Mannheim
Compact Memory

Neue jüdische Presse · 1904-03-30 · Heft 13 (30.3.1904) · p. Seite 12

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Neue jüdische Presse
Volume
2 (1904)
Issue
Heft 13 (30.3.1904)
Date
1904-03-30
Page
Seite 12 (sequence 12)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
91% known words query
IRI
…/2692297-2692358-2692371--00816-2695253
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

Seite 12 Frankfurter Israelitisches Familienblatt, Nr. 13 Boden steheirden Vereinen zur Abhaltung bringen soll; 2. überall 'da, wo der Verein mindestens 10 Mitglieder zählt, Liese sich zu einer Ortsgruppe organisieren und die Propaganda energisch'betreiben sollen. Kranksnrt a. M. Der Verein .Kindergarten sür Israeliten" veröffentlicht seinen Bericht über die Jahre 1902 und 1903. Die Einnahmen in diesen beiden Jahren beziffern sich auf 32 447,15 J(., die Ausgaben ans 30 636,78 JL Im Durchschnitt besuchten 55 Kinder täglich den Kindergarten. — Der Vorsitzende des Vereins ist .Herr Professor Dr. A. Sulzbach. Kitzinge«. (Schluhseier). Der .Verein zur Pflege/üdischerLebc ns anschanung," ein Tochterverein des .Frankfurter „Nachlas Z'wi" beging dieser Tage, die Semesterschlußfeicr. Herr Distrittsrabbiner Adler hierorts sprach über die Wichtigkeit des Thorastubiums und führte in wohlgelungener Rede den Vergleich der Lehre mit der Wüste, dem Wasser und dem Feuer aus. Ihm folgten die, regelmäßig Vortragenden des Vereins, die Herren Dr. M. L. Bamberger-Würzburg, Lehrer Bamberger-Kitzinge», Mannhcimcr-Dettelbach. Herr Dr. Bamberger lehnte seine Wschiedsworte an den Wochenabschnitt an,, wo vom Altarfeuer die Rede ist, das in fünffacher Hinsicht besondere Eigenschaften aufwies. Herr Lehrer Bamberger, der im Winterhalbjahr u. a. auch das T'nach behandelt hatte, brachte trotz der vorgeschrittenen Stunde noch als „Restabttag" längere Ausführungen über Kesurim. Herr Lehrer Mannheimer-Dettelbach hatte ini Semester seine Vorttäge. über unsere T'fillaus' bis zur Schenwno-Esrei fortgesetzt. In seinem Abschiedswort wies er darauf hin, daß im jüdischen Sinne cs eigentlich keinen Sijum gebe und geben darf. Die kontinuierliche Fortarbeit und die Volkstümlichkeit seien die zwei großen Forderungen der heiligen Lehre. Allen Vereinsrednern wurden sinnige Zlbschiedsgaben in .Form schöner Seforim verehrt. — Vor allem sei 'aber des rührigen Vereinsvorsitzendcn gedacht, des Herrn H. Jakobsohn-Kitzingen. Er bildet durch sein unermüdliches selbstloses Wirken im Dienste tanrausöinu haksaausohah, durch sein ideales Streben und sehr einnehmendes Wesen die Seele des ganzen Unternehmens. Ihm gebührt in erster Linie aller Dank. — Der Verein besteht jetzt drei Jahre und hat schon Ersprießliches geleistet, ist sich aber nichtsdestoweniger seiner in heutiger Zeit doppelt schweren Aufgabe, die er noch zu lösen hat, vollauf bewußt. Pvse«. Der 60. Bericht der I s r a e- -litisch.en W aisen-Kn ad en-An'st alt ist soebenerschienen. Demnach sind im Jahre 1903 durchschnittlich 21 Zöglinge zum größten Teil aus der Städte zum Teil aus der Provinz Posen, in der