. Einen Sohn, Josef Notschild, Frankfurt a. M., Obcrmainanlage 19. Eine Tochter, Süß, Frankfurt a. M. Fahrgaffe 29., Kaiser Friedrich Quelle -Ottenbach a. 31.- Vopn’ehmstes Tafelwasser. fcL.- f:- ■ Der Wir jedes Brautpaares ist, sieb sein neues Heim behaglich und schön einzurichten. Zu diesem Zwecke gestatten wir uns, Sie auf unser reichhaltiges Lager in selbstangefertigten Wohnungs-Einrichtungen, -von der einfachsten bis zur elegantesten Ausführung, bei fünfjähriger Garantie und staunend billigen Preisen aufmerksam zu machen. Ein Besuch unserer Mobiliar-Ausstellung ohne Kaufzwang würde sich für jedes Brautpaar, sowie für jedermann stets lohnen und empfehlen. Philipp Vogel & Cie. Kur 41 Grosse Esclienheimerstr. 41. Restauration und Pension Keymann, Ink.: Roscnbaum-JSambecger. Hübsche Zimmer. — Grosser Garten. Referenz Sr. Elirw. Herr Rabb. D r. Marx, Darmstadt. __ Forderungen '— zieht an allen Orten schnell ein Hch. Stieglitz, Frankfurt a. M. . Schopenhauers! rasse 10 p. Karl Hanauer feine Herrenschneiderei Stiftstrasse 41, Ecke ZeiK „Adieu aus der Ferne.“ Geschäftliche Verhältnisse haben mich veranlasst, meinen - Aufenthalt von Frankfurt nach London zu verlegen, und da dieses bei meiner Abreise zu den Feiertagen unvorhergesehen erfolgte, war es mir ganz unmöglich, bei allen meinen Freunden und Bekannten mich persönlich zu verabschieden. Ich biete daher allen meinen Freunden und Bekannten auf diesem Wege ein herzliches Lebewohl. Sago S. Lunzer, London N. 202, Green Laues. / Kotel-Kestaurant „Kronprinz“ Wiesbaden Koscher. norei-NW«nrsm „aronpnnz' Koscher. Anerkannt bestes u. grösstes Restaurant mit streng ritueller Küche am Platze, 2 Speisesäle, Bäder, Billard. Billigste Preise. Referenz: Sr. Elirwürden Herr Stadt- und Bezirksrabbiner Dr. Silberstein. Tel. 2733. Bes. T. Rückersberg.

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