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Neue jüdische Presse · 1904-03-18 · Heft 11 (18.3.1904) · p. Seite 10

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Journal
Neue jüdische Presse
Volume
2 (1904)
Issue
Heft 11 (18.3.1904)
Date
1904-03-18
Page
Seite 10 (sequence 10)
Language
German
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Seite 16. ' Frankfurter Israelitisches Familienblatt. . Nr. 11. um, ein Lehrerseminar ju errichten, das sicher die Unterstützung des Hilfsvereins finden würde. Herr S eli g so h n bedauert das mangelhafte Interesse speziell' der Berliner Juden für den Hilfsverein und bittet, die Propaganda noch energischer als bisher zu betreiben. ,Für die grossen Zwecke des Vereins sind die Mittel zu llcin, während die Allianz z. Beinen Etat von IV2 Millionen jährlich habe. ' Herr General-Konsul Landau verweist darauf, daß die Allianz nur ein Zehntel ihrer Einuahnicn aus Mitgliederbeiträgen zieht, während neun Zehntel aus den Zinsen von Stiftungen fließen. Natürlich kann sich der Hilssverein, der erst zwei Jahre besteht, mit der Mlianz, die fast 1k Jahrhundert hinter sich hat, in diesem Punkte nicht vergleichen. Ein schöner Anfang sei ja bereits durch die Stiftung von .300 000 Mark seitens der Baronin von Cohn-Oppenheim gemacht worden. Herr Behr gibt einige Anregungen in Bezug aus die ausländischen Juden in Berlin und tritt für die Aufrechterhaltung der Religion bei den Juden im Orient ein. Herr James Simon dankt für die Anregungen, betont aber, baß die Sorge für das jüdische Proletariat in Berlin nicht Sache des Hilfsvcreins sein könne. Liberale und orthodoxe Juden sind vom sittlichen Standpunkte aus vollkommen gleichwertig; nur die Moralität des einzelnen mache einen llnterschied. Professor Barth spricht dem Vorstand den speziellen Dank der Versammlung für sein rasches und ersolgreiches Eingreifen in der Kischinewer Affäre aus und hebt hervor, wie vortreffflich sich die Organisation des Vereins bei diesen Sammlungen bewährt habe. Da sich niemand weiter zum Wort meldet, wird die Diskussion geschlossen. München. Der V. I. St. München begann am 29. Ollober des vergangenen Jahres mit der Antrittssein 8. Bereinssemester. Zu Chargierten waren gewähll: obem. Weigert x, pickt. Wolfs xx, jur. Manneberg xxx. Das vergangene Semester bedeutet nach innen und außen eine Kräftigung des V. I. St. in jeder Beziehung. Seine Beteiligung an allen jüdischen Veranstaltungen Münchens . (Literaturverein, Turnverein, Verein für jüdische Statistik, Zionistische Orts- Bpe rc. rc.) war eine äußerst rege. Es wurden nde Vorträge gehalten: 29. Oktober 1903, Dr. Lessing: Peer Halbströms Arsareth. 7. Nov. 1903, Bbr. Mayer: Die Stellung des jüd. Studenten zur Judenfrage. 12. November 1903, Bbr. Manneüerg: Beiträge zum Problem der jüdischen Kultur (I). 21. November 1903, vr. Arndt: Die jüdische Turnbewegung. 28. 9!ovember 1903, cand. jnr. Hans Fischl (Unitas-Wien): Die Judensrage an der Wiener Universität. 12. Dezember 1903, Bbr. Asch: Raffe und Nation. 14. Januar 1904. Bbr. Wolff: Die Grundlagen des Judentums. 23. Januar 1904, Bbr. Manneberg : Beiträge zum Problem der jüdischen Kultur (11). 30. Januar 1904, Bbr. Aschner: Spinoza. 4. Februar 1904, Bbr. Pinars: Morris Rosenfeld. 11. Februar 1904, Rabb. vr. Ehrentreu: Altjüdische Baudenkmäler. 18. Februar 1904, vr. med. Feuchlwanger: Wesen und Aufgabe der synagogalen Musik. 