Anstalt erzogen und die im Alter vorgeschrittenen Zöglinge nach bestmöglichster Ausblldung dem Handwerk oder Gewerbe zugeführt worden. Mehr als vorher hat das Bestreben obgewaltet, besser veranlagte Zöglinge in höheren Lehranstalten auszubildcn. Die Direktion erachtet es als eine wichttge Aufgabe sür die Zukunst, für die in Außenpflege befindlichen Lehrlinge ein sogenanntes Lehrlingsheim in Anschluß an die Anstalt zu schassen. Berlin. Am Sonntag, den 28. März 1904 fand im Bureau des D. I. G. B., Steglitzerstraße 85, die zweite ordentliche Mitgliedervcrsamiillung des „Vereins jüdische Arbciterkolouie und -Asyl in Weißensee bei Berlin" statt. Für den leider erkrankten Vorsitzenden, Herrn Maurermeister Adler, hatte der stellverttetende Vorsitzende, Herr Bioritz Roscnow, die Leitung übernommen. Auf die Vorlesung, des gedruckt vorliegenden Geschäftsberichtes wurde verzichtet, wohl aber dessen Verbreitung als Propagandaschrift vielseitig gewünscht, da es gilt die noch immer unzureichenden Einnahmen des im übrigen sehr populären Instituts zu erhöhen. Auf Grund des schriftlich vorliegenden Berichtes der Revisionskommission, wurde dem Schatzmeister, Herrn Lustig, Dechargc erteilt und die bisherigen Mitglieder der Revisionskommission wiedcrgewählt. Eine Neuwahl des Vorstandes war nicht erforderlich, da das 3jährige Mandat der bisherigen Mitglieder noch ein Jahr läuft. Freudig stimmte die Generalversamnllnng der durch-den Vorstand erfolgten Erneuung des um den Verein hochverdienten Herrn Adler zum immerwährenden Ehrenmitglied«; des Vereins zu. _ Personalien. Hanau, 29. März. Heute fand hier unter überaus zahlreicher Beteiligung das Leichenbegängnis des verstorbenen Theaterdirektors-Max Opmar statt, der nach langem Leiden durch einen sanften Tod erlöst wurde. Opmar hatte jahrelang mit H. Jaritz die Tirettion des hiesigen Stadttheaters inne und hatte sich während dieser Zeit in allen Kreisen Freunde und Verehrer zu schaffen gewußt. Einen herzlichen Nachruf gewidmet vom Personale, und die ansehnliche Trauervcrsammlung, die ihm die letzte Ehre erwies, waren äußere Zeichen seiner Beliebtheit. Tie gesamte Regimentskapelle unter Führung ihres Dirigenten Schmidt, zahlreiche Künstler, Mittelschul- und Akademielehrer waren zu seiner Beerdigung erschienen. Rabbiner Tr. Bamberger widmete ihm einen kurzen Nachruf, in dem er darauf hinwies, daß die Vorwoche des Pesachfestes. keine äußeren Zeichen der Trauer gestatte. Nach erfolgter Bestattung und Kaddisch verließ die selten große Trauerversammlung den Friedhof. R. i. p. Aus der Lehrerwelt. Hanau. Die 36. Jahresversamnilung der israelitischen Lehrer Hessens wird am 23. Mai d. Js. hier in Hanau abgehalten. Barmizwohs. lOhne redaktionelle Verantwortlichkeit. Wir bitten um gefl. Mitteilung der Barmizwohs; die Aufnahme geschieht kostenlos.) Samstag, den 2. April, Varmizwoh des Samson Breuer, Sohn des Rabbiners Dr. S. Breuer, Schützenstraße 14, und des Harry Hirsch, Sohn des Kaufmanns Moritz Hirsch, Zeil 3, in der Gemeinde-Synagoge der Israel. Religionsgesellschaft (Schützenstraße). Samstag, den 9. April, Barmizwoh des Alfred Ledermann, Sohn des Kaufmann Isaak Lederniann, Weiherstraße 6, in der Gemeinde-Synagoge der Israelitischen Religionsgesellschaft (Schützenstraße). Wochen-Kaleuder. (Zeitangaben nach dem Lu ach.) Mittwoch, den 30. März, 14. Nissan, abends 6 Uhr 45 Min. in Frankfurt a. M„ Pesach-Anfang. Donnerstag, den 31. März, 15. Nissan: Erster Tag Pesach. Abends: Omer 1. Freitag, den 1. Äpril, 16. Nissan: Zweiter Tag Pesach. Abends: Omer 2. Samstag, den 2 April, 17. Nissan: Schabbos Chaulhamaued. Sabbat-Ausgang in Frankfurt a. M., 7 Uhr 45 Minuten, Sttaßburg 7 Uhr 40 Minuten, Berlin 7 Uhr 22 Minuten. Cassel 7 Uhr 36 Minuten. Omer 3. , Mittwoch, den 6. April, 21. Nissan: Siebenter Tag Pesach. Abends: Omer 7. Donnerstag, den 7. April. 22. Nissan: Achter Tag Pesach. Pesach-Ausgang: 7 Uhr 55 Min. in Frankfurt a M. Omer 8. Samstag, den 9. April, 24. Nissan: Wochenabschnitt: Leh'mini. Sabbat-Ausgang in Frankfurt a. M- 3 Uhr, Sttaßburg 7 Uhr 55 Min., Berlin 7 Uhr 35 Min., Cassel 7 Uhr 48 Min. Omer 10. . - Sonntag, den 10. April, Abends: Omer 11. Montag, den 11. April, Abends: Omer 12. Dienstag, den 12. April, Abends: Omer 13. Mittwoch, den 13. April, Abends: Omer 14. Donnerstag, den 14. April, Abends: Omer 15. Freitag, den 15 April, Abends: Omer 16. Der Wunsch -jedes Brautpaares ist, sich sein neues Heim behaglich und schön einzurichten. Zu diesem Zwecke gestatten wir uns, Sie auf unser reichhaltiges Lager in selbstangefertigten Wohnungs-Einrichtungen, von der einfachsten bis zur elegantesten Ausführung, bei fünfjähriger Garantie und staunend billigen Preisen aufmerksam zu machen. Ein Besuch unserer Mobiliar-Ausstellung ohne Kaufzwang würde sich für jedes Brautpaar, sowie für jedermann stets lohnen und empfehlen. Philipp Vogel d Cie. 3ffur 41 Grosse Eschenheimerstr. 41. Mazzobäckerei der Israelitischen Gemeinde unter Aufs. s. Ehrw. d. H. Rabb. Dr. Horovitz von Simon Crlauberg^, HermeswegB/IZ Telephon 3862 Filialen: Börnestrasse 30 und Bergerstrasse 27 empfiehlt - 19*. täglich frische Mazzoth “98 in bekannter Güte. Bestellungen auf Ostern werden schon jetzt angenommen und prompt ausgeführt. T. H. Voigt üofpliotogrrapla. S. des IC&isexs vlskS. KTöaaigs Ätelier für künstlerische fhotographien. Telephon 4981. Kaiserstrasse 6, I. Etage. Geöffnet: Sonntags 10—1 Uhr Werktags 9—7 Uhr. I I plette Kftchon-Emrichtimgeii in prima Waare und zu billigen Preisen* Neuheiten In Telghnctand Rährsehüsscln. Fleischhackmaschinen v. Mk. 4.—, Reibinaschinen y. Mk. 1.80, Brotmaschinen y. Mk. 7.— und Messerputzmascliinen v. Hk. 3.80 an. Wasch- und Wringmaschinen, Tischnnd Stelimangeln. Gardinenspanner. Alle Arten Bügeleisen yon 60 Pfg. au. Praktische. Gcsclienkartikel in Nickel nnd Kupfer. Badewannen yon Mk. 21.50, Sitzwannen yon Mir. 10.80 nnd Kinderwannen von Mk. 5.50 an. ‘ Petrol-Herde von Mk. 1.50 an. Spiritus- und Gas-Sparherde nach neuesten Systemen. Spezialität in Vogelu. Papageikäfigen, KäfigständernjB lumentischen, Palmständern u.Zucht-Gegenständen. Sm ©• IjORJEtT SOHW,Zeil 50, neben Hauptpost. Tel. 3932.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.