27. Februar 1904, A H. vr. Kahn: Die Stellung des deutschen Staates zu den Religionsgesellschasten. An die Borträge, bei denen wir viele Mitglieder der Münchener Bürgerschaft zu unseren Gästen zählten, schlossen sich regelmäßig Diskussionen. Am 13. Dez. 1903 veranstalteten wir auf unserer Kneipe eine Makkabäerfeier und am 24. Januar 1904 in dm Prinzensälm des Cafe Luitpold unser Winterfest. (Kommers mit Ball). Diese beidm Veranstaltungen nahmen einen glänzenden Verlauf. Di'e Ferienkommission besteht aus: med. dent. Pincus xxx, med. dent. Gilles, jur. Theilheimer. Briefe sind zu richten an: med. deot. Pincus, Goethestraße 391. Aus aller Wett. Deutschland. München/ Neuer israelitischer Friedh 0 f. Zwischen der Stadtgemcinde München und der israelitischen Kultusverwaltung kam» ein Abkonimcn zustande, nach welchem die Stadtgemcinde auf dem Tauschwege ein geeignetes Areal beim Nördlichen Friedhöfe überläßt und dasselbe mit einer Mauer umgibt. Die Kosten hierfür.(53000 M) sind bei Uebernahme des Friedhofes an die Stadtkasse zu entrichten. Hamburg. Talmud Thora-Realschule. Bei der am 8., 9. und 10. März unter Vorsitz des Herrn Schulinspektors Prof. Dr. Schober an dieser Schule stattgefundenen Prüfung erhielten folgende 29 Schüler der 1. Klasse das Zeugnis der Reife: Max Aron, Fritz Biedermann, Jaques Blanstein, Alphons Brünn) Siegmund Cahn, Moritz Cohen, John Cohn, Michael Flörsheim, Max Frankenthal, Friedrich Franks, Hermann Golbenberg, Friedrich Gnmpertz, Rene Gutheim, Lev Holstein, Leo Jacobsohn, Michael Isaak, Emil Jsenberg, Otto Lehman», Willy -Levy, John Lippmann, Joseph Loewy, Iwan Lübke, Iwan Müllner, Leopold Perczcp, Fritz Redlich, Ildolph Rimberg, Cösar Salomo», Jacob Seligmann, Hermann Warisch. Fürth. Der Magistrat hat das Gesuch der Langenzeuner isracl. Ku ltu s g e m e in d e um Zuteilung zur Fürther Knltusgem e i n d e bei der Regierung zur Ablehnung begutachtet/ nachdem sich letztere Gemeinde wegen der hohen Kosten dagegen ausgesprochen hat. und auch rechtlich die Zuweisung nicht gerechtfertigt ist, da beide Gemeinden fast 3 Stunden auseinander liegen, nach den geltenden Bestimmungen die Zuweisung aber nur dann erfolge, wenn die betr. Kultnsgenieinde nicht weiter als 1 Stunde entfernt ist. Stiftungen. Hamburg. Der vor einiger Zeit verstorbene hiesige Kaufmann Simon Hesse, hat den größten Teil seines etwa 400000 Mk. betragenden Nachlasses zu wohltätigen Zwecken bestimmt. 'Der Hauptbetrag dieser Summe soll zur Errichtung eines Stifts für Freiwohnungen verwendet werden. Diese Stiftung, welche bedürftigen hiesigen Gemeindemitgliedern mietfteie Wohnung gewähren soll, wird zum Andenken an die Eltern des Stifters, sowie an den Testator und dessen Gattin selbst den Namen .Hesse-Stiftung" führen. Die Realisierung der gesamten bedeutenden Hinterlassenschaft wird noch einige Zeit in Anspruch nehmen. Die «Hesse-Stiftung" erhielt als erste Teilzahlung 120000 Mk. Das jüdische Krankenhaus 3000 Mk., die Talmud-Thora-Ncalschule 22500 Mk., der Frauen-Berein zur Unterstützung armer israelitischer Witwen 3000 Mk. Die Verwaltung des ifraelitschen Begräbnisplatzes Langenfelde 2250 Mk., der israelitische Verein zur Unterstützung armer Greise 750 Alk., das jüdische Hospital in Frankfurt a. Bi/ 1500 Alk., und die israelitische Gemeinde unserer Nach barstadt Wandsbek 2250 Mk. Diese Beträge sind etwa' die Hälfte der obigen Institutionen testierten Summen. Nach vollständiger Realisierung werden sowohl die „Hesse-Stiftung" wie die übrigen Institutionen nochmals die gleichen Beträge erhalten. Bücherschair. Der neue Gott von Leonore Freft Verlag von Hermann Seemann, 2 Bände. Preis 5 'Jb. Ein Roman aus der Zeit. Moses. Der historische Hintergrund dieses Romanes wird überwuchert von der reichen Phantasie der Verfasserin, so daß außer den vielen biblischen Namen'und gewissen Anllängen rin den biblische,/ Bericht der Roman durchaus frei erfunden ist. Barmizwohs (Ohne redaktionelle Verantwortlichkeit. Wir bitten um gefl. Mitteilung der Barmizwohs; die Aufnahme geschieht kostenlos.) ' Samstag, den 19. März, Barmizwoh des Ludwig Jsaac, Sohn des Kaufmanns Emil Jsaac, Hölderlintraße 5, in der Genieinde-Synagoge der Israelitischen Religionsgesellschaft. Schützensttaße. Georg Triwaks, Sohn des Herrn Salomon Triwaks, Am Schützenbrunnen 5. Isidor Hirsch. Sohn des. Herrn Isaak Hirsch, Allerheiligcnstraßc 83, in der Gemeinde-Synagoge am Börneplatz. __ Verein Mekor-Chajim. Sonntag, den 20. März 1904, abends Uhr. Schützensttaße 14) Vortrag des Herrn Julius Hirsch über «Jesaias." Fraukfnrter Zionistische Bereinigung. Mittwoch, den 23. März, abends 83ji Uhr im Kursaal Milani: Mitglieder-Versammlung. Tagesordnung: 1) Vortrag des Herrn Fritz Sondheimer über Organisation des jüd. Proletariats. 2) Diskussion. Montefiore, Verein zur Pflege der idealen Interessen jüdischer junger Leute: Einladung zur Hauptversamnilung am Mittwoch« 23. März a. c., Abends 8>/- Uhr, Seilersttaße 22. Tagesordnung: a) § 14 der Statuten, b) Beratung der neu entworfenen Statuten. Wocheu-Kalender. (Zeitangaben nach dem L u a ch.) Samstag, den 19. März, Wochenabschnitt Wajikro. Sabbat-Ausgang in Frankfurt a. M., 7 Uhr 25 Minuten, Straßburg 7 Uhr 20 Minuten, Berlin 6 Uhr 57 Minuten, Cassel 7 Uhr 12 Minuten. Das »Frankfutter Israelitische Familienblatt" kostet in Frankfurt a. M. Mk. 1.— einschließlich Bringerlohn, auswärts Mk. 1.02 einschließlich Bestellgeld (bei Abholung von der Post 12 Pfg. weniger). Auch im Auslande nehmen sämtliche Postanstalten Abonnements entgegen. Bezug durch Stteifband Mk. 1.50 vietteljährlich (Ausland Mk 2.-). Kaiser Friedrich Oiielle -Offenbach ii. 31.- Vornehmstes Tafelwasser. G. Wagner, Dentist, Rechneigrabenstr. 4. Sprechstunden von 9—12 und 2-6 Uhr- Zalinploinpeu in Gold, Porzellan, Silber u. Emaille, sowie Zahnkronen u. Gebisse lu Gold, Platin u. s. \r. in nur feiner Aus- , fuhrung. Schmerzlose Behandlung unter Garantie, Thnvn«a c 61 tri Herrenschneiderei, KL Kornmarkt 8 (Laden). *■ ilUUXaa Anfertigung nach Maass. Spezialität in Aufbügeln, Separieren n. s. ir. Der Wirnsch jedes Brautpaares ist, sich sein neues Heim behaglich und schön einzurichten. Zu diesem Zwecke gestatten wir ans, Sie auf unser reichhaltiges Lager in selbstangefertigten Wohnungs-Einrichtungen, von der einfachsten bis zur elegantesten Ausführung, hei fünfjähriger Garantie und staunend billigen Freisen aufmerksa m zu machen. Ein Besuch unserer Mobiliar-Ausstellung ohne Kaufzwang würde sich für jedes Brautpaar, sowie für jedermann stets lohnen und empfehlen. Philipp Vogel «fc Cie. Nur 41 Grosse Eschenheimerstr. 41. o o O Silheiwiireno o Total-Ausverkauf <b o o o o o o o o o o unserer reizenden und aparten Gegenstände 2 Goethestrasse 2 wegen Verlegung des Lagers nach Itossmarbt 11. - Hoher Rabatt.-- S. Schümann § Co.?aut Tübben. Hofjuweliere.' o o o o o o o o o o Dietrich Schmidt, Schneiderei feiner Herren-Moden und Jugendgarderobe nach Hass. — Modernste und solide Stoffe. — . — Vornehm und legerer Schnitt. — Gediegene;Arbeit und Ausstattung mit Vorteilpreisen. (Auf Wunsch streng gewissenhafte rituelle Verarbeitung.)

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